Walsrode, im September 2021 – Mit über 4.000 Vögeln aus 650 Arten und von allen Kontinenten ist der Weltvogelpark in Walsrode der größte und artenreichste Vogelpark der Welt. Anlässlich des Internationalen Tags des Tropenwaldes (14. September) weist der Weltvogelpark Walsrode auf die besondere Schutzbedürftigkeit des Tropenwaldes und der dort heimischen gefiederten Bewohner hin. So trägt der Weltvogelpark mit eigenen Nachzucht- und Artenschutzprogrammen jedes Jahr seinen Teil zum Schutz dieser Vögel bei.

Seit 1989 wird von verschiedenen Umweltorganisationen am 14. September auf die fortschreitende Zerstörung der tropischen Regenwälder aufmerksam gemacht. Dieser Tag ist heute wichtiger denn je. Bislang sind mehr als 50 Prozent der Tropenwälder vernichtet worden. Der artenreichste Naturraum der Erde und ein einzigartiges Ökosystem sind weiter akut gefährdet.

Jährlich gehen aktuell etwa neun Millionen Hektar Tropenwald weltweit verloren. Die Rodung der Tropenwälder etwa zur Umwandlung in Agrarfläche oder im Zuge der Urbanisierung führt zu nicht umkehrbaren Schädigungen des biologischen Gleichgewichts. Ohne Bäume spült der Regen die Nährstoffe in Flüsse und ins Meer, wodurch der Boden erodiert. So können die Tropenwälder nicht mehr als „grüne Lunge der Erde“ funktionieren – mit entsprechenden Auswirkungen auf das Klima. Die im Tropenwald heimischen Tiere leiden besonders unter diesem Raubbau an der Natur. Ihr Lebensraum wird reduziert, und kleinere Populationen werden voneinander getrennt – der Genpool reduziert sich. Bereits jetzt sind verschiedene Arten bereits unwiederbringlich ausgerottet und damit verloren gegangen – darunter viele Vogelarten.

„Der Schutz und die Nachzucht bedrohter Vogelarten aus den Tropen sind ein Hauptanliegen des Weltvogelparks. Durch diese wichtige Arbeit tragen wir einen Teil zur Erhaltung des Genpools bei. Gleichzeitig sensibilisieren wir unsere Besucher für die Schutzbedürftigkeit dieser Vögel, etwa über entsprechende Beschilderungen oder Informationen im Rahmen der Flugshow. Denn nur, was der Mensch kennt, möchte er auch schützen“, sagt Janina Ehrhardt, Sprecherin des Weltvogelparks. „In diese Arbeit investieren wir unser ganzes Know-how.“

Diese Arbeit zahlte sich bereits mehrfach aus. „Der Weltvogelpark Walsrode hat einen weltweit exzellenten Ruf, wenn es um die Nachzucht von Tropenvögeln geht. Viele Zuchterfolge von tropischen Vögeln sind Europa- oder sogar Weltpremieren. Unser Kolibrihaus ist international einmalig und gilt Biologen und Tierschützern als Referenz, wenn es um die Nachzucht dieser kleinen Vögel gilt. Ein klares Zeichen dafür, dass sich die Vögel in der Südheide offensichtlich sehr wohlfühlen. So gelang dem Team des Vogelparks etwa die erste europäische Nachzucht des Kapuzinerkotingas oder des Tiefland-Felsenhahns und im letzten Jahr gleich von zwei gefährdeten Hornvogelarten“, so Ehrhardt weiter.

Interaktion sorgt für emotionale Nähe und Sensibilisierung für Natur und Vogel

Neben diesen beiden besonderen Arten lassen sich noch viele weitere tropische Arten im Weltvogelpark finden, z. B. Hyazinth-Aras, Rotschnabelhokkos, von denen es weltweit nur noch etwa 250 Tiere in den stark bedrohten Küstenregenwäldern Südamerikas gibt, verschiedene Arten der Hornvögel oder die beliebten Tukane – mit dem Riesentukan als Wappentier des Weltvogelparks. Im Regenwaldhaus Jungle Trail oder auch in der sogenannten Paradieshalle können Besucher Vögel wie etwa die Fächertaube, die größte Taube der Welt, frei laufend erleben. Besonders eindrucksvoll: die Kasuare, große Laufvögel aus den Regenwäldern Neuguineas mit rasiermesserscharfen Krallen. Diese helfen zwar wirkungsvoll gegen Fressfeinde, sind aber aussichtslos im Kampf gegen Brandrodungen oder Umweltverschmutzung.

„Wichtig ist uns immer wieder, Begegnungsmöglichkeiten mit den Tieren zu schaffen. Durch Interaktionen entsteht auch emotionale Nähe und dadurch das Bewusstsein, dass der Schutz selbst von exotischen Vögeln uns alle angeht. Und das nicht nur zum Internationalen Tag der Tropen, sondern in diesem Jahr noch bis Ende Oktober“, so Ehrhardt abschließend.

Der Weltvogelpark ist noch bis zum 31. Oktober 2021 für Besucher geöffnet.

Über den Weltvogelpark Walsrode:
In der Lüneburger Heide, im Dreieck zwischen Hannover, Bremen und Hamburg, liegt der Weltvogelpark Walsrode, der größte Vogelpark der Welt. Der Park beherbergt über 4.000 Vögel aus 650 verschiedenen Arten und von allen Kontinenten in einer 24 Hektar großen Garten- und Erlebnislandschaft. Besucher erleben spektakuläre Flugshows, Schaufütterungen, Vogelbabys und faszinierende Indoorattraktionen. Zudem sind sie eingeladen, spannende Themenhäuser, exotische Freiflughallen und artenreiche Vogelvolieren zu entdecken. Zwischendurch laden 320 Sitzbänke zum Entspannen und Genießen ein. Liebevoll angelegte Beete, großzügige Teichanlagen und exotische Pflanzen entführen in eine andere Welt – einfach mal die Seele baumeln und den Alltag links liegen lassen. Der magische Zauber unzähliger Baum- und Blumenarten bildet eine bunte und sich ständig verändernde Kulisse.Für die kleinen Besucher gibt es tolle Spielplätze und für die Erwachsenen kostenlose Parkplätze. Ein Restaurant, Imbisse und Eiswagen laden für den kleinen und großen Hunger zwischendurch ein. Das gesamte Areal ist behindertengerecht gestaltet. Wird ein Rollstuhl benötigt, kann er bei vorheriger Anmeldung kostenlos ausgeliehen werden. Da Hunde in den Park nicht mitgenommen werden dürfen, gibt es zusätzlich eine kostenlose Unterbringung für die Vierbeiner.

Pressekontakt
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Andre Schmidt
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Weltvogelpark Walsrode Presse (13.09.2021; 09:55 Uhr)
andre.schmidt@dr-p.de

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 13.09.2021
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