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Altötting / Stuttgart, 4. November 2020 – Töten mit kirchlichem Segen: Am Samstag findet eine Hubertusmesse in der Basilika St. Anna in Altötting statt. Für die Ausrichtung des Gottesdienstes übt PETA scharfe Kritik an den Verantwortlichen der Kirchengemeinde. Hubertusmessen, die vornehmlich von Jägern mitverantwortet und besucht werden, sind nicht mit der christlichen Ethik der Achtung vor dem Leben vereinbar. Sie bilden häufig den Auftakt zu den grausamen Drückjagden, bei denen Jäger durch die Wälder ziehen, um Tiere zu hetzen und zu töten. Die Tierrechtsorganisation appelliert nun an die Kirchenvertreter, sich künftig von den gewaltverherrlichenden Messen zu distanzieren.

„Einen Gottesdienst zu veranstalten, der Jägern symbolisch den Segen für das sinnlose Töten wehrloser Mitgeschöpfe gibt, sendet ein völlig falsches Signal. Kirchen müssen für die Bewahrung der Schöpfung eintreten, nicht für ihre Zerstörung“, kritisiert Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Die Hubertusmesse verkennt zudem, dass der heilige Hubertus vom Jäger zum überzeugten Jagdgegner wurde.“

Laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz sterben bei Drückjagden bis zu zwei Drittel der Wildtiere nicht sofort. [1] Mit zerschossenen Knochen und heraushängenden Innereien flüchten die Tiere, leiden oft tagelang unter den Verletzungen und sterben qualvoll, wenn sie bei der sogenannten Nachsuche nicht gefunden werden. …

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PETA Deutschland e.V. – 04.11.2020
www.peta.de/hubertusmesse-in-a…

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 04.11.2020
twitter.com/fellbeisser

1 KOMMENTAR

  1. ZITAT

    “Die Jagd ist nicht die eines denkenden Wesens würdige Beschäftigung.

    Es steht zu befürchten, dass die Menschen, die sie ausüben,

    ebenso unmenschlich gegen Menschen werden,

    wie sie es gegen Tiere sind,

    oder dass die grausame Sitte,

    mit Gleichgültigkeit Schmerzen zu verursachen,

    ihr Mitgefühl für das Unglück ihrer Nebenmenschen abstumpft.”

    Friedrich der Große, König von Preußen

    Der Neurologe, mehrfach ausgezeichneter Psychoanalytiker, Schriftsteller, Ehrendoktor der Universität Klagenfurt – und passionierter Jäger Paul Parin
    in seinem Buch “Die Leidenschaft des Jägers:
    “Seit meinen ersten Jagdabenteuern weiß ich: Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust, wann und wo immer gejagt wird. “Licence” hat eine radikalere Bedeutung als der deutsche Ausdruck Freibrief: Verbote gelten nicht mehr. Wenn man über Jagd schreibt, muss man über geschlechtliche Lust schreiben und über Grausamkeit und Verbrechen… Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten.
    Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt… Und weil es sich um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt – um ein Fieber eben – geht es in diesem Buch um sex and crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord.”

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