Campact e.V. – Newsletter vom 30.05.2020

Ihr halbes Leben stecken Muttersauen zwischen engen Eisenstangen fest. CDU-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner will diese quälerischen Kastenstände noch 17 weitere Jahre erlauben. Das können die Grünen verhindern – und zwar im Bundesrat.

Unterzeichnen Sie jetzt den Eil-Appell und fordern Sie ein Ende dieser grausamen Praxis!
aktion.campact.de/schweinequal…

Schweinequal ist illegal

Schweinehaltung in engen Kastenständen – das ist Tierquälerei. Agrarministerin Julia Klöckner will die furchtbaren Gitter-Boxen für weitere 17 (!) Jahre erlauben. Die Grünen können das im Bundesrat verhindern – leider denken sie aber über einen schlechten Kompromiss nach. Bitte unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell! Die Öko-Partei darf nicht still und heimlich weiteres Tierleid ermöglichen.

Ein Gefängnis aus Eisenstangen, 2 Meter lang, 70 Zentimeter breit. Schweine in der Kastenstand-Haltung können sich weder umdrehen, noch ihre Gliedmaßen ausstrecken. Das ist nicht nur Tierquälerei – sondern laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2016 auch illegal.[1] Doch anstatt den Tieren endlich mehr Platz zu geben, will Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) die Schweinequal sogar legalisieren: für eine „Übergangszeit“ von 17 Jahren.[2] Das wollen wir nicht hinnehmen.

Die Grünen können Klöckners schlimmen Plan im Bundesrat stoppen – doch sie scheinen vor der Agrar-Lobby einzuknicken und verhandeln über einen faulen Kompromiss. Der würde die Tierquälerei um acht Jahre verlängern.[3] Viele Millionen Schweine müssten weiterhin leiden.

Dabei ist die Mehrheit der Deutschen gegen die Kastenstand-Haltung[4] – und erst Recht die Grünen-Wähler*innen. Unser Appell und deutlicher Protest haben erreicht, dass die grünen Agrarminister*innen die Entscheidung bereits mehrmals verzögerten. Wir wollen ihnen jetzt zeigen: Tierschutz ist uns Büger*innen auch in Corona-Zeiten wichtig – sie sollen die Quälerei beenden.

Bitte unterzeichnen auch Sie jetzt unseren im Februar gemeinsam mit Foodwatch gestarteten Appell – damit wir bis nächste Woche die Marke von 500.000 Unterschriften knacken. So zeigen Sie den Grünen, dass sie die Tierquälerei nicht durchwinken dürfen.

Es gibt keinen Zweifel – der Kastenstand ist Tierquälerei. Die extrem engen Käfige sind kaum größer als die Sau selbst. Sie verbringt ihr halbes Leben schmerzhaft eingeklemmt zwischen den Eisenstangen. Beim Besamen, während der Trächtigkeit und auch nach der Geburt der Ferkel bleibt sie im Eisengitter. Die Folge: schwere körperliche Schäden. Viele Tiere entwickeln Geschwüre an Schultern und Hüften.

In vielen europäischen Ländern wie Großbritannien oder Schweden ist die Kastenstand-Haltung schon seit Jahren verboten. Die Alternative: freie Buchten, in denen die Muttersauen und ihre Ferkel mehr Platz haben. Jetzt ist es also an der Zeit, den Kastenstand ganz zu stoppen. Bitte unterzeichnen Sie jetzt unseren gemeinsamen Appell – damit die Schweinequal endet.

Herzliche Grüße,

Gerald Neubauer, Campaigner

PS: Muttersauen sind fürsorgliche Tiere. Sie kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs – außer, man sperrt sie in einen Eisenkasten. Bitte unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell – damit Millionen Ferkel eine ungequälte Mama-Sau bekommen.

[1] „So elend leben Sauen in Deutschland“, Der Tagesspiegel, 28. Januar 2020
[2] „Agrarministerin will Käfige legalisieren. Protest gegen Klöckners Sauerei“, taz online, 13. Februar 2020
[3] „Grüne lassen Schweine im Stich“, Der Spiegel 22/2020
[4] „Große Mehrheit der Deutschen für ein Verbot der Kastenhaltung in der Sauenhaltung“, Vier Pfoten, 25. Mai 2020

Campact e.V. · Artilleriestraße 6 · 27283 Verden

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Von: Campact mailto:info@campact.de
Gesendet: Samstag, 30. Mai 2020 um 10:01 Uhr
Betreff: Klöckner quält Schweine

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Übersandt von:
Martina Patterson (30.05.2020; 18:16 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 31.05.2020
twitter.com/fellbeisser

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