Kontakt zu Tiertransport-Unternehmen

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Hallo Ihr Lieben,

Simone Oppermann hatte die super Idee, an Unternehmen heranzutreten, die Tiertransporte durchführen.
Das hat Natscha gleich zum Anlass genommen, eine große Firma anzuschreiben. Anbei Ihre mail.

Dies als Idee und Anstoß für Euch, es auch zu tun. Text von Natascha kann gern übernommen werden.

Danke und liebe Grüße, Simone

Simone Forgé
s.forge@posteo.de

www.mensch-fair-tier.de

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Gesendet: Mittwoch, 08. August 2018 um 18:33 Uhr
Von: “Simone Forgé” s.forge@posteo.de
Betreff: Kontakt zu Tiertransport-Unternehmen

——– Originalnachricht ——–

Betreff: Tiertransporte in EU Länder und Drittstaatenländer
Datum: 08.08.2018 um 10:37 Uhr
Von: “Natascha Wenrich” Natascha.We@gmx.de
An: info@masterrind.com

Sehr geehrte Damen und Herren,

sicherlich entgeht es auch Ihrer Aufmerksamkeit nicht, dass Lebendtiertransporte in EU Länder und in Drittstaatenländer mittlerweile erheblich in der öffentlichen Kritik stehen.

Spätestens nach der ZDF-Reportage 37 Grad – “Geheimsache Tiertransporte” wurde deutlich, wie massiv die Missstände sind und wie eindeutig hier keine Rede mehr von Einhaltung tierschutzrechtlicher Bestimmungen sein kann. Es stellt sich des Weiteren heraus, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt.

Transporte bedeuten immer massiven Stress für die Tiere. Außerdem kann ein Transport zusätzliche Leiden durch teils extreme Hitze oder Kälte, tagelange Wartezeiten an den EU-Außengrenzen, ohne ausreichend Wasser und Futter, gegenseitige Verletzungen der verängstigten und zusammengepferchten Artgenossen, Unfälle, nicht erkannte Krankheiten vor Transportbeginn, vorschriftswidrig nicht gemolkene Kühe und vielem mehr verursachen.

Die europäische Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates vom 22.12.2004 „über den Schutz von Tieren zum Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen” enthält zwar sehr detaillierte Vorschriften, um die Leiden der Tiere bei den Transporten zu verringern. Problematisch ist jedoch, dass die Möglichkeit der Einhaltung dieser Vorschriften bei der Prüfung eines Transportgenehmigungsantrags durch einen Amtsveterinär nicht kritisch genug hinterfragt wird, obwohl bereits im Jahr 2015 der Europäische Gerichtshof einen „wirklichkeitsnahen” Prüfungsmaßstab mit einem großen Ermessensspielraum für die Behörden angemahnt hat. Zum anderen können aufgrund der Vielzahl der Transporte nur Bruchteile bei der Durchführung auch tatsächlich kontrolliert werden. Das Fazit ist: Kontrollen sind so gut wie nicht durchführbar.
Da verwundert es auch nicht, dass in Drittländern von „Schutz” absolut keine Rede mehr sein kann und die Frage, die sich stellt, was tun hiesige Transportunternehmen für die Einhaltung der Verordnungen und welche Maßnahmen werden zum Schutze der Tiere getroffen?

Eine große Mehrheit der Bevölkerung spricht sich gegen diese Form der Tiermisshandlung aus. Aus diesem Grund ist die Transparenz für die Öffentlichkeit von Bedeutung und steht somit im öffentlichen Interesse.

In dem Zusammenhang würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir folgende Fragen beantworten könnten.

1. Wie sehen Ihre konkreten Maßnahmen aus, um bei Tiertransporten die tierschutzrechtlichen Bestimmungen einzuhalten? Wie sehen Ihre eigenen Kontrollmaßnahmen aus? Sind Kapazitäten/Möglichkeiten für Kontrollen vorhanden, um die eigenen Transporte zu überwachen?

2. Welches Personal führt diese Transporte durch? Aus welchen Ländern werden die Lkw-Fahrer eingestellt?

3. Werden diese für den Transport von Tieren ausgebildet?

4. Was können Sie als Unternehmen gegen die angeblichen Einzelfälle der “schwarzen Schafe” tun, die sich nicht an die Bestimmungen halten und denen auch das Tierwohl kaum am Herzen liegt? Liegt es in Ihrem Interesse “schwarze Schafe” entsprechend aufzudecken und an die Behörden zu melden?

5. Wie sieht die konkrete Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern aus?

6. Gibt es als Verbraucher die Möglichkeit zu erfahren, ob und wie oft ein Unternehmen durch Verstöße aufgefallen ist?

An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich im Voraus für Ihre Mühe und würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Natascha Wenrich
Natascha.We@gmx.de

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Übersandt von:

Martina Patterson (08.08.2018; 19:23 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 09.08.2018
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