VIER PFOTEN Deutschland – Pressemitteilung vom 13.01.2020

180 der 14.000 Schafe überlebten dank unermüdlichem Rettungseinsatz

Hamburg, 13. Januar 2020 – Nach wochenlangen Verhandlungen mit den verantwortlichen Behörden konnten die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN und ihre rumänische Partnerorganisation ARCA 180 überlebende Schafe, die Ende November von einem gekenterten Schiff in Rumänien gerettet wurden, auf eine Farm nördlich von Bukarest bringen. Dort werden sie vorerst untergebracht und sich von den Strapazen erholen, bis über den weiteren Verbleib entschieden wird. VIER PFOTEN hat die EU-Kommission unterdessen aufgefordert, Lebendtiertransporten ein für alle Mal ein Ende zu setzen.

Das mit 14.000 Schafen beladene Schiff befand sich auf dem Weg nach Saudi-Arabien, als es am 24. November vor der rumänischen Küste kenterte. Im Wettlauf gegen die Zeit suchte das Team von ARCA Tag und Nacht nach Lebenszeichen und konnte 254 Schafe aus dem sinkenden Schiff retten. Leider starben kurz darauf Dutzende der geretteten Tiere an Erschöpfung und ihren schweren Verletzungen. Jetzt, weit über einen Monat nach dem tragischen Unfall, gaben die rumänischen Behörden VIER PFOTEN und ARCA grünes Licht, die verbleibenden 180 Schafe in ihre Obhut zu übernehmen. Das Tierschutzteam brachte die Schafe von der Quarantäneeinrichtung bei Midia Novodari in ihr vorübergehendes Zuhause nördlich von Bukarest. Dort wurde eine ehemalige Pferdefarm den Bedürfnissen der Schafe angepasst. „Wir freuen uns, dass die rumänischen Behörden die Tiere in unsere Obhut übergeben haben. Kurz nach der Ankunft begann unser Team vor Ort, die Schafe zu untersuchen. Die Mehrheit ist in einem guten Zustand. Jetzt können sie sich ausruhen und von all dem Leid der letzten Zeit erholen“, sagt Jackson Zee, Leiter der Katastrophenhilfe bei VIER PFOTEN.

EU-Transportvorschriften müssen Tierschutz berücksichtigen

Die jüngste Schiffstragödie in Rumänien erinnert daran, dass bei Lebendtiertransporten immer wieder massive Tierschutzprobleme auftreten. „Tiere können auf solchen Reisen ganz offensichtlich nicht geschützt werden. Lebendtiertransporte müssen daher verboten werden. Jedes Jahr werden mehr als drei Millionen lebende Tiere aus der EU in Drittländer transportiert. Ganz egal, wie streng die Regeln sein mögen und wie tragisch dieser Unfall ist – Massensterben wie dieses häufen sich, sei es auf den Straßen oder auf dem Meer. VIER PFOTEN fordert Rumänien auf, sich an seine Ankündigung zu halten und auf einen Transport von Fleisch anstelle von lebenden Tieren hinzuarbeiten. Alle anderen EU-Mitgliedstaaten und europäischen Institutionen sollten diesem Beispiel folgen“, sagt Dr. Martina Stephany, Direktorin der Nutztierabteilung bei VIER PFOTEN. Zusätzlich zu einer vollständigen Untersuchung und Aufklärung dieses schrecklichen Vorfalls fordert VIER PFOTEN die EU-Kommission sowie alle Mitgliedstaaten auf, ein Verbot von Lebendtiertransporten anzustreben. In der Zwischenzeit sollen die Länder in nachhaltige Lösungen investieren. Eine Begrenzung der Transportdauer lebender Tiere auf maximal acht Stunden, mehr unangekündigte Kontrollen und strengere Sanktionen für Verstöße können das Leiden von Tieren während Lebendtransporten reduzieren.

Weiteres Foto- und Videomaterial stellt VIER PFOTEN auf Anfrage zur Verfügung.

Weitere Informationen zu dem Schiffsunglück finden Sie unter:
www.vier-pfoten.de/unseregesch…

Fotos

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Fotos: © FOUR PAWS | ARCA | Octav Ganea

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Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
VIER PFOTEN ist eine internationale Tierschutzorganisation, die weltweit Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Dieses Jahr feiert VIER PFOTEN 25-jähriges Jubiläum in Deutschland. Die 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründete Organisation hat Büros in 15 Ländern. Das Ziel von VIER PFOTEN ist es, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen, zum Beispiel Streunerhunde und -katzen sowie Nutz-, Wild- und Heimtiere aus nicht artgemäßer Haltung. In Deutschland betreibt die Tierschutzstiftung aktuell die Tier- und Artenschutzstation TIERART in Maßweiler sowie den BÄRENWALD in Müritz.
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Oliver Windhorst
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Pressesprecher

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INTERVIEWPARTNER:

Dr. Martina Stephany
Direktorin Nutztiere und Ernährung VIER PFOTEN

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Oliver Windhorst (13.01.2020; 12:06 Uhr)
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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 13.01.2020
twitter.com/fellbeisser

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