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Ethikräte sind eine gute Einrichtung. Ihre schiere Existenz stellt tagtäglich unter Beweis, dass es auch in unserer Welt noch Kräfte gibt, die über die Ursachen und den ethischen Rahmen, dessen was immer wieder aus dem Blauen über unsere Welt hereinbricht, nachdenken. Ein wichtiger Streitpunkt ist der ethische Umgang miteinander und mit anderen Lebewesen, Aspekte der Frage wie wir mit dem Planeten Erde, den wir nutzen, leider jedoch vor allem ausnutzen und zugrunde richten – so umzugehen lernen, dass unser Leben eine Zukunft hat.

Im Zentrum steht die Nutzung. Hier vor allem die Nahrung, denn sie ist neben der Umwelt die Einflussgröße, die unser Leben erst ermöglicht. Neben der Erkenntnis: “Der Mensch ist, was er isst” gilt “Ob der Mensch bleibt, entscheidet sich daran, wie er seine Nahrung gewinnt.”

Die Ernährung mit Tieren und Tierprodukten, weiterhin eiserner Bestandteil des Ausbeutungsanspruchs des Menschen, ist inzwischen als kausaler Faktor bei der Entstehung von Krankheiten des Menschen und des Planeten (Umwelt- und Klima-Zerstörung) erkannt und erforscht worden.

Obwohl die Ernährung und alles was daran hängt ein zentraler Faktor unseres Lebens und Überlebens ist, findet sie im Unterricht und im Studium nur wenig Interesse. Dass es immer noch keinen Studienschwerpunkt Ernährung und Gesundheit gibt, noch nicht einmal in der Medizin, ist kaum nachvollziehbar.

Dabei erweist sich von BSE (Boviner Spongiformer Encephalitis) bis hin zu “Corona” in all seinen Mutationen, dass der Angelpunkt unsere Nahrung ist und – wie wir sie uns beschaffen und sie produzieren. Beispiel Tönnies Fleischfabriken. Hier werden die Mechanismen der Fehlentwicklungen und ihrer Folgen aktuell deutlich.

Fehlentwicklungen? Dysfunktionale Systeme?

Produktionsfehler-Analysen und Technikfolgen-Abschätzungen sind nicht beliebt. Die Öffentlichkeit darf nicht beunruhigt, die eigenen Positionen nicht gefährdet werden, daher finden sich nur selten Fachleute, die über Unfälle, Fehler, Entgleisungen reden. Es wird ihnen auch nicht erlaubt: In den Zeiten der öffentlichen, “sozialen” Meinungsgestaltung werden Menschen mit abweichenden Aussagen, die das Kollektiv beunruhigen oder zum Nachdenken anregen könnten, gern als “Verschwörungstheoretiker” deklariert und damit erfolgreich isoliert und abgewehrt.

Doch es gibt ja die Ethik-Räte. Und sie arbeiten. Jüngst veröffentlicht wurde eine Stellungnahme zur Fleischproduktion.

Im Mittelpunkt der Stellungnahme steht das “Tierwohl”, ein Begriff der sehr problematisch, oder um es brutal zu sagen. verlogen ist. Ein Begriff, der zum Lügen geradezu einlädt.

Doch so ist es eben in Ethikräten. Als früheres Mitglied in einem Ethikrat der Regierung von Oberbayern, der bei den Genehmigungsverfahren für Tierversuche an den staatlichen und staatlich geförderten Forschungsinstitutionen angehört wurde (aber nichts zu entscheiden hatte) ist mir die Gnade der Unterweisung im Eier-Tanzen zuteil geworden. Es ist ja wirklich sehr schwierig. Da sitzen oft hoch motivierte Experten aus gesellschaftlich relevanten Gruppen und üben sich im Spagat zwischen dem, was möglich wäre und dem was niemals durchgehen würde.

Die jüngste Veröffentlichung des Ethik-Rates der Bundesregierung ist so ein Beispiel. Tierwohl unter den Bedingungen der industriellen Fleischproduktion. Tierwohl in den Zeiten von Corona und anderen Seuchen, Tierwohl in den Zeiten der ungenauen, oft mit politischem Kalkül und diversen Strategien benutzten Sprache. Von den Lobby-Aktivitäten im Hintergrund ganz zu schweigen.

Wie wenig der Ethikrat imstande ist die Brisanz der Thematik wahrnehmen zu dürfen und abzuarbeiten, wird schon daran deutlich, dass weiterhin weder die Bundesregierung, noch die Ärzteverbände erkennen wie wichtig es ist, Ernährung und Gesundheit auf die politische Agenda zu setzen. Dass man sich stattdessen ad nauseam über Fragen der sexuellen Identität von Kindergartenkindern kümmert und per innovativen Gesetzeswerken phantasievolle sexuelle Identitätskonfigurationen und deren sprachliche Abbildungen erzwingt, kann durchaus als Hinweis auf die unselige, vulgo destruktive Entwicklung unserer Gesellschaft gewertet werden.

An der Behandlung der Tiere wird das Debakel in seiner Vielschichtigkeit deutlich. Wir alle sind verantwortlich, nicht wahr? Billig soll es ja sein in unserer Welt, und das geht eben nur, wenn ein anderer die realen Kosten aus eigener Tasche und mit eigener Haut bezahlt: Tierwohl in einem Atemzug mit Schlachten zu nennen, ist ein Übel, nicht nur ein ethisches und sprachliches. Doch in dieser Konsumwelt mit ihren stillschweigenden Komplizenschaften der Lügner scheint das niemandem mehr groß aufzufallen, bzw. wird sprachlich so präsentiert, dass alle die Lügen klaglos als neueste Delikatesse des “Wir-geben-alles-für-unsere-Kunden” Konzerns schluckt.

Dabei muss man gar nicht so lange nachdenken, um herauszufinden, dass eine andere Wahrheit gilt:

“Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren, nur von toten.”

Und wie sieht das der Ethikrat?

Da mit der üblichen COVID-19 Begründung derzeit der Versand von Schriftwerken gestrichen worden ist, füge ich den LINK zur Stellungnahme (72 Seiten) des Deutschen Ethikrates zur TIERWOHLSCHLACHTUNG an:
www.ethikrat.org/fileadmin/Pub…

HANNA RHEINZ (VG-WORT)

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Gesendet: Sonntag, 12. Juli 2020 um 13:18 Uhr
Von: “Elisabeth Petras” mitgeschoepf@gmail.com
Betreff: Schlachten zum TierWohl: Neues vom Vernebelungs-Sprech – ANIMALYZ

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Übersandt von:
Martina Patterson (12.07.2020; 19:52 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.de

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 13.07.2020
twitter.com/fellbeisser

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