Volker Bouffier ist bekannt für sein Engagement in zahlreichen Ehrenämtern. Nun greift er der Weidetierhaltung symbolisch unter die Arme – und übernimmt beim Förderverein der Deutschen Schafhaltung eine Lamm-Patenschaft.

„Dass wir mit Volker Bouffier eine Persönlichkeit mit höchstem gesellschaftlichen Renommee für eine Fördermitgliedschaft gewinnen konnten, freut uns sehr“, erklärt Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung. „In der Vergangenheit haben wir Herrn Bouffier als einen Politiker und Freund kennengelernt, der stets ein offenes Ohr hatte für die Belange der wirtschaftlich bedrängten und teils in Not geratenen Schäfer.“

„Ich übernehme sehr gerne die Lammpatenschaft. Damit bringe ich meine Verbundenheit mit den hessischen Schäferinnen und Schäfern zum Ausdruck. Diese Männer und Frauen sind Tag und Nacht bei jedem Wetter für ihre Tiere da, sie tragen mit ihrer Arbeit entscheidend zum Landschaftsschutz bei. Darüber hinaus versorgen sie die Bevölkerung mit erstklassigen Produkten wie Wolle und Fleisch. Dafür gebührt ihnen Dank und Anerkennung. Die Weidetierhaltung kommt allen zugute“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier.

Wölfe und EU-Flächenprämie gefährden die Schäferbetriebe

Den offiziellen Patenschafts-Termin haben Vertreter der Weidetierhaltung daher auch für das Gespräch genutz um Änderungen auf nationaler und EU-Ebene anzumahnen. Neben der Ausbreitung der Wölfe, der die Schafherden bedroht, ist es insbesondere die EU-Agrarförderung die den Schäfern Probleme bereitet. Denn seit der Umstellung von der Mutterschaf- auf die Flächenprämie im Jahr 2004 ist ein Großteil der Grundunterstützung für die Schäfer weggebrochen.

Wendelin Schmücker: „Die Flächenprämie eröffnet die Möglichkeit, allein durch den Besitz von landwirtschaftlichen Flächen enorme Summen aus den Fördertöpfen der EU zu erhalten. Damit ist ein unerbittlicher Konkurrenzkampf um Grünflächen einstanden, bei dem kleinere Betriebe und Wanderschäfer naturgemäß das Nachsehen haben. Die Politik ist aufgerufen, schnellstmöglich zu handeln, wenn die Weidewirtschaft mittelfristig überleben soll.“

———-

Wende Schaf (03.10.2018; 10:11 Uhr)
schafwende@gmail.com

———-

Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 03.10.2018
twitter.com/fellbeisser

2 Kommentare

  1. Diese vor Schleim und Heuchelei triefende “Lamm-Patenschaft” von Volker Bouffier, ist einfach nur noch ekelerregend – angesichts der vielfachen genehmigten Schächtungen von Schafen und Rindern im Lande Hessen.

  2. Herrn Bouffier würde ich niemals je ein Tier oder einen Menschen anvertrauen, nach allem, was ich bisher durch ihn erleben und erfahren musste. Ich spreche von 28 Jahren Tierschutz-Engagement und habe sowohl die systematische Hunde-Ausrottung mit all ihren Politiker-Lügen und Grausamkeiten gegen unschuldige normale Hunde nicht vergessen als auch das grausame Problem betäubungsloses Schächten, wo Hessen ja ganz vorne mit liegt, nicht erst seit jetzt oder Altinküpe. Und wie war das mit den Wölfen? Wir sind gut gerüstet, haben ein tolles Wolfs-Management und Wölfe erfüllen wichtige Aufgaben in der Natur. – Was interessiert das Geschwätz von gestern? Und die Schafhalter? Denen ist es doch egal, ob ihre Tiere betäubungslos abgemetzelt werden, als Religion verbrämt, wenn nur die Kasse stimmt. Aber wenn ein Wolf ein Schaf reißt – nicht einmal jedes 100. Beutetier eines Wolfes ist ein Schaf – dann wird gebarmt, gejammert, Tier-Tod gefordert. – Bin froh, wenn es Bouffier in Hessen mal nicht mehr in die Regierung schafft. Und Nutztierhalter sind in der Regel “Menschen”, die gnadenlos auf Kosten ihrer Tiere leben. – Kein Mensch braucht Tierleichen, um sich gesund und ausgewogen zu ernähren.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein