Sea Shepherd und andere NGOs (Nichtregierungsorganisationen) haben sich mit Bürgern aus ganz Europa zusammengeschlossen, um das Ende des Handels mit Haiflossen in der Europäischen Union (EU) zu fordern und den Schutz dieser empfindlichen, aber wichtigen Art zu verstärken. Dieser Handel beruht auf der verheerenden und unethischen Praxis, den Haien die Flossen abzuschneiden und das Tier wieder in den Ozean zurückzuwerfen, während es oft noch lebt. Aufgrund ihres hohen Handelswerts und ihrer Verwendung in einer traditionellen Suppe in der asiatischen Kultur wird das Abtrennen von Haiflossen immer noch praktiziert, und Europa ist einer der Hauptakteure im weltweiten Flossenhandel.

Haie sind entscheidend für einen gesunden Ozean
Jedes Jahr werden zwischen 63 und 273 Millionen Haie getötet, und viele Arten sind weltweit zunehmend bedroht.1 Weltweit werden Haie wegen ihres Fleisches und ihres Leberöls ins Visier genommen, aber die größte Bedrohung ist immer noch das Finning, das Abschneiden der Flossen. Der starke Rückgang der Haipopulationen weltweit hat schwerwiegende Auswirkungen, da viele Haie Spitzenprädatoren sind und eine aktive Rolle bei der Erhaltung gesunder und produktiver Meeresökosysteme spielen.

Eine Chance für Veränderung
Die Europäische Bürgerinitiative ‘Stop Finning — Stop the Trade’ ( stop-finning.eu/ ) deren stellvertretender Sprecher Sea Shepherd Globals Geschäftsführer Alex Cornelissen ist, hat am 1. Februar 2020 mit der Unterschriftensammlung begonnen. Mit nur einem Jahr Zeit, um eine Million Stimmen von EU-Bürgern zu sammeln, rufen wir alle Sea-Shepherd-Unterstützer in der EU auf, sich zu beteiligen und uns dabei zu helfen, diese geforderte Zahl sogar zu überschreiten. Lasst uns eine klare Botschaft an das EU-Parlament senden, dass es Zeit ist, etwas zu ändern! Fordert das Ende des Handels mit Haiflossen in der EU: eci.ec.europa.eu/012/public/#/…

EU-Gesetze müssen gestärkt werden
Mit der Forderung, “den Handel mit Flossen in der EU einschließlich der Ein-, Aus- und Durchfuhr von Flossen, die sich nicht natürlich am Körper des Tiers befinden, zu beenden”, wollen diese Bürger den rechtlichen Rahmen der EU stärken. Sollte ihr Vorhaben erfolgreich sein, könnte die Europäische Kommission dann beschließen, eine neue Verordnung vorzuschlagen, um dieses Ziel zu erreichen.2

Eine solche neue Verordnung würde einen großen Schritt weiter gehen als der derzeitige EU-Rechtsrahmen der, seit 2013 und für alle EU-Schiffe, verlangt, dass die Flossen bis zum Entladen im Hafen am Körper des Hais bleiben. Die Flossen können dann jedoch abgetrennt und weltweit gehandelt werden. Diese Vorschrift stellt zwar eine deutliche Verbesserung gegenüber der früheren EU-Verordnung dar,3 erlaubt aber immer noch den Handel mit Flossen in Europa und den EU-Fischern, um die starke Nachfrage Asiens nach Haiflossensuppe zu befriedigen.

Andere Länder sind der EU voraus
Im Juni 2019 hat Kanada als erstes Land der G7-Gruppe die Einfuhr von Haiflossen auf seinem Territorium verboten4, und Bürger auf der ganzen Welt fordern zunehmend das Ende solch grausamer und nutzloser Praktiken. Europa muss diesem Beispiel folgen.

Die europäischen Bürger haben die Macht, den Entscheidungsträgern der EU ihren Willen zu einem stärkeren Schutz der Wildtiere zu zeigen. In einer Zeit, in der die wissenschaftliche Gemeinschaft regelmäßig Warnungen ausspricht, was den starken Rückgang5 der biologischen Vielfalt und die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken betrifft, haben6 wir keine andere Wahl, als unsere Produktion und unser Konsumverhalten zu ändern. Es ist höchste Zeit, den Handel mit Haiflossen in Europa zu beenden!

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Kontakt:
media@stop-finning.eu

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Sea Shepherd Global (03.02.2020; 13:37 Uhr)
media@seashepherdglobal.org

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 03.02.2020
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