Vorsicht! Hintergrundsinfektionen!

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Lepale / Pixabay

Was´das denn?
Man kann den Begriff „Hintergrundsinfektionen“ auch mit dem Satz umschreiben: „Hund ist top fit – aber infiziert“.

„Top fit“ denken Herrchen oder Frauchen und merken nicht, dass ihr Lebensbegleiter eine oder mehrere Infektionen zugleich in sich trägt. Irgendwann merken sie es aber doch, dann nämlich, wenn er matt und antriebslos ist, häufiger erbricht und sich mehr und mehr „verkrümelt“.

Das beste Beispiel: einer unserer Wunderhunde, der 10 Jahre alte Briard-Mix Teddy – wir nennen ihn auch Brosinio.
Im Frühsommer wurde er plötzlich sehr sehr krank. Fieber hatte er nicht. Eine Blutanalyse, das „Blutscreening“ brachte zutage, dass seine „Infektionswerte“ durch die Decke gingen, Leber und Nieren waren deutlich angegriffen. Borreliose- und Anaplasmose-Titer waren stark erhöht.
Eine Röntgenuntersuchung zeigte eine Verschattung im Oberbauch, die alarmierend war.

Eine Verzweiflungstat: Hatte der Hund außer den genannten „Baustellen“ etwa Krebs?
Die Probeöffnung ergab Überraschendes: Neben der Bauchspeicheldrüse zeigte sich deutlich ein kinderfaust-großer Abszess. Völlig inoperabel.

Unser geliebter Hund musste weiterleben! Das was wir seit Jahren verzweifelten Tierhaltern raten, kam nun bei unserem eigenen Hund zur Anwendung: Die Therapie nach Jim Humble – genauer: die Therapie mit Chlordioxid – auch bekannt als „Molekül X“. Die tägliche Eingabe morgens, mittags und abends vor dem Essen bewirkte binnen 3 Tagen eine totale Verwandlung: Brosinio wurde wieder lebhaft, nahm sein Essen mit Freude auf und drängte wieder aufs „Gassi-Gehen“.
14 Tage haben wir die Prozedur durchgehalten: Die Blutkontrolle war verblüffend. Keine Infektionswerte mehr, Leber- und Nierenwerte völlig normal. Seufz. Unser wunderbarer Hund: eine Vitalitätsgranate.
Ehrlicherweise muss gesagt werden, dass Brosinio parallel zur MX-Behandlung einer konsequenten Bio-Resonanz-Therapie unterzogen worden ist: Wenn schon denn schon.

Ein Blick in die täglichen Blutanalyseergebnisse in unserer Praxis hat uns gezeigt, dass erstaunlich viele Hunde, die zwar keine Krankheitssymptome aufwiesen, aber aus Vorsorgegründen zur Blutabnahme kamen, Infektionswerte aufwiesen – von minimal bis deutlich und teils sehr hoch mit Leber- und Nierenbelastungen. Sie wurden alle mit MX vom Besitzer behandelt und diejenigen mit erhöhten und hohen Leber- und Nierenwerten gingen in die Bio-Resonanz-Therapie. Innerhalb von 14 Tagen waren diese Patienten im Blutbild unauffällig.
Das Stereotype: Alle so behandelten Hunde sollen nach Angaben der Besitzer „sehr viel vitaler“ geworden sein. Das galt auch für sehr betagte Patienten.

Und die Frage „Was hatte denn nun mein Hund?“ wurde mit dem Satz „Weiß ich auch nicht“ beantwortet. „Tja, aber das könnte man herausfinden, wenn wir nochmal Blut ins Labor senden mit dem Auftrag: Leute, findet den oder die Erreger, was natürlich mit immensen Kosten verbunden sein konnte“. Kein Hundebesitzer wollte das dann. Ihm war es genug, dass sein Lebensgefährte in jeder Hinsicht wieder völlig normal war.

Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass in manchen Gegenden 50% und mehr aller Tiere mit Borreliose oder Anaplasmose und anderen Fiesitäten infiziert sind. Die Ursache liegt ziemlich sicher im Befall mit Zecken, aber auch mit gewissen Mücken. Die sogenannten Vektoren-Krankheiten breiten sich im Zuge des Klimawandels massiv aus.

Eine Besonderheit in der Labordiagnostik ist, dass viele Tiere, die z.B. auf Borreliose oder Anaplasmose u.a. untersucht werden, diese oder jene Erkrankung lt. Labormitteilung nicht haben, wobei das Blutzellbild und andere Parameter dagegen sprechen. Was ist da los?
Die durch Zecken und Mücken übertragenen Krankheitserreger ändern ihre Oberflächen bzw. ihre Ausscheidungen und sind mit den bekannten Laboruntersuchungen wie ELISA u.a. nicht erkennbar. Es handelt sich um eine Entwicklung, die wir auch bei dem Staupevirus und dem Parvovirus wahrnehmen müssen: Trotz eindeutiger klinischer Symptome sind viele dieser Erreger, die ebenfalls ihre Oberflächenstruktur verändert haben, durch die üblichen Laborteste nicht nachzuweisen. Da heisst es dann lapidar: „Staupevirus negativ“ oder „Parvovirus negativ“.

Ja, was dann? Was bringt uns dann die ganze hochaufwendige Laboruntersucheritis? Nix – ausser hohen Umsatz in der Tierarztpraxis.

Der Umgang mit der Therapie nach Jim Humble hat inzwischen viele Hundehalter dazu gebracht, in gewissen zeitlichen Abständen eine „Blind-Kur“ mit sich selbst und natürlich ihrem Hund zu machen. Man kann das nur begrüßen und sollte es nicht als Hysterie abtun. Denn Tierärzte können mit der Methode „Antibiotika und Kortison“ nur all zu oft gar nicht helfen. Im Gegenteil: mit ihren „blind“ angewendeten Antibiotika erreichen Sie viele Erreger nicht. Sie machen sie aber resistent – und zerstören nachhaltig die Darmflora – mit allen üblen Folgen für den Patienten.

Schöne Grüße aus Hamburg!

Dirk Schrader

Tierärztliches Institut
für angewandte Kleintiermedizin

Rahlstedter Straße 156
22143 Hamburg
Tel.: 0049-40-677 21 44

www.tieraerzte-hamburg.com
www.kritische-tiermedizin.de

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Dirk Schrader (08.10.2017; 19:34 Uhr)
VeterinariansHH@aol.com

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 09.10.2017
twitter.com/fellbeisser

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