Timmendorfer Strand – Das Elend mit den Rindern auf den Aue-Wiesen

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Rinder brauchen trockene Liegeplätze

Nahezu jedes Jahr sieht man rotbunte und schwarzbunte Rinder im November und Dezember auf den Aue-Wiesen der Aalbeek stehen – ohne ausreichenden Schutz vor der üblen Witterung.
Allgemein bekannt dürfte sein, dass diese extrem rücksichtslose Art der Tierhaltung eine Straftat darstellt.

2013 – Ein Anruf bei der Ordnungsbehörde und die Rinder waren am nächsten Tag verschwunden. 2014 am 21. Dezember wieder dasselbe. Es hat sich tatsächlich bei den Zuständigen in der Gemeindeverwaltung nicht herumgesprochen, dass Rinder so nicht gehalten werden dürfen. Oder doch? Ist etwa der Bürgermeisterin und ihrem neuen Ordungsamtsvorsitzenden Tierqual scheißegal?

Man kann es im Internet sofort auffinden: Das Tierschutzgesetz – ein Brief an den Weihnachtsmann? Die oft überfluteten Aue-Wiesen der Aalbeek sind Gemeindeland und Aue-Landschaft, völlig ungeeignet als Rinderweiden. In der naß-kalten Jahreszeit sacken die dort stehenden Rinder oft bis zum Ellenbogen- bzw. Kniegelenk in den matschigen Boden ein. Sie haben keinen Quadratzentimeter trocken Boden zum Ablegen und Widerkäuen. Eine einzige Sauerei.

Ob die Gemeindevertreter diese Vokabel kennen?

Heute am 21. Dezember 2014 habe ich dem Ordungsamtsvorsitzenden Rosteck eine Mail gesandt mit der Aufforderung dieser Sauerei unverzüglich ein Ende zu bereiten. Unverzüglich heißt sofort. Mal sehen, ob er das „packt“.

Dirk Schrader

Tierärztliches Institut
für angewandte Kleintiermedizin

Rahlstedter Straße 156
22143 Hamburg
Tel.: 0049-40-677 21 44

www.tieraerzte-hamburg.com
www.kritische-tiermedizin.de

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VeterinariansHH (21.12.2014; 18:59 Uhr)
VeterinariansHH@aol.com

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 23.12.2014
twitter.com/fellbeisser

3 KOMMENTARE

  1. Vielen Dank für Ihren Einsatz!
    Bei uns sind ähnliche Verhältnisse. Die Tiere stehen draußen ohne Unterstand oder den geringsten Schatten, egal, auch wenn die Sonne brennt.

  2. Kleine Anmerkung: Ihr Sprachwahl ist speziesistisch.
    D.h. Tiere werden durch die Sprache negativ dargestellt.
    Statt Sauerei: Tierquälerei.

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