Klima und Gerechtigkeit

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HypnoArt / Pixabay

Helmut F. Kaplan

Was haben wir nicht alles ersonnen, um unser Bedürfnis nach Gerechtigkeit zu stillen: Himmel, Hölle, Karma usw. Vieles spricht nun aber dafür, dass es letztlich die Tiere sein werden, die uns zu Gerechtigkeit verhelfen – wenn auch auf andere Weise als wir wollten: Seit Jahrtausenden missachten wir alle ethischen Argumente für einen ordentlichen Umgang mit Tieren. Diese Entwicklung hat nun ihren Höhepunkt erreicht, indem wir selbst die zwingendsten Argumente und Zusammenhänge, die die Tierethik mittlerweile vorgelegt hat, konsequent ignorieren:

Zwischen Tieren und Menschen gibt es – Stichwort: evolutionäre Kontinuität – große Ähnlichkeiten: Das Leben hat sich kontinuierlich entwickelt und die Merkmale der Lebewesen variieren daher kontinuierlich – weshalb auch die üblichen Alles-oder-nichts-Zuschreibungen der Art, nur Menschen hätten diese oder jene Fähigkeiten, in aller Regel völlig unsinnig sind. Und das über jeden Ideologie- oder Irrationalismusverdacht erhabene Gleichheitsprinzip fordert, Gleiches bzw. Ähnliches auch gleich bzw. ähnlich zu bewerten und zu behandeln.

Wie aber behandeln wir Tiere? So, wie wir Menschen nie und nimmer behandeln würden! Wenn es irgendwelche legitimen Gerechtigkeitsforderungen gibt, dann gehört diese mit Sicherheit dazu: Den Tieren so lange so spektakulär jene Behandlung zu verwehren, die ihnen so offenkundig zusteht, darf nicht folgenlos bleiben. Die drohende Klimakatastrophe könnte diese Folge sein – steht sie doch in direktem Zusammenhang mit unserem Missbrauch von Tieren: Fleischesser verursachen beispielsweise doppelt so viele Treibhausgase wie Vegetarier. Die Produktion von einem Kilo Rindfleisch belastet das Klima so stark wie 250 Kilometer Autofahren. Und die Nutztiere belasten das Klima mehr als der weltweite Verkehr.

So zweifelhaft es ist, dass wir an unserem Umgang mit Tieren etwas ändern werden, so sicher ist es, dass wir kein Recht haben werden, uns über die Folgen unseres Verhaltens zu beklagen: Eine weltweite Klimakatastrophe wäre die gerechte Strafe für jahrtausendelange Verbrechen an Tieren.

Copyright: Helmut F. Kaplan

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Wer Mitglied werden will, schreibe bitte eine Mail an kaplan@vegetarismus.org mit dem Betreff „Bitte einladen“

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Helmut Kaplan (05.11.2009; 19:28 Uhr)
helmut_kaplan@yahoo.de

1 KOMMENTAR

  1. Hallo Herr Kaplan,

    es wird nach meiner Meinung keine Gerechtigkeit geben. Solange der Mammon die Welt regiert, wird jede Form von Gerechtigkeit immer einseitig sein. Es wird auch der Klimawandel nicht gestoppt werden. Dies liegt gar nicht im Interesse der Strippenzieher. Die wollen Chaos, Wirtschaftskrise und Kriege, damit die Masse der Weltbevölkerung sich mit allem beschäftigen muss, nur nicht mit Ihnen und den wahren Ursachen. Das gesamte Weltensystem ist so aufgebaut, dass wir “kleinen Leute” immer an deren Tropf hängen und es nie schaffen werden uns zu befreien. Es wird diktiert was wir hören, lesen, sehen, essen, konsumieren. Wir werden von Morgens bis Abends schamlos belogen und müssen noch Danke sagen. Ich sehe nirgends eine Möglichkeit sich diesem Diktat zu entziehen, weil wir alle auf die eine oder andere Art abhängig sind.

    Einzig die Natur, die könnte als Befreier kommen und sagen, “so jetzt ist Schluss”. Ihr Menschen habt diesen Planenten an den Rand des Untergangs gewirtschaftet und jetzt werde ich Euch meine Macht demonstrieren. Denn Gott sei Dank haben wir über das Klima, das Wetter keinerlei Macht. Schlimm ist nur, dass es fast immer eh schon arme Staaten trifft. Vielleicht müssen auch einmal unser Großstädte von derartigen Katatrophen getroffen werden, damit die Menschheit aufwacht und erkennt, dass wir so nicht unendlich weitermachen können.
    Das Tierelend gar nicht einbezogen. Dafür wie wir mit unseren Mitgeschöpfen umgehen, allein dafür gehören wir schon seit Jahrhunderten bestraft.
    Ich sehe, ich weiß es klingt hart, das Hauptproblem in der Überbevölkerung. Noch nie haben auf der Erde soviele Menschen gelebt und die Erde ist auch für eine derartige Masse gar nicht ausgelegt. Sie kann nur eine bestimmte Anzahl von Lebewesen ernähren und versorgen. Wenn diese Grenze überschritten wird, muss es zwangsläufig eine natürlich Auslese geben.
    Und da wir ja offensichtlich zu einem gehutsamen Umgang mit unserer Erde nicht in der Lage sind, regelt sie dies auf Ihre Weise.
    Es wird noch schlimmer kommen.
    Grüße
    M. Werner

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