Es gibt wenig Emotionen, die stärker sind, als die Bindung einer Mutter an ihr Kind. Das wird jede Mutter bestätigen. Diese unglaubliche Bindung, diese starken Emotionen kennt jede Mutter und manche kennen leider auch den schier unbeschreiblichen Schmerz, ein Kind zu verlieren. Wir Menschen möchten gerne glauben, diese Gefühle wären einzig uns vorbehalten. Wir reden uns ein, dass Tiere anders reagieren, einzig ihrem Instinkt folgen und nicht denken können. Mag sein, die Gedankenwelt und der Intellekt von Tieren findet auf anderen Ebenen statt .. aber Emotionen, Gefühle wie Liebe, Geborgenheit, Angst oder, Schmerz sind für sie nicht weniger angenehm oder schmerzhaft, wie für uns oder unsere Kinder. Sie ähneln sogar der Gefühlswelt von Kindern, die vieles noch nicht verstehen aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb, um so intensiver fühlen.

Bald sitzen wieder Millionen Mütter mit ihren geliebten Kindern gemeinsam an einem Tisch und feiern Ostern, indem sie anderen Lebewesen unsägliches Leid zumuten. Wer einmal den Schmerz einer Schafsmutter erlebt hat, wenn man ihr das Junge wegreisst, wer einmal gesehen hat, wie Lämmer verladen, transportiert und geschlachtet werden, wie sie verloren im Schlachthaus stehen und Tod, Blut und Angst der anderen hautnah miterleben, ehe sie an der Reihe sind, der hat stets etwas Bauchschmerzen, wenn vom Osterlamm die Rede ist. In meinen Augen ist es weder christlich, so etwas zu tun, noch nicht einmal menschlich.

In diesem Osterbraten steckt so viel Leid, Gewalt und Schmerz … und auch Wehrlosigkeit … und verratene Unschuld, dass einem eigentlich der Bissen im Halse stecken bleiben müsste, selbst wenn man insgesamt nicht vegetarisch oder vegan leben möchte.

Das Osterlamm bringt das Hässlichste an uns Menschen auf den Tisch.
Wir feiern die Wiederauferstehung eines Erlösers, der Gewaltlosigkeit und Liebe predigt, mit einem grausamen Gemetzel. Mit der gewaltsamen Trennung zweier Lebewesen, die sich in Liebe verbunden sind und die einander brauchen.

Wir feiern Ostern, indem wir einem der unschuldigsten und wehrlosesten Lebewesen, das auf Erden weilt, die Mutter und das Leben rauben, mit der Angst, dem Schmerz und dem Tod anderer … Das macht für mich keinen Sinn!

So würde ich persönlich eher „Sünde“ definieren. Eine vorsätzliche Handlung, die anderen Leid und Tod bringt. Je wehrloser das Opfer, desto sündhafter!

Manche sprechen noch ein Segensgebet, ehe sie zu Messer und Gabel greifen. Welcher Gott sollte solche Handlungen segnen? Nicht mein Gott! Ein eiskalter, mitleidsloser Gott… der solche Handlungen gegen seine eigene Schöpfung segnet, der würde mir mächtig Angst einjagen.

Und ich frage mich immer, wie schafft ihr es, all das auszublenden? … Aber was weiß ich schon …?

Frohe Ostern,

Bettina Marie Schneider – Gutes Karma to go
Wie schafft ihr das …???

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Gesendet: Donnerstag, 01. April 2021 um 13:24 Uhr
Von: “Gutes Karma to go ®” comment-reply@wordpress.com
An: pattersonmatpatt@gmx.de
Betreff: [Neuer Eintrag] Wie schafft ihr das …???

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Übersandt von:
Martina Patterson (01.04.2021; 18:57 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 02.04.2021
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