Regina Bruckner, Guido Gluschitsch

Der Stau im Suezkanal lenkte den Blick erneut auf ein vertracktes System: Die globalen Tiertransporte. Die Macht der Kunden ist gering, aber es gibt sie.

Die Nachrichten waren beunruhigend: Im Megastau im Suezkanal steckten neben dem tonnenschweren Containerriesen Ever Given nicht nur Öltanker und Schiffe mit Maschinenteilen und Gebrauchsgütern fest. Manche Schiffe hatten auch lebende Fracht an Bord: 130.000 Schafe, die tausende Kilometer von Rumänien aus nach Jordanien oder Saudi-Arabien verschippert werden, in Spanien geladene Rinder auf dem Weg nach Algerien.

Tierschützer warnten: Die Tiere könnten elendiglich verhungern. Der Stau löste sich rechtzeitig auf. Doch die Befürchtungen kamen nicht von ungefähr – frühere Zwischenfälle verliefen nicht so glimpflich. Tausende verschiffte Rinder wurden heuer in Spanien nach Verzögerungen wegen Problemen mit Gesundheitsbehörden notgeschlachtet. 2019 kenterte ein Frachter mit 14.000 Schafen an Bord auf der Fahrt von Rumänien nach Saudi-Arabien. Fast alle Tiere ertranken. …

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derStandard.de – 03.04.2021; 18:00 Uhr
www.derstandard.de/story/20001…

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 04.04.2021
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