VIER PFOTEN Expertenrat für Heimtierhalter: Schmerz als Warnsignal des Körpers

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VIER PFOTEN Deutschland – Pressemitteilung vom 23.10.2019

Hamburg, 23. Oktober 2019 – Heimtiere verspüren Schmerzen wie Menschen. Doch für Heimtierhalter ist es oft schwer zu erkennen, ob ihr Tier unter Schmerzen leidet, insbesondere wenn keine erkennbaren Ursachen vorliegen. VIER PFOTEN Heimtierexpertin Sarah Ross erklärt, welche Schmerzen Heimtiere empfinden können und wie den Tieren geholfen werden kann.

„Jeder verantwortungsvolle Heimtierhalter sollte die Schmerzen seines Tieres ernst nehmen und sicherstellen, dass sein Tier kein unnötiges Leid erfährt. Wenn ein Heimtierhalter Verhaltens-Veränderungen bei seinem Tier sieht, sollte er umgehend den Tierarzt aufsuchen. Von Selbstdiagnosen der Schmerzursache und Behandlungen ohne tierärztliche Beratung ist dringend abzuraten“, so die Expertin Sarah Ross.

Probleme der Schmerzerkennung
Tiere haben einen natürlichen Schutzmechanismus. Deshalb zeigen sie oft ihre Schmerzen nicht, da andere Tiere sie als schwach wahrnehmen könnten. Das gilt vor allem für Beutetiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel. Gehandicapte oder kranke Tiere sind in der Natur leichte Beute für andere Tiere. Aus diesem Grund achten Beutetiere oft darauf, dass sie äußerlich gesund erscheinen, obwohl sie Schmerzen haben.

Warnsignale des Körpers beachten
„Wenn Tiere ihr Bewegungsmuster ändern, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass das Tier unter Schmerzen leidet. In dieser Situation ist sofortiges Handeln des Tierhalters notwendig, um dem Tier unnötiges Leid zu ersparen – Hier kann nur der Besuch beim Tierarzt Gewissheit bringen“, erläutert Sarah Ross. Die Verletzungsgefahren für Heimtiere sind vielfältig. Verändertes Verhalten der Tiere kann von Quetschungen, Prellungen, Knochenbrüchen oder auch entzündeten Schnittwunden herrühren. Auch Hitze und extreme Kälte können bei Tieren Schmerzen verursachen. Deshalb sollte der Tierhalter besonders aufmerksam sein, wenn sein Tier extremen Wetterbedingungen ausgesetzt ist. Bei Erfrierungen und Verbrennungen sollte immer der Tierarzt konsultiert werden.

Äußerlich nicht sichtbare Erkrankungen der inneren Organe sind bei Heimtieren schwieriger zu diagnostizieren. Symptome, die für eine innere Erkrankung sprechen, sind sehr vielfältig. Zu den Symptomen gehören zum Beispiel Lahmheit und Apathie, Futterverweigerung, ein gekrümmter Rücken oder Erbrechen. Jede Veränderung vom „Normalen“ kann ein Anzeichen auf eine Erkrankung und Schmerz sein.

Auch Tiere können psychisch erkranken
Tierischer Schmerz kann auch durch psychologische Ursachen hervorgerufen, verstärkt oder verlängert werden. Deshalb sollte ebenfalls bei der Diagnose des Schmerzauslösers die psychische Verfassung beim Heimtier berücksichtigt werden. Auslöser für eine psychische Erkrankung bei Hunden könnten Trauer, Vernachlässigung, Eifersucht auf andere Heimtiere und Stress sein. Bemerkbar macht sich eine psychische Erkrankung durch eine Wesensveränderung, wie Zurückgezogenheit, Futterverweigerung oder Apathie. Psychische Krankheiten können auch Auslöser oder eine Begleiterscheinung von einer physischen Erkrankung sein.

Unnötiges Leid beenden
Jegliches Herauszögern des Einschläferns des Tieres, wenn dies vom Tierarzt empfohlen wird, ist Tierqual. Tierschutzgesetze in einigen Ländern schreiben bereits vor, dass Tieren unnötiger Schmerz zu ersparen ist.

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Sarah Ross
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Presse VIER PFOTEN (23.10.2019; 12:01 Uhr)
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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 23.10.2019
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