Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. – Pressemitteilung vom 19.11.2020

In seiner Serie „Ersatzverfahren des Jahres“ beschäftigt sich der Bundesverband Menschen für Tierrechte in diesem Jahr mit Tierversuchen zur Testung des Krebsrisikos (Karzinogenitätstests). Die Recherche zeigt, dass diese besonders belastenden Tests nicht nur überflüssig, sondern auch wissenschaftlich fragwürdig sind. Fazit: Um sichere Vorhersagen treffen zu können, braucht die Krebsforschung zuverlässige Testsysteme auf Basis humanspezifischer Verfahren.

Um Mensch und Tier zu schützen, wird überprüft, ob bestimmte Stoffe Krebs auslösen können. Diese sogenannten Karzinogenitätstests werden hauptsächlich zur Sicherheitsbewertung von Pflanzenschutzmitteln und Arzneimitteln durchgeführt. In den teilweise hochbelastenden Tests werden vornehmlich Ratten und Mäuse eingesetzt. Im Jahr 2017 waren es EU-weit 12.493 Tiere. Pro Prüfung wird mindestens 480 Tieren über zwei Jahre tagtäglich die Testsubstanz verabreicht. Dabei kann es zur Entwicklung von Tumoren kommen, was mit starken und lang andauernden Schmerzen verbunden ist. In Europa führen neben Deutschland auch Frankreich, die Niederlande und Großbritannien diese Versuche durch. Dabei sind sich Regulationsbehörden, Industrie und Wissenschaft mittlerweile weitgehend einig, dass derartige Tests mit lebenden Tieren nicht mehr zwingend notwendig sind.

Wissenschaftlich fragwürdig
„Gegen Karzinogenitätstests sprechen neben dem immensen Leid der Tiere vor allem die Überflüssigkeit der Versuche: Die notwendigen Informationen liegen durch die zuvor schon durchgeführten Versuche bereits vor“, sagt Dr. Christiane Hohensee, Leiterin der Informationsplattform für tierversuchsfreie Methoden – InVitro+Jobs. „Dies wissen auch die Regulationsbehörden, doch bisher haben leider weder die OECD (1) noch die Europäische Medizinagentur die qualvollen Tests aus ihren Richtlinien gestrichen“, kritisiert die Biologin.

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Lesen Sie bitte die vollständige Pressemitteilung online unter:

19. November 2020: Umstritten und vermeidbar: Krebsversuche an Tieren

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Menschen für Tierrechte – Pressestelle (19.11.2020; 12:54 Uhr)
ledermann@tierrechte.de

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 19.11.2020
twitter.com/fellbeisser

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