Rückfragehinweis:
DDr. Martin Balluch, 01/929 14 98, medien@vgt.at

Erfolg für den Tierschutz: dank Kampagnenarbeit des VGT wurden die illegalen Pyrogentests in Österreich eingestellt. Negativ ist, dass die Anzahl der Tierversuche gesamt wieder angestiegen ist.

Doch der Anstieg an in Österreich im Tierversuch verwendeten Tieren zeigt, dass die viel gerühmte 3R Strategie weiterhin nicht funktioniert.

Noch vor 5 Jahren wurden 15.000 Kaninchen im Jahr im Pyrogentest in Österreich verbraucht, obwohl es für diese Form der Chargenprüfung am Tier längst validierte tierfreie Alternativen gibt und diese Tierversuche daher rechtswidrig waren. Erst die Anzeigen des VGT haben die Behörden veranlasst, die Genehmigungsanträge für weitere Pyrogentests abzulehnen. Deshalb weist die neueste Tierversuchsstatistik keine Pyrogentests an Kaninchen mehr aus. Allerdings haben die Antragsteller:innen die Ablehnung ihrer Pyrogentests bis zum Verwaltungsgerichtshof berufen, wo momentan die Causa behandelt wird. VGT-Obmann DDr. Martin Balluch, der Mitglied in der Bundestierversuchskommission ist und so diese Entwicklung ins Rollen bringen konnte, dazu: Die höchstgerichtliche Entscheidung über die Ablehnung des Pyrogentests wird richtungsweisend sein. Sollten die Richter:innen die Genehmigung erzwingen, sind die Bestimmungen des Tierversuchsgesetzes obsolet und die Freiheit der Wissenschaft kann jederzeit jede Norm zum Schutz der Tiere aushebeln. Sollte das behördliche Verbot der Pyrogentests aber halten, dann ist die Bahn frei, mit ethischen Argumenten Tierversuche einzuschränken. Mitte Februar 2023 wird in Brüssel eine 3-tägige Veranstaltung zum Ausstieg aus dem Pyrogentest für Kaninchen stattfinden.

Einen weiteren Fortschritt bei Tierversuchen konnte der VGT bzgl. der Rolle der Tierschutzombudspersonen erzielen. Nach einer VGT-Kampagne 2012 kam § 32 (1) ins neue Tierversuchsgesetz, nach dem Tierschutzombudspersonen über alle Kontrollen der Tierversuchslabors, der Züchter:innen von Tieren für Tierversuche und der Lieferant:innen informiert werden müssen. Allerdings hieß das in der Praxis lediglich, dass mitgeteilt wurde, dass Kontrollen stattgefunden hatten, aber ohne Ergebnis. Nach Intervention des VGT hat das Wissenschaftsministerium nun festgelegt, dass die Tierschutzombudspersonen ab sofort über die Anzahl der Tierversuchsgenehmigungen, die Anzahl der Kontrollen, die Arten der Beanstandungen und die Verbesserungsaufträge sowie deren Umsetzung in Kenntnis gesetzt werden müssen.

Negativ entwickeln sich dagegen die Zahlen an im Tierversuch verwendeten Tiere.

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Verein Gegen Tierfabriken (18.01.2023; 09:51 Uhr)
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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 18.01.2023
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