Pressemitteilung der Schule zu Goofy, unsere Meinung und ein Statement einer Kinder- und Jugendtherapeutin

Pressemitteilung der Schule zu Goofy, unsere Meinung und ein Statement einer Kinder-und Jugendtherapeutin

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu dem aktuellen Thema Stierkalb „Goofy“ sollte getötet werden – Schulprojekt im Walddörfer-Gymnasium in Hamburg mit Anschauungsunterricht und Life-Schlachtung kann ich nicht umhin, Ihnen hierzu meine Meinung und harsche Kritik an diesem Projekt mitzuteilen.

Ich frage mich allen Ernstes welch kranken Gehirnen ein derartiges Schulprojekt entspringt. Das hat für mich absolut nichts mehr mit Pädagogik zu tun, sondern ist ganz einfach pervers. Erfahrungen und Fälle aus der Praxis lassen auch berechtigten Raum zur Spekulation, dass in Wirklichkeit hinter derartigem Treiben getarnt als Projekt und psychologisch eine wohl begründbare niedere Triebbefriedigung der Initiatoren stecken könnte. Es gibt nichts was es nicht gibt.
Mal stelle sich mal vor: Ein kleines Kälbchen steht zitternd und ängstlich da, mit einer fürchterlichen Vorahnung, dass gleich etwas Schreckliches mit ihm passieren wird, umgeben von sensationslüsternen und gaffenden Schülern und Lehrern. Voller Spannung erwartet die (johlende) Menge wie das Kälbchen getötet wird. Diese Barbarei sollte doch in einem zivilisierten Land wie Deutschland der Vergangenheit angehören.

Wer hier nicht dagegen protestiert unterstützt diesen barbarischen Akt des Anschauungsunterrichts. Ich mag mir gar nicht vorstellen welche Projekte von den fehlgeleiteten Initiatoren (Ich denke das Wort Pädagogen ist hier wohl vollkommen fehl am Platz und wäre geschmeichelt) noch geplant sind. Vielleicht eine Vergewaltigung, eine Kinderschändung oder eine Folterung?
Auch dies ließe sich in einem Life-Anschauungsunterricht besser vermitteln, als nur die reine Theorie.
Hier ist die Politik und die Gesellschaft aufgefordert sich dafür einzusetzen, dass derartig fragwürdige Projekte nicht umgesetzt werden und verboten werden sollten.

Erst der massive Druck der aus der Öffentlichkeit und von den Tierschützern und Tierschutzorganisationen hat Gott sei Dank dazu geführt, dass dieses irrsinnige Projekt vorerst gestoppt wurde.
Den Jungstier jetzt als Zugochsen einzusetzen finde ich auch keine intelligente Lösung. Aber was soll man auch von dieser Schule noch erwarten?
Warum wird das Tier nicht an einen Gnadenhof geben? Hier haben sich schon Einige bereit erklärt den Jungstier aufzunehmen.

Letztendlich wäre auch zu prüfen gewesen, ob die Tötung des Jungstiers gegen die Tierschutzgesetze verstoßen hätte und damit auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich gezogen hätte. Ob sich die Initiatoren darüber wohl vorher Gedanken gemacht haben?

Harald Steinberg
Heideheim

——– Weitergeleitete Nachricht ——–
Betreff: Stierkalb „Goofy“ – Schulprojekt im Walddörfer-Gymnasium in Hamburg
Datum: 03.12.2020 um 10:58 Uhr
Von: Harald Steinberg h_steinberg@t-online.de
An: pressestelle@sk.hamburg.de, sebastian.schaffer@sk.hamburg…., pressestelle@bsb.hamburg.de, webmaster@bsb.hamburg.de, markus.kneissler@wdg.hamburg.d…, christian.buzuk@wdg.hamburg.de, info@museumsdorf-volksdorf.de

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Übersandt von:
Martina Patterson (03.12.2020; 11:13 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.de

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 03.12.2020
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