Die Struktur des Gehirns von Gewalttätern ähneln sich. Insbesondere Hobby-Jäger, denen der gesunde Menschenverstand – eine schwere Form der antisozialen Persönlichkeitsstörung – bescheinigen kann, besitzen ähnliche Gehirne. Im emotionalen Cortex, in dem die Gefühlsregulation stattfindet, sind bei diesen Menschen einige Bereiche auffallend inaktiv.

An der Stelle, wo Gewalt sich entlädt, werden genauso Schäden verursacht, wie am Punkt, auf den sie gerichtet ist. Und dies denkbar konkret auf neuronaler Ebene. Wissenschaftler haben dies bei Untersuchungen herausgefunden. Auch Neuropsychologen bestätigen: Die Amygdala, ein Kerngebiet im Gehirn, ist bei Gewalttätern auffällig zurückgebildet oder gestört. Ist dieser zentrale Teil des Gehirns defekt, ist unter anderem das Ekelgefühl ausgeschaltet.

Hirnareale, die für Einfühlungsvermögen, moralische Urteilskraft und Angst zuständig sind, sind schlechter durchblutet. Hobby-Jäger empfinden keinen emotionalen Stress und können die Gefühle anderer nicht nachvollziehen, deshalb können manche morden und töten, ohne mit der Wimper zu zucken.

Bei solchen Menschen gibt es dunkle Bereiche im orbitalen Cortex und um die Amygdala herum – deutlich dunkler im Vergleich zu einem durchschnittlichen Gehirn. Dies sind Bereiche, die für die Selbstkontrolle und die Verhaltenssteuerung zuständig sind. Eine Person mit dieser Hirnbiologie ist wahrscheinlich sehr impulsiv und sollten auf keinen Fall im Besitz einer Waffe sein.

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Hobby-Jäger und ihr Muster im Gehirn

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Wild beim Wild (29.09.2022)

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Veröffentlichungen von Dr. Helmut F. Kaplan

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 29.09.2022
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