PRESSESPIEGEL (20.09.2019)

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Bitte unterschreiben: Kohlekraftwerk verhindern – Menschen und Tiger schützen

Rettet den Regenwald e.V. – Newsletter vom 20.09.2019

Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

die Mangrovenwälder der Sundarbans sind die größten und artenreichsten der Welt. Hier leben seltene Königstiger, Axishirsche, Delfine und Batagur-Schildkröten. Außerdem schützen die Wälder die Bewohner des Binnenlandes vor Zyklonen. 1997 hat die Unesco die Mangroven zum Welterbe erklärt.

Trotzdem treibt die Regierung von Bangladesch wenige Kilometer entfernt den Bau eines Kohlekraftwerks voran. 1.320 Megawatt sollen die beiden Blöcke in Rampal liefern.

Umweltschützer schlagen Alarm:

– Für das Kraftwerk werden Mangroven und damit die Heimat der Tiger zerstört.

– Das Wasser des Flusses Passur wird erwärmt und vergiftet. Viele Fische und Delfine werden das nicht überleben.

– Havariert ein Kohlefrachter, sind die Schäden nicht abzusehen.

– Zwei Millionen Menschen, unter ihnen viele Fischer, könnten ihre Lebensgrundlage durch das Projekt verlieren.

Bitte fordern Sie Ministerpräsidentin Hasina Wajed auf, das schädliche Projekt zu beenden und umwelt- und klimafreundlichere Energiequellen zu erschließen.

ZUR PETITION:
www.regenwald.org/petitionen/1…

Freundliche Grüße und herzlichen Dank,

Reinhard Behrend
Rettet den Regenwald e.V.

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Lesen Sie bitte den vollständigen Newsletter online unter:
www.regenwald.org/newsletter/3…

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Rettet den Regenwald e.V. (20.09.2019; 16:21 Uhr)
action@regenwald.org

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Statement zur heutigen Bundesratsentscheidung Isofluran

Grünes Licht für Ferkelqual? Alternativen stärker fördern

VIER PFOTEN Deutschland – Pressemitteilung vom 20.09.2019

Hamburg, 20. September 2019 – Heute hat der Bundesrat beschlossen, dass LandwirtInnen zukünftig eigenhändig Ferkel in Vollnarkose versetzen und kastrieren dürfen. VIER PFOTEN kritisiert die Verordnung scharf, da Eingriffe in die Hände von tiermedizinischen Laien gelegt werden und fordert vom Bund, dass andere, tierfreundliche Alternativen ohne Kastration stärker gefördert werden.

„Bund und Länder legen sich auf ein Verfahren fest, das Ökonomie vor Tierwohl stellt. Es wird weiterhin auf die mit Tierleid verbundene Kastration gesetzt, statt auf erprobte, tierfreundliche Alternativen. Viel wichtiger wäre, dass die Bundesregierung jetzt den Weg frei macht für die Ebermast mit Impfung gegen Ebergeruch. Die SauenhalterInnen, die impfen wollen, brauchen dringend diese Unterstützung. Ablehnende Schlachtunternehmen und Lebensmitteleinzelhändler müssen ihre Blockadehaltung endlich aufgeben“, Rüdiger Jürgensen, Country Director VIER PFOTEN Deutschland.

Zum Hintergrund
Die chirurgische Kastration von Ferkeln kann komplett vermieden werden, wenn die Tiere als Eber gemästet oder z.B. gegen Ebergeruch geimpft werden. Die Impfung wird vom bundeseigenen Friedrich-Löffler-Institut als die aus tierschutzfachlicher Sicht beste Methode empfohlen. Doch bisher wurde diese Variante im Gegensatz zu Isofluran vom Bundeslandwirtschaftsministerium weitgehend ignoriert und auch nicht finanziell gefördert.

Dabei wären Förderung und Aufklärung jetzt besonders wichtig, um diese tierfreundlichen Methoden voran zu bringen. Denn immer noch blockieren vereinzelt Handelsketten und vor allem Schlachtbetriebe die Impfung gegen Ebergeruch. Dabei wird dieses Verfahren in Ländern wie Belgien und Neuseeland längst praktiziert. Viele SauenhalterInnen wollen impfen, bekommen jedoch keine Abnahmegarantien. Wir sehen die Bundesregierung in der Pflicht, hier tätig zu werden und den Weg freizumachen für mehr Tierwohl, z.B. indem sie die Mehrkosten für die Impfung zum Teil durch Fördermittel auffängt.

Die Impfung kann durch LandwirtInnen oder auch durch geschulte Fachkräfte durchgeführt werden und bewirkt, dass die Tiere keinen Ebergeruch entwickeln. Ebergeruch kann entstehen, wenn männliche Schweine geschlechtsreif werden. Die Quote liegt allerdings nur bei wenigen Prozent.

Eine Stellungnahme der Tierschutzorganisationen VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Bund gegen Missbrauch der Tiere sowie der Bundesverband Tierschutz zum „Referenten-Entwurf einer Verordnung zur Durchführung der Narkose mit Isofluran bei der Ferkelkastration durch sachkundige Personen” können Sie hier downloaden: media.4-paws.org/2/0/a/7/20a75…

Weitere Informationen zu Alternativen zur betäubungslosen Kastration finden Sie hier: www.vier-pfoten.de
www.vier-pfoten.de/kampagnen-t…

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Lesen Sie bitte die vollständige Pressemitteilung online unter:

Statement zur heutigen Bundesratsentscheidung Isofluran

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Oliver Windhorst (20.09.2019; 15:15 Uhr)
presse-d@vier-pfoten.org

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Kat Graham bittet Fans, mit veganer Ernährung gegen Speziesismus und Gewalt einzustehen (Video)

Pressekontakt:
Jana Fuhrmann, +49 711 860591-529, JanaF@peta.de

Star aus „The Vampire Diaries“ besucht Lebenshof und zitiert in neuem PETA-Video Dr. Martin Luther King Jr.

Norfolk, Virginia / Atlanta / Stuttgart, 20. September 2019 – „Sie wünschen sich eine Welt, in der es weniger Gewalt gibt? Was sind Sie bereit, dafür zu tun?“ Diese Frage stellt Kat Graham in einem neuen, eigens für PETA USA gedrehten Video ( www.youtube-nocookie.com/embed… ). In dem Spot besucht die Schauspielerin gerettete Schafe, Kühe, Schweine und andere Tiere auf dem Lebenshof Full Circle Animal Sanctuary in ihrer Heimatstadt Atlanta. Grahams Partner Darren Genet – ebenfalls Teil der „Vampire Diaries“-Crew – hat sich als Kameramann und Regisseur an dem Video für die Tierrechtsorganisation beteiligt.

„Dr. Martin Luther King sagte: Wer das Böse passiv hinnimmt, ist genauso daran beteiligt wie die Täter selbst“, so Graham in dem Video. „Wenn Sie gegen Missbrauch, Folter, Unterdrückung, Ausbeutung, Kindesmissbrauch, sexuelle Gewalt und Mord sind, sollten Sie auch nicht dafür bezahlen. Leben Sie mitfühlend. Friedlich. Leben Sie vegan.“ …

PETA Deutschland e.V. (Pressemitteilung) (Blog) – 20.09.2019
www.peta.de/kat-graham-bittet-…

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Podcast: Massentierhaltung und Landespolitik – ein Trauerspiel?! (Video)

Von Christoph Ullrich

Wieder einmal tauchen versteckt gefilmte Bilder aus Schweineställen auf. Wieder einmal sieht man Tiere, die unwürdig gehalten werden. Dabei will niemand solche Haltungsbedingungen. Weder die Bauern, noch die Konsumenten und erst recht nicht die Politik. Doch haben die Landesregierungen der vergangenen Jahre genug gegen das Problem getan? Und ist konventionelle Tierhaltung überhaupt ohne grausame Bilder möglich? Darüber redet Christoph Ullrich im landespolitischen Podcast mit Felix Mannheim und Quarks-Reporterin Katharina Adick. Viel Spaß beim Hören einer Diskussion, an deren Ende wir Ihnen sagen, warum Sie möglichst das ganze Schwein essen sollten.

WDR Nachrichten – 20.09.2019
blog.wdr.de/landtagsblog/podca…

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Termineinladung: PETA fordert mit blutverschmiertem Aktivisten in Totschlagfalle ein Verbot der Fangjagd in Mecklenburg-Vorpommern

Pressekontakt:
Jana Fuhrmann, +49 711 860591-529, JanaF@peta.de

Schwerin / Stuttgart, 20. September 2019 – Totschlagfallen verbieten: Noch immer ist die Jagd mit den Fangeisen in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt; die Fallen sollen sofort töten, doch häufig ringen die schwerverletzten Tiere stunden- oder tagelang um ihr Leben. Um die grausame Praktik zu veranschaulichen, inszeniert PETA am Dienstag ab 16:15 Uhr vor dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin eine Jagdszene: Ein als Fuchs verkleideter, blutverschmierter Aktivist in einer Totschlagfalle symbolisiert den qualvollen Todeskampf unzähliger Tiere, die jedes Jahr in Totschlagfallen verstümmelt werden. Mit ihrer Petition mit mehr als 50.000 Unterschriften bestärkt die Organisation ihre Forderung nach einem Verbot. PETA protestiert im September und Oktober vor den zuständigen Ministerien in insgesamt 13 deutschen Städten gegen die Jagd mit den Fangeisen und fordert ein flächendeckendes Verbot der Fuchsjagd. …

PETA Deutschland e.V. (Pressemitteilung) (Blog) – 20.09.2019
www.peta.de/termineinladung-pe…

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Das Geschäft mit dem Veggie-Fleisch (Video)

n-tv Wirtschafts-Reportage

Veggie ist in. Viele Restaurantketten, Discounter und sogar traditionelle Fleischhersteller bieten mittlerweile Fleisch aus Pflanzen an. Die Reportage “Das Geschäft mit dem Veggie-Fleisch” wirft einen Blick auf die großen Player und wie die Fleischalternativen in Sachen Geschmack und Gesundheit abschneiden. …

n-tv NACHRICHTEN – 20.09.2019; 12:49 Uhr
www.n-tv.de/mediathek/videos/w…

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VIER PFOTEN Statement: Rechtliche Bestimmungen für sicheren Tierhandel

VIER PFOTEN Deutschland – Pressemitteilung vom 20.09.2019

Hamburg, 20. September 2019 – In der heutigen Sitzung hat der Bundesrat entschieden, den Antrag aus Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein für rechtliche Bestimmungen zum Handel mit Tieren im Internet (Online-Handel) und in Printmedien an den zuständigen Ausschuss für Agrarpolitik und Verbraucherschutz zu überweisen. VIER PFOTEN setzt sich bereits seit vielen Jahren für mehr Tierschutz im Online-Handel ein und begrüßt daher diesen wichtigen Schritt im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel, der zu einem großen Teil im Internet stattfindet.

„In mehreren Länderparlamenten war der unregulierte Handel mit Tieren schon auf der Tagesordnung. Jetzt steht er mit dem Antrag aus Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein auch endlich auf der Agenda des Bundesrats und verdeutlicht, dass wir dringend gesetzliche Regelungen brauchen, damit unseriöse Händler nicht mehr anonym über Online-Kleinanzeigenplattformen kranke Tiere verkaufen können! Um das zu verhindern, braucht es eine zuverlässige Identitätspflicht aller Anbieter – egal, ob privat oder gewerblich. Dafür muss sich der Ausschuss jetzt aussprechen! Nur so kann das damit verbundene Leid gestoppt werden und der Handel mit Tieren wirklich sicher gemacht werden“, erklärt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN.

Zum Hintergrund
Hunde und Katzen sind die beliebtesten Haustiere in Deutschland. Das wissen auch skrupellose Online-Verkäufer. Unter oft falschen Angaben inserieren sie niedliche Hunde- und Katzenbabys, meist Rassetiere. Doch hinter den süßen Fotos verbirgt sich vielfach großes Leid. Denn die Welpen werden ohne medizinische Versorgung, Impfungen und jegliche Fürsorge in sogenannten Vermehrerstationen wie am Fließband produziert und viel zu jung ihren Müttern entrissen. Die traumatisierten und häufig auch kranken Jungen werden dann im Internet verkauft, ohne dass die Käufer etwas von dem tragischen Schicksal der Tierbabys ahnen. VIER PFOTEN engagiert sich für eine vollständige Rückverfolgbarkeit des EU-weiten Online-Welpenhandels, damit unseriöse Händler vom Markt ausgeschlossen werden können. Laut VIER PFOTEN muss gesetzlich verankert werden, dass Online-Plattformen durch ein Abfragesystem die Zugehörigkeit des Tieres zum Halter überprüfen können. Dies kann mittels der Mikrochipnummer und einem PIN sichergestellt werden. So könnten die Herkunft, der bisherige Lebenslauf des Tieres sowie dubiose Besitzer und Händler zurückverfolgt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.vier-pfoten.de/kampagnen-t…

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Lesen Sie bitte die vollständige Presseinformation online unter:

VIER PFOTEN Statement: Rechtliche Bestimmungen für sicheren Tierhandel

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Presse VIER PFOTEN (20.09.2019; 12:30 Uhr)
presse-d@vier-pfoten.org

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Statement zur heutigen Bundesratsentscheidung Haltungskennzeichnung

Rückschlag für Tierschutz und transparente Verbraucherinformation

VIER PFOTEN Deutschland – Pressemitteilung vom 20.09.2019

Hamburg, 20. September 2019 – Heute hat sich der Bundesrat gegen mehr Tierwohl und damit auch gegen die transparente Information von BürgerInnen in Deutschland entschieden. Die Bundesratsmitglieder haben den Antrag Niedersachsens zur Einführung einer verpflichtenden Haltungs- und Herkunftskennzeichnung abgelehnt. Damit wurde erneut die Chance zur nachhaltigen Verbesserung in der Nutztierhaltung vertan.

„Unfassbar, dass sich die Mehrheit der Länder gegen Niedersachsens Antrag für eine verpflichtende Kennzeichnung gestellt hat. VerbraucherInnen wollen eindeutig zwischen Haltungsformen unterscheiden können. Die Eierkennzeichnung hat es erfolgreich vorgemacht – Käfigeier im Frischesortiment gehören der Vergangenheit an. Eine ähnliche Umstellung könnte bei Fleisch und Milchprodukten aus mangelhaften Haltungsformen angestoßen werden. Der Handel ist hier der Politik mit seiner Haltungsform längst Meilen voraus“, sagt Rüdiger Jürgensen, Country Director VIER PFOTEN Deutschland.

Zum Hintergrund
Als Reaktion auf das freiwillige staatliche Tierwohlkennzeichen von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner fordert Niedersachsen mit seinem Antrag eine verpflichtende Haltungskennzeichnung. Der Bundesrat verpasst mit dem abgelehnten Antrag zur Haltungskennzeichnung die Chance für mehr Tierschutz. Das von der Bundesregierung angestoßene freiwillige staatliche Tierwohlkennzeichen ist eine blanke VerbraucherInnentäuschung. Denn die Kriterien verstoßen schon in der Einstiegsstufe in einigen Fällen gegen die gesetzlichen Vorschriften und bieten für Millionen betroffener Tiere keine Verbesserungen. Damit wird Tierqual nicht nur weiter toleriert, sondern auch noch mit einem staatlichen Tierwohlkennzeichen legitimiert und ausgezeichnet.

Weitere Informationen zu Alternativen zur Haltungskennzeichnung finden Sie hier: www.vier-pfoten.de

www.vier-pfoten.de/kampagnen-t…

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Lesen Sie bitte die vollständige Pressemitteilung online unter:

Statement zur heutigen Bundesratsentscheidung Haltungskennzeichnung

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Oliver Windhorst (20.09.2019; 11:53 Uhr)
presse-d@vier-pfoten.org

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Bioland kritisiert Klöckner’s Tricks beim Klimaschutz

Bioland e.V. – Pressemitteilung vom 20.09.2019

Klimaziele in der Landwirtschaft nur mit Flächenbindung der Tierhaltung zu erreichen

Mainz, 20. September 2019. Bioland kritisiert den gestern vorgelegten 10-Punkte-Plan von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Erreichung der Klimaziele im Bereich Landwirtschaft als unzureichend und schöngerechnet. „Das Maßnahmenpaket, das Ministerin Klöckner gestern vorgestellt hat, basiert auf unrealistischen Annahmen und viel zu geringen Mindestwerten der berechneten Treibhausgaseinsparungen der Einzelmaßnahmen. Sie umschifft die zentrale Aufgabe eines Umbaus zur Kreislaufwirtschaft, die nur mit einer flächengebundenen Tierhaltung möglich ist. So werden die Klimaziele für 2030 im Bereich Landwirtschaft nicht zu erreichen sein“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland. Bis 2030 muss der Sektor Landwirtschaft in der gleichnamigen Quellgruppe eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen von 11 bis 14 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten gegenüber 2016 erbringen.

Von Klöckner‘s 10-Punkte-Plan zahlen nur die ersten fünf Maßnahmen auf die Quellgruppe Landwirtschaft ein, die weiteren Maßnahmen sind der Quellgruppe Landnutzung, Landnutzungsänderung zuzuordnen. Rechnet man die unteren und damit realistischen Werte dieser fünf Maßnahmen zusammen ergibt sich nur eine Emissionsminderung von 5,5 Mio. t CO2-Äquivalenten. „Für das Klimaziel der Landwirtschaft weist Klöckner‘s Maßnahmenpaket eine massive Unterdeckung von 5,5 Mio. t CO2-Äquivalenten gegenüber dem Minimalziel der geforderten 11 Mio. t CO2 auf“, kritisiert Gerald Wehde, Geschäftsleiter Agrarpolitik bei Bioland und ergänzt: „Nur mit einem konsequenten Umbau zur Kreislaufwirtschaft ist das möglich. Dazu ist eine Abstockung der Tierbestände unumgänglich. Ministerin Klöckner schließt diese Option jedoch kategorisch aus.“

Anstatt endlich die von der Wissenschaft schon lange geforderten Umbaumaßnahmen in Richtung Kreislaufwirtschaft auf den Weg zu bringen, nutze Julia Klöckner laut Bioland die Klimaschutzdebatte vielmehr, um die industrielle Tierhaltung weiter zu fördern. Klöckner wolle den Bau von Güllelagern und -aufbereitungsanlagen sowie von Biogasanlagen massiv fördern, obwohl eine Strategie zur Senkung der Tierbestände längst überfällig sei. „Viel Beton ändert an den Ursachen der Nährstoffüberschüsse und der Intensivhaltung der Tiere nichts. Was z.B. in den Niederlanden längst auf der Agenda steht, wird in Deutschland wieder einmal ignoriert. Ohne eine Kreislaufwirtschaft werden wir darin scheitern, unsere Klimakrise zu lösen. Die Landwirtschaftspolitik verschleiert, genau wie in der Kohlepolitik, zu lange die Fakten – das macht den notwendigen Umbau für uns alle nur teurer und noch schmerzhafter. Angesichts der drohenden zweiten Klage der EU-Kommission wegen des Verstoßes gegen die Nitratrichtlinie und den verbindlichen EU-Vorgaben zur Reduzierung von Ammoniakemissionen ist dies der vollkommen falsche Weg“, sagt Wehde. Für Plagge ist Klöckner’s Vorgehen unverantwortlich: „Seit Jahrzehnten ist klar, dass zu viel Gülle und damit Nitrat in unserem Grundwasser landet, die Tierbestände viel zu hoch sind und Deutschland Jahr um Jahr wichtige EU-Umweltziele verfehlt. Wir alle zahlen dafür den Preis doppelt und dreifach. Für die Umweltschäden mit zusätzlichen Steuergeldern, für den Aufwand der Grundwasseraufbereitung und zusätzlich noch für die kommenden EU-Strafen.“

Klöckner greift mit ihrem 10-Punkte-Plan tief in die Trickkiste

Trick 1: Maßnahme 1 zeigt eine sehr große Spannbreite der Emissionsminderung durch Senkung der Stickstoffüberschüsse von 1,9 bis 7,9 Mio. t CO2. Insbesondere die Wirkung der Düngeverordnung und effiziente Gülleausbringung sollen dazu führen. Damit erhöht Klöckner ihren oberen Minderungswert gegenüber früheren Veröffentlichungen ( 3,5 Mio t – www.bmel.de/SharedDocs/Pressem… ) um 125 Prozent. Fraglich ist, auf welcher Grundlage das Ministerium fortlaufend seine Berechnungsgrundlagen ändert. Nach Einschätzung von Bioland ist mit der derzeitigen Düngeverordnung nur eine Einsparung von maximal zwei Mio. Tonnen CO2 zu erwarten. Statt Schönrechnerei braucht es realistische Maßnahmen zur Absenkung der Stickstoffüberschüsse. Wichtigster Hebel ist auch hier die deutliche Reduktion der Tierbestände hin zu einer Flächenbindung, wie es bereits Ökobetriebe praktizieren.

Trick 2: Durch die erhöhte Vergärung von Wirtschaftsdünger in Biogasanlagen will das Ministerium zusätzlich 2 bis 2,4 Mio. Tonnen CO2 einsparen. Auch diese Annahmen Klöckner’s sind überzogen, würden Millionen an weiteren Fördermitteln verschlingen und die industrielle Tierhaltung manifestieren. Gülle über hunderte Kilometer zu den bestehenden Biogasanlagen zu transportieren kann nicht Sinn der Übung sein.

Trick 3: Klöckner spricht in der gestrigen Pressemitteilung ( www.bmel.de/SharedDocs/Pressem… ) von einer Zielerreichung in 2050 und ignoriert damit den Klimaschutzplan der Bundesregierung. Dort ist die Zielerreichung auch für den Sektor Landwirtschaft für 2030 vorgesehen.

Positiv ist:

Bioland begrüßt in Klöckner’s Maßnahmenpaket, dass die Ministerin den Ausbau des ökologischen Landbaus als wichtige Maßnahme zur Erreichung der Klimaziele ansieht. „Hier erwarten wir mehr Unterstützung der Bundesregierung bei der Erreichung des Ziels, 20 Prozent der Agrarfläche bis 2030 auf ökologischen Landbau umzustellen. Aktuell sind es rund 9 Prozent“, so Plagge. Zudem unterstützt Bioland ausdrücklich die Maßnahme zum Humusaufbau und damit zur CO2-Bindung in Böden, die zentraler Bestandteil einer klimapositiven Landwirtschaft werden muss.

Wie die Klimaziele realistisch erreicht werden können zeigt eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag der Klima-Allianz Deutschland. Laut Studie würde mit einer Reduktion des Konsums von Milch- und Fleischprodukten um ein Viertel bereits eine jährliche Einsparung von 7,8 Mio. Tonnen CO2 erbringen. Die Studie ist hier einsehbar: p376185.mittwaldserver.info/fi…

Zum Bioland-Verband

Bioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland. 7.700 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Hinzu kommen mehr als 1.000 Partner aus Herstellung und Handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt.

Bioland e.V.
Kaiserstraße 18 55116 Mainz

Pressestelle
Gerald Wehde

T. +49 6131 23979-20
F. +49 6131 23979-27
gerald.wehde@bioland.de

Präsident
Jan Plagge

T. +49 6131 23979-0
F. +49 6131 23979-27
jan.plagge@bioland.de

Bioland, Kaiserstraße 18, Mainz, Rheinland-Pfalz 55116, Deutschland

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Presseabteilung Bioland e.V. (20.09.2019; 11:47 Uhr)
gerald.wehde@bioland.de

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Offener Brief von 8 Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen an Spitzenduo von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg: Tierschutz-Verbandsklagerecht in Brandenburg einführen!

Albert Schweitzer Stiftung f. u. Mitwelt
www.presseportal.de/nr/55647

Pressekontakt:
Diana von Webel
Leiterin Kommunikation
Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Tel: +49 (0)30 400 54 68 – 15
Mobil: +49 (0)171 415 40 28
E-Mail: presse@albert-schweitzer-stift…

Berlin (ots) – Acht Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen haben einen gemeinsamen offenen Brief an das Spitzenduo von Bündnis 90/Die Grünen in Brandenburg, Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke, gerichtet. Die Tierschützer fordern die Politiker auf, sich in den Koalitionsverhandlungen weiterhin für ein Tierschutz-Verbandsklagerecht in Brandenburg einzusetzen. Die Partei hatte die Notwendigkeit eines Verbandsklagerechts für Tierschutzorganisationen in ihrem Landtagswahlprogramm unterstrichen. Den Brief haben die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, der Bundesverband Tierschutz e.V., der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., der Deutscher Tierschutzbund e.V., der Deutscher Tierschutzbund – Landesverband Brandenburg e.V., die Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz, Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. und PROVIEH e.V. unterzeichnet.

Hintergrund …

Presseportal.de (Pressemitteilung) – 20.09.2019; 10:30 Uhr
www.presseportal.de/pm/55647/4…

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Jagd- und Fischereimesse beginnt, PETA ist dagegen (Video)

Auf dem Messegelände in der Ulmer Friedrichsau beginnt am Vormittag die Jagd- und Fischerei-Messe. Gut 250 Aussteller sind vor Ort. Bis Sonntag wird mit tausenden Besuchern gerechnet. Die Tierrechtler von PETA forderten zuletzt ein Verbot der Hobbyjagd und riefen dazu auf, die Messe zu meiden. …

Hier finden Sie PETAs „10 größte Irrtümer über die Jagd“: www.peta.de/jagdirrtuemer

DONAU 3 FM Nachrichten – 20.09.2019; 10:00 Uhr

Jagd- und Fischereimesse beginnt, PETA ist dagegen

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Tiertransporte: Strengere Sanktionen, weniger Transporte und mehr Kontrollen gefordert

Rückfragen & Kontakt:
Pressedienst der Parlamentsdirektion
Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272
pressedienst@parlament.gv.at
www.parlament.gv.at
www.facebook.com/OeParl
www.twitter.com/oeparl

Nationalrat stimmt auch für SPÖ-Forderung nach Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen

Wien (PK) – Mit einer Reihe von SPÖ-Anträgen im Bereich Tierschutz beschäftigte sich heute der Nationalrat. Drei Entschließungsanträge des Tierschutzsprechers der Sozialdemokraten, Maurice Androsch, an die Bundesregierung zielen auf eine bessere Situation bei Tiertransporten ab. Konkret will er mehr Kontrollen von Lebendtiertransporten, strengere Sanktionen bei Verstößen gegen gesetzliche Vorgaben zum Tiertransport sowie eine generelle Reduktion von Tiertransporten. Franz Leonhard Eßl (ÖVP) brachte zu jeder der drei Forderungen gesamtändernde Abänderungsanträge ein, von denen schließlich einer zu Kontrollen von Tiertransporten angenommen wurde. Die beiden anderen SPÖ-Initiativen wurden wie die sozialdemokratische Forderung nach einer Kastrationspflicht von sogenannten Freigängerkatzen mehrheitlich angenommen. …

APA OTS (Pressemitteilung) – 19.09.2019; 23:17 Uhr
www.ots.at/presseaussendung/OT…

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Veröffentlichungen von Dr. Helmut F. Kaplan
www.tierrechte-kaplan.org/

AKT – AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ (Peter H. Arras):
www.akt-mitweltethik.de/

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 20.09.2019
twitter.com/fellbeisser

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