Ärzte gegen Tierversuche e.V. – Newsletter vom 14.01.2021

Inhalt:

– Sie sind großartig! Wir sind überwältigt vom Ergebnis der Adventsverdopplung…
– Erschreckend: 111 Millionen Mäuse und Ratten jährlich für Tierversuche in USA
– Tierversuche für Wasch-, Reinigungs- und Putzmittel
– Charity-Shopping – ohne extra zu zahlen!
– Video: ÄgT im Rückblick

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Lesen Sie bitte den vollständigen Newsletter online unter:
t98109649.emailsys1a.net/maili…

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Ärzte gegen Tierversuche e.V. (14.01.2021; 17:39 Uhr)
keineantwort@aerzte-gegen-tier…

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Erschreckend: 111 Millionen Mäuse und Ratten jährlich für Tierversuche in USA

Ärzte gegen Tierversuche e.V. – Pressemitteilung vom 14.01.2021

Nagetiere, Fische und Vögel gelten dort nicht als Tiere

Mäuse und Ratten, die am häufigsten verwendeten Tiere im Labor, fallen nicht unter das amerikanische Tierschutzgesetz und erscheinen daher nicht in den offiziellen Statistiken der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere. Eine neue Analyse schätzt, dass rund 111 Millionen Mäuse und Ratten jährlich Tierversuchen in der USA ausgesetzt werden. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche fordert eine bessere Transparenz der Tierversuchszahlen in USA und hierzulande.

Die meisten Mäuse, Ratten, Fische und Vögel sind in dem amerikanischen Tierschutzgesetz seit 1970 nicht als „Tiere“ definiert. Deswegen tauchen die Zahlen dieser Tiere nicht in den offiziellen Tierversuchsstatistiken des Landes auf, obwohl Mäuse und Ratten am häufigsten in Tierversuchen verwendet werden. „Die Vereinigten Staaten planen, alle Tierversuche für regulatorische Zwecke wie Giftigkeitsprüfungen bis 2035 abzuschaffen, was wir eindeutig begrüßen. Um überhaupt abschätzen zu können, ob sich das Land diesem Ziel nähert, muss man aber zumindest wissen, wie viele Tiere jedes Jahr für Experimente verwendet werden“, sagt Dr. Dilyana Filipova, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ärzte gegen Tierversuche.

Eine aktuelle Studie an der University of California San Francisco befasste sich mit dieser Problematik und fand heraus, dass über 111 Millionen Mäuse und Ratten jährlich in amerikanischen Laboren leiden müssen, zusätzlich zu den 780.070 Tieren aus der offiziellen Statistik. Darunter fallen etwa Hunde, Katzen, Affen, Kaninchen, Schweine und Schafe. Der Studienautor hat Informationen über die in Experimenten benutzten Mäuse und Ratten an 16 der 30 am besten finanzierten Forschungseinrichtungen mittels des Informationsfreiheitsgesetzes erfragt. Im Vergleich zu den im Tierschutzgesetz definierten ca. 39.000 „Tieren“ wurden rund 5,6 Millionen Mäuse und Ratten alleine an diesen 16 Instituten verwendet, was 99,3% aller Tiere entspricht. Eine Hochrechnung dieser Daten anhand der Tierzahlen, die in den jährlichen Statistiken veröffentlicht werden, ergab die erschreckende Zahl von 111 Millionen Mäusen und Ratten. Über 44 Millionen davon wurden laut der Studie schmerzhaften Versuche ausgesetzt, die in Deutschland als „mittel“ und „schwer“ belastend eingestuft werden würden.

Frühere Hochrechnungen zum weltweiten Verbrauch von Tieren zu Forschungszwecken kamen für die USA auf eine Gesamttierzahl von 17,3 Millionen für 2005 und 14,6 Millionen für 2015, basierend auf der Anzahl der Publikationen im Verhältnis zu Ländern mit bekannter Tierzahl wie in der EU. Weltweit kamen diese Studien auf 115,2 (2005) bzw. 192,1 Millionen (2015) Tiere, inklusive der für Organ- und Gewebeentnahme getöteten Tiere.

„Wenn die aktuelle Studie allein bei 16 amerikanischen Instituten die Zahl von 5,6 Millionen Ratten und Mäusen belegt, wird klar, dass die älteren Hochrechnungen viel zu niedrig sind“, gibt Filipova zu bedenken. In Deutschland sind von der erfassten Gesamtzahl von 2,9 Millionen Tiere 78 % Ratten und Mäuse, während die amerikanische Studie von einem Anteil von 99,3 % ausgeht.

„Es verwundert nicht, wenn mit dem Leben und Sterben von Tieren, die nicht dem Tierschutzgesetz und somit keiner behördlichen Kontrolle unterliegen, sehr viel laxer umgegangen wird und es einen größeren ‚Verschleiß‘ gibt“, folgert die Biologin.

„Dass in den USA mit mindestens 900 Forschungseinrichtungen über 99% aller für Versuche verwendeten Tiere durch das Raster fallen, ist absolut nicht hinnehmbar. Die Fähigkeit von Nagetieren, Schmerzen und Leiden zu empfinden wird in der wissenschaftlichen Gemeinschaft schon lange nicht mehr bestritten“, so Filipova weiter.

In Deutschland wurden 2019 den offiziellen Statistiken des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge 2,9 Millionen Tiere erfasst. 2,3 Millionen davon fielen Tierversuchen zum Opfer und etwa 700.000 Tiere wurden zur Gewebe- und Organentnahme getötet. Doch auch hier gibt es eine große Dunkelziffer an Tieren, die unsichtbar in deutschen Laboren leiden und sterben: fast alle wirbellosen Tiere, alle auf Vorrat gezüchteten Tiere sowie Tiere, die aufgrund ihres Alters, Geschlechts und genetischer Merkmale nicht in Experimenten verwendet werden. Eine Schätzung von Ärzte gegen Tierversuche kommt auf ca. 4,35 Millionen Wirbeltiere, die jährlich unbenutzt in deutschen Laboren getötet werden ohne in den offiziellen Statistiken aufzutauchen.

Ärzte gegen Tierversuche fordern die Aufnahme aller für Forschungszwecke verwendeten Tierarten in das amerikanische Tierschutzgesetz und in die Statistiken als minimalen ersten Schritt. In Deutschland muss die Zahl der „Ausschusstiere“ erfasst werden. Der Verein fordert von der Bundesregierung zudem einen fundierten Ausstiegsplan aus dem System „Tierversuch“ mit konkreten Meilensteinen und Fristen sowie eine massive Förderung der innovativen, menschenbasierten, tierversuchsfreien Forschungsmethoden.

Quellen:

Carbone L: Estimating mouse and rat use in American laboratories by extrapolation from Animal Welfare Act-regulated species. Scientific Reports 2021; 11: 493

Taylor K, Alvarez LR.: An estimate of the number of animals used for scientific purposes worldwide in 2015. ATLA 2019; 47(5-6): 196-213

Taylor K et al: Estimates for worldwide laboratory animal use in 2005. ATLA 2008; 36: 327-342

Weitere Informationen:

Strittmatter S: Millionen verschwiegene Tieropfer bei Tierversuchen. Ärzte gegen Tierversuche, 12.5.2014 >>
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/tiefergehende-infos/stellungnahmen/1499-millionen-verschwiegene-tieropfer-bei-tierversuchen

Tierversuchsstatistik. Ärzte gegen Tierversuche, 10.12.2020 >>
www.aerzte-gegen-tierversuche….

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Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Goethestraße 6-8, 51143 Köln, Tel.: 02203-9040990, Fax: 02203-9040991, info@aerzte-gegen-tierversuche…, www.aerzte-gegen-tierversuche….

Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. besteht seit 1979 und ist ein bundesweiter Zusammenschluss aus Ärzten, Tierärzten und Naturwissenschaftlern, die Tierversuche aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ablehnen. Der Verein engagiert sich für eine moderne, humane Medizin und Wissenschaft ohne Tierversuche, die sich am Menschen orientiert und bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten sowie der Einsatz von modernen Forschungsmethoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips im Vordergrund stehen.

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Ärzte gegen Tierversuche (14.01.2021; 14:17 Uhr)
keineantwort@aerzte-gegen-tier…

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Aktuelles aus der Stiftung Bündnis Mensch & Tier

Haustier des Jahres 2021 – Die Ziege

www.buendnis-mensch-und-tier.d…

Jahresbericht 2020

Mit Berichten und Fotos aus den verschiedenen Arbeitsbereichen der Stiftung Bündnis Mensch & Tier.

www.buendnis-mensch-und-tier.d…

Hinweis: Mitglieder im Freundeskreis erhalten eine Druckfassung des Jahresberichtes.

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Neue Publikation in der Schriftenreihe Mensch-Tier-Beziehung

Mehr Informationen und Inhaltsverzeichnis siehe www.carola-otterstedt.de/shop-….

Weitere neue Fachbeiträge zur Schweinehaltung s. www.buendnis-mensch-und-tier.d…

Neue Höfe mit dem Arche-Siegel ausgezeichnet

www.buendnis-mensch-und-tier.d…

Geschenkidee: Mitgliedschaft im Freundeskreis der Stiftung Bündnis Mensch & Tier

www.buendnis-mensch-und-tier.d…

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Dr. Carola Otterstedt

Stiftung Bündnis Mensch & Tier
Am Jürgens Holz 24
D – 28355 Bremen

T. 0049 (0) 421 – 2080 4081
otterstedt@buendnis-mensch-und…

www.buendnis-mensch-und-tier.d…
www.begegnungshoefe.de
www.haustier-des-jahres.de
www.arche-siegel.de

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Gesendet: Donnerstag, 14. Januar 2021 um 14:12 Uhr
Von: “Dr Carola Otterstedt Stiftung Bündnis Mensch & Tier” otterstedt@buendnis-mensch-und…
An: info@buendnis-mensch-und-tier….
Betreff: Aktuelles aus der Stiftung Bündnis Mensch & Tier

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Übersandt von:
Martina Patterson (14.01.2021; 14:14 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.de

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Tierschützer kritisieren Koalitionsvertrag: Schwarz-Grün ohne politischen Willen zum Tierschutz in Essen

Elisabeth Maria van Heesch, Tierschutz Essen

Enttäuscht zeigt sich die Ratsgruppe Tierschutz Essen angesichts des Schwarz-Grünen Koalitionsvertrages für die Ratsarbeit in Essen. “Wenn eine Koalition es auf 29 Seiten schafft, gerade einmal zwei lauwarme Sätzchen zum Thema Tierschutz unterzubringen, dann ist dies ein Armutszeugnis,” rügt Elisabeth Maria van Heesch-Orgass, Sprecherin der Ratsgruppe Tierschutz Essen. …

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Lokalkompass.de – 14.01.2021; 13:21 Uhr
www.lokalkompass.de/essen/c-po…

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Traueraktion mit Trauerzug am 30. Januar 2021 vor dem VGH Mannheim; bzgl. Gerichtsentscheidung zu Kälbertransporten nach Spanien

„Wir tragen unseren letzten Funken Glaube an eine tiergerechte Rechtsprechung zu Grabe“.

Am 30.01.2020 von 10.30h bis 14.30h vor dem Verwaltungsgericht Mannheim, Schubertstraße 11

Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim hat im Dezember 2020 den Erlass des Agrarministeriums Baden-Württemberg gegen Kälbertransporte gekippt.
Seit Jahren fordert die Animal Welfare Foundation (AWF) ein Ende dieser Transporte, da sie über lange Strecken nicht gesetzeskonform durchführbar sind und den Tieren unnötiges Leid zugefügt wird.

SWR Recherchen aus dem Jahr 2020 hatten belegt, dass Kälber auf rechtswidrige Weise über Umwege nach Spanien transportiert wurden, um sie von dort nach der Mast per Schiff in Länder des Nahen Ostens zu bringen. Dort werden die Tiere auf grausame Weise ohne Betäubung geschächtet.

Wir verurteilen die Entscheidung des VGH Mannheim und des VG Sigmaringen auf das Schärfste und fordern einen Stopp der Kälbertransporte ab Bad Waldsee.

Um unserer Forderung Ausdruck zu verleihen, veranstalten wir eine Traueraktion (Trauerzug, Redebeiträge, musikalische Begleitung) für alle Tiere, die durch Tiertransporte leiden, erkranken und grausam getötet werden.

Hier geht es zur facebook-Veranstaltung: fb.me/e/o7AkpTlPG

Folgt uns hier: www.xorga.org/

Wir würden uns über reges Teilen unserer Traueraktion und natürlich vor allem Eure Teilnahme sehr freuen!

Herzliche Grüße,

Natascha Wenrich

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Gesendet: Donnerstag, 14. Januar 2021 um 10:39 Uhr
Von: “Natascha Wenrich” natascha.we@gmx.de
Betreff: Traueraktion mit Trauerzug am 30. Januar 2021 vor dem VGH Mannheim; bzgl. Gerichtsentscheidung zu Kälbertransporten nach Spanien

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Übersandt von:
Martina Patterson (14.01.2021; 12:40 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Mehr Transparenz gegen Billig-Fleisch: WWF fordert umfassende Kennzeichnung von Lebensmitteln

Quelle: OTS Wirtschaft

Umweltschutzorganisation für transparente Lebensmittel-Kennzeichnung nach Herkunft und Tierwohl in Handel und Gastronomie – Blockaden müssen aufhören

Wien (OTS) – Anlässlich des aktuellen Regierungsstreits fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich eine umfassende Kennzeichnung der Herkunft von Lebensmitteln im Handel und in der Gastronomie. Zusätzlich muss es dabei um Tierwohl-Standards und Produktionsbedingungen gehen, wofür es auf der nationalen und europäischen Ebene Verbesserungen braucht. Zugleich fordert der WWF die Wirtschaftskammer und die Lebensmittelindustrie auf, ihre Blockaden gegen mehr Transparenz und Rückverfolgbarkeit zu beenden. „Die Menschen müssen wissen, was auf ihren Teller kommt. Eine starke Kennzeichnung würde auch das Billigfleisch zurückdrängen, unter dem das Klima, die Tiere und die heimische Landwirtschaft leiden“, sagt Ernährungsexpertin Hannah-Heidi Schindler vom WWF Österreich. Zum Beispiel wird in Europa fast jedes dritte Kalb in den Niederlanden gemästet und geschlachtet und findet später seinen Weg als Schnitzel in heimische Restaurants, ohne dass dies transparent wird. …

Boerse-express.com – 14.01.2021; 12:17 Uhr
www.boerse-express.com/news/ar…

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Heute weitere Stimmenübergabe Landesregierung Volksabstimmung Gatterjagd: 7250

Rückfragen & Kontakt:
VGT – Verein gegen Tierfabriken
DDr. Martin Balluch
Kampagnenleitung
Tel.: 01 929 14 98
medien@vgt.at
vgt.at

Trotz hartem Lockdown, Feiertagen, Weihnachtsferien, Neujahr: der VGT erhält weiterhin täglich hunderte Unterschriften per Post zugeschickt – Weg zur Volksabstimmung frei

Wien (OTS) – Noch nie hat es auf Landesebene im Burgenland eine Volksabstimmung „von unten“ gegeben, und schon gar nicht zu einem Tierschutzthema. Doch jetzt ist die Abstimmung über die Gatterjagd in greifbare Nähe gerückt. Der VGT meldet tausende Unterschriften, die aus allen Ecken des Landes in den letzten Tagen im VGT-Büro eingegangen sind. Darunter als Absender Privatpersonen aber auch Tierschutzorganisationen, Gemeinden oder auch Sammelgruppen, die spontan hunderte Unterschriften zusammengetragen haben. Heute übergibt der VGT mehrere tausend davon der Landesregierung, sodass die Gesamtzahl abgegebener Stimmen auf 7.250 ansteigt. Und für die nächste Woche werden weitere tausende Unterschriften zur Abgabe angekündigt. …

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APA OTS – 14.01.2021; 11:06 Uhr
www.ots.at/presseaussendung/OT…

Siehe auch:

Gatterjagd: Unterschriften gegen Burgenlands Jagdgesetz
www.derstandard.at/story/20001…

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Leserbriefe: Leckeres Schnitzel und hässliche Realität

Udomar Rall, Nürtingen. Zum Artikel „Tierschützer aus Verzweiflung“ vom 2. Januar. Plötzlich ist das Entsetzen wieder einmal riesig. Im Fernsehen liefen Videos von grausamen Tierquälereien in der Tierhaltung und in Schlachthöfen. Aufgedeckt werden die massenhaften Missstände aber nicht etwa durch die zuständigen Behörden, sondern durch private Tierschützer, die kein geringes Risiko eingehen, dafür auch noch bestraft zu werden. Auch massive Bedrohung ist nicht selten. …

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Nürtinger Zeitung – 14.01.2021; 05:30 Uhr
www.ntz.de/nachrichten/leserbr…

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Veröffentlichungen von Dr. Helmut F. Kaplan
www.tierrechte-kaplan.org/

AKT – AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ (Peter H. Arras):
www.akt-mitweltethik.de/

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 14.01.2021
twitter.com/fellbeisser

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