Gegen Massentierhaltung: Greenpeace fordert höhere Abgaben auf Fleisch und Milch

Von red/epd

Die aktuelle massenhafte Produktion von Milch und Fleisch schädigt Natur und Tier. Die Umweltorganisation Greenpeace fordert deshalb Abgaben auf Fleisch- und Milchprodukte.

Berlin – Greenpeace ( www.stuttgarter-zeitung.de/the… ) fordert eine Verteuerung von Fleisch und Milch aus Massenproduktion. In einer am Montag in Berlin vorgestellten Studie schlägt die Umweltorganisation die Einführung einer Tierwohlabgabe von maximal 50 Cent pro Kilo Fleisch und 1,5 Cent pro Liter Milch vor. Ausgenommen sein sollen Produkte aus Ökolandbau und besonders tiergerechten Haltungsverfahren, sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte ( www.stuttgarter-zeitung.de/the… ) Martin Hofstetter. …

Stuttgarter Zeitung – 13.01.2020; 13:57 Uhr
www.stuttgarter-zeitung.de/inh…

Siehe auch:

Tierwohlabgabe und höhere Steuern: Greenpeace will 50 Cent Aufschlag pro Kilo Fleisch
www.tagesspiegel.de/wirtschaft…

Greenpeace-Studie: Wie sich die Landwirtschaft mit zehn Euro pro Monat umkrempeln ließe
www.spiegel.de/wirtschaft/serv…

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Bitte lesen und die Petition unterschreiben: Der Blick hinter die Fassade (Video)

Liebe Astrid Suchanek,

Videoaufnahmen sagen oft mehr als viele Worte: Sie zeigen der Öffentlichkeit ungeschönt, wie es wirklich um das Wohlergehen von Tieren in unserer Gesellschaft bestellt ist.

Mein Name ist Sharon Nunez und ich bin Präsidentin von Animal Equality. Seit der Gründung der Organisation war für mich klar, dass die Veröffentlichung von Videomaterial ein zentraler Bestandteil von Animal Equalitys Arbeit für Tiere sein muss. Unser Ziel ist es, der Öffentlichkeit einen Blick hinter die Mauern der Tierindustrie zu gewähren und Ihnen die Realität von sogenannten Nutztieren zu zeigen. Diese ist oft ganz anders, als es uns die Werbung vermitteln möchte: überfüllte Betriebe, oft verletzte und kranke Tiere ohne ausreichende medizinische Versorgung zwischen bereits verstorbenen Artgenossen, keine Möglichkeit zum Ausleben von Grundbedürfnissen und noch sehr viel mehr Leid. Animal Equality zeigt der Gesellschaft das wahre Gesicht der Tierindustrie, um Transparenz zu schaffen. Nur wer alle Fakten kennt, kann eine bewusste Entscheidung treffen.

Wir haben durch die Veröffentlichung von Videos aus der Massentierhaltung schon einiges für Tiere erreicht:
In einigen Ländern hat das Videomaterial den Weg zu neuen Tierschutzrichtlinien und strengeren Gesetzen geebnet. So wurde beispielsweise im mexikanischen Senat ein Gesetzesvorschlag eingereicht, der die Misshandlung von Nutztieren erstmals unter Strafe stellt.

Die Veröffentlichung von Undercover-Recherchen ist auch ein wirksames Mittel, um Tierfabriken zu schließen. Nach Veröffentlichungen von Animal Equality wurden unter anderem eine Stopfleberfarm in Spanien und ein Schweinebetrieb in Großbritannien geschlossen.

In Deutschland veröffentlichten wir u.a. eine Recherche aus dem Betrieb eines der größten Eierproduzenten Deutschlands ( animalequality.de/kampagnen/ho… ). Die Videoaufnahmen aus dem Jahr 2018 dokumentieren nicht nur die erschreckende Tierqual in der Bodenhaltung von Legehennen, sondern auch erhebliche hygienische Mängel: Bereits verwesende Tiere lagen auf dem Ei-Transportband. Diese „frischen” Eier kommen ungewaschen in den Handel – z. B. bei Aldi, Edeka, Marktkauf, Netto Marken-Discount, NETTO und Rewe.

Unsere Veröffentlichung hat über Medien wie Spiegel Online, die Sat1 Abendnachrichten und ProSieben Newstime Millionen Menschen erreicht. Die Bilder haben zusätzlich den Verbraucherausschuss im Landtag Brandenburg angeregt, die dokumentierten Zustände zu diskutieren. Helfen Sie uns, weiterhin den Druck aufrecht zu erhalten. Gemeinsam erreichen wir noch mehr für Hühner in der Eierindustrie.

Wir zeigen, was der Öffentlichkeit sonst verborgen bleibt, um unserer Vision immer ein Stück näher zu kommen: Eine Welt, in der alle Tiere Respekt und Schutz erfahren.

Danke, dass Sie uns dabei unterstützen!

Herzliche Grüße,

Sharon Nunez
Präsidentin, Animal Equality

PS: Bitte unterzeichnen Sie die Petition und stehen Sie gegen diese unvorstellbare Tierqual ein: www.animalequality.de/horror-e…
animalequality.de/neuigkeiten/…

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Übersandt von:
Martina Patterson (13.01.2020; 12:33 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.de

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Hartmann Jenal hat ein neues Buch über Füchse geschrieben

Der Ruf der Füchse
Füchse leben unter uns und mit uns

Eigenverlag
Querformat 21,5 cm x 15,5 cm, 92 Seiten
14,95 € zzgl. Versandkosten
zu bestellen bei Hartmann Jenal hjenal@t-online.de

Nach seinen beiden Bildbänden „Wolfsfreund“ und „Meine Füchse“ hat Hartmann Jenal ein neues Buch über Füchse geschrieben und mit einmaligen Fotos illustriert. Das Buch ist eine Bereicherung für jeden Fuchs-Liebhaber, egal ob „Fuchs-Anfänger“ oder „Fuchs-Fortgeschrittener“.

Zum Inhalt:

– Wildtiere in der Stadt
– Der Rotfuchs – was wir über ihn wissen sollten
– Annäherung der Füchse an den Menschen
– Überlebenskampf der Welpen
– Die Jagd auf den Fuchs
– Zuchtfarmen
– Füchse und ihre Unterarten
– Die häufigsten Krankheiten bei Füchsen

Die mitreißenden Berichte aus eigener Beobachtung und jahrzehntelanger Aufzucht- und Pflege-Erfahrung, die höchst interessanten Infos aus wissenschaftlichen Arbeiten sowie die wunderschönen liebevollen Fotos machen das Buch zu etwas Besonderem.

R. Kalscheuer

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Übersandt von:
Martina Patterson (13.01.2020; 12:29 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.de

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VIER PFOTEN bringt nach Schiffsunglück in Rumänien gerettete Schafe in neues Zuhause

VIER PFOTEN Deutschland – Pressemitteilung vom 13.01.2020

180 der 14.000 Schafe überlebten dank unermüdlichem Rettungseinsatz

Hamburg, 13. Januar 2020 – Nach wochenlangen Verhandlungen mit den verantwortlichen Behörden konnten die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN und ihre rumänische Partnerorganisation ARCA 180 überlebende Schafe, die Ende November von einem gekenterten Schiff in Rumänien gerettet wurden, auf eine Farm nördlich von Bukarest bringen. Dort werden sie vorerst untergebracht und sich von den Strapazen erholen, bis über den weiteren Verbleib entschieden wird. VIER PFOTEN hat die EU-Kommission unterdessen aufgefordert, Lebendtiertransporten ein für alle Mal ein Ende zu setzen.

Das mit 14.000 Schafen beladene Schiff befand sich auf dem Weg nach Saudi-Arabien, als es am 24. November vor der rumänischen Küste kenterte. Im Wettlauf gegen die Zeit suchte das Team von ARCA Tag und Nacht nach Lebenszeichen und konnte 254 Schafe aus dem sinkenden Schiff retten. Leider starben kurz darauf Dutzende der geretteten Tiere an Erschöpfung und ihren schweren Verletzungen. Jetzt, weit über einen Monat nach dem tragischen Unfall, gaben die rumänischen Behörden VIER PFOTEN und ARCA grünes Licht, die verbleibenden 180 Schafe in ihre Obhut zu übernehmen. Das Tierschutzteam brachte die Schafe von der Quarantäneeinrichtung bei Midia Novodari in ihr vorübergehendes Zuhause nördlich von Bukarest. Dort wurde eine ehemalige Pferdefarm den Bedürfnissen der Schafe angepasst. „Wir freuen uns, dass die rumänischen Behörden die Tiere in unsere Obhut übergeben haben. Kurz nach der Ankunft begann unser Team vor Ort, die Schafe zu untersuchen. Die Mehrheit ist in einem guten Zustand. Jetzt können sie sich ausruhen und von all dem Leid der letzten Zeit erholen“, sagt Jackson Zee, Leiter der Katastrophenhilfe bei VIER PFOTEN.

EU-Transportvorschriften müssen Tierschutz berücksichtigen

Die jüngste Schiffstragödie in Rumänien erinnert daran, dass bei Lebendtiertransporten immer wieder massive Tierschutzprobleme auftreten. „Tiere können auf solchen Reisen ganz offensichtlich nicht geschützt werden. Lebendtiertransporte müssen daher verboten werden. Jedes Jahr werden mehr als drei Millionen lebende Tiere aus der EU in Drittländer transportiert. Ganz egal, wie streng die Regeln sein mögen und wie tragisch dieser Unfall ist – Massensterben wie dieses häufen sich, sei es auf den Straßen oder auf dem Meer. VIER PFOTEN fordert Rumänien auf, sich an seine Ankündigung zu halten und auf einen Transport von Fleisch anstelle von lebenden Tieren hinzuarbeiten. Alle anderen EU-Mitgliedstaaten und europäischen Institutionen sollten diesem Beispiel folgen“, sagt Dr. Martina Stephany, Direktorin der Nutztierabteilung bei VIER PFOTEN. Zusätzlich zu einer vollständigen Untersuchung und Aufklärung dieses schrecklichen Vorfalls fordert VIER PFOTEN die EU-Kommission sowie alle Mitgliedstaaten auf, ein Verbot von Lebendtiertransporten anzustreben. In der Zwischenzeit sollen die Länder in nachhaltige Lösungen investieren. Eine Begrenzung der Transportdauer lebender Tiere auf maximal acht Stunden, mehr unangekündigte Kontrollen und strengere Sanktionen für Verstöße können das Leiden von Tieren während Lebendtransporten reduzieren.

Weiteres Foto- und Videomaterial stellt VIER PFOTEN auf Anfrage zur Verfügung.

Weitere Informationen zu dem Schiffsunglück finden Sie unter:
www.vier-pfoten.de/unseregesch…

Fotos

Fotos dürfen kostenfrei verwendet werden. Sie dürfen nur für die Berichterstattung über diese Pressemitteilung genutzt werden. Für diese Berichterstattung wird eine einfache (nicht-ausschließliche, nicht übertragbare) und nicht abtretbare Lizenz gewährt. Eine künftige Wiederverwendung der Fotos ist nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung von VIER PFOTEN gestattet.

Fotos: © FOUR PAWS | ARCA | Octav Ganea

Es kommt österreichisches Recht ohne seine Verweisnormen zur Anwendung, Gerichtsstand ist Wien.

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Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
VIER PFOTEN ist eine internationale Tierschutzorganisation, die weltweit Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Dieses Jahr feiert VIER PFOTEN 25-jähriges Jubiläum in Deutschland. Die 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründete Organisation hat Büros in 15 Ländern. Das Ziel von VIER PFOTEN ist es, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen, zum Beispiel Streunerhunde und -katzen sowie Nutz-, Wild- und Heimtiere aus nicht artgemäßer Haltung. In Deutschland betreibt die Tierschutzstiftung aktuell die Tier- und Artenschutzstation TIERART in Maßweiler sowie den BÄRENWALD in Müritz.
www.vier-pfoten.de/

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www.facebook.com/4PFOTEN/

www.instagram.com/vierpfoten_s…
www.youtube.com/user/4PFOTEN
www.snapchat.com/add/fourpawsi…

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Wussten Sie, dass …

… VIER PFOTEN eine Stiftung für Tierschutz ist?

… VIER PFOTEN sich für Tiere in Krisen- und Kriegsregionen weltweit einsetzt?

… VIER PFOTEN sich weltweit mit 15 Niederlassungen für den internationalen Tierschutz engagiert?

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PRESSEKONTAKT:

Oliver Windhorst
www.vier-pfoten.de/ueber-uns/p…
Pressesprecher

Tel.: 040-399 249-66
presse-d@vier-pfoten.org
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

INTERVIEWPARTNER:

Dr. Martina Stephany
Direktorin Nutztiere und Ernährung VIER PFOTEN

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Oliver Windhorst (13.01.2020; 12:06 Uhr)
presse-d@vier-pfoten.org

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VIER PFOTEN Statement zur heutigen Pressekonferenz des BMEL zum Ausstieg aus dem Kükentöten

VIER PFOTEN Deutschland – Pressemitteilung vom 13.01.2020

Erkenntnisaustausch zwischen Julia Klöckner und ihrem französischen Amtskollegen Didier Guillaume

Hamburg, 13. Januar 2020 – „Es braucht keinen internationalen ,Erkenntnisaustausch` um zu wissen: Kükenschreddern muss verboten werden, denn Tiere sind keine Wegwerfware und dürfen nicht aus wirtschaftlichen Gründen getötet werden. Ministerin Klöckner darf deshalb nicht bis Ende 2021 warten, sondern muss jetzt ein Verbot aussprechen. Warten widerspricht auch eindeutig dem Koalitionsvertrag. Das Zweinutzungshuhn steht bereits jetzt als Alternative zum Massentöten zur Verfügung – und wird vom Ministerium ignoriert. Das Bundesverwaltungsgericht hat im Juni letzten Jahres eindeutig entschieden: Die Belange des Tierschutzes wiegen schwerer als das wirtschaftliche Interesse der Brutbetriebe“, sagt Rüdiger Jürgensen, Geschäftsführer von VIER PFOTEN Deutschland.

Weitere Informationen zum Thema Kükentöten finden Sie unter:
www.vier-pfoten.de/unseregesch…

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Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
VIER PFOTEN ist eine internationale Tierschutzorganisation, die weltweit Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Dieses Jahr feiert VIER PFOTEN 25-jähriges Jubiläum in Deutschland. Die 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründete Organisation hat Büros in 15 Ländern. Das Ziel von VIER PFOTEN ist es, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen, zum Beispiel Streunerhunde und -katzen sowie Nutz-, Wild- und Heimtiere aus nicht artgemäßer Haltung. In Deutschland betreibt die Tierschutzstiftung aktuell die Tier- und Artenschutzstation TIERART in Maßweiler sowie den BÄRENWALD in Müritz.
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Wussten Sie, dass …

… VIER PFOTEN sich seit 1988 dafür einsetzt, dass Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen?

… VIER PFOTEN als international tätige Stiftung in 15 Ländern vertreten ist?

… bei VIER PFOTEN die Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutz-, Heim- und Wildtieren im Fokus steht?

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PRESSEKONTAKT:

Oliver Windhorst
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Pressesprecher

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Schomburgstraße 120, 22767 Hamburg

Rüdiger Jürgensen
Geschäftsführer
VIER PFOTEN Deutschland

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Oliver Windhorst (13.01.2020; 11:46 Uhr)
presse-d@vier-pfoten.org

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Bauern frustriert, Lebensgrundlagen zerstört: Bioland fordert konsequentes Handeln der Bundesregierung

Bioland e.V. – Pressemitteilung vom 13.01.2020

Bioland mahnt jahrzehntelanges Politikversagen in der Agrar- und Umweltpolitik an

Mainz/Berlin, 13. Januar 2020. Im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche (IGW) formuliert Deutschlands führender Ökoanbauverband noch einmal seine agrarpolitischen Forderungen. Bioland wirft der Bundesregierung jahrzehntelanges Politikversagen in der Agrar- und Umweltpolitik vor: Unter dem Motto „Bauern frustriert – Lebensgrundlagen bedroht!“ fasst Jan Plagge, Präsident von Bioland, die derzeitige Lage zusammen. An Bundesministerin Klöckner richtet er den Appell: „Es muss Schluss sein mit wirkungslosen Strategiepapieren und Runden Tischen. Jetzt sind ein konsistentes Gesamtkonzept und vor allem konsequentes Handeln gefragt.“

„Die Bundesregierung muss endlich glaubwürdig werden und die Rahmenbedingungen so gestalten, dass eine Win-win-Situation für Bauern, Umwelt und Tierwohl entsteht,“ fordert Gerald Wehde, Geschäftsleiter Agrarpolitik bei Bioland. Die Chance dafür liege in der Anwendung des gesamten Instrumentenkastens vom Ordnungsrecht über eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik hin zur Einführung gezielter Lenkungsabgaben.

Im Folgenden skizziert der Verband eine Auswahl der aktuellen agrarpolitischen Bereiche, in denen Bioland den größten Handlungsbedarf sieht, um die Zukunft der Bauern und der nächsten Generationen zu schützen.

Umbau der EU-Agrarpolitik

Die derzeit diskutierte Reform der EU-Agrarpolitik müsse die Frage beantworten: Wie sichern wir unsere Lebensgrundlagen UND die Einkommen unserer Landwirte? „Das aktuelle Modell der Direktzahlungen sichert weder das eine noch das andere. So werden alle relevanten EU-Umweltziele verfehlt,“ sagt Plagge. „Im Kern wirken die pauschalen Direktzahlungen, die rund 80 % des GAP-Budgets ausmachen, wie eine Mischung aus Subvention von Landbesitz und einer Sozialleistung an Bedürftige.

Landwirte sind aber keine Bedürftigen, sondern sie stellen wertvolle Leistungen für die Gesellschaft bereit. Und genau für ihren Einsatz im Natur- oder Klimaschutz sollten die GAP-Gelder verwendet werden und darüber ein auskömmliches Einkommen sicherstellen. Unser Vorschlag ist daher, in einem schrittweisen Prozess 70 % des GAP-Budgets für die direkte Honorierung von Umwelt-, Klima- und Tierschutzmaßnahmen einzusetzen. Für diese Maßnahmen ist ein säulenübergreifendes Budget für die Mitgliedsstaaten verbindlich festzulegen.“

Damit schaffe eine kluge Politik auch eine wirksame Rechtfertigung für den Einsatz von Steuermitteln in der Landwirtschaft. „Ein gesichertes Einkommen über pauschale Flächenzahlungen gegen den Erhalt unserer Lebensgrundlagen auszuspielen, ist verantwortungslos gegenüber Bauern und Bürgern.“

Mehr Tierwohl und dessen Finanzierung

„Für mehr Tierwohl heißt es jetzt Klotzen statt Kleckern!“, sagt Wehde. Der Umbau der Tierhaltung stelle große rechtliche und finanzielle Herausforderungen dar. Bioland fordert daher die Einführung einer Tierwohl-Abgabe zur Finanzierung besonders artgerechter Ställe und entsprechender Haltungsverfahren. Die Anhebung der Mehrwertsteuererhöhung für tierische Produkte sei für Bioland kein geeignetes Instrument.

Auch beim freiwilligen staatlichen Tierwohllabel sieht Bioland Schwachstellen. „Ministerin Klöckner will trotz breitem Widerstand ihren Vorschlag für ein freiwilliges Tierwohllabel mit der Brechstange durchsetzen“, so Wehde. Bei dem Label handele es sich jedoch angesichts viel zu lascher Kriterien der Einstiegsstufe um Verbrauchertäuschung. Es würde vielmehr den Status quo von Vollspaltenböden in der Schweinemast manifestieren. „Klöckner muss ihre Labelpläne jetzt stoppen und stattdessen eine vollständige und verpflichtende Fleischkennzeichnung angehen,“ so Wehde weiter. Die bewährte Kennzeichnung von Konsum-Eiern in vier Stufen – 0 (Bio) und 1, 2, 3 (gesetzlicher Standard) – müsse das Vorbild sein. „Die höchste Stufe der Kennzeichnung muss ökologisch produziertem Fleisch vorbehalten sein.“

Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz

„Deutschland wird seine Klimaschutzziele für 2030 im Bereich Landwirtschaft deutlich verfehlen, das bestätigt auch das Thünen-Institut in seiner Folgenabschätzung ( www.thuenen.de/media/publikati… ) zum geplanten Maßnahmenpaket von Ministerin Klöckner“, stellt Wehde fest. Das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung sieht vor, dass die Treibhausgasemissionen in der Quellgruppe Landwirtschaft bis 2030 auf 58 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente gesenkt werden müssen.
„Klöckners 10-Punkteplan weist eine massive Unterdeckung von rund 6 Mio. t CO2-Äquivalenten auf“, kritisiert Wehde. Zudem basierten bestimmte Maßnahmen auf unrealistischen Annahmen der berechneten Treibhausgaseinsparungen. „Klöckner umschifft die zentrale Aufgabe eines Umbaus zur Kreislaufwirtschaft, die nur mit einer flächengebundenen Tierhaltung und einer Abstockung der Tierbestände möglich ist.“ Um die Landwirtschaft an einer CO2-Bepreisung zu beteiligen, fordert Bioland von der Bundesregierung die Erhebung einer Abgabe auf mineralischen Stickstoffdünger auf Handelsebene. „Das schafft Synergien für mehr Klimaschutz, schont Gewässer vor Überdüngung und leistet einen Beitrag zur Luftreinhaltung durch weniger Ammoniakemissionen“, so Wehde.

Düngeverordnung und Gewässerschutz

Die jahrzehntelange Ignoranz der EU-Nitratrichtlinie zeige das unverantwortliche Handeln der Agrar- und Umweltpolitik. „Seit Jahrzehnten ist klar, dass vor allem in den intensiven Veredelungsregionen zu viel Gülle und damit Nitrat in unserem Grundwasser landet und die Tierbestände viel zu hoch sind. Wir alle zahlen dafür den Preis doppelt und dreifach. Für die Umweltschäden mit zusätzlichen Steuergeldern, für den Aufwand der Grundwasseraufbereitung und zusätzlich noch für die kommenden EU-Strafen,“ sagt Plagge.

Entscheidend sei, dass mit dem Düngerecht an der Ursache angesetzt und wasserschonendes Wirtschaften gefördert wird. „Der Ökolandbau ist gerade in Wasserschutzgebieten ein Problemlöser und muss unterstützt werden, statt ihn mit bürokratischen Zusatzauflagen zu belasten“, so Plagge. Zudem reiche die Düngegesetzgebung allein nicht aus, die Ziele im Gewässerschutz zu erreichen. Die Erhebung einer Abgabe auf mineralischen Stickstoffdünger auf Handelsebene würde zu einer deutlichen Absenkung der viel zu hohen Stickstoffüberschüsse von fast 100 kg N/ha führen.

Gerne vermitteln wir Interviews mit unserem Präsidenten Jan Plagge.
Anfragen bitte an Susanne Rihm, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: susanne.rihm@bioland.de, 0151 171 277 50

Die Pressekonferenz des Bioland e.V. findet am 16. Januar 2020 von 13 bis 14 Uhr in der Messe Berlin, Halle 6.3, Pressezentrum, Raum B statt.

Zum Bioland-Verband

Bioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland. Über 7.800 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Hinzu kommen mehr als 1.000 Partner aus Herstellung und Handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt.

Bioland e.V.
Kaiserstraße 18 55116 Mainz

Pressestelle
Gerald Wehde

T. +49 6131 23979-20
F. +49 6131 23979-27
gerald.wehde@bioland.de

Präsident
Jan Plagge

T. +49 6131 23979-0
F. +49 6131 23979-27
jan.plagge@bioland.de

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Presseabteilung Bioland e.V. (13.01.2020; 11:42 Uhr)
gerald.wehde@bioland.de

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Tierquälerei: Ministerin Klöckner sieht Verbraucher und Supermärkte in der Pflicht

Laut Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist das gestiegene Interesse der Deutschen an den Methoden der Tierhaltung gut. Ihrer Einschätzung nach müssten die Bürger eben mehr für Lebensmittel ausgeben, um Tierqälerei zu verhindern. Supermärkte handelten “unanständig.” …

RT Deutsch – 13.01.2020; 09:32 Uhr
deutsch.rt.com/inland/96726-ti…

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Fujifilm auf der vetexpo 2020 (Video)

Pressemitteilung vom 13.01.2020

Premiumlösungen für Pferdepraktiker direkt vom Hersteller

Fujifilm präsentiert aktuelle Technik im Bereich Veterinärmedizin für Pferdepraktiker auf der vetexpo 2020.

Düsseldorf, 13. Januar 2020 – Besucher des 10. Leipziger Tierärztekongresses können sich auf der vetexpo in Leipzig von der High-End Bildgebung der Fujifilm DR-Systeme überzeugen.

Auf der vetexpo 2020, im Rahmen des 10. Leipziger Tierärztekongresses ( www.tieraerztekongress.de/inde… ), ist Fujifilm ( www.fujifilm.eu/de?utm_source=… ) erstmals mit einem eigenen Messestand vertreten. Das Unternehmen wird vor Ort seine FDR Go flex Koffer- und Taschensysteme besonders in den Fokus stellen. Diese komfortablen DR-Systeme in den Ausführungen SLIM und COMPACT können nicht nur den Pferdepraktiker optimal unterstützen: Seit kurzem gibt es auch maßgeschneiderte FDR Go flex Lösungen für die Anforderungen des Gemischtpraktikers. Die Anbindung an alle handelsüblichen Archivsysteme (PACS) kann problemlos erfolgen.

Ronald Grieger, Leiter Marketing Medical Systems Deutschland, freut sich über diese Möglichkeit des direkten Austausches mit den Veterinärmedizinern: „Seit einem Jahr bietet Fujifilm unter dem Slogan FUJIFILM GOES DIRECT den Direktverkauf der veterinärmedizinischen Produkte an, um Veterinärmediziner bestmöglich betreuen zu können. Das direkte Gespräch und der rege Austausch mit unseren Kunden liegt uns zur kommenden vetexpo daher besonders am Herzen.“

Dynamic Visualization II – leistungsstarke Software für kontrastreiche Bilder
Die hochauflösende Bildgebung der FDR Go flex Systeme liegt zum einen in der dosiseffizienten Detektor-Technologie und zum anderen in der Bildverarbeitungssoftware Dynamic Visualization II, die mit neuesten Algorithmen und künstlicher Intelligenz ausgestattet ist. Mit ihr werden die Rohbilddaten effektiver verarbeitet und eventuell problematische Regionen im Niedrigdosisbereich automatisch erkannt und direkt ausgeglichen. Die praxiserprobten FDR Go flex Koffer- und Taschensysteme überzeugen zudem mit ihren robusten, bis zu 360 kg belastbaren Detektoren, die es je nach Anforderung in verschiedenen Formaten und Ausführungen gibt. Eine spezielle Beschichtung schützt die Detektoren vor dem Eindringen von Flüssigkeiten, was für den Einsatz im Außenbereich von Vorteil ist. Die vollständig kabellosen Systeme garantieren eine verlängerte Akkulaufzeit und sichern mit der Schnellladefunktion jederzeit eine bequeme Handhabung. Wird das System mit einem FDR D-EVO II Detektor betrieben, können bis zu 200 Aufnahmen direkt im Detektor gespeichert und später an die Bedienkonsole übertragen werden.

Röntgensystem FXR Vet für die Kleintierpraxis
Zudem präsentiert Fujifilm in Leipzig das neue digitale Röntgensystem FXR Vet für die Kleintierpraxis. Es kann Arbeitsabläufe, z.B. durch zahlreiche Organmenüs verschiedener Spezies, optimal unterstützen. Diverse Fixierungshilfen und eine schwimmende Tischplatte erleichtern die richtige und sichere Positionierung für die jeweilige Röntgenuntersuchung. Eine integrierte Remote-Software ermöglicht in Servicefragen eine schnelle Ferndiagnose und Hilfestellung.

„Wir sind froh, unsere Produktpalette im Kleintiersegment jetzt mit dem Röntgensystem FXR Vet erweitern zu können“, erklärt Martin Maus-Haack, Manager Modality Medical Systems, Fujifilm Deutschland. „Auch mit diesem System profitiert der Anwender von den Vorteilen unserer Detektoren und Bildverarbeitungssoftware.“

Fujifilm lädt interessierte Veterinärmediziner und Pressevertreter zum Besuch auf der vetexpo ein.

Fujifilm auf der vetexpo Leipzig: Messestand # I18 ( www.tieraerztekongress.de/vete… )

Fujifilm in der Veterinärmedizin
Fujifilm entwickelt hochspezialisierte Technologien für die medizinische Bildgebung und ist vom Erfinder der computergestützten Radiographie (CR) zu einem globalen Unternehmen im Sektor Medizintechnik gewachsen. Im Jahr 1936 startet Fujifilm mit dem Vertrieb des klassischen Röntgenfilms. Heute gehören zum Produktportfolio verschiedene für die Veterinärmedizin maßgeschneiderte Systemlösungen für die digitale bildgebende Diagnostik: mobile DR-Koffer/ -Taschensysteme, Flat Panel Detektoren, stationäre Röntgensysteme, Akquisitions- und Befundworkstations sowie zahlreiche Bildverarbeitungstools. Darüber hinaus treibt Fujifilm bereits seit über 30 Jahren die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) voran. Der Konzern ist weltweit tätig mit insgesamt etwa 279 Gruppengesellschaften und rund 72.000 Mitarbeitern (Stand 31.03.2019). Die Produkte für den Veterinärmarkt sind über den Fachhandel erhältlich und können seit März 2019 auch direkt über Fujifilm bezogen werden.

Über FUJIFILM Europe GmbH
Als strategische Hauptverwaltung unterstützt die FUJIFILM Europe GmbH, mit Sitz in Düsseldorf, ihre Tochtergesellschaften in Europa auf Basis von Marketing- und Unternehmensstrategien. Fujifilm Europe ist mit mehr als 50 Gruppengesellschaften und Zweigniederlassungen in ganz Europa tätig und beschäftigt rund 4500 Personen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Marketing und Service. Fujifilm bedient in ganz Europa ein breites Spektrum an Industrien einschließlich Medizintechnik, Grafische Systeme, elektronische Materialien, Chemie, optische Systeme, Recording Media und Fotografie. Im letzten Jahrzehnt hat das Unternehmen seinen Fokus intensiv auf den Bereich Healthcare gerichtet und blickt mittlerweile auf über 80 Jahre Erfahrung in der medizinischen Bildgebung zurück. Heute deckt Fujifilm von der Prävention über die Diagnostik bis hin zur Therapie den kompletten Prozess der Patientenbetreuung ab. Auch Forschung und Entwicklung im Bereich Arzneimittel, die Herstellung von Biopharmazeutika sowie regenerative Medizin sind inzwischen fester Bestandteil des einzigartigen Portfolios.
Weitere Information: www.fujifilm.eu ( www.fujifilm.eu/eu?utm_source=… )

Über die Industrieausstellung vetexpo 2020 I 10. Leipziger Tierärztekongress
Vom 16. bis 18. Januar 2020 feiert der Leipziger Tierärztekongress, die größte Fortbildungsveranstaltung für Veterinärmediziner im deutschsprachigen Raum, sein 10. Jubiläum. Auf der begleitenden Industrieausstellung vetexpo, der größten veterinärmedizinischen Ausstellung im deutschsprachigen Raum, präsentieren rund 250 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen. Die Bandbreite reicht von Medizintechnik, Arzneimitteln und Praxiseinrichtung bis zu Produkten für Tierernährung sowie EDV-Services.
Weitere Informationen: www.tieraerztekongress.de ( www.tieraerztekongress.de/?utm… )

Für zusätzliche Informationen wenden Sie sich bitte an:

Claudia Brunk
Marketing Medical Systems
FUJIFILM Deutschland
Niederlassung der FUJIFILM Europe GmbH
E-Mail: claudia.brunk@fujifilm.com
Tel.: 0211-5089245

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Claudia Brunk (13.01.2020; 08:00 Uhr)
claudia.brunk@fujifilm.com

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Ethik oder Etikettenschwindel? (Video)

Jeder Deutsche isst im Schnitt 60 Kilo Fleisch pro Jahr. Viele sind bereit, mehr Geld zu bezahlen, wenn das Fleisch vom Biohof kommt. Aber wie biologisch geht es dort wirklich zu?
www.3sat.de/gesellschaft/polit…

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Übersandt von:
Martina Patterson (12.01.2020; 17:20 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

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Lesen Sie bitte die vollständigen Beiträge online unter:
wolfsmonitor.de/

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Übersandt von:
Barbara Dr. Wardeck-Mohr (12.01.2020; 16:24 Uhr)
dr-wardeck-mohr-hunde@web.de

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Veröffentlichungen von Dr. Helmut F. Kaplan
www.tierrechte-kaplan.org/

AKT – AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ (Peter H. Arras):
www.akt-mitweltethik.de/

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 13.01.2020
twitter.com/fellbeisser

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