Leiden ohne Ende oder Ende ohne Leiden

Verbände und Politiker fordern Verbot der CO2-Betäubung von Schweinen

Was in frühen Jahren nur vereinzelt in deutschen Schlachthöfen praktiziert wurde, hat sich seit der EU-Schlachtverordnung G1099 aus dem Jahre 2009 kontinuierlich zur gängigen Betäubungspraxis in 90 % aller großen Schlachthöfe, und 40 Millionen Schweinen im Jahr entwickelt. Davon allein jedes dritte Schwein in der Schlachtfabrik Tönnies.

In dieser Verordnung wurde trotz anderweitiger Empfehlungen aus einem 2004 veröffentlichten EFSA-Gutachten (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) die CO2-Betäubung von Schweinen im Schlachthof legalisiert.

Die EFSA hatte als Empfehlung herausgegeben „CO2 nur zur Tötung von bereits bewusstlosen Wirbeltieren einzusetzen“. Was allerdings in die EU-Schlachtverordnung aus „wirtschaftlichen Erwägungen“ nicht eingearbeitet wurde und lediglich in der Aufforderung mündete „man müsse nach Alternativen forschen“. Dieses allerdings ohne zeitliche Befristung.

Dr. Kai Braunmiller von der Bundesarbeitsgemeinschaft Fleischhygiene, Tierschutz und Verbraucherschutz (BAG) fordert deshalb eine zeitliche Befristung dieser Betäubungsart auf noch 2 Jahre. Und sollte keine Alternative gefunden werden, ein Verbot dieser Betäubungsart. „11 Jahre Untätigkeit trotz Rechtsauftrag der EU sind genug“, betont er ausdrücklich.

Das Betäubungs-Verfahren ist ebenso einfach wie auch kostengünstig: Die Schweine werden zu mehreren Tieren in eine Gondel getrieben, die dann quasi wie ein Fahrstuhl in eine Grube fährt. Im Inneren dieses Schachtes herrscht eine rund 90-prozentige CO2-Konzentration. Da Kohlendioxid schwerer ist als Luft, sammelt sich das Gas am Boden der Grube. Nach etwa 100 Sekunden fährt die Gondel wieder hinauf.

Dr. Braumiller erläutert was sich im Inneren dieser Gondel abspielt: „Das CO2 reizt stark die Atemwege. Was aber noch gravierender ist, in den Lungenbläschen wird der Sauerstoff verdrängt. Das Tier nimmt dieses deutlich als Ersticken war. Das ist der größte mögliche Stress, Angst und Schmerz, den man im Blut der Tiere mit einer 500-1.000 fachen Konzentration von Stresshormonen nachweisen konnte“. Die Abwehrreaktionen der Schweine dauern 20 bis 30 Sekunden bis zur Bewusstlosigkeit. In dieser Zeit sieht man panische Fluchtversuche mit Lautäußerungen.

Bei einer gut funktionierenden Elektrobetäubung tritt eine schmerzlose Bewusstlosigkeit nach 0,5 Sekunden ein.

Nach alternativen Formen der Gasbetäubung wurde in Deutschland schnell geforscht. Ein erstes Projekt mit den Gasen Helium und Argon endete 2014. Bei beiden Gasen zeigten die Schweine in Versuchen keine Abwehrreaktionen. Trotzdem landete dieses Forschungsergebnis in der Schublade.

Helium ist teuer, knapp, wird in der Humanmedizin benötigt, und was nicht unerheblich ist, leichter als Luft. Die bisherigen Gasschächte hätten demnach umgebaut werden müssen.

Argon ist ebenso wie CO2 schwerer als Luft, also ein geeigneter Kandidat. Trotzdem wurde auch dieses Gas verworfen. Man will damals Flecken und Punkte auf dem Fleisch entdeckt haben, was wirtschaftlich nicht tragbar wäre. Eine anschließende Studie mit 600 Argon-betäubten Schweinen konnten diese Flecken allerdings nicht bestätigen.

Die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierrechte (DJGT) verurteilt das Abwägen nach wirtschaftlichen Interessen ohnehin eindeutig, und fordert ein zeitnahes Ende der CO2-Betäubung: „Die momentane Praxis der CO2-Betäubung verstößt gegen das Deutsche Tierschutzgesetz, nach dem es verboten ist, Tiere ohne vernünftigen Grund leiden zu lassen. Die rein wirtschaftlichen Erwägungen, die der Verwendung von Edelgasen entgegenstehen, können kein rechtfertigender Grund für das Leiden der Tiere sein“.

In der Zwischenzeit gab es einen weiteren Forschungsversuch mit Stickstoffschaum. Auch dieses Projekt scheiterte. Die Abwehrreaktionen der Schweine waren ähnlich stark wie bei CO2.

Die NRW-Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat nun am 27.10.2020 einen Antrag an die Landesregierung gestellt, ein Verbot der CO2-Betäubung zu prüfen. Denn es sei äußerst fraglich, ob dieses Verfahren das Gebot der „größtmöglichen Schmerz- Leidens- und Stressvermeidung gerecht wird“. Dieser Antrag ist mittlerweile im Plenum und Umweltausschuss diskutiert worden. Mit dem Beschluss, Anfang nächsten Jahres im Landtag eine Expertenrunde einzuberufen.

Zeitgleich wurde auch das Landwirtschaftsministerium NRW in dieser Thematik aktiv. Dort will man offensichtlich das Problem an der Wurzel packen. Man plant in der EU im Rahmen der „Farm-To-Fork-Strategie“ (Übergang zu einem fairen Lebensmittelsystem) eine Änderung der besagten Schlachtverordnung anzustoßen.

Seit Anfang dieses Jahres läuft ein erneutes Forschungsprojekt beim Friedrich-Löffler-Institut in Celle. Abermals sollen alternative Gase und Gasmischungen erforscht werden, die weniger reizend auf das Schwein wirken. Zusätzlich soll der Fokus auf einer guten Fleischqualität liegen. Argon ist dabei abermals ein Kandidat.

Parallel dazu hat Tönnies nach Zustimmung der Behörden seine tägliche Schlachtleistung um 8.000 Schweine erhöht, die Höchstgrenze liegt bei 30.000 Schweinen.

Nach Auskunft eines Unternehmenssprechers forscht man im eigenen Hause ebenfalls nach alternativen Gasformen. Nähere Angaben dazu hat man nicht gemacht. Die Forschungen mit Stickstoffschaum im Jahr 2019 fanden teilweise im Hause Tönnies statt.

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Wolfgang Große-Westermann (09.01.2021; 15:32 Uhr)
wolfgang-grosse-westermann@t-o…

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Sonnenseite Newsletter vom 09.01.2021

Lesen Sie bitte den aktuellen Sonnenseite Newsletter von FRANZ ALT online unter:
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Impressum:

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Ihr Sonnenseite Newsletter (09.01.2021; 15:26 Uhr)
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Heute bei rbb Brandenburg Aktuell: Ein „Leben“ in der eigenen Scheiße … (Video)

Animal Rights Watch e.V. – Newsletter vom 09.01.2021

Liebe Leser*innen, liebe Unterstützer*innen,

seit Monaten stehen und liegen hunderte Schweine in einer Brandenburger Mastanlage zentimetertief in ihren eigenen Exkrementen. Das Veterinäramt weiß von den Zuständen und war mehrmals vor Ort. Trotzdem ordnet es nicht einmal an, die Tiere anderswo unterzubringen. Der Betrieb läuft ganz normal weiter. Es ist unglaublich und doch Alltag in der deutschen „Tierproduktion“:

Video: Ein „Leben“ in der eigenen Scheiße:

Heute berichtete rbb Brandenburg Aktuell ( www.rbb-online.de/brandenburga… ) mit Bildern von ARIWA über diesen Fall, bei dem wie so oft ein überforderter Betreiber und ein untätiges Veterinäramt die Hauptrollen spielen. Eine typische Kombination, die für die Tiere zusätzliches Leid bedeutet – noch über die sonst üblichen Zustände hinaus. …

preview.mailerlite.com/r4e7c8/…

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Gesendet: Freitag, 08. Januar 2021 um 20:08 Uhr
Von: “Animal Rights Watch e.V.” newsletter@ariwa.org
An: pattersonmatpatt@gmx.de
Betreff: Heute bei rbb Brandenburg Aktuell: Ein „Leben“ in der eigenen Scheiße …

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Übersandt von:
Martina Patterson (09.01.2021; 14:22 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Deutschland: Leipzig: Zwei Polizistinnen prügeln brutal auf Polizeihund ein! Verfahren eingestellt! Skandalöse Begründung!

Schwere Tierquälerei an einem Polizeihund durch zwei Polizistinnen!!!
Zwei Polizistinnen prügeln brutal auf einen Polizeihund ein!
Das Verfahren gegen die Tierquälerinnen wurde eingestellt.
Skandalös sind die Begründungen, die in dem Presseartikel zu lesen sind.
(Presseartikel zum kompletten Lesen bis nach unten scrollen.)
Schon in der Vergangenheit musste man immer wieder von brutalen Misshandlungen an Polizeihunden hören. Täter waren die sog. Diensthundeführer.

Sogar die häufig mitleidlosen Schäferhundehalter, die auf meist zweifelhaften Hundeplätzen ihre Hunde “ausbilden”, waren entsetzt und berichteten von brutalen Polizeibeamten, denen keine Ausbildungsmethode drastisch genug war und die sich immer grausamere Methoden ausdachten, um die bemitleidenswerten Polizeihunde gefügig zu machen.

Vorfälle gab und gibt es dazu im gesamten Bundesgebiet: Tierquälerei durch Staatsbedienstete ist nichts Neues…

Link:
www.t-online.de/region/leipzig…

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Gesendet: Samstag, 09. Januar 2021 um 01:44 Uhr
Von: “sg-dortmund“
Betreff: Deutschland: Leipzig: Zwei Polizistinnen prügeln brutal auf Polizeihund ein! Verfahren eingestellt! Skandalöse Begründung!

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Übersandt von:
Martina Patterson (09.01.2021; 13:33 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Petition unterschreiben: Richter Amtsgericht Augsburg: GEFÄNGNISSTRAFE gegen Jägerin, die eine Hauskatze grausam hinrichtete!

Hallo,

ich habe gerade die Petition „Richter Amtsgericht Augsburg: GEFÄNGNISSTRAFE gegen Jägerin, die eine Hauskatze grausam hinrichtete” unterschrieben und wollte dich fragen, ob du auch mitmachst.

Unser Ziel ist es, 10.000 Unterschriften zu sammeln und dafür brauchen wir Unterstützung. Hier kannst du mehr über die Petition erfahren:
chng.it/KXKHGvggRM

Vielen Dank!

Monique

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Tierquälerei im “Grünen Rock” von Ralph Rückert, Tierarzt
www.tierarzt-rueckert.de/blog/…

—–Original-Nachricht—–
Betreff: Richter Amtsgericht Augsburg: GEFÄNGNISSTRAFE gegen Jägerin, die eine Hauskatze grausam hinrichtete
Datum: 08.01.2021 um 03:59 Uhr
Von: “Monique Schmidt” weissm949@gmail.com
An: “Ursula Eckardt B” ursulae@t-online.de

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Übersandt von:
Martina Patterson (09.01.2021; 13:18 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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“Todesfalle Gully: Warum Tiere in Gullys sterben”

Eine äußerst wichtige Petition – bitte unterschreiben und teilen – Danke im Voraus!

Hunderte Millionen von Erdkröten, Molchen, Fröschen, Eidechsen, Blindschleichen etc. stürzen jährlich in Deutschland in tausende von Entwässerungssysteme – (auch in Lichtschächte) und ertrinken, verdursten, verhungern dort, da es nirgendwo Ausstiegshilfen gibt – bisher keine vorgeschrieben sind. Diese Petition soll dies ändern.

www.openpetition.de/petition/o…

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Übersandt von:
Martina Patterson (09.01.2021; 13:05 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Petition – In Asien werden Millionen Hunde und Katzen für ihr Fleisch getötet.

HILF UNS, DIESE GRAUSAME PRAXIS ZU STOPPEN! WERDE AKTIV!

Eine grausame Industrie

Ein Großteil der Welt betrachtet Hunde als die besten Freunde des Menschen. Doch in Teilen Asiens müssen sie als Opfer des Handels mit Hundefleisch schreckliches Leid erdulden. HSI arbeitet in China, Südkorea, Indonesien und Vietnam, um diese Praxis zu beenden.

> 30 Millionen Hunde sterben jährlich
hauptsächlich in Asien, um von Menschen gegessen zu werden.

> Mehr als 1.000 verängstigte Hunde
werden für den Transport auf einen Lastwagen gefercht.

> Viele 1.000 Hundefleischfarmen existieren
in Südkorea.

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Humane Society International/Europe

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action.hsi-europe.org/page/574…

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Übersandt von:
Martina Patterson (09.01.2021; 12:41 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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DRINGENDER Spendenaufruf für von Keulung bedrohte Tiere!

Liebe Freund*innen von Rettet das Huhn e.V.!

Im hessischen Freiensteinau bangt das Ehepaar Susanne und Sven Amend gerade um seine über 40 Vögel unterschiedlicher, teilweise auch bedrohter Arten! Eulen und andere Greifvögel, Pfauen, Fasane u.a.! Nachdem bei einem Pfau der Halter H5N8 diagnostiziert wurde, sollen nun ALLE Tiere der Amends getötet werden – und das UNGETESTET und OHNE Krankheitsanzeichen.

Seht hier den Bericht über die verzweifelten Tierhalter und die unschuldigen, wunderschönen Tiere:
m.osthessen-news.de/beitrag.ph…

Rechtsanwalt Dirk Büge und die AG Vogelfrei Cimbria, die schon seit Jahren in Sachen Vogelgrippe engagiert für die Rechte der Tiere kämpfen, sind involviert und konnten einen Aufschub bis zum 13.1.2021 erwirken.

Nun wird vor allem Geld benötigt, um innerhalb weniger Tage behördlich anerkannte Quarantänemöglichkeiten für die Tiere auf dem Gelände der Amends zu errichten und alles in Bewegung zu setzen, um die Tiere vor der angesetzten Tötung testen zu lassen! Das Ehepaar ist Tag und Nacht zu Gange und baut eine Maschinenhalle um, es müssen Betonböden und vieles mehr her. Wir waren heute selbst vor Ort und haben mit Desinfektionsmitteln und Drucksprühern ausgeholfen.

Bitte helft mit einer Spende – jeder Euro hilft!

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Lesen Sie bitte den vollständigen Beitrag online unter:
3n709.r.a.d.sendibm1.com/mk/mr…

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Rettet das Huhn e.V. (08.01.2021; 22:51 Uhr)
info@rettetdashuhn.de

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Europaweite Videoüberwachung an Schlachthöfen und Dokumentation

Die Einhaltung der Tierschutzbestimmungen kann nur durch eine Videoüberwachung und deren Kontrolle sichergestellt werden.

PETITION: EUROPAWEITE VIDEOÜBERWACHUNG AN SCHLACHTHÖFEN UND DOKUMENTATION DER FEHLBETÄUBUNGEN
www.petitionen24.com/europawei…

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www.proplanta.de/agrar-nachric…

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Gesendet: Donnerstag, 07. Januar 2021 um 17:08 Uhr
Von: “Bernd Wolfgang Meyer” bernd-wolfgang.meyer@t-online….
Betreff: Tierquälereien in ALLEN Schlachthöfen

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Übersandt von:
Martina Patterson (08.01.2021; 18:44 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Albringhauser findet ungesicherte Totschlagfalle: „Das ist Tierquälerei“

Frauke Albrecht

Bei einem Spaziergang vor wenigen Tagen in einem Waldstück in seinem Heimatort findet Wolfgang Zell aus Albringhausen eine gefährliche Waffe.

Albringhausen – Zum Glück hat er seinen kleinen Hund an der Leine. Die Totschlagfalle, die Zell entdeckt, könnte den Vierbeiner gut das Leben kosten. Aber nicht nur Tiere leben in Albringhausen gefährlich. Spielende Kinder hätten ebenso in das Loch im Boden greifen können. Es ist frei zugänglich. Die Folgen will sich Zell gar nicht ausmalen. …

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kreiszeitung.de – 08.01.2021; 12:40 Uhr
www.kreiszeitung.de/lokales/di…

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Gesendet: Freitag, 08. Januar 2021 um 17:50 Uhr
Von: “Pohlenz Gebäude-Service” info@pohlenz.de
An: pattersonmatpatt@gmx.net
Betreff: Totschlagfalle (kreis Diepholz)

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Übersandt von:
Martina Patterson (08.01.2021; 18:01 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Veröffentlichungen von Dr. Helmut F. Kaplan
www.tierrechte-kaplan.org/

AKT – AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ (Peter H. Arras):
www.akt-mitweltethik.de/

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 09.01.2021
twitter.com/fellbeisser

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