Erinnerung | 18.01.2020 | Konferenz: “Ackern fürs Klima – Ernährung und Landwirtschaft in Zeiten der Klimakrise”

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – Pressemitteilung vom 08.01.2020

Berlin – Kaum ein Bereich ist so unmittelbar auf den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen angewiesen wie die Landwirtschaft und unser Ernährungssystem. Sie gehören daher auch zu den ersten Leidtragenden der Klimakrise, wie die beiden letzten Dürresommer gezeigt haben.

Umso widersprüchlicher ist es, dass unser derzeitiges Ernährungssystem und die Art und Weise, wie wir das Land bewirtschaften, die Klimakrise zugleich selbst über zahlreiche Wege verschärft. Der Agrarsektor verursacht – umfassend bilanziert – 15 Prozent der Treibhausemissionen Deutschlands. Der Ernährungssektor macht ein Fünftel unserer Klimabilanz aus, vor allem die Fleischindustrie hat einen großen CO2-Fußabdruck.

Damit sägt die Agrar- und Ernährungswirtschaft an dem Ast, auf dem sie selbst sitzt: Böden werden massiv geschädigt, Extremwetter erhöhen die Wahrscheinlichkeit für sich wiederholende Missernten und mehr Schadorganismen. Der Weltklimarat sieht die Ernährungssicherheit in allen Bereichen bedroht – etwa in der Verfügbarkeit von Lebensmitteln und dem Zugang dazu.

Dabei gibt es Möglichkeiten, die Landwirtschaft und unser Ernährungssystem klimafreundlich und klimarobust zu gestalten. Was muss sich bei Bodenbewirtschaftung und Tierhaltung ändern, um Ernten in der Klimakrise zu sichern? Welche neuen Rahmenbedingungen braucht eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die auch Artenvielfalt und Grundwasser schützt? Was bedeutet eine klimaschonende Ernährung und Lebensmittelerzeugung? Und wie können wir bäuerliche Betriebe und die regionale Lebensmittelversorgung stärken?

Diese und weitere Fragen wollen wir mit fachkundigen Expertinnen und Experten diskutieren und Lösungsansätze ausloten. Dazu laden wir alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein.

Anmeldung und Programm:
www.gruene-bundestag.de/termin…

Mit dabei:

Dr. Anton Hofreiter MdB, Fraktionsvorsitzender | Oliver Krischer MdB, stellv. Fraktionsvorsitzender | Renate Künast MdB, Sprecherin für Ernährungspolitik | Harald Ebner MdB, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik | Friedrich Ostendorff MdB, Sprecher für Agrarpolitik | Markus Tressel MdB, Sprecher für Ländliche Räume und Regionalpolitik | Vandana Shiva, Umweltaktivistin | Sophie Vermeulen, BUND Jugend | Dr. Philipp Weckenbrock, Universität Gießen | Friederike Gaedke, Die Gemeinschaft e.V. | Prof. Dr. Volker Quaschning, Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin | Dr. Andrea Beste, Büro für Bodenschutz und ökologische Agrarkultur

Antwort an: ak2@gruene-bundestag.de

—–

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Platz der Republik 1, 10115 Berlin
info@gruene-bundestag.de

———-

Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion (08.01.2020; 15:21 Uhr)
veranstaltungen@gruene-bundest…

**********

Bioland auf der Internationalen Grünen Woche: Messestand ganz im Zeichen der Artenvielfalt

17. bis 26. Januar 2020 in Halle 27 an Stand 308

Bioland e.V. – Pressemitteilung vom 08.01.2020

Mainz/Berlin, 08. Januar 2020 – Auch auf der Internationalen Grünen Woche 2020 ist Bioland wieder mit einem Stand vertreten. Besucher der IGW finden den Verband vom 17. bis 26. Januar 2020 in Halle 27 an Stand 308. Das Thema Artenvielfalt bildet den Schwerpunkt der Messepräsenz.

„Klimaschutz und der Erhalt der Artenvielfalt entscheiden über die Zukunft unseres Planeten. Daher haben wir uns als Verband das Thema für 2020 groß auf die Fahnen geschrieben“, so Jan Plagge, Präsident Bioland e.V.. „Als erster Ökoanbauverband haben wir eine umfassende Richtlinie zu Biodiversitätsmaßnahmen verabschiedet und wir freuen uns sehr, dass wir auf der Internationalen Grünen Woche Gelegenheit haben werden, weiter Aufmerksamkeit dafür bei den Besuchern zu schaffen.“

Mitmachaktion „Gestalte unsere Landwirtschaft“

Auch 2020 gibt es wieder die Aktionswand „Gestalte unsere Landwirtschaft“, in Anlehnung an die neu zu gestaltende Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP). Mit der Aktion zeigt Bioland, wie die Landwirtschaft der Zukunft dem Verband nach aussehen sollte. Die GAP regelt, wofür und wie viel Geld die europäischen Bauern für ihre Arbeit bekommen. Damit steuert die GAP, welche Landwirtschaft sich in Europa rechnet und wie Landwirtschaft unsere Landschaft, Artenvielfalt, und das Tierwohl gestaltet.

„Die Landwirtschaft schafft unsere Lebensgrundlagen und gibt unserer Landschaft ein Gesicht. Tag für Tag bestellen rund 270.000 Bäuerinnen und Bauern rund 17 Millionen Hektar Landfläche in Deutschland. Wie hochwertige Lebensmittel erzeugt, unsere Lebensgrundlagen geschützt und den Landwirten ein auskömmliches Einkommen gesichert werden kann, ist die Frage, um die es geht“, so Plagge.

Unter den Hashtags #futureofcap und #natürlichgehtsumsganze können die Besucher am Stand unterschiedliche Module wie „Artenreiches Grünland“ oder „Gelebte Kulturlandschaften mit Streuobstwiesen, Feldgehölzen oder Flüssen“ zusammenstellen. „Mit der Aktion möchten wir den Besuchern zeigen was möglich wäre, mit ihren Steuergeldern. Immerhin fließen rund 55 Milliarden Steuern in die GAP“, ergänzt Plagge. „Damit könnte beispielsweise mit dem Ausbau des ökologischen Landbaus viel Gutes für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen, auch für die nachfolgenden Generationen, geschaffen werden.“

Eintauchen ins Bioland

Wer das Bioland schmecken möchte hat am Stand des Verbands Gelegenheit, den Durst mit Bio-Bier der Bioland-Brauerei Riedenburger Brauhaus ( www.riedenburger.de/ ) zu stillen. Außerdem mit dabei sind Landvergnügen UG ( landvergnuegen.com/ ) mit ihrem aufmerksamkeitserregenden orangefarbenen Bulli. Mit im Gepäck haben sie die schönsten Stellplatztipps zum Campen im Bioland. Die Ökologische Tierzucht GmbH ( ÖTZ – www.oekotierzucht.de/ ) gibt darüber hinaus Informationen zum Umgang mit Bruderküken und wie das Zweinutzungshuhn eine Lösung sein kann. Bioland engagiert sich bereits seit 2015 in der ÖTZ. Sie ist ein gemeinsames Projekt von Demeter und Bioland und Vorreiter auf dem Gebiet der Zucht von Zweinutzungshühnern. Mit den Hühnern und Hähnen bietet die Ökotierzucht eine ganzheitliche Lösung, bei der die männlichen Tiere aufgezogen werden und ihr Fleisch als kostbares Lebensmittel kulinarisch und finanziell wertgeschätzt wird.

Mehr Bio, auch ohne Biohalle

Anders als in den Vorjahren gibt es 2020 keine „Biohalle“ auf der IGW. Trotzdem gibt es nicht weniger Bio sondern mehr: Die Bio-Aussteller präsentieren sich vielmehr in den Hallen der deutschen Bundesländer und den internationalen Hallen der Messe. Nach Recherchen des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) liegt der Anteil von Firmen mit Bio-Angeboten an der Gesamtzahl der IGW-Aussteller inzwischen bei gut 15 Prozent, mit steigender Tendenz.

—–

Gerne vermitteln wir Interviews mit unserem Präsidenten Jan Plagge.
Anfragen bitte an Susanne Rihm, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: susanne.rihm@bioland.de, 0151 171 277 50

Die Pressekonferenz des Bioland e.V. findet am 16. Januar 2020 von 13 bis 14 Uhr in der Messe Berlin, Halle 6.3, Pressezentrum, Raum B statt.

—–

Zum Bioland-Verband

Bioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland. Über 7.700 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Hinzu kommen mehr als 1.000 Partner aus Herstellung und Handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt.

—–

Bioland e.V.
Kaiserstraße 18 55116 Mainz

Pressestelle
Gerald Wehde

T. +49 6131 23979-20
F. +49 6131 23979-27
gerald.wehde@bioland.de

Präsident
Jan Plagge

T. +49 6131 23979-0
F. +49 6131 23979-27
jan.plagge@bioland.de

———-

Presseabteilung Bioland e.V. (08.01.2020; 15:06 Uhr)
gerald.wehde@bioland.de

**********

“planet e.” im ZDF über Tierschutz, Tierwohl, Tierrecht

Mainz (ots) – Im Jahr 2002 wurde der Tierschutz als Staatsziel im deutschen Grundgesetz verankert. Doch geht es den Tieren dadurch besser? Werden ihr Wohl und ihre Würde im Alltag geschützt? Die ZDF-Umweltdokureihe “planet e.” fragt am Sonntag, 12. Januar 2020, 16.30 Uhr, wie Tierwohl und artgerechte Haltung im Spannungsverhältnis von Verhaltensbiologie und wirtschaftlichen Interessen verwirklicht werden können. Die Dokumentation “Tierschutz, Tierwohl, Tierrecht – Was uns die Würde der Kreatur bedeutet” ist in der ZDFmediathek ab Freitag, 10. Januar 2020, 10.00 Uhr, verfügbar. …

Presseportal.de (Pressemitteilung) – 08.01.2020; 14:01 Uhr
www.presseportal.de/pm/7840/44…

**********

Was ist der Unterschied zwischen Tierschutz und Tierrechten?

Autor: Kilian Dreißig

Bei der industriellen Massentierhaltung sind sich Tierschützer und Tierrechtler weitgehend einig: Es ist schrecklich! Und doch gibt es große Unterschiede zwischen den Forderungen nach mehr Tierschutz und dem Einsatz für Tierrechte.

Wo die Unterschiede zwischen Tierschutz- und Tierrechtsarbeit liegen und was Tierschützer und Tierrechtler gemeinsam haben, erfährst du in diesem Artikel. …

Vegpool – 08.01.2020
www.vegpool.de/magazin/tiersch…

**********

Führen Geflügelwirtschaft und Bundesregierung Deutschlands höchstes Verwaltungsgericht in die Irre? PETA: „Ausstieg aus Kükentötung wird unnötig hinausgezögert!“

Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, CarolinVS@peta.de

Stuttgart, 8. Januar 2020 – Nach wie vor werden männliche Küken in der Geflügelindustrie vergast, da sie keine Eier legen, zur Zucht und für die Fleischproduktion „ungeeignet“ sind und damit als wirtschaftlich unrentabel gelten. Während des „Küken-Prozesses“ vor dem Bundesverwaltungsgericht Mitte 2019 stufte das Gericht die qualvolle Praxis als tierschutzwidrig ein – und die Bundesregierung erweckte den Eindruck, dass ein Ende des Tötens zeitnah in Sicht ist. Nun gibt es anscheinend neue Pläne der Agrarindustrie und des Landwirtschaftsministeriums: Laut des Zentralverbands der deutschen Geflügelwirtschaft soll die Zahl der Tötungen bis 2022 lediglich halbiert werden. [1] PETA kritisiert die Bundesregierung scharf und wirft den Verantwortlichen vor, das Ende des Kükentötens unnötig hinauszuzögern.

„Rechtstreue kennt der agrarindustrielle Komplex nicht. Nun verhöhnen Bundesregierung und Geflügelwirtschaft sogar das Bundesverwaltungsgericht, das das derzeit aus rein ökonomischen Gründen praktizierte Töten als rechtswidrig ausgeurteilt hat. Die Industrie beruft sich darauf, dass das Gericht keine konkrete Übergangsfrist vorgegeben habe – und das nur, um weiterhin millionenfache Straftaten begehen zu können“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA. …

PETA Deutschland e.V. (Pressemitteilung) (Blog) – 08.01.2020
www.peta.de/fuehren-gefluegelw…

**********

BUND und Heinrich-Böll-Stiftung: Insektenatlas – Daten und Fakten über Nütz- und Schädlinge in der Landwirtschaft

Berlin (ots) – Insektenatlas: Globales Insektensterben muss mit nachhaltiger Agrarpolitik verhindert werden

75 Prozent unserer wichtigsten Kulturpflanzen sind von der Bestäubungsleistung von Insekten abhängig. Doch global verzeichnen Insektenpopulationen dramatische Rückgänge. So sind etwa bei der Hälfte der 561 Wildbienenarten in Deutschland die Populationen rückgängig. Das stellt der Insektenatlas 2020 fest, den die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute in Berlin erstmalig vorgestellt haben. Insekten halten das ökologische System dieses Planeten am Laufen. So droht beim Wegfall tierischer Bestäubung einzelnen Obst- und Gemüsesorten wie Äpfeln, Kirschen, Pflaumen oder Gurken ein Ernterückgang von bis zu 90 Prozent. Insekten verbessern zudem durch das Zersetzen von Dung und abgestorbenen Pflanzenteilen die Bodenqualität und reduzieren Pflanzenschädlinge. So können dem Insektenatlas zufolge Marienkäfer den Befall mit Getreideblattläusen um 80 Prozent reduzieren. …

Presseportal.de (Pressemitteilung) – 08.01.2020; 11:00 Uhr
www.presseportal.de/pm/7666/44…

Siehe auch:

BUND und Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlichen Insektenatlas
www.topagrar.com/panorama/news…

**********

Zu wenige Infos über Lebensmittel-Qualität

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa) – In der Debatte über umstrittene Billigangebote für Lebensmittel ( www.sueddeutsche.de/thema/Ern%… ) fordern die Verbraucherzentralen mehr Informationen für Kaufentscheidungen im Supermarkt.

“Der Preis ist keine Orientierung für Qualität”, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Es stimme nicht mehr, dass teure Lebensmittel automatisch gut seien und preiswerte automatisch schlecht. Nötig sei deswegen, Verbrauchern das Leben zu erleichtern, sie nicht für dumm zu verkaufen und deutlich zu machen, wo es unterschiedliche Produkt- und Prozessqualitäten gebe. “Dann werden wir auch eine ausdifferenzierte Zahlungsbereitschaft erleben.”

Wunsch nach mehr Umwelt- und Tierschutz …

Süddeutsche Zeitung – 08.01.2020; 10:17 Uhr
www.sueddeutsche.de/wirtschaft…

**********

Immer mehr Tierversuche – 2,82 Millionen Tieren gequält und getötet – Ärzte gegen Tierversuche kritisieren Verschleierung durch das BMEL (Video)

Ärzte gegen Tierversuche e.V. – Pressemitteilung vom 08.01.2020

Im Jahr 2018 mussten in deutschen Laboren 2.825.066 Tiere leiden und allergrößtenteils sterben. Das sind 17.768 Tiere mehr als im Vorjahr. Das Bundeslandwirtschaftsministerium gibt in seiner aktuellen Veröffentlichung jedoch „nur“ 2,09 Millionen Tiere an und rechnet 686.352 (24%) der zu wissenschaftlichen Zwecken getöteten Tiere sowie rund 40.480 wiederverwendete Tiere raus. So wird die Zahl künstlich niedrig gehalten und der tatsächliche Anstieg verschleiert, kritisiert der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT).

Die im Dezember veröffentlichte Statistik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bezieht sich wie im Vorjahr auf die in Tierversuchen verwendeten Tiere. Bis 2016 wurden jedoch auch Tiere mitgezählt, die etwa zur Organentnahme getötet wurden (Kategorie „zu wissenschaftlichen Zwecken getötet“). „Die tatsächliche Gesamtzahl 2018 wird so verschleiert“, kritisiert Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. Und weiter: „Die Unterscheidung zwischen ‚in Tierversuchen verwendeten‘ und ‚zu wissenschaftlichen Zwecken getöteten‘ Tieren darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ‚verwendeten‘ Tiere im Verlauf des Versuchs sterben oder ebenfalls getötet werden.“

40.480 Tiere wurden aus den Vorjahren erneut verwendet. Aber auch für sie steht am Ende der Tod. Dieses trifft vor allem auf größere Tiere wie Hunde, Katzen, Affen und Pferde zu, während Nagetiere und Fische fast alle gleich während des ersten Versuchs sterben oder getötet werden. Den größten Teil machen nach wie vor Mäuse aus, nämlich über 2,1 Millionen (74%), gefolgt von Ratten (298.615 = 10%) und Fischen (227.434 = 8%). Bei Hunden ist ein erschreckender Anstieg von 3.334 auf 3.993 Tiere gegenüber 2017 zu verzeichnen.

2018 wurden insgesamt 3.324 Affen (hauptsächlich Langschwanzmakaken) verwendet, etwas weniger als im Vorjahr (3.525 Tiere). „95 % der Langschwanzmakaken stammen von außerhalb der EU und werden unter unsäglichen Bedingungen in Ländern wie Mauritius und China für die Tierversuchsindustrie gezüchtet“, weiß Gericke. Affen dieser Art litten vor allem in gesetzlich vorgeschriebenen Giftigkeitsprüfungen (2.605 von 2.875 = 91%) wie sie bei den Auftragslaboren LPT in Hamburg und Covance in Münster durchgeführt werden.

Bei der Aufteilung nach Zwecken werden in der offiziellen Statistik ebenfalls nur die eigentlichen Tierversuche angegeben, nicht aber die „zu wissenschaftlichen Zwecken getöteten Tiere“. Den größten Teil beanspruchte wie auch in den Vorjahren die Grundlagenforschung (43%), wobei es einen leichten Rückgang gegenüber 2017 gibt. Die gesetzlich vorgeschriebenen Tierversuche lagen bei 22% und die angewandte Forschung bei 15%, der Rest sind Erhaltung von Kolonien gentechnisch veränderter Tiere, Ausbildung und weitere kleinere Bereiche.

Die Gesamtzahl der genmanipulierten (transgenen) Tiere wird in der offiziellen Statistik mit 973.394 angegeben, wobei ebenfalls die „zu wissenschaftlichen Zwecken getöteten Tiere“ nicht in der Statistik auftauchen, die gerade hier einen großen Teil ausmachen.

Als besonders alarmierend sieht der Ärzteverein den Anstieg bei den schwer belastenden Tierversuchen von 115.107 auf 124.702 Tiere (6% der Gesamtzahl). Darunter fallen zum Beispiel die berüchtigten Botox-Tierversuche, die immer noch für jede Produktionseinheit des Nervengifts durchgeführt werden, andere Vergiftungen oder der Tod durch Krebs oder Transplantatabstoßung. Ärzte gegen Tierversuche hatte mit der Überreichung von rund 72.000 Unterschriften 2018 eine Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestags erwirkt, mit dem Ziel, wenigstens diesen besonders grausamen Tierversuchen einen gesetzlichen Riegel vorzuschieben. Das von einem juristischen Gutachten untermauerte und durch EU-Recht ermöglichte Anliegen wurde jedoch kürzlich abgeschmettert.

„Dass trotz eines Booms an modernen tierversuchsfreien Verfahren mit 3D-Mini-Organen und Multi-Organ-Chips Tierversuche weiterhin auf hohem Niveau liegen und sogar zugenommen haben, ist schockierend und ein Armutszeugnis für die Bundesregierung und den Forschungsstandort Deutschland“, erklärt Tierärztin Gericke. Der Verein fordert einen konkreten Ausstiegsplan wie ihn die Niederlande bereits 2016 vorgelegt haben.

Weitere Infos

ÄgT-Übersicht Tierversuchszahlen 2018 >>
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/images/pdf/statistiken/tierversuchszahlen_2018.pdf

Video-Statement >>

2.825.066 Tiere wurden 2018 im Tierversuch gequält und getötet

2.825.066 Tiere wurden 2018 im Tierversuch gequält und getötet. Die Dunkelziffer ist weitaus höher… Dr. Barbara Felde stellv. Vorstandsvorsitzende der "Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutz­recht" und Fördermitglied bei "Ärzte gegen Tierversuche" (AG-Gießen) mit einem Statement zu der Ende 2019 veröffentlichten Statistik des "Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft" (BMEL) der im Jahre 2018 im Tierversuch verwendeten Tiere.

Gepostet von Ärzte gegen Tierversuche e.V. am Freitag, 20. Dezember 2019

=====================================

Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Goethestraße 6-8, 51143 Köln, Tel.: 02203-9040990, Fax: 02203-9040991, info@aerzte-gegen-tierversuche…, www.aerzte-gegen-tierversuche….

Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. besteht seit 1979 und ist ein bundesweiter Zusammenschluss aus Ärzten, Tierärzten und Naturwissenschaftlern, die Tierversuche aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ablehnen. Der Verein engagiert sich für eine moderne, humane Medizin und Wissenschaft ohne Tierversuche, die sich am Menschen orientiert und bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten sowie der Einsatz tierversuchsfreier Forschungsmethoden im Vordergrund stehen.

———-

Ärzte gegen Tierversuche (08.01.2020; 09:45 Uhr)
keineantwort@aerzte-gegen-tier…

**********

Schweinefleisch gibt es jetzt auch vegan

Malte Mansholt

Schweinefleisch ist das beliebteste Fleisch der Welt. Nun soll auch fleischlos in den Handel kommen.

Bewusste Ernährung, Mitleid mit Tieren oder Protest gegen die industrielle Massentierhaltung: Es gibt viele Gründe, aus denen sich Menschen für eine vegetarische oder gar vegane Ernährung entscheiden. Und die Lebensmittelindustrie zieht mit: Ständig kommen neue Varianten auf den Markt, um ohne Reue dem Appetit auf Fleisch nachzukommen. Die neueste Kreation: veganes Schweinefleisch ( www.stern.de/gesundheit/themen… ). …

STERN.de – 08.01.2020; 09:19 Uhr
www.stern.de/genuss/impossible…

**********

Veröffentlichungen von Dr. Helmut F. Kaplan
www.tierrechte-kaplan.org/

AKT – AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ (Peter H. Arras):
www.akt-mitweltethik.de/

———-

Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 08.01.2020
twitter.com/fellbeisser

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein