Bundeswehr testet Hunde als Corona-Schnüffler

(mlk,jni,dpa)

Die Bundeswehr bildet Sprengstoff- und Minenspürhunde aus. Die Vierbeiner können auch Krebs erschnüffeln. Eine Corona-Infektion auch? …

Tagesspiegel – 06.07.2020; 15:14 Uhr
www.tagesspiegel.de/politik/im…

Siehe auch:

Hunde sollen Coronavirus riechen: Nase als Wunderorgan
de.nachrichten.yahoo.com/wie-s…

Covid-19 Hunde sollen Infizierte erschnüffeln können

Covid-19 Hunde sollen Infizierte erschnüffeln können

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Trotz des Tönnies-Skandals: „Die Kunden in der Region werden weiter Billig-Fleisch kaufen“ (Video)

Harald Schwarz, Markus Honervogt, Josef Enzinger

Mit den Corona-Massen-Infektionen in der Fleischfabrik Tönnies und den jüngsten Fällen in Österreich hat sich Diskussion darüber, wie viel Fleisch kosten darf, entzündet. Konsumenten beteuern, dass sie bereit wären, mehr zu zahlen. Doch Hersteller von hochwertigem Fleisch machen oft eine andere Erfahrung.

• Direktvermarkter im Landkreis Mühldorf sprechen über die Doppelzüngigkeit von Kunden

• Sie geben aber auch den Supermärkten die Schuld an der Marktlage

• Höhere Preise kommen aber nicht automatisch den Bauern zugute

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Oberbayerisches Volksblatt – 06.07.2020
www.ovb-online.de/muehldorf/we…

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Aushang lässt Kunden zweifeln: Mysteriöse Warnung vor Fleisch – Aldi wehrt sich und äußert Verdacht (Video)

Eine angebliche Aldi-Warnung sorgt für Irritationen im Internet. In Aushängen an Haltestellen wird vor Fleisch gewarnt. Aber stammt die Warnung wirklich vom Discounter?

• Angeblich warnt der Discounter Aldi vor dem Kauf von Fleisch.
• Mysteriöse Warnungen machen Internetnutzer stutzig.
• Schon in der Vergangenheit wurden Fake-Warnungen öffentlich ausgehangen.

(…)

op-online.de – 06.07.2020; 15:04 Uhr
www.op-online.de/verbraucher/a…

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9 Fakten: Was es für Ihre Gesundheit heißt, wenn Sie auf Fleisch verzichten

FOCUS-Online-Autorin Petra Apfel

Vegetarier und Veganer sind keine besseren Menschen. Aber sie sind meist schlanker und gesünder als Fleischesser. Neue wissenschaftliche Untersuchungen haben weitere Unterschiede festgestellt – sie betreffen sogar die Psyche.

Die jüngsten Nachrichten aus deutschen Schlachthöfen haben der Gemeinde der Vegetarier und Veganer mit Sicherheit neuen Zulauf beschert. Neben dem Tierwohl und ökologischen Aspekten liegt dem Fleischverzicht meist auch der Wunsch nach einer gesunden Ernährung zugrunde. Was sagt die Wissenschaft? …

FOCUS Online – 06.07.2020; 14:46 Uhr
www.focus.de/gesundheit/ernaeh…

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300 Schweine sterben bei Stallbrand in Quarnbek – PETA erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Kiel

Pressekontakt:
Valeria Goller, +49 711 860591-521, ValeriaG@peta.de

Quarnbek / Stuttgart, 6. Juli 2020 – Kein Entkommen: Ende Juni war ein Feuer auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Quarnbek ausgebrochen. Bei dem Stallbrand sind etwa 300 Schweine ums Leben gekommen. Als vorläufige Brandursache werden Schweißarbeiten in einer angrenzenden Werkstatt vermutet. Jährlich sterben Zehntausende Tiere bei Stallbränden, weil die gesetzlichen Vorgaben unzureichend sind. PETA hat nun bei der Staatsanwaltschaft Kiel Strafanzeige gegen den Landwirt erstattet. Denn aufgrund mutmaßlich unzureichender Brandschutzmaßnahmen wurde möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Schweine qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen. …

PETA Deutschland e.V. – 06.07.2020
www.peta.de/300-schweine-sterb…

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Steuergelder für leere Meere?

KONTAKT:
Freya Duncker
Pressestelle WWF
Tel.: 040-530 200 448
freya.duncker@wwf.de

Umweltverbände fordern: Keine Wiedereinführung schädlicher Fischereisubventionen unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft

Unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft entscheidet sich die zukünftige Ausrichtung der europäischen Fischereisubventionspolitik. In einem offenen Brief an die zuständige Bundesministerin Julia Klöckner fordern Client Earth, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Environmental Justice Foundation (EJF), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und WWF Deutschland, dass schädliche Fischereisubventionen, die die Flottenkapazität und die Überfischung befeuern, nicht wiedereingeführt werden. „Bis zum Ende des Jahres muss der Abbau schädlicher Fischereisubventionen beschlossene Sache sein. Es darf keine Kehrtwende geben, bei der auf EU-Ebene wieder Steuergelder bereitgestellt werden, die die Schleusen für die Überfischung und Zerstörung der Meere öffnen“, so die Verbände. …

World Wide Fund For Nature – 06.07.2020
www.wwf.de/2020/juli/steuergel…

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Corona im Schlachthof: Nun auch Österreich betroffen!

VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN – VgT.at – Pressemitteilung vom 06.07.2020

Rückfragen & Kontakt:
VGT – Verein gegen Tierfabriken
Lena Remich
01 929 14 98
medien@vgt.at
vgt.at

Mehrere bestätigte Coronafälle in drei Schlacht-Großbetrieben in Oberösterreich: Nur der Anfang?

Trotz insgesamt mindestens 10 infizierten Arbeiter_innen in drei Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetrieben in Ried, Wels-Land und Braunau läuft die Produktion weiter. Auch Ansteckungen im Umfeld der Arbeiter_innen wurden nun bestätigt – insgesamt sollen so schon 23 Personen angesteckt worden sein.

Nur eine Frage der Zeit

Nach den verheerenden Ausbrüchen in Großschlachthöfen in den USA – mehr als 5.000 Infizierte und 180 betroffene Betriebe bereits Ende April – und schließlich auch in diversen europäischen Staaten wie zuletzt prominent in Deutschland war es nur eine Frage der Zeit, bis es auch in Österreich ähnliche Fälle geben würde. Schutzmaßnahmen und Testungen wurden vielerorts vernachlässigt. Doch die eigentlichen Probleme liegen noch viel tiefer. Corona zeigt uns Probleme in der Schlachtindustrie auf, die schon seit langem bestehen und kritisiert werden. Schlachthöfe sind Orte der Gewalt und des Leids – vor allem für die Tiere. Aber auch die Arbeiter und Arbeiterinnen zahlen ihren Preis, berichtet VGT-Aktivistin Lena Remich.

(…)

Online-Version des Artikels:
vgt.at/presse/news/2020/news20…

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Verein Gegen Tierfabriken (06.07.2020; 11:41 Uhr)
medien@vgt.at

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Noch acht Jahre bleibt alles wie jetzt: Kastenstand: Bundesrat stimmt neuen Regeln für die Schweinehaltung zu

Noch weitere acht Jahre Kastenstand

Der Bundesrat hat nach jahrelangen Diskussionen neuen Regeln für die Schweinehaltung zugestimmt. Die umstrittene Fixierung von Sauen in engen “Kastenständen” soll damit deutlich beschränkt werden, wie ein am Freitag in der Länderkammer angenommener Kompromiss vorsieht. So sollen Kastenstände im Deckbereich der Ställe nach einer Übergangszeit von acht Jahren nicht mehr zulässig sein – Sauen sollen nur noch direkt bei der Besamung fixiert werden dürfen. Generell soll eine Gruppenhaltung mehr Platz im Stall gewährleisten.
Reaktionen auf neue Regeln zur Schweinehaltung sind gemischt …

RTL Online – 06.07.2020; 11:06 Uhr
www.rtl.de/cms/schweinehaltung…

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Von Affen geerntet: Tierschützer warnen vor Kokosmilch in deutschen Supermärkten (Video)

RND/al

• Die Tierschutzorganisation PETA warnt vor der Herstellung einiger thailändischer Kokosmilch-Produkte.

• Tierschützer haben Plantagen entdeckt, auf denen Affen zur Ernte von Kokosnüssen eingesetzt werden.

• Britische Supermärkte haben bereits reagiert und entsprechende Produkte aus ihren Regalen entfernt.

(…)

RND – 06.07.2020; 10:49 Uhr
www.rnd.de/panorama/kokosmilch…

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Burgenland: Keine Enten mehr bei Mensdorff-Pouilly ausgesetzt, Zäune abgebaut

Rückfragen & Kontakt:
VGT – Verein gegen Tierfabriken
DDr. Martin Balluch
Kampagnenleitung
01 929 14 98
medien@vgt.at
vgt.at

Neues Verbot im Burgenländischen Jagdgesetz zeigt Wirkung: selbst Mensdorff-Pouilly, der die Jagd auf Zuchtvögel intensiv betreibt, hat keine Enten ausgesetzt und Elektrozäune entfernt.

… VGT-Obmann Martin Balluch dazu: „Ich denke es war 1998, als ich zum ersten Mal die Massen von Zuchtenten in diesen Teichen gesehen habe. Und dann den Abschuss, ein fürchterliches Gemetzel. Bis dann ab Neujahr alle Enten erschossen waren und der Teich leer bis in den nächsten Juni da lag. Und die polizeilichen Sperrzonen, die erlassen und mit 7 Straßensperren exekutiert wurden, um das Filmen dieses Gemetzels zu verhindern! Es ist kaum zu glauben, dass das nun ein für alle Mal vorbei sein soll. Zeit, die Champagnerkorken knallen zu lassen! Doch Tierschützer_innen werden weiterhin ein wachsames Auge auf die sogenannte Niederwildjagd im Burgenland haben. Wer illegal Enten oder Fasane aussetzen will, wird das vermutlich nicht so offensichtlich machen, sondern versteckt. Wir werden wachsam bleiben müssen!“

APA OTS – 06.07.2020; 10:45 Uhr
www.ots.at/presseaussendung/OT…

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„Krone“-Erfolg: Tiertransport-Stopp: Gipfel findet am Montag statt

S. Steinkogler & M. Entenfellner, Kronen Zeitung

Großer Erfolg für die „Krone“ im Kampf gegen Tiertransporte: Ein Gipfel aller Parteien mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger findet nach der coronabedingten Absage vom März nun am Montag statt. Jetzt ist die Politik am Zug, um das unsägliche Tierleid zu beenden. …

Krone.at – 06.07.2020; 09:56 Uhr
www.krone.at/2186126

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Tierschützer kritisieren Hundefleischfestival in Westafrika

RND/al

• Sie werden getötet und gegessen – weil ihr Fleisch besondere Fähigkeiten auf den Menschen übertragen soll.

• Im westafrikanischen Togo werden dafür im Zuge des zweiwöchigen Evala-Festivals jedes Jahr Tausende Hunde umgebracht.

• Ein Ritual, das von Tierschützern stark kritisiert wird.

(…)

RND – 06.07.2020; 08:41 Uhr
www.rnd.de/panorama/tierschutz…

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Corona-Krise in Spanien: Das Ende der Stierkampfpause

Von Oliver Neuroth, ARD-Studio Madrid

Die Lockerung der Corona-Maßnahmen in Spanien beendet auch die Zwangspause für Stierkämpfe. Nach vier Monaten können die Veranstaltungen wieder stattfinden. Tierschützer sind empört. …

tagesschau.de – 06.07.2020; 04:12 Uhr
www.tagesschau.de/ausland/span…

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Konflikt um Tierversuche

Von Laura Türk

Augsburg – In einem neuen Gebäude der Augsburger Universitätsklinik sollen auch Versuchstiere gehalten werden. Im Jahr 2027 könnte das insgesamt 13.500 Quadratmer große Forschungsgebäude, in dem laut Angaben der Universität größtenteils Grundlagenforschung ohne tierexperimentelle Ansätze durchgeführt werden soll, fertiggestellt sein. Bereits im März sprach sich der Verein “Ärzte gegen Tierversuche” gegen die Pläne zur Versuchstierhaltung aus. Nun hat sich auch der Tierschutzverein Augsburg und Umgebung eingeschaltet. …

Aichacher Zeitung – 05.07.2020; 23:00 Uhr
www.aichacher-zeitung.de/voror…

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Weniger Fleisch, aber das deutlich teuer: Gut für die Tiere und gut für die Gesundheit

Von Otto Schnekenburger

Während große Fleischhändler Negativschlagzeilen sammeln, bemüht sich in der Region eine IG um “Schlachtung mit Achtung”. Wie es Nutztieren ergeht, entscheidet nicht zuletzt der Verbraucher.

Was aus dem Innenleben von Fleischgroßhändlern zuletzt zu sehen war, hat der Lust auf Fleisch geschadet. Derweil freut sich eine Interessengemeinschaft aus der Region, die sich für den Tierschutz bei der Schlachtung einsetzt und hier eine Alternative zu den bisherigen Schlachtmethoden schaffen möchte, nun über 90.000 Euro vom Land für seine am Tierwohl orientierte Form der Schlachtung. Der Umgang mit Nutztieren ist wohl eine Frage des Preises. …

Badische Zeitung – 05.07.2020; 17:01 Uhr
www.badische-zeitung.de/wenige…

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Tierärzte fordern Umbau der Schweineställe

Lange wurde im Bundesrat um einen Kompromiss zur Kastenstandhaltung gerungen – das Ergebnis stößt nun auf die Kritik vieler Tierärzte.

Bramsche/Hannover (dpa) – Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz hat die vom Bundesrat beschlossene Verlängerung der Kastenstandhaltung von Sauen als unnötig kritisiert. “Wir sind der Meinung, die Verlängerung um acht Jahre ist Unfug”, sagte der stellvertretende Vorsitzende Thomas Blaha der Deutschen Presse-Agentur in Bramsche. Notwendig sei ein sofortiger Start in den Ausstieg, betonte der frühere Professor der Tierärztlichen Hochschule Hannover. …

Volksstimme – 05.07.2020
www.volksstimme.de/deutschland…

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Tiger tötet Tierpflegerin im Zoo Zürich – PETA fordert Ende der Haltung von Großkatzen in Zoos

Pressekontakt:
Jana Fuhrmann, +49 711 860591-529, JanaF@peta.de

Zürich / Stuttgart, 5. Juli 2020 – Nach der tödlichen Attacke einer Sibirischen Tigerin auf eine Tierpflegerin im Zoo Zürich fordert PETA zum Schutz des Zoopersonals und der Tiere das Ende der Haltung von Großkatzen in zoologischen Einrichtungen. Der tragische Vorfall ereignete sich Samstagmittag. Warum sich die Tierpflegerin und die Tigerin Irina gleichzeitig im Gehege befanden, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Die Tierrechtsorganisation verweist auf rund ein Dutzend Fälle, bei denen in den vergangenen Jahren im deutschsprachigen Raum Großkatzen Zoopersonal teils tödlich verletzten oder aus ihren Gehegen ausbrachen. Durch die artwidrige Haltung auf viel zu kleinen Flächen leiden Tiger und Löwen zudem unter Verhaltensstörungen. Auswilderungen sind daher nicht möglich. PETA kritisiert, dass Tiere dennoch rein zu Schauzwecken in Zoos gehalten werden und fordert ein sofortiges Zucht- und Importverbot, damit die Haltungen mittelfristig auslaufen. Den Angehörigen der getöteten Tierpflegerin spricht die Organisation ihr Beileid aus.

„Tragödien wie diese können zukünftig nur verhindert werden, wenn gefährliche Tiere wie Tiger, Löwen oder Leoparden nicht mehr in winzige Gehege eingesperrt werden“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Großkatzen, aber auch Großbären oder Elefanten stellen eine permanente Gefahr für Besucher und Zoopersonal dar. Und sie leiden erheblich unter der Haltung in Gefangenschaft. Die Tiere haben in Zoos nichts zu suchen.“ …

PETA Deutschland e.V. – 05.07.2020
www.peta.de/tiger-toetet-tierp…

Siehe auch:

Tiger tötet 55-jährige Tierpflegerin im Züricher Zoo
www.morgenpost.de/vermischtes/…

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Interview der Woche: Laumann für mehr Tierschutz in der Landwirtschaft

Der nordrhein-westfälische Sozialminister Laumann hat sich für einen verbesserten Tierschutz in der Landwirtschaft ausgesprochen.
Man müsse eine artgerechte Haltung sicherstellen, sagte der CDU-Politiker im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks ( www.deutschlandfunk.de/intervi… ). …

Deutschlandfunk – 05.07.2020
www.deutschlandfunk.de/intervi…

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Ernüchterung – Haltung von Zuchtsauen in Kastenständen geht weiter

Deutscher Tierschutzbund Landestierschutzverband Niedersachsen e.V. – Pressemeldung vom 05.07.2020

Die Landesregierung Niedersachsen hat im Rahmen der 7. Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung zugestimmt, dass die grausame Kastenstandhaltung von Zuchtsauen weitere acht Jahre andauern wird. Als sogenannten Erfolg wurde seitens der Regierenden hervorgehoben, dass nach dieser Übergangsfrist ein Systemwechsel vom Kastenstand hin zur Gruppenhaltung der Sauen erfolgen würde.

Der vom Bundesrat verabschiedete “Kompromiss“ hat mit Tierschutz nichts zu tun! Entgegen der Forderungen des deutschen Ethikrates und trotz des Protestes von Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen sowie hunderttausender Bürger*Innen werden Muttersauen für weitere acht, im Abferkelbereich sogar für fünfzehn Jahre, in die tierschutz- und auch rechtswidrigen Kastenstände gezwängt.

Dazu Dieter Ruhnke vom Landestierschutzverband Niedersachsen: „Das ist nur eine kleine Veränderung, aber keine Verbesserung der Haltungsbedingungen von Muttersauen. Letztendlich handelt es sich um die Legitimierung jahrzehntelanger Rechtsverstöße, denen Winkeladvokatenzüge anhaftet. Einmal mehr geht es bei einem politischen Beschluss im Tierschutz nicht um die Belange der Tiere, sondern um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweinehalter. Eine Missachtung der Judikative, wie sie deutlicher nicht sein kann“.

Mit der neuen Regelung wird faktisch die Umsetzungsfrist seit 1992 auf insgesamt 42 Jahre verlängert. Dies ist nicht nur mit dem Staatsziel „Tierschutz“ unvereinbar – es stellt auch die Definition der Übergangsfrist ad absurdum. Übergangsfristen sind dazu da, vormals rechtmäßige Zustände, die auf Grund einer neuen Regelung in Zukunft rechtswidrig werden würden, noch für eine angemessene Frist zu dulden, aber nicht bereits rechtswidrige Zustände durch die Hintertür zu legitimieren.

Der Landestierschutzverband Niedersachsen stellt jedoch fest:

• Die höchstrichterliche Rechtsprechung, das sogenannte Magdeburger Urteil und die Entscheidung der Richter am Bundesveraltungsgericht (08.11.2016 Az. 3B11/16), wurde nicht umgesetzt.

• die ursprünglichen Mindestvorgaben wurden nicht nur in der Hinsicht verändert, dass nun nur noch bauliche Hindernisse, nicht aber das benachbarte Schwein für das ungehinderte Ausstrecken verboten werden, sondern auch die Vorschriften, dass die Sau ungehindert aufstehen und den Kopf ausstrecken darf wurden gestrichen. Man hat insgesamt dafür gesorgt, dass die jetzt vorhandenen Kastenstände für die nächsten Jahre rechtlich unangreifbar werden.

• Die angedachte Gruppenhaltung – mehr Platz, Liege- und Aktivitätsbereich, Rückzugsmöglichkeiten – im Deckbereich scheint ein Erfolg zu sein, aber birgt die Ernüchterung, weil die Sauen eine deutlich längere Zeit im sogenannten Wartebereich mit weniger Platz als im Deckbereich verbringen müssen. Für den Wartebereich wurden keine neuen Vorgaben wie im Deckbereich geschaffen.

Fazit: Es bleibt, wie es ist!

Ruhnke weiter: „Der Beschluss ist nicht nachvollziehbar. Ein Umbau wäre zeitlich weit früher möglich, wie in Sachsen-Anhalt seit 2015 zu beobachten ist. Hier werden in Erfüllung der Vorgaben der Gerichte die Ställe bereits umgebaut. Bereits 70 % der haben somit einen rechtskonformen Zustand hergestellt. 24 % der Betriebe haben sogar bereits auf Gruppenhaltung umgestellt“.

Die Kastenstandhaltung steht für die hierzulande praktizierte Schweinehaltung insgesamt. Ein Systemwechsel ist dringend erforderlich. Hier wird die noch anhängende Normenkontrollklage des Berliner Senates, der die rechtlichen Anforderungen an der Schweinhaltung für verfassungswidrig hält, vor dem Bundesverfassungsgericht für Klärung sorgen müssen.

Dieter Ruhnke
Vorsitzender

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Andrea Wildhagen (05.07.2020; 09:46 Uhr)
andrea.wildhagen@tierschutznie…

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Mahnwache vor Tönnies: Menschen leiden, Tiere sterben! (Video)

Deutsches Tierschutzbüro e.V. – Newsletter vom 05.07.2020

Der Corona-Ausbruch bei Tönnies beschäftigt ganz Deutschland. Vor allem steht Tönnies wegen dem Umgang mit Arbeitskräften von Subunternehmen massiv in der Kritik. Doch nicht nur Menschen leiden unter dem Schlachtgiganten, sondern vor allem auch die Tiere, die tagtäglich geschlachtet werden.

Im Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück (NRW) wurden zum Schluss bis zu 30.000 Schweine am Tag geschlachtet. Durch die Schließung des Schlachtbetriebs werden die meisten Tiere nun auf andere Schlachthöfe des Unternehmens verteilt. Den zweitgrößten Schlachthof, neben Rheda-Wiedenbrück, betreibt Tönnies in Weißenfels (Sachsen-Anhalt). Hier werden um die 20.000 Schweine täglich geschlachtet. Über 100 Tiertransporter fahren täglich vor. Wir befürchten, dass nun deutlich mehr Tiere in Weißenfels geschlachtet werden und dass aufgrund der Masse und des Akkordes noch mehr Tiere leiden. Daher waren wir am vergangenen Donnerstag vor Ort in Weißenfels und haben eine Mahnwache abgehalten.

Unter dem Motto „Tönnies tötet – Menschen leiden, Tiere sterben” haben wir zusammen mit 45 Aktivist*innen aus der Region Tiertransporter vor dem Schlachthof in Weißenfels angehalten, um zu schauen, wie es den Tieren ging und um ihnen vor dem Tod wenigstens einen kurzen “Moment der Freude” zu bereiten. Für uns und viele Aktivist*innen waren es sehr emotionale und angespannte Momente. Dabei wurden die Transporter nur ganz kurz (max. 5 Minuten) angehalten. Wir wollten den Tieren auf keinen Fall zusätzlich Leid zufügen. Viele der Schweine wirkten bei ihrer Ankunft gestresst und hatten Angst. Kein Tier geht freiwillig in einen Schlachthof. Wir wollten ihnen kurz vor dem Tod aber zeigen, dass es auch friedvolle Menschen gibt, die niemals aufhören werden für sie und ihre Rechte zu kämpfen.

Mit der Aktion wollten wir aber auch aufzeigen, dass in jedem Schnitzel auch mal ein Herz geschlagen hat. Gerade Tönnies steht für massive Ausbeutung von Menschen, aber eben auch von Tieren und das wird bei der aktuellen Diskussion gerade total vergessen. Fast 100% aller geschlachteten Schweine bei Tönnies stammen aus der Massentierhaltung.

Auch wenn wir diese Schweine leider nicht mehr retten konnten, so konnten wir mit unserer Aktion dazu beitragen, dass neben den Missständen bei den Mitarbeiter*innen nun auch über das Leiden der Tiere berichtet wird. Viele Pressevertreter*innen verschiedener Medien (TV & Radio) kamen zur Aktion und der MDR berichtete sogar live ( www.ardmediathek.de/mdr/video/… ) von der Mahnwache. Weitere Medienberichte, einen Artikel und Fotos findest Du hier:

Tönnies tötet – Menschen leiden, Tiere sterben

Dieses grausame System der Ausbeutung und des Leids können wir alle beeinflussen und beenden, indem wir pflanzliche Alternativen wählen und der Fleischindustrie den Rücken kehren. Wir unterstützen Dich gerne mit Twenty4VEGAN dabei!

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Lesen Sie bitte den vollständigen Newsletter online unter:
www.tierschutzbuero.de/nlarchi…

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Deutsches Tierschutzbüro e.V. (05.07.2020; 03:05 Uhr)
keine-antwort@tierschutzbuero….

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Veröffentlichungen von Dr. Helmut F. Kaplan
www.tierrechte-kaplan.org/

AKT – AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ (Peter H. Arras):
www.akt-mitweltethik.de/

Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 06.07.2020
twitter.com/fellbeisser

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