Der Wildtierhandel ist eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit

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Warum ein Verbot des Handels mit Wildtieren eine weitere globale Gesundheitskrise verhindern kann.

donate.hsi-europe.org/page/574…

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Gesendet: Mittwoch, 01. Juli 2020 um 15:34 Uhr
Von: “HSI Deutschland” supporter-deutschland@hsi-euro…
An: pattersonmatpatt@gmx.de
Betreff: Der Wildtierhandel ist eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit.

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Übersandt von:
Martina Patterson (01.07.2020; 15:39 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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EU-Ratspräsidentschaft: Tierschutzorganisationen legen Zehn-Punkte-Papier vor

Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. – Pressemitteilung vom 01.07.2020

Anlässlich der heute beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft haben sich der Bund gegen Missbrauch der Tiere, der Bundesverband Tierschutz, Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner, der Deutsche Tierschutzbund, PROVIEH und VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz mit den zehn drängendsten tierschutzpolitischen Forderungen schriftlich an die Bundesregierung gewandt. In dem Papier fordern die sechs Organisationen die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die Umweltministerin Svenja Schulze auf, in den nächsten sechs Monaten wichtige Akzente zu setzen und den Tierschutz im Rat voran zu bringen.

„Die Liste der Tierschutzmissstände in Deutschland ist lang. Dies wussten wir, lange bevor die Corona-Krise ein Schlaglicht auf die katastrophalen Zustände in der Fleischindustrie geworfen hat. Deutschland hat den überfälligen Paradigmenwechsel in den Hochburgen der Tierausbeutung schon viel zu lange hinausgezögert. So lange, dass die Bundesregierung derzeit mehrere Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission abwehren muss, weil sie EU-Tierschutzvorgaben nicht korrekt umsetzt – ein Armutszeugnis für ein reiches Industrieland. Angesichts der realen Bedrohung durch die Corona- und die Klimakrise muss nun endlich eine radikale Zäsur in unserem Umgang mit den Tieren eingeleitet werden. Weder die industrielle Tierhaltung noch der Tierversuch haben eine Zukunft. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft bietet dafür eine historische Chance. Frau Klöckner und Frau Schulze, nutzen Sie diese Chance!“, fordert Christina Ledermann, Vorsitzende von Menschen für Tierrechte.

In der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) müssen Tierschutzmaßnahmen als öffentliche Leistung verankert werden. Noch immer ist der Tierschutz keine eigene Förderpriorität und entsprechende Maßnahmen wurden nur von einigen Mitgliedstaaten in geringem Umfang angeboten. Das Beibehalten der pauschalen Flächenprämien ist nicht zeitgemäß; statt Direktzahlungen muss sich der Einsatz von Landwirt*innen für mehr Klima- Umwelt- und Tierschutz endlich finanziell lohnen.

Auch das lange von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner angekündigte EU-weite Tierwohlkennzeichen muss vorangebracht werden. Hier ist es aus Tierschutzsicht dringend erforderlich, dass es sich um eine gesetzlich verpflichtende Haltungskennzeichnung handelt, die klar und verständlich vermittelt, aus welchem Haltungssystem das jeweilige Tier stammt.

Eine der drängenden Aufgaben ist auch der Stopp der Lebendtiertransporte in Drittstaaten sowie eine Begrenzung der Transportzeiten lebender Tiere innerhalb der EU auf acht Stunden – besonders hinsichtlich der warmen Sommermonate ist ein schnelles Handeln wichtig.

Die zehn Forderungen im Überblick

1. Stopp von Lebendtiertransporten in Drittstaaten
2. Gemeinsame Agrarpolitik – Tierschutzmaßnahmen als öffentliche Leistung
3. Verpflichtende Haltungskennzeichnung für Fleisch- und Milchprodukte
4. „Tierschutz-TÜV“: Prüf- und Zulassungsverfahren einführen
5. EU-einheitliche verpflichtende Haltungsvorgaben für Tiere
6. Unversehrtheit durchsetzen und invasive Eingriffe sanktionieren
7. EU-weites Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkusunternehmen einführen
8. Wildtierhandel beenden – Zoonosen bekämpfen
9. Tierversuche: einen systematischen Ausstiegsplan ausarbeiten
10. EU-weites Kennzeichnungs- und Registrierungssystem für Hunde und Katzen

Die ausführlichen und vollständigen Forderungen können Sie hier als PDF herunterladen:
www.tierrechte.de/wp-content/u…

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Online-Version der Pressemitteilung:

1. Juli 2020: EU-Ratspräsidentschaft: Tierschutzorganisationen legen Zehn-Punkte-Papier vor

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Menschen für Tierrechte – Pressestelle (01.07.2020; 14:15 Uhr)
ledermann@tierrechte.de

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Jetzt Ernst machen: Bundesweiter Aktionstag für die Schließung aller Schlachthäuser am 3. Juli!

Liebe Leserinnen und Leser, Unterstützerinnen und Unterstützer,

die grauenhaften Zustände in den Schlachthöfen, auch für die Arbeitenden, erhalten durch das aktuelle Infektionsgeschehen derzeit sehr viel Aufmerksamkeit. Den Tieren jedoch nützen alle Rufe nach „Verbesserungen“ nichts, solange ihre Nutzung weiter als normal gilt. Eine Welt ohne Gewalt und Ausbeutung – und ohne Angst vor immer neuen Zoonosen – kann es erst geben, wenn alle Schlachthäuser geschlossen sind. Helfen Sie uns, diese Forderung jetzt auf die Straße zu tragen!

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preview.mailerlite.com/f4b9h7/…

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Gesendet: Mittwoch, 01. Juli 2020 um 09:13 Uhr
Von: “Animal Rights Watch e.V.” newsletter@ariwa.org
An: pattersonmatpatt@gmx.de
Betreff: Jetzt Ernst machen: Bundesweiter Aktionstag für die Schließung aller Schlachthäuser am 3. Juli!

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Übersandt von:
Martina Patterson (01.07.2020; 13:50 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Antwort der Grünen auf die Anfrage | Kastenstand abschaffen

Bitte bei den Grünen für diese positive und vielversprechende Antwort bedanken und sie zum Weitermachen anregen!
Danke!

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfragen! Aufgrund der Masse an Anfragen, die uns zu diesem Thema erreicht haben, können wir Ihnen leider nicht individualisiert antworten. Wir bitten hier um Ihr Verständnis. Dass Sie sich mit vielen anderen Menschen zusammen so vehement für den Tierschutz einsetzen, freut uns sehr. Auch für uns ist der Tierschutz eine Herzensangelegenheit und im Grundverständnis der Grünen Partei verankert. Gerade weil Tierschutz Teil der grünen Gründungs-DNA ist, hoffen wir, dass Sie sich als Bündnis mit Ihrem Apell auch an die CDU und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner wenden.

Wie Sie sicherlich mitbekommen haben, wurde die Novelle der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung von der Tagesordnung des Bundesrats genommen, weil die grünregierten Bundesländern dem vorgeschlagenen Kompromiss nicht zustimmen wollten. Der Grund dafür ist für uns sehr klar: Wir als Landesverband B90/Die GRÜNEN Berlin fordern einen grundsätzlichen Systemwechsel und lassen uns nicht mit einem teuren Kompromiss abspeisen, der das bisherige System jedoch nicht ändert.
Unser Ziel ist es die Haltung im Kastenstand zu überwinden. Der Entwurf vom Bundeslandwirtschaftsministerium ist unzulänglich und bedeutet kein Verbot der Kastenhaltung. Insbesondere die Übergangsfrist ist deutlich zu lang. Je schneller es eine Abkehr vom Kastenstande gibt, desto besser. Aus Grüner Sicht kann die Verordnung somit nicht unterstützt werden.

Die rot-rot-grüne Berliner Landesregierung beschäftigt sich schon lange mit dem Thema. Der grüne Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung Dirk Behrendt hat bereits im Januar 2019 einen Normenkontrollantrag beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht, weil wir der festen Überzeugung sind, dass die Anforderungen an die Schweinehaltung in der deutschen Landwirtschaft verfassungswidrig sind. Unser Antrag richtet sich gegen Regelungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, denn diese Verordnung trägt ihren Namen aus unserer Sicht zu Unrecht! Konkret geht es unter anderem um die vorgegebenen Mindestflächen bei der Schweinehaltung, die viel zu gering sind. Wir bleiben deswegen auch dabei, beim obersten Gericht, dem Bundesverfassungsgericht, für mehr Tierrechte zu streiten. Leider dauern solche Verfahren einige Zeit und mit einer Entscheidung können wir erst in den nächsten Jahren rechnen.

Es braucht also einen generellen Systemwechsel! In Zukunft sollen die Tiere als Lebewesen behandelt werden, nicht als bloße Rohstofflieferanten. Unser Ziel ist, das Leiden der Tiere schnell zu mildern und die Gruppenhaltung zum Standard zu machen. Wir setzen uns mit voller Energie dafür ein, dass es diesen Systemwandel in Zukunft geben wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Kristin Schnauder

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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Landesverband Berlin
Bürger*inkommunikation
Kristin Schnauder
Kommandantenstraße 80
10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 61 50 05 – 43
Telefax: +49 (0)30 61 50 05 – 99
E-Mail: mitgliederverwaltung AT gruene-berlin DOT de
www.gruene-berlin.de/

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Von: Kristin Schnauder
Datum: 24.06.2020 um 10:47 Uhr
Betreff: Antwort auf Ihre Anfrage | Kastenstand abschaffen

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Übersandt von:
Martina Patterson (01.07.2020; 12:47 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Fischerei in Neuseeland: Tödliche Haken bedrohen Albatrosse

Von Andreas Stummer

Neuseeland ist das Paradies für Albatrosse. Hier leben hunderttausende Brutpaare. Doch sie sind bedroht. Und während die Delfine ab Oktober geschützt werden, kommt den Albatrossen niemand zur Hilfe. Ihr Feind sind die Fischer und ihre Köderhaken. …

www.deutschlandfunkkultur.de/w…

www.deutschlandfunkkultur.de/f…

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Übersandt von:
Arabella Unger (01.07.2020; 12:32 Uhr)
arabella.unger@vodafone.de

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Killer-Gene

Gene Drive ist eine neu entwickelte Gentechnik, die Insekten, Tiere und Pflanzen so verändert, dass die sich super-schnell verbreiten und ihre Artverwandten verdrängen, bis sie ausgestorben sind. Wir fordern ein Moratorium!

Jetzt unterzeichnen:
act.wemove.eu/campaigns/gene-d…

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Gesendet: Mittwoch, 01. Juli 2020 um 08:48 Uhr
Von: “Jörg Rohwedder – WeMove Europe” info@wemove.eu
An: “Martina Patterson” pattersonmatpatt@gmx.de
Betreff: Killer-Gene
Neue Gentechnik kann Ökosysteme zerstören, weil sich gentechnisch veränderte Mücken und Ratten massenhaft vermehren. Wir fordern ein Moratorium.

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Übersandt von:
Martina Patterson (01.07.2020; 11:52 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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NACHRICHTEN DER IG WILD BEIM WILD vom 01.07.2020

Inhalt:

– Jagdgesetz NEIN am 27.9.
– Joaquin Phoenix: Würdigt vor Schlachthaus getötete Tierschützerin
– Basel-Stadt: Wildtier- und Jagdgesetz geht in die Vernehmlassung
– Nein zum Jagdgesetz: Kanton Graubünden wildert Graureiher
– Klimawandel: Der Frühling beginnt für Rehe zu früh
– Biomasse der Wildtiere
– Bundesverwaltungsgericht: Grundstück im Kreis Olpe wird jagdfrei
– Tönnies: PETA erstattet Strafanzeige gegen Schlachtbetrieb
– Nationalpark: 100 Jahre Wiederansiedlung des Alpensteinbocks
– Bayrische Wildtierkiller: Staatsforst terrorisiert Tierrechtlerin
– Kerala-Elefanten: Tierquälerei und ihre Gesetze
– Bogota: Hauptstadt verbietet Tötung, Tiermissbrauch bei Stierkämpfen
– Beutegreifer: In Graubünden neu auf einer App erfasst
– Alle aktuellen News mit nur einem KLICK
– Online-Proteste
– Hier finden Sie aktuelle Informationen und News von und über die IG Wild beim Wild als Medienmitteilung.

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Lesen Sie bitte den vollständigen Newsletter online unter:
wildbeimwild.com/?mailpoet_rou…

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Von: Pressestelle IG Wild beim Wild mailto:info@wildbeimwild.com
Gesendet: Mittwoch, 1. Juli 2020 um 04:07 Uhr
Betreff: Bulletin der IG Wild beim Wild

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Übersandt von:
Martina Patterson (01.07.2020; 11:48 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Schluss mit der Ausbeutung in der Fleischbranche – Miserable Arbeitsbedingungen und System der „Werkverträge“ beenden

Einladung Digitale Veranstaltung am 08.07.2020 um 17 Uhr, online

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – Pressemitteilung vom 01.07.2020

Schlachthöfe sind inzwischen Corona-Brennpunkte. Ende Juni waren mehr als 1.500 Beschäftigten bei Tönnies im Kreis Gütersloh mit dem Virus infiziert. Mit Tönnies ist damit der umsatzstärkste und auch nach Zahl der Schlachtungen mit Abstand größte Fleischproduzent in Deutschland zum Corona-Hot-Spot geworden. Die Corona-Krise wirkt hier wie ein Brennglas und macht die katastrophalen Unterkünfte der meist osteuropäischen Arbeitsmigrant*innen und die schlechten Arbeitsbedingungen in vielen Schlachthöfen sichtbar.

Die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen kritisieren wir schon lange. Akkordarbeit auf engsten Raum. Gearbeitet wird zu Billiglöhnen. Das Produktionstempo ist hoch. Die meisten Beschäftigten werden von einem Geflecht aus Subunternehmen mit Werkverträgen in die Schlachthöfe geschickt. „Pfarrer Peter Kossen kritisiert seit Jahren die Situation der Beschäftigten. Er spricht von „moderner Sklaverei“, wenn es um die Arbeit in deutschen Schlachthöfen geht. Notwendig sind klare gesetzliche Regelungen. Denn diese Form der Ausbeutung darf es nicht geben.

Per Beteiligungs-Tool können Sie sich mit Fragen in den Live-Stream einbringen. Die Zugangsdaten erhalten Sie mit Ihrer Anmeldebestätigung.

Anmeldung und Programm:
www.gruene-bundestag.de/termin…

Mit dabei:

Beate Müller-Gemmeke MdB, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik | Friedrich Ostendorff MdB, Sprecher für Agrarpolitik | Pfarrer Peter Kossen

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – Platz der Republik 1, 10115 Berlin T: +49 (0) 30 – 227 567 89 · F: +49 (0) 30 – 227 565 52 info@gruene-bundestag.de

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Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion (01.07.2020; 11:15 Uhr)
veranstaltungen@gruene-bundest…

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Tierschutzforderung: Corona als Wendepunkt für den Ausstieg aus dem Tierversuch

Offener Brief an Klöckner und Karliczek anlässlich der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft

Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Pressemitteilung vom 01.07.2020

Angesichts der Corona-Krise hat sich ein Bündnis von Tierschutzorganisationen in einem Offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek gewandt. Die Vereine, die zusammen die Kampagne „Ausstieg aus dem Tierversuch. JETZT!“ unterstützen, fordern darin mehr Forschungsgelder für tierfreie, humanbasierte Forschungs- und Testmethoden. Jetzt sei die Zeit gekommen, um den lange überfälligen Paradigmenwechsel mit einem konkreten Ausstiegsplan einzuleiten.

Die federführenden Vereine Ärzte gegen Tierversuche und der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordern gemeinsam mit einem Bündnis von 12 weiteren Tierschutzorganisationen von der Bundesregierung, jetzt die Weichen zu stellen für eine moderne humanbasierte Forschung. Im Rahmen der am 1. Juli beginnenden EU-Ratspräsidentschaft hat Deutschland die Möglichkeit, diesen Prozess auch auf EU-Ebene voranzubringen.

„Bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff fließt derzeit viel Geld in die tierexperimentelle Forschung. Doch Tierversuche leisten nicht, was Wissenschaft und Bevölkerung sich davon versprechen. Ein künstlich krank gemachtes, genmanipuliertes Tier kann die Situation eines erkrankten Menschen nicht widerspiegeln. Die Pandemie müsste stattdessen ein Weckruf sein. Angesichts der Bedrohung und des Zeitdrucks darf es kein ‚Weiter so‘ geben“, fordert Christina Ledermann, Vorsitzende des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.

In dem Offenen Brief äußern die Vereine die Befürchtung, dass es in absehbarer Zukunft keinen Impfstoff gegen COVID-19 geben wird, wenn weiter am Tierversuch festgehalten wird. Dies zeige die Forschung am verwandten SARS-Virus. Nach 10 Jahren erfolgloser Tierversuchs-Forschung hatte man die Versuche, einen SARS-Impfstoff zu entwickeln, aufgegeben. Fakt sei zudem, dass allgemein rund 95% der neuen Medikamente, die im Tier für wirksam und sicher befunden wurden, keine Marktreife erreichen – entweder zeigten sie beim Menschen nicht die erwünschte Wirkung oder sie hätten erhebliche Nebenwirkungen.

Humanbasierte Methoden, die gezielt für den Menschen entwickelt werden, böten stattdessen ein enormes Entwicklungspotenzial. Dieses müsse endlich angemessen gefördert werden. „Was die Bundesregierung in den letzten Jahren diesbezüglich getan hat, ist nicht einmal ansatzweise zufriedenstellend. Eine Förderung der sogenannten 3R-Forschung von unter 1% verglichen mit der Finanzierung der tierexperimentellen Forschung ist ein Armutszeugnis. Und dabei geht dieses Geld nicht einmal in tatsächlichen ‚Ersatz‘, sondern auch in ‚Verbesserung‘ und ‚Reduzierung‘ von Tierversuchen“, erklärt Dipl.-Biol. Julia Radzwill, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ärzte gegen Tierversuche.

Für die Vereine ist eine Umschichtung der Forschungsgelder als Teil eines umfassenden Ausstiegs-Konzepts dringend erforderlich. Zudem bedarf es konkreter Sofortverbote, Zielvereinbarungen, Ausstiegsdaten und schneller Anerkennungsverfahren für tierversuchsfreie Systeme. Die Niederlande handelten mit ihrem Ausstiegskonzept beispielgebend. Deutschland soll sich nicht nur im eigenen Land, sondern auch auf EU-Ebene für diese Ziele einsetzen. Am 01. Juli übernimmt Deutschland den Vorsitz des EU-Rats – ein guter Zeitpunkt, dieses immens wichtige Thema einzubringen.

Weitere Infos:
Offener Brief an Bundesministerinnen Julia Klöckner und Anja Karliczek als PDF >>
www.ausstieg-aus-dem-tierversu…

Kampagnen-Seite www.ausstieg-aus-dem-tierversu…

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Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Severinusstr.52, 53909 Zülpich, Tel.: 02252-8301210, Fax.: 02252-8301211, info@tierrechte.de, www.tierrechte.de

Die Vereinigung Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. ist seit seiner Gründung 1982 ein wichtiger Teil der Tierrechtsbewegung in Deutschland. Etwa 60 Vereine sowie natürliche Personen sind als Fördermitglieder angeschlossen. Der Verein setzt sich für die Anerkennung und Umsetzung von Tierrechten ein; zu den Schwerpunkten zählen die Bereiche Tierversuche und Nutztierhaltung.

Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Goethestraße 6-8, 51143 Köln, Tel.: 02203-9040990, Fax: 02203-9040991, info@aerzte-gegen-tierversuche…, www.aerzte-gegen-tierversuche….

Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. besteht seit 1979 und ist ein bundesweiter Zusammenschluss aus Ärzten, Tierärzten und Naturwissenschaftlern, die Tierversuche aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ablehnen. Der Verein engagiert sich für eine moderne, humane Medizin und Wissenschaft ohne Tierversuche, die sich am Menschen orientiert und bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten sowie der Einsatz tierversuchsfreier Forschungsmethoden im Vordergrund stehen.

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Ärzte gegen Tierversuche (01.07.2020; 11:02 Uhr)
keineantwort@aerzte-gegen-tier…

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Jan Plagge als Präsident von IFOAM Organics Europa wiedergewählt

Bioland e.V. – Pressemitteilung vom 01.07.2020

Bio steht im Mittelpunkt der Transformation der europäischen Land- und Lebensmittelwirtschaft

Mainz, 01. Juli 2020. Bioland-Präsident Jan Plagge ist als Präsident von IFOAM Organics Europe (vormals EU-Gruppe der IFOAM) wiedergewählt worden. In der konstituierenden Sitzung wurde ihm nach seiner vergangenen zweijährigen Amtszeit erneut das Vertrauen ausgesprochen. In der gestrigen Generalversammlung wurden ebenfalls die weiteren acht Mitglieder des Boards gewählt.

„Ich bin sehr dankbar für dieses Vertrauen der europäischen Biobewegung, die IFOAM Organics Europe in dieser wichtigen Zeit als Präsident vertreten zu dürfen“, sagt Plagge. Nicht nur übernimmt Deutschland ab Juli die EU-Ratspräsidentschaft; auch die Umsetzungsschritte der Farm-to-Fork-Strategie und die Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik werden die europäische Politik in den nächsten Monaten und Jahren bestimmen. „Mit der Farm-to-Fork-Strategie rückt die EU den Ökolandbau sowie Herstellung und Handel von Biolebensmitteln in den Mittelpunkt der Transformation der europäischen Ernährungspolitik“, so Plagge. „Damit wachsen sowohl die Erwartungen als auch unsere Verantwortung gegenüber der europäischen Biobewegung, die Politik bei der Erreichung der gesetzten EU-weiten Ziele zu unterstützen und ins Tun zu kommen.“

Neben der Agrar- und Ernährungspolitik wird das Thema neue Gentechniken in der Pflanzenzüchtung eine wichtige Rolle in der kommenden dreijährigen Amtszeit spielen, betonte Plagge während der Generalversammlung. Wichtig sei es, die Integrität gentechnikfreier Lebensmittel in der EU sicherzustellen, den Landwirten Wahlfreiheit zu ermöglichen und eine durchgehende Kennzeichnung und Risikovorsorge auch für neuere gentechnische Verfahren beizubehalten.

Hintergrund

IFOAM Organics Europe (ehemals IFOAM EU Group) besteht aus über 210 Mitgliedorganisationen aus 34 Ländern. Sie ist die Dachorganisation der Erzeuger, Verarbeiter und Händler ökologischer Lebensmittel in Europa.
Das Board wird seit 2020 für drei Jahre gewählt und setzt sich aus neun Personen zusammen.
Präsident: Jan Plagge
Vizepräsident*innen: Marian Blom, Dora Drexler
Weitere Board-Mitglieder: Thomas Fertl, Roberto Pinton, Michel Reynaud, Lukas Nossol, Christopher Atikinson, Aira Sevon

Zum Bioland-Verband

Bioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland. Über 8.100 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Hinzu kommen mehr als 1.200 Partner aus Herstellung und Handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt.

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Bioland e.V.
Kaiserstraße 18, 55116 Mainz

Pressestelle
Susanne Rihm

T. +49 6131 23979-25
susanne.rihm@bioland.de

Präsident
Jan Plagge

T. +49 6131 23979-0
jan.plagge@bioland.de

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Presseabteilung Bioland e.V. (01.07.2020; 10:42 Uhr)
gerald.wehde@bioland.de

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Tiertransporte nach Zentralasien – VGT fordert Untersuchungsausschuss

VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN – VgT.at – Pressemitteilung vom 01.07.2020

Rückfragehinweis:
DI Tobias Giesinger, 01/929 14 98, medien@vgt.at

Whistleblower spielt VGT interne Dokumente über den Transport hochträchtiger Kalbinnen nach Usbekistan und Aserbaidschan zu – zuständige Amtstierärzt_innen wegen Amtsmissbrauch angezeigt.

Jede Woche verlassen Transporte mit Rindern Österreich in Richtung Zentralasien und Nordafrika. Viele Tage sind die Tiere dicht gedrängt in den LKW unterwegs, bis sie Zielländer wie Usbekistan, Aserbaidschan oder den Iran erreichen. Dem VGT liegen nun Unterlagen vor, welche die Illegalität dieser Transporte bestätigen sollen. Es handelt sich dabei um einen Transport von Oberösterreich nach Usbekistan (ca. 5.200 km) mit einer geplanten Transportdauer von 169 Stunden und einen Transport von Niederösterreich nach Aserbaidschan mit einer geplanten Transportdauer von 162 Stunden (ca. 4.100 km).

Keine zugelassenen Versorgungsstationen

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Online-Version des Artikels:
vgt.at/presse/news/2020/news20…

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Verein Gegen Tierfabriken (01.07.2020; 10:31 Uhr)
medien@vgt.at

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VGT zu geplanter Reform des Tierversuchsgesetzes: verpasste Chance, wenig Inhalt

VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN – VgT.at – Pressemitteilung vom 01.07.2020

Rückfragehinweis:
DDr. Martin Balluch, 01/929 14 98, medien@vgt.at

Das geplante Gesetz, das gestern vom Ministerrat abgesegnet wurde, enthält keine einzige Verbesserung – die parallele Initiative für Ersatzmethoden ist ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Das nach der EU-Richtlinie 2010/63 komplett neu erstellte Österreichische Tierversuchsgesetz 2012 ließ sehr viel zu wünschen übrig. So sind Tierversuche, die schweres Leid verursachen, das lange anhält und nicht gemildert werden kann, weiterhin erlaubt. Es gibt keine Kommissionen, die die Genehmigungen für Tierversuche erteilen, sondern nur Einzelpersonen ohne transparente Entscheidung, die Tierschutzombudspersonen werden in keine echte Oberkontrolle eingebunden und der objektive Kriterienkatalog für die Schaden/Nutzen Abwägung wurde politisch mit dem Argument abgeschossen, das würde die Freiheit der Wissenschaft gefährden. 8 Jahre später wäre jetzt die Chance gewesen, diese Fehler zu korrigieren, aber die Tierversuchsindustrie hat das Wissenschaftsministerium offenbar fest im Griff. Kein einziger Verbesserungsvorschlag des VGT hat den Weg in das Gesetz gefunden.

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Online-Version des Artikels:
vgt.at/presse/news/2020/news20…

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Verein Gegen Tierfabriken (01.07.2020; 10:01 Uhr)
medien@vgt.at

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EU-Ratspräsidentschaft: Tierschutzorganisationen fordern massive Verbesserungen für Tierschutz

VIER PFOTEN Deutschland – Pressemitteilung vom 01.07.2020

Zehn-Punkte-Papier richtet sich an Ministerinnen Julia Klöckner und Svenja Schulze

Hamburg/Berlin, 01. Juli 2020 – Anlässlich der heute beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft haben sich VIER PFOTEN, der Bund gegen Missbrauch der Tiere, der Bundesverband Tierschutz, Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner, der Deutsche Tierschutzbund und PROVIEH mit den zehn drängendsten tierschutzpolitischen Forderungen schriftlich an die Bundesregierung gewandt. In dem Papier fordern die sechs Organisationen die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf, in den nächsten sechs Monaten wichtige Akzente zu setzen und den Tierschutz im Rat voran zu bringen.

Eine der dringlichsten Aufgaben ist der Stopp der Lebendtiertransporte in Drittstaaten sowie eine Begrenzung der Transportzeiten lebender Tiere innerhalb der EU auf acht Stunden – besonders hinsichtlich der warmen Sommermonate ist ein schnelles Handeln zwingend notwendig.

In der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) müssen Tierschutzmaßnahmen als öffentliche Leistung verankert werden. Noch immer ist der Tierschutz keine eigene Förderpriorität und entsprechende Maßnahmen wurden nur von einigen Mitgliedstaaten in geringem Umfang angeboten. Das Beibehalten der pauschalen Flächenprämien ist nicht zeitgemäß; statt Direktzahlungen muss sich der Einsatz von Landwirt*innen für mehr Klima- Umwelt- und Tierschutz endlich finanziell lohnen.

Auch das lange von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner angekündigte EU-weite Tierwohlkennzeichen muss vorangebracht werden. Hier ist es aus Tierschutzsicht dringend erforderlich, dass es sich um eine gesetzlich verpflichtende Haltungskennzeichnung handelt, die klar und verständlich vermittelt, aus welchem Haltungssystem das jeweilige Tier stammt.

Die zehn Forderungen im Überblick

1. Stopp von Lebendtiertransporten in Drittstaaten
2. Gemeinsame Agrarpolitik: Tierschutzmaßnahmen als öffentliche Leistung
3. Verpflichtende Haltungskennzeichnung für Fleisch- und Milchprodukte
4. „Tierschutz-TÜV“: Prüf- und Zulassungsverfahren einführen
5. EU-einheitliche verpflichtende Haltungsvorgaben für Tiere
6. Unversehrtheit durchsetzen und invasive Eingriffe sanktionieren
7. EU-weites Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkusunternehmen
8. Wildtierhandel beenden – Zoonosen bekämpfen
9. Tierversuche: einen systematischen Ausstiegsplan ausarbeiten
10. EU-weites Kennzeichnungs- und Registrierungssystem Hunden/Katzen

Die ausführlichen und vollständigen Forderungen finden Sie hier:
media.4-paws.org/3/3/7/d/337d0…

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Lesen Sie bitte die vollständige Pressemitteilung online unter:

EU-Ratspräsidentschaft: Tierschutzorganisationen fordern massive Verbesserungen für Tierschutz

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Oliver Windhorst (01.07.2020; 08:53 Uhr)
presse-d@vier-pfoten.org

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EU-Ratspräsidentschaft: Tierschutzorganisationen legen Zehn-Punkte-Papier vor

PROVIEH e.V. – Pressemitteilung vom 01.07.2020

Berlin, 01. Juli 2020 – Anlässlich der heute beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft haben sich der Bund gegen Missbrauch der Tiere, der Bundesverband Tierschutz, Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner, der Deutsche Tierschutzbund, PROVIEH und VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz mit den zehn drängendsten tierschutzpolitischen Forderungen ( provieh.de/downloads_provieh/1… ) schriftlich an die Bundesregierung gewandt. In dem Papier fordern die sechs Organisationen die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die Umweltministerin Svenja Schulze auf, in den nächsten sechs Monaten wichtige Akzente zu setzen und den Tierschutz im Rat voran zu bringen.

(…)

Lesen Sie bitte die vollständige Pressemitteilung online unter:
archive.newsletter2go.com/?n2g…

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PROVIEH e.V. Pressemitteilung (01.07.2020; 08:05 Uhr)
presse@provieh.de

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Offene Anfrage: Warum sollten Tierschützer*innen/ Tierrechtler*innen noch in der Kirche verbleiben? (per email)

An den Bischof von Limburg und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing und den Landesbischof und Vorsitzenden des Rates der EKD Bedford-Strohm.

Betrifft:

Offene Anfrage: Warum sollten Tierschützer*innen/ Tierrechtler*innen noch in der Kirche verbleiben? (per email)

Sehr geehrter Herr Landesbischof und Vorsitzender des Rates der EKD Bedford-Strohm, sehr geehrter Herr Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing,

nein, dieser offene Brief soll nicht mehr überzeugen, es ist schon so viel gesagt, geschrieben und appelliert worden an die beiden großen Kirchen Deutschlands.

Wie Sie sicherlich wissen, haben sich im Zuge der Covid-19-Gefahr Abgründe in vielen gesellschaftlichen – vor allem wirtschaftlichen – Bereichen für die breite Öffentlichkeit aufgetan. Manche schauen ungläubig und entsetzt auf die menschenunwürdige Situation der Arbeiter in der Fleischindustrie, anderen wiederum gehen erschrocken „die Augen auf“, wie unsere sogenannten „Nutztiere“ – die Ärmsten, die Wehrlosesten, Rechtlosesten am Anfang der „Fleischproduktionskette“ für unseren Konsum, unseren Genuss, unseren Wohlstand gequält werden, leiden und sterben müssen. Wie alles mit allem zusammenhängt wurde in den Medien in den letzten Wochen ausführlich dargestellt und diskutiert – jede/r informierte Bürger*in weiß darüber Bescheid. Hier einige informative Quellen:

www.daserste.de/information/wi…

Wie Tierproduktkonsum zu Pandemien beiträgt

www.greenpeace.de/sites/www.gr…

Doch jetzt kommen wir zu unserem eigentlichen Anliegen:

Viele Aktionen und Anstrengungen wie z.B. Mahnwachen vor Kirchen, Schreiben an Kirchenvertreter*innen, Ersuchen um Gespräche mit Kirchenvertreter*innen haben wir hinter uns. Erfreulicherweise – aber leider nur in Einzelfällen – sind wir auf offene Ohren gestoßen. Das erkennen wir an. Aber leider hat zu ca. 85 % das Zeigen der „kalten Schulter“ von Seiten der Kirchenoberen/der Kirchenvertreter*innen uns und unserem Anliegen gegenüber überwogen. Wir sind diesbezüglich nun reichlich desillusioniert.

Ja, die evangelische Kirche hat im September letzten Jahres den EKD Text 133 veröffentlicht, in dem eine neue Wertschätzung für „Nutztiere“ gefordert wird. Papst Franziskus hat in seiner Enzyklika „Laudato si‘“ darauf hingewiesen, dass der letzte Zweck der anderen Geschöpfe nicht wir sind. Er hat das anthropozentrische Weltbild der Kirche sozusagen in Frage gestellt.

Das hat uns Hoffnung gegeben. Nur – es nimmt kein/e Vertreter*in der beiden großen Kirchen Stellung in der Öffentlichkeit dazu! Kann man Liebe und Barmherzigkeit in Kirchen predigen und die Milliarden von Kreaturen ignorieren, die für uns entsetzlich leiden und grausam sterben müssen, damit wir genießen können? Der Schriftsteller Jean Paul brachte es einst auf den Punkt: „Gerechter Gott! Aus wieviel Marterstunden der Tiere lötet der Mensch eine einzige Festminute für seine Zunge zusammen!“

Können wir Tierschützer*innen/ Tierrechtler*innen tatsächlich glauben, dass die Kirche meint, was sie publiziert? Papier ist bekanntlich geduldig. Gibt es in diesen großen Kirchen tatsächlich Liebe für unsere wehrlosen, ausgebeuteten, gequälten, grausam getöteten Mitgeschöpfe?

1. Korinther 13 fällt uns dazu ein: „Wenn ich mit Menschen-und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle.“

Aber – Gott sei gedankt, dass der Deutsche Ethikrat in seiner Stellungnahme zur Tierwohlachtung vom 16.06.2020 das übernommen hat, was auch Aufgabe der christlichen Kirchen gewesen wäre.

( www.ethikrat.org/pressekonfere… )

Es gibt zwischenzeitlich sehr viele veröffentlichte Expertisen, um sich zu informieren, deshalb werden wir an dieser Stelle die ökologische, gesundheitliche, ethische Frage nicht mehr näher beleuchten.

Wir möchten als Christ*innen, die sich seit langen Jahren mit „ihren Kirchen“ verbunden fühlten, die zunehmenden Kirchenaustritte thematisieren. ( www.tagesschau.de/inland/ansti… ):

Viele Tierschützer*innen/ Tierrechtler*innen fühlen sich von den Kirchen mit ihrem Anliegen, das Leiden der Tiere in den Kirchen endlich zur Sprache, ans Licht zu bringen, völlig ignoriert.

Was Prof. Erich Grässer (Theologe und Politiker) dazu sagte muss nicht mehr kommentiert werden:

Und so, wie die Kirchen im 19. Jahrhundert bei der sozialen Frage versagten, und die Arbeiter aus der Kirche herausgetrieben, so versagen sie heute im Tier- und Naturschutz und treiben die Tierschützer aus der Kirche heraus. Denn für Tierschutz hält sich die Kirche nicht für zuständig. Kirche sei für die Menschen da.

Woher kommt diese Tiervergessenheit in der Kirche? Nun, es liegt daran, dass die Ethik, die theologische wie die philosophische, meint, sie habe es nur mit dem Verhalten des Menschen zum Menschen und zur Gesellschaft zu tun. Das von Albert Schweitzer gewählte Bild ist deutlich: “Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, dass die Türe zu ist, damit ja der Hund nicht herein komme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, also wachen die europäischen Denker darüber, dass ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen.

Was wir heute erleben, ist ein mit dem Rechenstift ausgeklügeltes schreckliches Höllenspiel, in dem wir unsere Nutztiere in der Massentierhaltung zu Tiermaschinen herabstufen. Die Übermenge an Eiern, Fleisch und Butter, die die westlichen Wohlstandsgesellschaften auf diese Weise produzieren, ist mit menschenunwürdiger Tierquälerei bezahlt. Gegenüber dieser überall straflos praktizierten Ungeheuerlichkeit liest sich Albert Schweitzers Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben wie eine Botschaft von einem anderen Stern. Und eine Kirche, die zu dem allem schweigt, erklärt damit den Bankrott ihrer Barmherzigkeitspredigt!“

Nun unsere Frage an Sie – stellvertretend für viele andere Tierschützer*innen/ Tierrechtler*innen:

Was sollte Tierschützer*innen/ Tierrechtler*innen noch davon abhalten, aus der Kirche auszutreten?

Oder andersherum gefragt:

Warum sollten Tierschützer*innen/ Tierrechtler*innen noch in der Kirche verbleiben?

Über eine – tatkräftige – Antwort von Ihnen würden wir uns freuen.

Aus diesem Grunde schließen wir unsere offene Anfrage mit einem Zitat Goethes: „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehen. Indes ihr Komplimente drechselt, kann etwas Nützliches geschehen.“

Mit tierfreundlichen Grüßen,

Gez.
Monika Grieshaber (kath.)
Marianne Rautenberg (ev.)
Natascha Wenrich (konfessionslos)
Susanne Kirn-Egeler (ev.)
(Mitglieder im Bürgerbündnis mensch fair tier)
Siegfried Egeler (ehemals ev. Kirchengemeinderat)

Mit freundlichen Grüßen,

Susanne Kirn-Egeler
Diplom-Pädagogin

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Übersandt von:
Martina Patterson (30.06.2020; 19:24 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Veröffentlichungen von Dr. Helmut F. Kaplan
www.tierrechte-kaplan.org/

AKT – AKTION KONSEQUENTER TIERSCHUTZ (Peter H. Arras):
www.akt-mitweltethik.de/

Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 01.07.2020
twitter.com/fellbeisser

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