LESERBRIEF
zu: Illegale Videoüberwachung – Immer mehr Kameras im Wald (vom 17.10.2013)
www.fellbeisser.net/news/illeg…

Direktlink: www.swr.de/landesschau-aktuell… (vom 16.10.2013)

Anbei übersende ich Ihnen einen Link zur Pressemeldung des LJV – PLP als Reaktion auf eine Fernsehreportage des SWR bezüglich Wildkameras:

LANDESJAGDVERBAND RHEINLAND-PFALZ E.V. – Pressemeldung vom 18.10.2013

„Verbot von Wildkameras nicht zulässig“

Der Datenschutzbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner, möchte den Einsatz von Wildkameras verbieten lassen. Für Rechtsanwalt Klaus Nieding, Justitiar des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. (LJV), ist dieser Vorstoß juristisch nicht haltbar.

„Wir teilen die Auffassung von Herrn Wagner in keinster Weise“, betont Nieding. „Die Einschätzung, dass der gezielte Einsatz von Wildkameras an einer von Jägerinnen und Jägern eingerichteten Kirrung mit dem Datenschutzrecht (§ 6b BDSG) nicht vereinbar ist, kann in unseren Augen nur falsch sein. Eine Kirrung ist unserer Auffassung nach eine jagdliche Einrichtung, die einzig dem Anlocken des Wildes zum Zwecke der Erlegung dient. Daher handelt es sich bei dieser sehr kleinen und eng begrenzten Fläche um keinen öffentlich zugänglichen Raum“, so Rechtsanwalt Nieding. Jagdliche Einrichtungen – wozu z.B. auch Hochsitze gehören – sind Privatbesitz und dürfen nicht ohne weiteres betreten werden.

Kirrungen sind für die Jagd auf Wildschweine von großer Bedeutung, da an solchen Lockstellen mehr als die Hälfte aller Wildschweine erlegt werden. Die sich in Jagdrevieren im Einsatz befindlichen Wildkameras dienen nahezu ausschließlich der Beobachtung von Wildtieren, die solche Plätze aufsuchen. Wildkameras fördern eine tierschutzgerechte Bejagung, da durch die Vorselektion auf Fotos beispielsweise die Rottenstruktur bereits in Ruhe studiert und das richtige Stück zur Bejagung ausgesucht werden kann. „Wildkameras sind zur Populationskontrolle insgesamt geeignet und ein effektives Instrument zur Bejagung von Wildschweinen“, betont der LJV-Justitiar.

Kirrungen – und damit auch Wildkameras – werden von Jägerinnen und Jägern an solchen Plätzen angebracht, an denen die Wahrscheinlichkeit am geringsten ist, dass Waldbesucher diese Waldflächen betreten und somit vor die Linse geraten. Die in Wildkameras verwendete Technik ist mittlerweile so fortgeschritten, dass eine automatische Anonymisierung von Personen auf Bildern und Videosequenzen möglich ist. „Ein quasi ‚Totalverbot‘ von Wildkameras ohne jegliche Differenzierung ist daher bereits rechtwidrig“, sagt Klaus Nieding. Leidtragende eines Verbots dieser Hilfsmittel wären nicht zuletzt die Landwirte, da der mit einer erschwerten Jagd einher gehende Anstieg der Wildschweinpopulation zu noch größeren Schäden auf ihren Feldern führen würde.

LANDESJAGDVERBAND RHEINLAND-PFALZ E.V.
ANERKANNTER NATURSCHUTZVERBAND
www.ljv-rlp.de/PI_Wildkameras….

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V.
Egon-Anheuser-Haus – 55457 Gensingen – Tel.: 06727/89440 – Fax: 06727/894422
info@ljv-rlp.dewww.ljv-rlp.de

Günther Diether Klein, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, E-Mail: g.d.klein@ljv-rlp.de

Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. ist eine nach § 38 Landesnaturschutzgesetz anerkannte Naturschutzorganisation. Aufgaben und Ziele des Verbandes sind die Pflege und Förderung aller Zweige des Jagdwesens, insbesondere der Schutz und die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen sowie die Förderung des Natur- und Umweltschutzes, der Landschaftspflege und des Tierschutzes. Im 1949 gegründeten Landesjagdverband Rheinland-Pfalz sind die Jäger des Landes zusammengeschlossen. Er hat zurzeit rund 18.000 Mitglieder.

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“Wir führen nicht nur Krieg gegen die Tiere, sondern auch gegen die ganze Natur und damit gegen uns selber – denn alles, was wir den Tieren antun, kommt auf uns zurück. Dies ist der Grundkonsens in allen Weltreligionen: Ihr könnt nur ernten, was ihr sät.” (Dr. Franz Alt, Fernsehjournalist)

Übersandt von:

Dautermann Udo (18.10.2013; 22:34 Uhr)
atlantis76@freenet.de

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 19.10.2013
twitter.com/fellbeisser

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