Sehr geehrte Journalisten und Redakteure,

derzeit gibt es bayernweit intensive Diskussionen zum Volksbegehren Artenvielfalt “Rettet die Bienen”.

Anbei erhalten Sie einen Offenen Brief zum Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“, den wir an die Bioland-Mitglieder und Bioland-Partner in Bayern geschickt haben mit der Aufforderung, bitte beim Volksbegehren bis zum 13.2. zu unterschreiben.

Unterstützend haben wir ein Video erstellt, in dem Bioland-Bauern zum Unterschreiben beim Volksbegehren aufrufen. Das Video steht auf www.bioland.de/by und geht viral über die sozialen Netzwerke. Geht nur 2 Minuten.

Haben Sie eine Möglichkeit, diese Information zu verwerten, würden wir uns über einen kurzen Hinweis der Veröffentlichung sehr freuen.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Katja Gilbert
Bioland e.V.
Referentin des Landesvorsitzenden Bayern
Kommunikation und PR
Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg
T. +49 821 34680-178
F. +49 821 34680-135
M. +49 151 10820398
katja.gilbert@bioland.de

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Offener Brief an die Bioland-Mitglieder in Bayern
Ja zum Volksbegehren Artenvielfalt
„Rettet die Bienen“!

Bioland Landesvorstand zieht Zwischenbilanz zur Halbzeit des Volksbegehrens
Weitere Vorstandsmitglieder kündigen aus Protest ihre Mitgliedschaft beim BBV

Sehr geehrte Bioland-Mitglieder in Bayern,

auf seiner Vorstandssitzung in Plankstetten (Neumarkt i. d. Oberpfalz) hat der geschäftsführende Bioland Landesvorstand Bayern über den Stand des Volksbegehrens Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ eingehend beraten. Wir halten fest:

Das Volksbegehren ist eine Initiative für den Artenschutz – und nicht gegen die Landwirtschaft. Ziel des Volksbegehrens ist es, Regeln im bayerischen Naturschutzgesetz zu verbessern.

Es ist nicht hinnehmbar, dass der Bayerische Bauernverband in einem Offenen Brief, mit Anzeigen und in Videos die möglichen Auswirkungen des Volksbegehrens Artenvielfalt bewusst falsch interpretiert. Wir sehen uns gezwungen, wichtigen Fehlinterpretationen des Bayerischen Bauernverbands öffentlich zu widersprechen:

1. Falschbehauptung „Öko-Quote“: Es ist nicht das Ziel, am Markt vorbei eine staatlich verordnete Öko-Quote gesetzlich festzuschreiben wie Gegner und der Bayerische Bauernverband dies behaupten. Die Märkte für Öko-Lebensmittel entwickeln sich kontinuierlich durch die Investitionen der Marktpartner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Verbraucher wollen mehr heimische Bioprodukte aus Bayern.

2. Falschbehauptung „Öko-KULAP-Zahlungen würden eingeschränkt“: Die unbegründete Angstmache vor dem Verlust von finanzieller staatlicher Förderung bei der Entwicklung und beim Umbau der Landwirtschaft zu mehr Biolandbau in Bayern ist widersinnig und nicht hinnehmbar. Es werden auch künftig alle freiwillig erbrachten Umweltleistungen, wie z.B. der ökologische Landbau, entsprechend der EU-Vorgaben von staatlicher Seite finanziell unterstützt werden.

Zudem entsteht durch die bayernweite öffentliche Stimmungsmache gegen das Volksbegehren völlig unnötig Zwietracht unter den Landwirten – welcher den sozialen Frieden im ländlichen Raum und in der Bevölkerung belastet.

Der geschäftsführende Bioland Landesvorstand Bayern stellt klar:

1. Wir halten die Umsetzung der Ziele des Volksbegehrens Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ über eine Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetz

– die bayernweite Vernetzung von Lebensräumen für Tiere
– der Erhalt von Hecken, Bäumen und kleinen Gewässern in der Landwirtschaft
– der Erhalt und die Schaffung blühender Randstreifen an allen Bächen und Gräben
– der Ausbau der ökologischen Landwirtschaft
– die Umwandlung von zehn Prozent aller Wiesen in Blühwiesen
– die Ökologische Bewirtschaftung aller staatlichen Flächen
– die Aufnahme des Naturschutzes in die Ausbildung von Land- und Forstwirten

für geeignet, das bedrohliche Artensterben zu stoppen und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zu fördern.

Der Bioland Landesverband Bayern und alle anderen Öko-Verbände unterstützen mit der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ Bayern) und mehr als 170 weiteren Bündnispartnern das „Volksbegehren Artenvielfalt“.

2. Wir wehren uns mit Nachdruck gegen die völlig überzogene Kritik an einzelnen Vorschlägen und Bestimmungen, die später in Ausführungsbestimmungen nach Inkrafttreten des Gesetzes praxisnah im Detail geregelt werden können.

3. Wir informieren darüber, dass drei weitere Bioland Vorstandsmitglieder, die bisher noch im BBV Mitglied waren, aus Protest gegen die Positionen und Aktivitäten des Bayerischen Bauernverbandes bezüglich des Volksbegehrens Artenvielfalt ihre Mitgliedschaft beim BBV kündigen werden.

4. Wir unterstützen alle Bioland-Mitglieder, die sich ebenfalls gegen die Falschmeldungen zur Wehr setzen und sich für das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ engagieren.

5. Wir fordern alle Bioland-Mitglieder auf, das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ weiterhin tatkräftig zu unterstützen und – soweit noch nicht geschehen – sich bis spätestens Mittwoch, 13. Februar, in die Listen in den zuständigen Rathäusern einzutragen.

Bislang sind erst die Hälfte der benötigten Unterschriften zusammen gekommen. Nur wenn sich bis 13. Februar mindestens 10 Prozent der Wahlberechtigten persönlich in den Rathäusern eintragen, das sind etwa 1 Million Wahlberechtigte, ist das Volksbegehren erfolgreich.

Jede Unterschrift zählt!

Freundliche Grüße

Josef Wetzstein, Josef Braun, Hilmar Cäsar, Josef Friedl, Jürgen Schilling
Bioland geschäftsführender Landesvorstand Bayern

Weiterführende Informationen:

– Argumentationspapier der AbL –> PDF im Anhang
– Video „Volksbegehren: Das sagen Bauern & Promis“ von topagrar –> https://youtu.be/fxuIo19ssA
– Video „Das sagen Bioland-Bauern zum Volksbegehren Artenvielfalt“ –> http://www.bioland.de/by
– Informationen –> volksbegehren-artenvielfalt.de… und www.lvoe.de/

Zum Bioland-Verband
Bioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland. Über 7.700 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Hinzu kommen mehr als 1.000 Partner aus Herstellung und Handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt.

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Bioland e.V.
Kaiserstraße 18 55116 Mainz

Pressestelle
Gerald Wehde

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Präsident
Jan Plagge

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Presseabteilung Bioland e.V. (07.02.2019; 16:47 Uhr)
gerald.wehde@bioland.de

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 07.02.2019
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