Noch deutscherer oder: die sterbenden Hunde in Norwegen

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Der französisch-deutsche Kabarettist Emmanuel Falvi, bekannt als TV-Reporter Alfons, hat es auf den Punkt gebracht:
Es gibt tatsächlich eine zweite Steigerung des Adjektivs deutsch: deutscher, noch deutscherer.

So komisch das klingt – mit dem Adjektiv deutsch verbinden viele Menschen Geistesgrößen wie Hegel, Marx, Goethe, Beethoven und viele andere z.B. Erich Kästner.

Andere denken an maßlose Dummheit, Ignoranz und mörderisches Verbrechertum.

Am 10. September las ich die Nachricht von Asle Haukaas vom Veterinärinstitut in Oslo. Er beschrieb das Sterben vieler Hunde in Norwegen und dass man kein Antibiotikum hätte, um dieser Seuche Einhalt zu gebieten. Allerdings würde man mit Hochdruck forschen, um den oder die Erreger zu identifizieren.

Sofort gab ich ihm Kenntnis von dem Erfolg der Anwendung von Chlordioxid als Infusion oder orale Verabreichung und bot auch an, die wissenschaftlichen Hintergründe vor Ort zu erläutern.
Er bedankte sich in einer Rückmail und gab an, die Angelegenheit in einem Gremium besprechen zu wollen. Er wolle sich wieder melden.

Inzwischen erreichten mich Anrufe aus Norwegen mit der Bitte mitzuteilen, wie Chlordioxid herzustellen und anzuwenden sei. Eine Norwegerin kam nach Hamburg und holte sich die Informationen und die Chemie persönlich ab.
Das Ergebnis: Mehrere Hunde, die tödlich erkrankt waren, konnten mit Hilfe beherzter Tierärzte in Norwegen per Chlordioxid-Infusion in das Leben zurückgeholt werden.

Und Asle Haukaas vom Veterinärinstitut in Oslo? Der meldete sich nicht mehr.

Wie ist das zu bewerten? Ist es eine besonders üble Form der Ignoranz oder eine maßlose Dummheit, die in den obersten Etagen der Veterinärverwaltung Norwegens ihr Unwesen treibt? Lassen Leute wie Asle Haukaas tödlich erkrankte Hunde lieber sterben als sich mit dieser neuen Form der antibiotischen Therapie zu beschäftigen? Finden sie es besser, sich mit wissenschaftlichen Forschungen zu brüsten als den schwer erkrankten Wesen das Leben zu erhalten?

In Deutschland schwebt so ein Ungeist bereits seit Jahren durch die Behörden, die mit allen erdenklich fiesen Methoden verhindern wollen, dass Chlordioxid als sicherstes Heilmittel bei Infektionen zur Anwendung kommt.

Asle Haukaas und Co., toppen die das? Dann sind sie nicht deutscher, sondern noch deutscherer.
In Norwegen sterben die Hunde weiter und 33.000 Menschen sterben jährlich in der EU an multiresistenten Erregern.

Beste Grüße von Hamburg nach Oslo und auch nach Brüssel!

Dirk Schrader
Tierärztliches Institut für angewandte Kleintiermedizin
Rahlstedter Straße 156
22143 Hamburg

Tel.: 040-677 21 44
Fax: 040-677 37 98
Mail: HamburgVets@aol.com
Mail: VeterinariansHH@aol.com

www.tierärztliches-institut-h…

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Dirk Schrader (29.09.2019; 10:45 Uhr)
veterinarianshh@aol.com

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 29.09.2019
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1 KOMMENTAR

  1. Sehr geehrter Herr Schrader
    Mit Interesse habe ich Ihren Artikel über das norwegische Veterinäramt und Herrn Haukaas gelesen und muß Ihnen sagen, Sie haben vollkommen recht. Ich hatte mich, gleich nach nach bekannt werden der “Krankheitsfälle” in Norwegen, bei einem Newsletter angemeldet der mich angeblich über die Entwicklung auf dem Laufenden halten sollte, angemeldet. Das erfolgte bisher nur 1mal ! ca. 1 Woche nach Ausbruch der “Krankheit” in Norwegen wurde mir mitgeteilt das man keine neuen Erkenntnisse hat. Warum ich das Wort Krankheit in Gänsefüßchen setze ?
    Ich bin der Überzeugung das, aufgrund der großen, räumlichen Distanz zwischen den Fällen, keine Krankheit sondern eine selektive Vergiftung von Futterbrocken oder Leckerlis vorliegt. Die Symptome deuten ganz klar in diese Richtung. Ich fahre seit vielen Jahren mehrmals im Jahr mit meinen norwegischen Elchhunden nach Norwegen und frage mich nun, was soll die hirnrissige Bestimmung des Einfuhrverbotes von Hunde und Katzenfutter nach Norwegen ? Wir haben bisher das Futter für unsere Hunde immer von zu Hause mitgenommen. Harr Haukaas weiß bis Heute nicht was der Auslöser für das Sterben der Hunde ist ! Ich soll aber das Futter, von dem ich weiß das es in Ordnung ist, zu Hause lassen und in Norwegen das, evtl. von irgend einem Hundehasser, selektiv vergiftete Futter kaufen ?
    Das ist blinder Aktionismus und der Position des Herrn Haukaas unwürdig.
    Selbstredend werden wir nicht mit unseren Tieren, unter diesen Umständen, nach Norwegen reisen.
    MfG Peter Eul

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