Landschaften und Wölfe – Koexistenz braucht Bestandsregulierung (Video)

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Aufgesang GmbH – Pressemitteilung vom 17.06.2019

Hallo Herr Wöhl,

die Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung kann in Deutschland nur funktionieren, wenn eine Bestandsregulierung durchgesetzt wird. Darin sind sich Schäfer und Weidetierhalter in Deutschland einig. Sie fordern eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes hin zu einer 1:1-Umsetzung von EU-Recht. Heute fand dazu in Hannover ein Pressegespräch statt, bei dem unter anderem der Lehrfilm “Echte Fakten über Wölfe” vorgestellt wurde. Erfahren Sie mehr in der unten eingefügten Pressemitteilung sowie im beigefügten Informationsmaterial.

Das DVD-Cover des Lehrfilms sowie ein Foto des Vorstands des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung e.V. (v.l.n.r.: Gerd Dumke, Wendelin Schmücker, Maik Gersonde) zur freien redaktionellen Verwendung finden Sie unterhalb der Pressemitteilung als Link …

Beste Grüße!

Julia Schadeck

Digital Communications Management
Aufgesang GmbH

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Landschaften und Wölfe – Koexistenz braucht Bestandsregulierung

Berlin/Hannover, 17. Juni 2019. „Die Debatte über ein echtes und effektives Wolfsmanagement in Deutschland ist längst überfällig“, betont Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung e.V., anlässlich des Pressegesprächs zur Filmvorstellung „Echte Fakten über Wölfe“, „denn Koexistenz braucht Bestandsregulierung.“

Eine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung könne in der Kulturlandschaft in Deutschland nur funktionieren, wenn die Bestände der Wölfe reguliert und seiner unbeschränkten Ausbreitung in Deutschland Grenzen gesetzt werden. Anderenfalls sei die Weidehaltung von Schafen, Ziegen, Pferden und Rindern auf der Weide in Frage gestellt, betonte Jörn Ehlers, Sprecher des Aktionsbündnisses aktives Wolfsmanagement. Nicht nur die Weidetierhalter, sondern immer mehr Menschen im ländlichen Raum akzeptieren nicht länger, dass der Naturschutz ihnen allein die Folgen der Ausbreitung der Wölfe auflastet.

Im Rahmen des Pressegesprächs betonte Professor Hans-Dieter Pfannenstiel (FU Berlin/Zoologie) den Umgang mit den Wölfen sowie dessen aktuelle Verbreitung und Vermehrung. Er sagte: „Der Wolf kann bereits auf Grundlage des bestehenden europäischen Rechts in Deutschland in das Jagdrecht aufgenommen und über das bewährte Reviersystem reguliert werden. Beispiele für gelungene Regulierung bieten etwa Schweden, Frankreich und Finnland, wo Weidetierhaltung und Wolfsschutz, durch den Einsatz der Jagd und der Jäger, konfliktarm nebeneinander bestehen.“

Aktives Wolfsmanagement rechtlich möglich

„Die gezielte Entnahme von Wölfen (aktives Wolfsmanagement) ist nach internationalem und europäischem Recht grundsätzlich möglich. In einigen europäischen Ländern, wie beispielsweise im Nachbarland Frankreich, wird ein derartiges Management umgesetzt. Die Bedingungen dafür sind auch in Deutschland erfüllt, da die Wölfe keine vom Aussterben bedrohte Wildart sind. „Eine weitere ungehinderte Ausbreitung in vom Menschen dicht besiedelte, für die landwirtschaftliche Nutzung einschließlich Nutztierhaltung entwickelte Kulturlandschaft ist für die Erhaltung einer gesunden europäischen Wolfspopulation weder erforderlich noch sinnvoll“, betonte Hans-Heinrich Ehlen, Präsident des Zentralverbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen e.V. (ZJEN).

Regulierung zum Schutz für Menschen und Tierartenspektrum unabdingbar

„Ein aktives Wolfsmanagement ist nicht nur für die Abwehr von Gefahren für Leib und Leben von Menschen, sondern vor allem auch für den Schutz von Weidetieren, zur Erhaltung von Weidelandschaften, zum Schutz des übrigen Tierartenspektrums, sowie für die Gewährleistung der Sicherheit von Hochwasserschutz- und Seedeichen dringend erforderlich. Wölfe dringen in Gebiete und Kulturlandschaften vor, die für seine Wiederansiedlung definitiv ungeeignet sind, etwa intensiv genutzte Grünlandregionen sowie Almen, bei denen keine Präventionsmaßnahmen effektiv möglich sind“, sagte Gerd Dumke, stellv. Vorstand des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung e.V.

Von Bundesnaturschutzgesetz zur 1:1-Umsetzung von EU-Recht

Um Managementmaßnahmen, die Artikel 16 der FFH-Richtlinie eröffnet, rechtssicher anzuwenden, ist eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes hin zu einer 1:1-Umsetzung von EU-Recht dringend erforderlich. Für die notwendige Regulierung der Wolfspopulation über die ordnungsgemäße Jagd ist eine Überführung des Wolfes aus Anhang IV in Anhang V der FFH-Richtlinie unerlässlich. Außerdem muss der Wolf dem deutschen Jagdrecht unterstellt werden.

Die Wölfe überwinden wirksame Schutzbarrieren. In Deutschland glaubt man, dieser Problematik durch höhere Zäune, Herdenschutzhunde oder durch Flatterband begegnen zu können, während man die Wolfsgehege mit mehr als drei Meter hohen Zäunen und Überhang sichert. Die Wundertüte Wolf sorgt dagegen immer wieder für Tatsachen und Überraschungen. Während man in Frankreich das konventionelle „Wolfsmanagement“, den passiven Herdenschutz, für gescheitert erklärt und eine Reziprozität eingeführt hat, verlangt man hier von den Tierhaltern ein hoffnungsloses Wettrüsten gegen Wölfe.

Wenn Politiker und Naturschützer sich bei ihren Vorschlägen auf „Problemtiere“ und Entschädigungen konzentrieren, „geht das an der Realität vorbei und wird der Dimension, die das Problem inzwischen angenommen hat, nicht im Mindesten gerecht.“ In Wirklichkeit ist es so, dass allein in Brandenburg mehr Wölfe leben als in Schweden, wo längst eine Obergrenze eingeführt wurde.

Lehrfilm „Echte Fakten über Wölfe“

Mit ihrer tiefgründigen und facettenreichen Dokumentation „Echte Fakten über Wölfe“ haben sich der Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V. und die FDS UG zum Ziel gesetzt, für Aufklärung zu sorgen. Der Verklärung setzt sie „erlebte“ Fakten entgegen – und die Einschätzung von Wolfsexperten. DVD-Video Format 16:9, PAL, Länge 25 Minuten. ISBN 978-3-9819509-2-2.

Pressekontakt:

Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V.
Wendelin Schmücker
Wilhelm-Kuhr-Str. 5
13187 Berlin
Tel.: (0175) 7007260
E-Mail: wendelin.schmuecker@yahoo.de
Internet: www.wir-lieben-schafe.com/

Über den Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V.

Der Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V. hat das Ziel, über die Leistungen der Schafhaltung und damit der Schäferfamilien aufzuklären – ob nun im aktiven Küstenschutz durch Pflege der Deiche oder Offenhaltung und Schutz unzähliger Naturflächen in Deutschland.

Weitere Ziele sind die Förderung des Natur- und Umweltschutzes sowie die Unterstützung für unverschuldet in Not geratene Schafhalter durch Geld oder Sachzuwendungen. Der Verein, dem jeder Interessierte mit einer Spende oder einer Lamm-Patenschaft helfen kann, hat seinen Sitz in Berlin.

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Flyer aktuell:
mb.cision.com/Public/15241/284…

Weiterführende-Informationen Pressegespräch 2019-06-17:
mb.cision.com/Public/15241/284…

DVD-Cover Echte Fakten über Wölfe:
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Vorstand Förderverein-der-Deutschen-Schafhaltung e.V.:
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Aufgesang GmbH, Braunstraße 6A, Hannover, 30169 Deutschland

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Aufgesang Presse-Service (17.06.2019; 17:04 Uhr)
A897148633@distribution.cision…

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 18.06.2019
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