Von Melanie Marks

Lange Zeit galt die Jagd als Männerdomäne. Zunächst, weil der Mann so die Familie versorgen musste. Und auch später, als Trophäen wichtiger wurden, um den Rang eines Mannes zu zeigen. Frauen waren da nicht gerne gesehen. Jetzt aber ändert sich das.

Nadine Graf lädt ihr Gewehr. Es ist früher Nachmittag, die Sonne steht schon tief und scheint ihr auf den Rücken. Nadine sitzt in einem Hochsitz, im Jagdrevier um die kleine niederbayerische Gemeinde Straßkirchen. Sie blickt durch den Sucher des Gewehres. Vor ihr liegt eine Lichtung, rund einhundert Meter entfernt ist der Waldrand.

Nadine ist mit der Jagd groß geworden. Ihr Vater ist Förster und verwaltet das Revier bei Straßkirchen. Schon früher hat er sie mit ins Gelände genommen. Doch selbst wollte sie den Jagdschein erst später machen. “Hauptgrund war für mich eigentlich das Fleisch”, sagt sie. “Die Tiere leben hier einfach unter ganz anderen Bedingungen.” Ein Schwein oder ein Huhn lebe in der Massentierhaltung. Das Wild hingegen sei frei. “Und ich finde es legitim zu schießen, was man auch isst.”

Jeder fünfte Absolvent in Bayern ist eine Frau

BR24 – 11.01.2020; 07:23 Uhr
www.br.de/nachrichten/bayern/j…

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 11.01.2020
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