Eichenprozessionsspinner und Pestizide etc.

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Liebe tierliebende Menschen,

ich möchte mit diesem Rundbrief auf eine Gefahr aufmerksam machen, die schon vielen Tiergeschwistern heftige Beschwerden bereitet und sogar das Leben gekostet hat:

Es ist der Eichenprozessionsspinner, der nicht nur in Eichen seine Nester baut. Hier in Spanien ist die sog. Plage gerade vorüber, Hier nistet er auch in Pinien und anderen Bäumen und Sträuchern. In Deutschland bricht jetzt wohl gerade die Zeit an, in der die Tierchen aktiv werden und sie so langsam ihre Nester verlassen werden. Nur in dieser Phase ihres Lebens können sie zu einer Gefahr für Mensch und Tier werden. Ihr werdet dazu im Internet eine Menge Infos finden, auch solche, die viel Angst verbreiten können. Man muss keine Angst vor ihnen haben, sondern einfach nur achtsam sein und sich vorbereiten.

Die Haare des EPS, auch Brennhaare genannt, enthalten ein Gift, das bei den meisten Menschen und Tieren allergische Reaktionen, also Reaktionen des Immunsystems hervorruft, wenn sie damit in Berührung kommen. Die Symptome etc. sind weiter unten zu finden.

Bitte kontrolliert die gesamten Bäume und Sträucher in eurer Umgebung, in der ihr lebt und euch bewegt auf Nester und lasst diese entfernen oder

wenn ihr die Raupen selbst einsammeln wollt, unbedingt beachten, dass die Tierchen bis zu einem halbem Meter ihre Haare schießen lassen können! Das bedeutet, Augen, Nase, Mund schützen. Handschuhe sind obligatorisch und dann möglichst auf die Raupen einen Plastiksack o. ähnlich legen und sie vorsichtig in einen anderen Sack „hineinmanövrieren“. Wenn ihr das nicht tut, müsst ihr damit rechnen, dass die abgeschossenen Haare in eure Kleidung geraten und dann bleibt eigentlich nur noch, diese wegzuwerfen oder sie mit irgendwelchen, mir noch nicht bekannten Tricks, von diesen milimeterfeinen Haaren zu befreien, weil sie sonst natürlich mit der Haut in Kontakt kommen können. Manche Menschen benutzen wohl Haarspray oder Haarfestiger in Sprayform und sprühen die Tierchen zuvor damit ein. Das soll verhindern, dass die Haare abschießen können, weil sie verkleben.

Hier in Spanien verwenden sie oft sog. Pherhormon-Fallen, was eine ziemlich sichere und einfache Angelegenheit ist.

Vorneweg ein Fall, den ich im Internet dazu fand.

„Notfall in einer Tierarztpraxis: Ein Hund, der auffällig speichelt und Probleme mit dem Trinken hat, kommt zum Tierarzt. Durch eine eingehende Untersuchung stellt der Tierarzt fest, dass der Hund mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners in Kontakt geraten ist. Ein Teil der Zunge konnte nicht mehr gerettet werden – so intensiv wirkt das Gift bei Hunden. Hauptproblem: Die Brennhaare enthalten das Gift auch noch, nachdem sie sich vom Körper der Raupe gelöst haben. Überall dort, wo diese Nester und Föhren zu finden sind, können in der Umgebung die Brennhaare verteilt sein. Allein durch das Herumschnüffeln können Hunde damit also in Kontakt kommen.“

Und ich erzähle jetzt mal, wie ein solcher Befall im Fall von Kira, einer jungen Schäferhündin, die ich betreue, von mir behandelt wurde:

Kira rieb sich plötzlich ständig die Nase – am Boden, zwischen den Pfoten etc. Außerdem lief ihr viel Speichel aus dem Mund. Ihre „Eigenbehandlung“: Wasser trinken und die Nase ins Wasser halten. Ich schaute ihr in den Mund und sah, dass sie wunde, rote Stellen an der Innenseite der Lippen hatte. Plötzlich wurde mir klar, dass sie wohl mit den Raupen in Kontakt gekommen war, die ich morgens auf dem Hof gefunden und eingesammelt hatte.

Ich gab ihr sofort die Bach-Notfalltropfen (Rescue Remedies) ca. alle 15 Minuten und machte eine Mischung aus den Schüßler-Salzen 2, 3 und 4 in D6, die allesamt bei Allergien und Schwellungen sehr gut wirken. Ich löse die Tabletten immer in Wasser auf und gebe sie dann in den Mund. Eine Einwegspritze ohne Nadel hat sich sehr gut dafür bewährt. Von dieser Mischung, in die ich dann noch ein paar Tropfen der Notfalltropfen aus der sog. Stockbottle mischte, bekam sie in der ersten Stunde alle 15 Minuten eine Gabe. Das Speicheln und das Jucken ließen nach.

Beim mittäglichen Spaziergang sah ich dann zufällig, dass Kira eine dicke bläuliche Schwellung unter der Zunge hatte. Nach dem Spaziergang schaute ich in mein großes Repertorium von Kent (ein sehr bekannter Homöopath, der schon lange verstorben ist) und fand das Mittel Natrium Chloratum bzw. Muriaticum als einziges Mittel für eine Unterzungendrüsen-Schwellung. Nat-m ist auch eines der Schüßler-Salze und ebenfalls oft bei Schwellungen angezeigt. Ich wusste, dass ich mit der bisherigen Mischung auf der sicheren Seite war, gab Kira jedoch zusätzlich zu dieser Mischung Nat-m in D6 und ebenfalls aufgelöst im Wechsel – also Mischung, 15 Min warten und dann Nat-m. Das machte ich ca. 2 Stunden und alle Symptome verbesserten sich. Dann bekam sie die Mittel nur noch jede Stunde im Wechsel und abends war der Spuk vorbei! Kira´s Zunge war gerettet! Ich gab ihr noch zwei Tage lang 3 bis viermal täglich diese Mittel, um sicher zu gehen.

Ich selbst hatte eine „Attacke“ dieser Brennhaare an meinen Armen, weil ich die Raupen eingesammelt hatte, ohne sie zu schützen. Bei mir habe ich die Schüßler Salze 2, 3, 4, 8 und 10 verwendet. Nr. 10 u.a. wegen des starken Juckreizes. Nach ein paar Stunden waren die Schwellungen und der Juckreiz zurück gegangen, Ich nahm die Mischung noch ein paar Mal in den folgenden 3 Tagen und die Symptome waren weg.

Eines ist klar: Je früher man auf die ersten Symptome reagiert und weiß, was die Ursache ist, umso geringer ist natürlich der „Folgeschaden“. Dann ist es noch wichtig, zu sagen, dass jedes Wesen anders auf einen solchen „Angriff“ auf das Immunsystem reagiert. Mögliche Symptome, die bisher bekannt sind, werden weiter unten aufgeführt.

Diese Mischung kann auch bei einer Schwellung des Rachens etc. genommen werden. Sollte diese Behandlung nicht umgehend nach einer Stunde anschlagen, ab zum TA und Antihistamin geben lassen!

Es ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, weshalb die Schulmedizin (oder zumindest offensichtlich viele ÄrztInnen) nicht in der Lage ist, einen solchen Fall wie oben beschrieben, anders zu behandeln, als mit dem Herausschneiden des „kranken“ Teiles. Ich bin tief erschüttert über ein solches Vorgehen. Man hätte zumindest versuchen können, mit abschwellenden Medikamenten zu behandeln. Kühlen ist immer wichtig, denn es handelt sich um Entzündungen! Ganz sicher hätte auch ein passendes Anti-Histamin geholfen. Hier in Spanien verwenden sie Ibi 20.

Ob Antibiotika helfen, wage ich zu bezweifeln, denn es geht hier in erster Linie um eine heftige Reaktion des Immunsystems und nicht um Bakterien oder dergleichen.

Ich kann einfach nur raten, stets Notfalltropfen griffbereit zu haben. Auch das Schüßler-Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum in einer D12-Potenz ist ein hervorragendes Notfallmittel für fast alle Fälle. Tabletten der Schüßler-Salze am besten immer in Wasser auflösen, denn wenn die Tabletten auf Basis von Milchzucker hergestellt wurden, kann das bei Laktoseintoleranz zu Problemen führen. Billig und gut sind die Produkte der Fa. Pflüger.

Ich nehme eine Tablette eines oder mehrerer Mittel und löse sie in ca. 30ml Wasser auf und rühre ca. 10mal rechtsdrehend mit einem Plastik- oder Holzlöffel um. Kein kohlensäurehaltiges Wasser und kein Metall verwenden und das Gefäß weder in den Kühlschrank noch in die Nähe von elektromagnetischen Geräten und von Magnetfeldern stellen! Ich gebe dann direkt mit einer Pipette oder einer Einwegspritze ein paar Tropfen direkt in den Mund. Die aufgelösten Mittel wirken auch schneller, als die Tabletten.

Man kann auch andere Mittel verwenden wie z.B. homöopathische Mittel, wenn man darin bewandert ist. Auf keinen Fall herumexperimentieren! Sucht euch VORHER einen TA, der sich mit allergischen Schocks usw. gut auskennt.

Inwieweit DMSO oder MMS bzw. CDL in Frage kommen, weiß ich nicht. Vielleicht weiß jemand etwas dazu?

Ganz allgemein kann man sich in Bezug auf alternative Tierheilkunde auf der Webseite des Hamburger Tierarztes Dr. Dirk Schrader informieren.

Zu Symptomen etc. Infos dem Internet:

Die allergische Reaktion auf die Brennhaare kann je nach Hund sehr unterschiedlich ausfallen. Kommt es zum Kontakt, so weist Ihr Hund punktuelle Hautrötungen auf. Dabei kommt es zu starkem Juckreiz und Brennen auf der Hautoberfläche. Zusätzlich entstehen in manchen Fällen Bläschen. Nimmt Ihr Hund die Brennhaare über den Fang auf, so führt das zu Reizungen an Schleimhäuten und im Rachenraum. Es kommt zu Atemproblemen. Dazu zeigen sich vereinzelt Symptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und auch Reizungen der Augen. Vor allem Schleimhäute können bei Kontakt mit dem Gift absterben.

Wenn Sie Symptome dieser Art feststellen, müssen Sie mit Ihrem Liebling in jedem Fall zum Tierarzt. Sicherlich können diese Symptome auch für andere Allergieformen stehen – das kann aber nur der Tierarzt sicher bestimmen. Durch die Hundekrankenversicherung werden die Kosten der tierärztlichen Behandlung übernommen. Sie brauchen also nicht das Kostenrisiko zu scheuen, Ihren Hund gründlich auf den Befall durch die Brennhaare untersuchen zu lassen.

Mögliche Symptome und erste Anzeichen nach dem Kontakt mit den Raupen bzw. Haaren der Eichenprozessionsspinner können sein:

– ständiges Nase am Boden reiben
– Anschwellen von Zunge und/oder Kopf
– Reizungen an Mund und Nasenschleimhaut
– Entzündungen / Verkrustungen
– lokale Quaddeln
– Raupendermatitis
– Nesselsucht
– starker Juckreiz
– ständiger Husten ( hundepower.de/husten-beim-hund… )
– Fieber
– Müdigkeit
– Augen- bzw. Bindehautentzündung
– allergische Schocks
– Atemnot

Kälte ist ein effektives Hausmittel gegen Nesselsucht und Raupendermatitis. Auch Ringelblumentinktur oder Salbe können Wunder wirken. Weiterhin wirken Quarkwickel und Essigeinreibungen kühlend und können den extremen Juckreiz ( hundepower.de/juckreiz-beim-hu… ) für einige Zeit lindern. Doch Vorsicht! Zuviel kann die Haut auch austrocknen.

Bindehautentzündung durch Eichenprozessionsspinner

Wenn die feinen Nesselhaare der Eichenprozessionsspinnerraupen bzw. ihr Gift mit den Augen in Kontakt kommt, kann die Augenschleimhaut gereizt werden, was mitunter eine Bindehautentzündung beim Hund verursacht.

Hausmittel Bindehautentzündung Hund

Auch bei einer Bindehautentzündung kann eine Kühlung der betroffenen Stellen helfen. Weiterhin sollten die Augen öfter mit warmen, abgekochten! Wasser abgewaschen werden. Bitte aber unbedingt auf fusselfreie und saubere Tücher achten. Auch Augentrost (Euphrasia officinalis) Kompressen, Augentropfen oder Globuli haben sich bei einer Bindehautentzündung bewährt.

Halsentzündung, Bronchitis und asthmatische Beschwerden

Durch die Maulschleimhäute und/oder das Einatmen der feinen Eichenprozessionsspinner Haare wird die Hals- und Rachenschleimhaut gereizt. Es kommt dann in der Regel zu Schwellungen und Husten. In seltenen Fällen kann dies auch zu Atemnot, chronischer Bronchitis oder asthmatischen Anfällen führen.

Eichenprozessionsspinner Allergie beim Hund

Eine mögliche Allergie auf die Brennhaare des Eichenprozessionspinners oder die allergische Reaktion des Immunsystems kann ganz individuell und von Hund zu Hund sehr unterschiedlich ausfallen.

Quelle

Eichenprozessionsspinner

Ich möchte auch noch auf etwas anderes Wichtiges aufmerksam machen:

Vergiftung durch Pestizide, Insektizide, Herbizide wie z.B. Glyphosat, das z.B. in Roundup und vielen anderen Unkrautvernichtungsmitteln usw. ist. All diese Gifte gefährden auch unsere Haustiere. Es wird nicht nur massenhaft regelmäßig auf Feldern usw. versprüht. Viele Menschen benutzen dieses Giftzeug auch in ihren Gärten usw.. Wenn die Hunde und Katzen damit vor allem mit ihren Pfoten in Berührung kommen, kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen, die bis zum Tode führen. Oft wird diese Ursache nicht entdeckt und es sind schon tausende Tiergeschwister daran verendet!

Bitte! Benutzt keine Gifte und helft mit, dass andere Menschen dies ebenfalls nicht tun. Rechnet immer damit, dass irgendwann jemand irgendwo gesprüht hat. Wenn ihr seht, dass dort, wo ihr mit den Hunden geht, Kräuter verdorrt sind, ist in den meisten Fällen mit Gift gesprüht worden. Wenn es dann nicht mindestens eine Stunde gut geregnet hat, ist das Zeug noch auf der Erdoberfläche und kann Schaden verursachen, eure Tiergeschwister oder ihr damit in Berührung kommt.

Kein „Vernichtungsmittel“ ist harmlos! Schon gar nicht Glyphosat, das mittlerweile in allen darauf untersuchten menschlichen Körpern nachgewiesen wurde!

Ich wünsche euch und euren Tiergeschwistern eine glückliche, gesunde Zeit!

Renate

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baltini@gmx.de (11.06.2019; 18:54 Uhr)

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 12.06.2019
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