Von Harald Küng

Neuesten Recherchen des VGT Vorarlberg zufolge, werden weiterhin Kälber aus dem Ländle ins Drittland transportiert. Der Verein folgte den Spuren eines Transports von Lustenau über Spanien bis in den Libanon.

Erstmals ist es dem VGT gelungen, den Leidensweg dreier Kälber, darunter ein Tier aus Lustenau, von der Geburt in Österreich über die Mast in Spanien, bis zu deren Schlachtung im Libanon nachzuverfolgen. „Jetzt müssen politische Konsequenzen folgen“, fordert VGT Vorarlberg-Kampagnenleiter Tobias Giesinger in WANN & WO. „Das Land muss endlich die Verantwortung übernehmen, statt nach rechtlichen Schlupflöchern zu suchen, diese Transporte zu legitimieren. Wir machen seit Jahren darauf aufmerksam, dass Kälber, die das Land verlassen, schlussendlich auf grausame Art und Weise in Ländern außerhalb der EU geschlachtet werden. Wir fordern Landeshauptmann Wallner auf, ein Machtwort zu sprechen. Diese Transporte gehören sofort gestoppt.“ Gerade einmal wenige Wochen alt sind die Kälber aus der Milchwirtschaft, wenn sie ins Ausland transportiert werden. Damit eine Kuh wirtschaftlich gesehen genug Milch gibt, muss sie jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Die Kälber werden meist noch am Tag der Geburt von ihren Müttern getrennt. Die meisten weiblichen Kälber werden später als Milchkühe weitergenutzt – die männlichen sind für die Milchwirtschaft nutzlos. Zehntausende von ihnen werden jedes Jahr ins Ausland transportiert. Ihre Ziele sind riesige Mastanlagen in Italien, Spanien oder Polen. …

International-VOL.AT – Vorarlberg Online – 19.02.2020; 13:20 Uhr

“Diese Transporte gehören sofort gestoppt!”

Siehe auch:

Tod im Libanon – Der Weg österreichischer Milchkälber
www.ots.at/presseaussendung/OT…

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 19.02.2020
twitter.com/fellbeisser

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