Das Erlauben von Schächten

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An: ministerpraesident@stk.nieders…

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Weil,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir schließen uns dem Protest von Frau Rautenberg vollumfänglich an!

Nach EU Recht, darf keinem Tier unnötige Schmerzen und Angst zugefügt werden und die Tiere müssen vor der Schlachtung vollständig betäubt werden. Dass einzelne Länder hier ein religiöses Argument zugunsten einer Schächtung heranziehen, ist absolut rechtswidrig. Weder die Torah noch der Islam schreiben eine betäubungslose Schächtung vor oder verbieten die Betäubung. Das haben mosaische und muslimische Gelehrte längst bestätigt.

Es gibt lediglich ein biblisches Gebot “nicht das Blut der Tiere zu trinken, denn das ist ihr Leben”. Das war die archaische Vorstellung dieser Zeit, die nichts von Blutgefäßen und Kapillaren wusste und sich daher nicht vorstellen konnte, dass auch in einem ausgebluteten Tier Reste von Blut verbleiben.

Informationen zum Thema
Gutachten: Ajatollah Mohammed Fadlallah, hochgelehrte Islamische Autorität Referenz für die Schiiten befürwortet die Betäubung
Gutachten: Drusen-Sheik Anis El Jaouhari, hochgelehrte Islamische Autorität und Referenz für die Drusen befürwortet die Betäubung vor dem Schächten
www.animal-life.ch/projekte/be…

In Europa sind der Staat und die Religionen längst voneinander getrennt. Die Rechtsordnung in allen europäischen Staaten basiert nicht auf religiösen Regeln sondern auf klaren rational und faktisch begründbaren Grundsätzen. Diesen Rechtsgrundsätzen und gesellschaftlichen Werten sind auch archaische religiöse Vorstellungen unterzuordnen!

Mit empörten Grüßen,

Martina & Shawn Patterson
53909 Zülpich

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Gesendet: Donnerstag, 15. August 2019 um 18:16 Uhr
Von: “Martina Patterson” pattersonmatpatt@gmx.de
An: ministerpraesident@stk.nieders…
Cc: 321@bmel.bund.de, poststelle@bmel.bund.de
Betreff: Das Erlauben von Schächten

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An: ministerpraesident@stk.nieders…

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Weil,

ich schreibe Ihnen diese Zeilen als langjährige Genossin und ebenso langjährige Tierschützerin.

So nehmen wir inzwischen sehr professionell arbeitenden Tierschutzorganisationen und bundesweit agierenden Netzwerke das Versagen der Politik im Bereich Tierschutz, aber auch Arten- und Umweltschutz aktuell aus nächster Nähe wahr.

Beim Abfertigen von Tiertransporten bei weit mehr als 30 Grad C. hat sich Niedersachsen nicht nur bundesweit sondern sogar europaweit einen traurigen Namen gemacht. Die Sammelstellen sind bekannt und kursieren in allen Netzwerken.

Aber nun hat das Bundesland Niedersachsen diesen traurigen Rekord noch getoppt: Rituelles Schächten wurde erlaubt, und das ist nun wirklich nicht mehr hinnehmbar.

Das geschächtete Tier leidet unbeschreiblich Qualen. Die Angst, der nicht zu beschreibende körperliche Schmerz, die meist mehrfach angesetzten Schnitte lassen das Tier über mindestens 10 Minuten lang – oft auch länger – ganz entsetzlich leiden.

Und an diesem ” rituellen ” Vorgang ergötzen sich die Umstehenden. Das ist abartig und pervers und einer Zivilisation des 21. Jahrhunderts unwürdig.
Die Menschen wenden sich angewidert von einer Politik ab, die derartiges zulässt, und das zu Recht.

Mit zutiefst bedauernden Grüßen,

Marianne Rautenberg
SPD-Kommunalpolitikerin, Tierschützerin und BUND-Aktive

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Von: marry.rautenberg@t-online.de
Gesendet: 14.08.2019 um 07:21 Uhr
An: ministerpraesident@stk.nieders…
Betreff: Das Erlauben von Schächten

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Martina Patterson (15.08.2019; 18:19 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.de

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 16.08.2019
twitter.com/fellbeisser

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