BERLIN: Streit über schärferen Tierschutz

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Dekan der Charité warnt vor geplantem Gesetz, weil er dadurch den Forschungsstandort Berlin gefährdet sieht.

Andreas Abel

Berlin spielt eine führende Rolle in der biomedizinischen Forschung, ist damit aber auch die Hauptstadt der Tierversuche. Zuständig für Genehmigung und Kontrolle ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso). Dort wurden im Jahr 2016 mehr als 252.000 Tiere gemeldet, an denen Versuche vorgenommen wurden, ein leichter Rückgang zum Vorjahr um 1,6 Prozent. Die überwiegende Mehrzahl, rund 235.000, waren Mäuse und Ratten. Die Zahlen für 2017 liegen noch nicht vor. Für 45,6 Prozent der Berliner Versuchstiere wurde 2016 eine geringe Belastung hinsichtlich Schmerzen und Schäden angegeben. Allerdings wurde fast jedes vierte Versuchstier getötet, ohne dass an ihm zuvor ein Eingriff vorgenommen wurde. Diesen Tieren wurden Zellmaterial oder Organe entnommen, um sie zu wissenschaftlichen Zwecken zu verwenden.

Der Entwurf für ein weiteres Tierschutzgesetz aus der von Dirk Behrendt (Grüne) geführten Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz sieht einen strikteren Tierschutz vor als bisher. Anerkannten Tierschutzorganisationen soll ein weitreichendes Mitwirkungs- und Verbandsklagerecht bei Verwaltungsverfahren eingeräumt werden. Klagen sollen grundsätzlich aufschiebende Wirkung haben. …

Berliner Morgenpost – 14.04.2018; 03:00 Uhr
www.morgenpost.de/berlin/artic…

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 14.04.2018
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