Bericht über eine Mahnwache in Buchloe und München

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„Na und?“

Von Daniela Böhm

Eigentlich sollte Mitgefühl keine Rechtfertigung brauchen. Und doch … Vor einem Schlachthof zu stehen und gegen das Schlachten zu mahnen, bedarf ihrer. Ich weiß nicht, was am Tag unserer Mahnwache schlimmer ist: der eisige Wind oder der Zorn des Bauern, der sich wie die Glut eines feuerspuckenden Vulkans über uns ergießt. Ich weiß nur eines: wirklich schlimm ist das, was in diesem Schlachthof in Buchloe, der auch schon Vorhof zur Hölle genannt wurde, geschieht.

Das Schicksal, das die zwei ausgedienten Kühe erwartet, die der wutentbrannte Bauer soeben dort abgeliefert hat. Das ist schlimm. Nicht der tobende Bauer oder der Wind, der einem die Knochen gefrieren lässt. Aber dennoch spüre ich als Mensch in diesen Augenblicken sowohl die Eiseskälte, die mir zu schaffen macht, als auch den wutentbrannten Hass des Bauern. Ich bin mittendrin und fühle mich wie David gegen Goliath, wissend, dass ich ein hilfloser Verlierer bin. Diejenigen, die ihr Leben verlieren, kann ich nicht retten. …

„Na und?“

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Gesendet: Mittwoch, 05. Dezember 2018 um 21:09 Uhr
Von: “beluga49@bluewin.chbeluga49@bluewin.ch
Betreff: “NA UND”?

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Übersandt von:

Martina Patterson (06.12.2018; 17:13 Uhr)
pattersonmatpatt@gmx.net

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© ( www.fellbeisser.net/news/ ) am 07.12.2018
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