Schon wieder: Tetanusinfektion beim Hund

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Die faszinierende Geschichte von Hermann, dem 4-Monate alten Old English Bulldog aus Sandesneben

Tetanusinfektionen bei Hund treten bekanntlich sehr selten auf. Sie enden aber meistens tödlich. Antibiotika gegen den Erreger Chlostridium tetani helfen zwar, diese Fieslinge zum Stehen zu bringen, aber nicht ihr Gift, das das Nevensystem innerhalb von wenigen Tagen so schädigt, dass der Patient an schweren Krämpfen zugrunde geht. Auch „Tetanusserum“ hilft kaum – oder gar nicht.

Hermann wurde von seinem „Herrchen“ Christian H. an einem Freitag aus einer Tierklinik in Lübeck abgeholt und zu uns gebracht. Man hatte dort alle möglichen Untersuchungen angestellt, Röntgenbilder gefertigt und ihm für drei Tage „Intensivmedizin“ eine Rechnung von 350 Euro präsentiert. Die zuständige Tierärztin vermutete zum Schluß, dass Hermann eine Tetanusinfektion habe, es täte ihr leid.
Christian K. wollte den Hund erst am nächsten Tag bringen. Ich sagte ihm jedoch, dass bei einer solchen Diagnose „die Hütte brenne“und er solle gefälligst Gas geben. Jede Stunde der Nichtbehandlung sei einen Meter weiter über den Styx in Richtung Hades.

(Für Nicht-Griechen: Der Styx, ein Fluss aus der griechischen Mythologie, trennt die Welt der Lebenden von der der Toten, auch Hades bezeichnet.)

Christian H. gab Gas. Am Nachmittag war er da: Hermann, ein von Krämpfen gequältes Bündel Elend, konnte seinen Kiefer keinen Spalt mehr öffnen. Streckkrämpfe traten auf. Sein Gesicht zeigte sich arg gekräuselt. Ein klassischer Endzustand der Tetanusinfektion.
Ohne Aussicht. Nach Lehrbuchmeinung: Ein Fall für die Einschläferung. Und zwar sofort; Schließlich gibt es ja auch das Tierschutzgesetz, das Tierärzten vorschreibt, Qual der Tiere zu beenden.

H. hatte im Text Unheilbar war gestern auf unserer Webseite www.kritische-tiermedizin.de über den Fall des Maliniois-Rüden der Familie S. gelesen. Tränen überfluteten die Augen des großen kräftigen Mannes. Ich sagte ihm, Hermann hätte nur eine einzige Chance: das tun, was auch die Familie S. getan hatte: Frau S. hatte ihrem Malinois ein Mittel zubereitet, welches mir als Therapeuten von der Hamburger Gesundheitsbehörde unlängst untersagt worden war herzustellen und anzuwenden. Sie hatte sich seinerzeit die „Chemie“ unverzüglich besorgt und konnte sie auch an Christian H. weitergeben. Ausgerechnet: Sie wohnt ganz in der Nähe von H.´s Haus.

Täglich mehrere Telefonate: „Tierhalter helfen Tierhaltern“. Frau S. hatte ja inzwischen alles, was sich über Tetanus im Internet fand, gelesen und mir, einem Tierarzt, erzählt, was ich alles mal über Tetanus wusste … Jetzt war sie unsere „Sonderbeauftragte für das Tetanuswesen“ …

Die symptomatische Therapie mit Schmerzmitteln, Krampf-mindernden Mitteln, Infusionen, einer Nasenschlundsonde und dem „Wundermittel aus der Retorte“ stoppten Hermanns Fahrt über den Styx. Nach fünf Tagen war klar – er würde weiterleben.

Heute tollt Hermann um´s Haus und über den Rasen der Familie H.

Unser Dank gilt Jim Humble – dem Mann, der die oben genannte Chemie zum erfolgreichen Wirkstoff gegen alle bekannten Infektionen machte. Er setzte sich durch gegen die infernalischen Verleumdungen seiner Idee und zeiht all diejenigen, die sein Werk vernichtet sehen wollen, der Lüge, der maßlosen Dummheit und eines ungeheuren Verbrechens gegen Mensch und Tier. Wir werden weiterhin denjenigen Hilfe gewähren, die an der Schulmedizin verzweifeln.

Dirk Schrader, Hamburg

Tierärztliches Institut
für angewandte Kleintiermedizin

Rahlstedter Straße 156
22143 Hamburg
Tel.: 0049-40-677 21 44

www.tieraerzte-hamburg.com
www.kritische-tiermedizin.de

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Dirk Schrader (16.08.2015; 13:34 Uhr)
VeterinariansHH@aol.com

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 16.08.2015
twitter.com/fellbeisser

Photo by rarvesen

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