Zur realistischen Einschätzung darüber, ob Optimismus in der Tierrechtsbewegung angebracht ist, empfiehlt sich ein Blick in den Nahen Osten, wo gerade wieder ein sinnloser und grausamer Krieg stattgefunden hat. Bedenkt man, um wieviel wertvoller und wichtiger Menschen und Menschenrechte gelten im Vergleich zu Tieren und Tierrechten und bedenkt man weiter, daß dennoch die ganze Welt diesem barbarischen Abschlachten wochenlang zugesehen hat, sollte einem dämmern, wieviel Optimismus im Hinblick auf die Verwirklichung von Tierrechten angemessen ist.

Die Welt wird immer ein Jammertal bleiben, weil Dummheit und Bösartigkeit die menschlichen Merkmale schlechthin sind und der einzige echte Handlungsanreiz fast aller Menschen der eigene Vorteil, also der Egoismus ist. Wer das nicht glauben will, höre sich Politikerreden an: Diese stellen – realistischerweise – IMMER offene oder verdeckte Appelle an den Egoismus der Menschen dar.

In DIESEM Umfeld muß Tierrechtsarbeit stattfinden. Das Beste, das wir erhoffen können, ist, daß wir möglichst viele der wenigen Menschen finden und motivieren, die zu selbstlosem Handeln fähig und bereit sind. In diesem bescheidenen Sinne können wir zuversichtlich sein: daß wir das Wenige, das möglich ist, auch tatsächlich verwirklichen. Und dann sollten wir Albert Schweitzers Worte bedenken: „Alles, das du tun kannst, wird in Anschauung dessen, was getan werden sollte, immer nur ein Tropfen statt eines Stromes sein; aber es gibt deinem Leben den einzigen Sinn, den es haben kann, und macht es wertvoll.“

Copyright: Helmut F. Kaplan

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