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Claudia Kansy steht mitten im Leben. Sie arbeitet für eine Modekette in Deutschland: Vierzig Plus. Und sie hat zwei Hunde.

Der Jüngere, Linus ist 12 Jahre alt und springlebendig. Krank? Niemals. Vor Wochen bemerkte Claudia Kansy, dass Linus nicht mehr so recht seine Mahlzeiten zu sich nimmt. Es kam der Tag, an welchem er seine Nahrung vollständig verweigerte. Sein Verhalten signalisierte: „Ich bin krank“.

Die Tierärztin, die Linus schon lange kennt, macht ein Röntgenbild, nimmt Blut ab. Die Ergebnisse: Linus zeigt keine Auffälligkeiten, die medizinisch verwertbar wären. Trotzdem bekommt er Spritzen – Antibiotika, man kann ja nie wissen – und Cortison. Linus isst nun gar nicht mehr und schaut bekümmert sein Frauchen an. Die fährt in eine Tierklinik, in der 21 Tierärzte und Tierärztinnen tätig sind, also „Kompetenz hoch 21“. Sie stellt Linus vor und übergibt die Röntgenbilder und das Blutbild.
Intensive Untersuchung nochmal: Blutabnahme, Röntgen (viele Röntgenbilder), Sonographie des Bauchraumes: „Linus hat nichts, aber vielleicht hat er zu viel. Magensäure …“

Endoskopisch wird Magenschleimhautgewebe und entnommen: Kein Befund, nix.

Claudia Kansy sagt immer wieder, dass Linus bis vor kurzem, als er noch Nahrung zu sich nahm, meistens eine eigenartige Beule im Bereich des Unterbauchs zeigte, die auch fühlbar war. Nach Bezahlung der Rechnung über etwa 1000.- € bekommt sie den Rat, Linus die Nahrung zu verflüssigen und einzugeben. Sie bekommt Angst, denn sie weiß, dass ihr Hund sehr krank ist und fährt am 6. Mai 5 Stunden über die Autobahn nach Hamburg-Rahlstedt.

Wir haben uns die Blutbilder von Linus angesehen. Da gab es keine Besonderheiten. Seinen Bauch haben wir durchgefühlt: er war ziemlich fest. Allerdings haben wir ein Röntgenbild gemacht – genau 15 Minuten nach Eingaben eines Kontrastmittels: Sofort war klar ersichtlich, dass Linus eine viel zu große Milz hatte und es bestand der Verdacht eines Kompartment-Syndroms: Überfüllung des Bauchraumes – aber nicht etwa durch Nahrung.

Linus wurde in Narkose gelegt und aus dem Bauch eine übergroße Milz entfernt. Das war’s.
„Ich musste ihm auch ein Kontrastmittel eingeben und dann nach 24 Stunden wieder zum Röntgen kommen. Da hat man sich gewundert, dass auf dem Röntgenbild kein Kontrastmittel zu sehen war …“, sagte Claudia Kansy.

„Merkwürdig“, dachte ich „seit wann gibt man ein Kontrastmittel ein und wartet mit der Röntgenaufnahme 24 Stunden“?

Ich habe in der Röntgenologie (Studienfach Strahlenheilkunde) immer wieder gehört, dass man eine Röntgenaufnahme pünktlich 15 Minuten nach der Eingabe des Kontrastmittels macht. Ich erinnere mich deshalb so genau, weil der Prof. damals das Lied von Udo Lindenberg so toll fand: „In 15 Minuten – sind die Russen auf dem Kurfürstendamm – sie kommen uns besuchen – nur mal so“ und so weiter. Das hat der „Große Radiologe“ der Universität Utrecht, Pim Wolvekamp, uns auch mal bestätigt, als er noch nach Hamburg-Rahlstedt kam, um Vorträge zu halten. Der machte allerdings immer schon 10 Minuten nach der Kontrastmitteleingabe eine Röntgenaufnahme. Und dann viele weitere, naja.

Tjö – dann haben die wohl gefehlt, als das an der Uni durchgenommen wurde.

Linus? Seine Augen haben wieder Glanz und er nimmt seine Nahrung – wie gewohnt.

Dirk Schrader, Hamburg

Tierärztliches Institut
für angewandte Kleintiermedizin
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22143 Hamburg
Tel.: 040-677 21 44
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VeterinariansHH@aol.com (08.05.2011; 12:05 Uhr)

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 08.05.2011

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