G8-Gipfel - Welttierschutzgesellschaft WSPA veröffentlicht Studie zur Welternährungskrise

07.07.2008 - 08:04 Uhr
Pressemitteilung von: World Society for the Protection of Animals (WSPA)

(openPR) - Die Ergebnisse der WSPA-Studie zeigen den Zusammenhang zwischen Ernährungskrise und weltweit fortschreitender Massentierhaltung auf.

In Anbetracht des bevorstehenden G8-Gipfels und der damit einhergehenden Debatte um die Bekämpfung der Armut in den sogenannten Entwicklungsländern macht die World Society for the Protection of Animals (WSPA) auf die Ergebnisse einer Studie aufmerksam:
Die Untersuchung “INDUSTRIAL ANIMAL AGRICULTURE - PART OF THE POVERTY PROBLEM” kommt zu dem Schluss, dass durch die Förderung der industriellen Massentierhaltung die Verarmung - insbesondere der ländlichen Bevölkerung - zugenommen hat. Dazu der Ernährungs- und Landwirtschaftsexperte Colin Tudge in seinem Kommentar: “Die WSPA hat in moralischer und politischer Hinsicht einen überzeugenden Bericht veröffentlicht, indem die Konsequenzen der industriellen Farmproduktion für die wachsende Nahrungsmittelkrise eingehend beleuchtet werden”.

Industrialisierte Tierproduktion unterstützt globale Verarmung

Einerseits dränge Massentierhaltung Millionen Menschen in unwiderrufliche Arbeitslosigkeit. Diese gilt als Hauptursache für die akute Armut weiter Teile der Weltbevölkerung und wirkt zerstörend für Leben, Gesellschaft und Landschaft. Wirtschaftliche und nationale Interessen förderten das Aufkommen von Massentierhaltung und nützen eher dem Status Quo der Wirtschaftsnationen. Hunger- und Armutsbekämpfung beginnt bei dem Schutz der Tiere. Denn industrielle Massentierhaltung hat verheerende Auswirkungen für Familien, mittelständische Bauern und Landgemeinden und stellt eine Bedrohung der Nachhaltigkeit der Landbevölkerung als auch der traditionellen Nahrungsproduktionssysteme dar. Zudem streben Besitzer industrieller Tierfarmen die Minimierung ihrer Kosten an und stellen weniger Arbeiter ein.

Umdenken notwendig

Aus der Studie geht weiterhin hervor, dass es effektiver wäre, mehr essbares Getreide zu produzieren, um den Hunger der Menschen direkt mildern zu können. Der Welternährungsrat der UN schätzt, dass allein die Verlagerung von 10 bis 15 Prozent von Getreide aus dem Futtermittelbestand ausreichen würde, um den aktuellen Ernährungsbedarf der Weltbevölkerung abzudecken.

Mehr Informationen finden Sie unter folgendem Link:
www.wspafarmwelfare.org/resources/WSPA_Poverty_Report_English.pdf

Interviewanfragen können Sie an unsere Ansprechpartnerin in London richten:

Olivia Langhoff
Leiterin der internationalen Kampagnenkoordination
WSPA
1 st Floor, 89 Albert Embankment, London, SE1 7TP, UK
T: +44(020) 7840 4290
F: +44(020) 7793 0208
E-Mail: olivialanghoff [at] wspa-international [dot] org

Sie können sich auch direkt an das deutsche Team wenden:

World Society for the Protection of Animals (WSPA)
Bettina C. Praetorius
Kaiserstraße 22
53113 Bonn
Tel.: 0228-956 34 55

www.wspa.de

Die World Society for the Protection of Animals (WSPA) ist eine international arbeitende Tierschutzorganisation und zugleich das größte Netzwerk von Tierschützern weltweit. Unsere Hauptaufgabe: die Tierschutz-Standards in der ganzen Welt zu verbessern und zu garantieren. Zusammen mit 928 Mitgliedern setzen wir uns in 153 Ländern durch Kampagnen, Bildungsprojekte und/oder die direkte Hilfe vor Ort für den Schutz von Tieren ein. Unser Ziel ist, dass die Grundsätze des Tierschutzes weltweit verstanden, respektiert und durch die Gesetzgebung geschützt werden - für eine tierfreundlichere Welt. Die WSPA besitzt Beraterstatus bei dem Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen.

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