Newsletter
Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
13.06.2008
INHALT
Pressemitteilung: Über 1.000 Unterschriften für Südafrikas Elefanten
Kleine Anfrage zum Zuchtprogramm für Sibirische Tiger
Schweiz: Bundesgericht entscheidet über Affenversuche
Verbandsklage: Neue Unterschriftenliste für Sachsen
Schimpansen als Fernsehdarsteller gefährden den Artenschutz
Neues Flugblatt: Klimaschutz durch Tierschutz
Mitmachaktion und Demoaufruf: Handel mit Robbenprodukten beenden
Österreich: Petition für die Freilassung der inhaftierten Tierschützer
Ruf nach einem „Stierkampffreien Europa“ wird lauter
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Über 1.000 Unterschriften für Südafrikas Elefanten
Im Februar 2008 beschloss Südafrika einen Rahmenplan, der das Culling, das Töten ganzer Elefantenherden, ermöglicht. Offizielle Begründung war, dass sich die Elefantenherden zu stark vermehren und zu einer ökologischen Belastung würden. Wissenschaftler sehen dies anders. Sie bewerten das Töten ganzer Herden nicht nur als rückschrittlich, ineffektiv und unethisch, sie halten es auch aus ökologischer Sicht für verfehlt. Der Bundesverband rief daraufhin zum Sammeln von Unterschriften gegen das Abschlachten der Elefanten auf und forderte stattdessen, Alternativen wie Umsiedlung, Geburtenkontrolle, Vergrößerung bzw. Verbindung der Parks sowie die Ausweisung von Schutzzonen für andere Arten zu nutzen. Über 1.000 Unterschriften sind so zusammengekommen. Zusammen mit einem Protestbrief wurden Sie am 12.Juni an Umweltminister Marthinus van Schalkwyk geschickt. In dem Brief kritisierte der Verband auch, dass der wieder zugelassene Verkauf von Elfenbein die Wilderei verschlimmere. Vor kurzem wurde bekannt, dass das Sekretariat des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) zum ersten Mal seit über zehn Jahren dem internationalen Handel mit Lagerbeständen von Elfenbein aus Culling-Beständen zustimmte. Die Organisation Animal Rights Africa übermittelt die Pressemitteilung vor Ort an Südafrikanische Medien. Vielen Dank an alle, die sich an der Aktion beteiligt haben.
>Pressemitteilung: Over 1.000 Germans protest against elephant culling
Many tourists visiting South Africa are Germans. Therefore it might be of special interest to the Department of Environmental Affairs and Tourism that more than 1.000 Germans have now sent a protest letter to the Department criticising Minister van Schalkwyk’s plan to allow the culling of elephants.
Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung in englischer Sprache:
www.tierrechte.de
Mehr Infos zum Thema unter: www.tierrechte.de
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Kleine Anfrage zum Zuchtprogramm für Sibirische Tiger
Die Grünen nutzten das parlamentarische Instrument der Kleinen Anfrage (Drucksachennummer 16/9264) diese Woche, um Näheres zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Sibirische Tiger zu erfahren. Ziel war es, herauszufinden, ob das Programm auch die Tötung nicht reinerbiger Jungtiere vorsieht. Hintergrund war die Tötung von nicht reinerbigen Jungtieren dieser Art im Magdeburger Zoo.
Mehr Infos zum Thema und eine Protestaktion finden Sie hier: www.tierrechte.de
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Schweiz: Bundesgericht entscheidet über Affenversuche
Das Schweizerische Bundesgericht, die oberste Recht sprechende Behörde der Schweiz, muss über zwei Tierversuchsprojekte mit Affen entscheiden, die von Wissenschaftlern an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) sowie an der Universität Zürich 2006 beantragt worden waren. Das kantonale Veterinäramt hatte die Versuche zunächst genehmigt. Daraufhin hatte die Tierversuchskommission des Kantons Zürich die beiden Versuchsprojekte im November 2006 angefochten. In beiden Fällen vertrat sie dabei die Ansicht, die geplanten Experimente seien aufgrund der unverhältnismäßigen Belastungen für die Versuchstiere rechtswidrig, wobei vor allem auch die Tierwürde übermäßig verletzt werde. In beiden Fällen stützte die Gesundheitsdirektion die Auffassung der Tierversuchskommission. Gegen diese Entscheide legten die betroffenen Forscher beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein, die jedoch vom Verwaltungsgericht Anfang Mai 2008 abgelehnt wurde. Auch gegen diese Urteile legten die Forscher Beschwerde ein, so dass nun das Bundesgericht entscheiden muss. In Deutschland wurden 2006 Affenversuche in München und Berlin nicht genehmigt. Der Bundesverband setzt sich für ein Verbot von Tierversuchen an Affen ein – als ersten Schritt auf dem Weg zum Ausstieg aus dem Tierversuch.
>Infos zur Situation in der Schweiz unter: www.nzz.ch
>Infos zur Kampagne „It’s my life – Für ein Verbot von Affenversuchen“: www.affenversuche-stoppen.de
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Verbandsklage: Neue Unterschriftenliste für Sachsen
Da die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage im September im Sächsischen Parlament beraten wird, sollten in Sachsen möglichst viele Unterschriften gesammelt werden. Hierfür gibt es eine neue Unterschriftenliste, die genauer erklärt, um was es bei der Tierschutz-Verbandsklage geht.
> Die neue Unterschriftenliste kann hier heruntergeladen werden: www.tierrechte.de
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Schimpansen als Fernsehdarsteller gefährden den Artenschutz
Wie das Fachjournal Science berichtet, sind Sendungen wie die Serie “Unser Charly” kontraproduktiv für den Artenschutz. Der Auftritt von Schimpansen in Unterhaltungssendungen bewirke, dass die Öffentlichkeit die Bedrohung dieser Tiere unterschätzt. In einer Untersuchung wurde festgestellt, dass ein Drittel der Testpersonen Schimpansen für nicht gefährdet hielt, während sich fast alle Befragten der Bedrohung von Gorilla und Orang-Utan bewusst waren. Und dies, obwohl der Bestand an Schimpansen in den letzten 30 Jahren um mehr als zwei Drittel zurückgegangen ist.
Mitmachaktion: Fordern Sie den Programmdirektor des ZDF auf, die Sendung „Unser Charly“ aus dem Programm zu nehmen unter: www.prowildlife.de
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Neues Flugblatt: Klimaschutz durch Tierschutz
Klimawandel, globale Erwärmung, Treibhausgase, Umweltverschmutzung – unser Landesverband Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V. beleuchtet mit seinem neuen Flugblatt die Zusammenhänge zwischen dem Konsum tierischer Nahrung, die daraus resultierenden globalen ökologischen und wirtschaftlichen Folgen sowie die gesundheitlichen Auswirkungen für jeden Einzelnen. Es zeigt auf, dass der Schlüssel zu einer nachhaltigen Welt in einer vegetarischen/veganen Ernährung liegt. Das Flugblatt kann bei der Geschäftsstelle des Landesverbandes bestellt werden.
Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V.
Alexanderstraße 13
70184 Stuttgart
Tel. (07 11) 61 61 71
Fax:(07 11) 61 61 81
www.tierrechte-bw.de
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Mitmachaktion und Demoaufruf: Handel mit Robbenprodukten beenden
Auch in diesem Frühjahr wurden wieder hunderttausende junger Sattelrobben vor Ostkanada ihres Felles wegen grausam getötet. Die EU-Kommission soll nun endlich ein Gesetz ausarbeiten, das die Einschränkungen des Handels mit Robbenprodukten innerhalb der EU definiert.
>Schreiben auch Sie eine Email an José Manuel Barroso, den Präsidenten der Europäischen Kommission, und fordern Sie ihn auf, den Handel mit Robbenprodukten endlich zu beenden unter: www.stopptdierobbenjagd.de
>Terminhinweis: Am 1. Juli findet in Brüssel eine große Demo für ein Einfuhrverbot von Robbenprodukten in die EU statt.
Beginn: 14:00 Uhr
Ort: Europäische Kommission, Wetstraat 175-200 (zwischen dem Justus Lipsius und dem Berlaymont Gebäude)
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Österreich: Petition für die Freilassung der inhaftierten Tierschützer
Auch der Verband Österreichischer Tierschutzorganisationen bittet um Unterzeichnung einer Petition für die Freilassung der zehn Inhaftierten unter: www.pro-tier.at
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Ruf nach einem „Stierkampffreien Europa“ wird lauter
Anlässlich einer „Ausstellung“ von Stierkampfbefürwortern in Räumlichkeiten des EU-Parlamentes, veranstalteten Tierschützer eine Gegenveranstaltung, die bei den Abgeordneten ihre Wirkung nicht verfehlte.
Mehr Infos unter: www.derwesten.de
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Roermonder Str. 4a, 52072 Aachen
Internet: www.tierrechte.de/
Kontakt: Pressestelle – Stephanie Elsner
Tel.: 05207 – 929263, E-Mail: elsner@tierrechte.de
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich auf rechtlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung und Umsetzung elementarer Tierrechte ein. Als Dachverband sind ihm etwa 100 Vereine sowie persönliche Fördermitglieder angeschlossen. Seit seiner Gründung ist er als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.
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