Freitag, 28. November 2014
Pressemitteilung
(Echte) Pressemitteilungen

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VIER PFOTEN begrüßt Schritt zur Eindämmung der Streunerpopulation

Schwerin / Hamburg, 15. September 2014 – Als erstes deutsches Bundesland will Mecklenburg-Vorpommern bis Ende des Jahres die Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang verbindlich einführen. VIER PFOTEN begrüßt die Einführung der Kastrationspflicht. Sie ist die einzige Möglichkeit, die Anzahl streunender Katzen dauerhaft zu verringern. In Rostock besteht seit Juni 2013 eine städtische Kastrationspflicht. Bereits jetzt ist dort die Zahl der Jungtiere deutlich zurückgegangen.

Das Leid der Streunerkatzen ist groß: „Schätzungsweise zwei Millionen streunende Katzen leben in Deutschland. Sie führen ein jämmerliches Dasein: Sich selbst überlassen kämpfen sie täglich ums Überleben. Viele sterben qualvoll an Hunger und unbehandelten Krankheiten“, erklärt Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin von VIER PFOTEN. „Verschärft wird das Problem durch nicht kastrierte Hauskatzen mit Freigang, die sich unkontrolliert mit freilebenden Katzen verpaaren.“ VIER PFOTEN führt deshalb regionale Kastrationsaktionen durch und unterstützt Städte und Gemeinden bei der Umsetzung kommunaler Kastrationsverordnungen. Im Oktober 2014 sind in den Gemeinden Dannenberg und Bleckede in Niedersachsen die nächsten Kastrationsaktionen geplant.

VIER PFOTEN, TASSO e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) haben im März 2012 das Bündnis „Pro Katze“ gegründet. Gemeinsam setzen sich die drei Tierschutzorganisationen für eine bundesweite Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von Freigängerkatzen ein.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.sie-sind-ueberall.org/

Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN setzt sich für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Mit nachhaltigen Kampagnen fordert VIER PFOTEN artgemäße Lebensbedingungen für Nutz-, Heim- und Wildtiere sowie ein Ende von Tierversuchen. Bären und Großkatzen aus katastrophaler Haltung finden in den VIER PFOTEN Schutzzentren ein tiergerechtes Zuhause. Orang-Utan-Waisen werden in der VIER PFOTEN Waldschule auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Die Streunerhilfe kastriert jährlich tausende Straßenhunde und -katzen in ganz Europa; die Tiernothilfe rettet Tiere in Krisengebieten. VIER PFOTEN wurde 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründet. Das deutsche Büro unter der Leitung von Dr. Andrea Berg ist eine von weltweit 11 Niederlassungen und feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. VIER PFOTEN Deutschland ist Mitglied im Deutschen Spendenrat und im Bundesverband Deutscher Stiftungen. www.vier-pfoten.de

Presserückfragen an VIER PFOTEN:
Melitta Töller
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Presse Vier Pfoten Deutschland (15.09.2014; 14:55 Uhr)
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Baden-Württemberg beschönigt Ausmaß der Tierversuche
Uni Hohenheim baut neue Labore

Die bundesweiten Vereine Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) und Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) bezeichnen es als Augenwischerei, dass der für den Tierschutz zuständige baden-württembergische Minister Alexander Bonde die Tierversuchszahlen im Land schönredet, während in Hohenheim aus Steuermitteln neue Tierversuchslabore geplant sind, worüber die Öffentlichkeit nichts erfahren soll.

Vollmundig verkündete der für den Tierschutz zuständige Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, kürzlich auf einer Landespressekonferenz, die Zahl der Tierversuche in Baden-Württemberg habe sich verringert. Zu dem aktuellen Vorhaben, die tierexperimentelle Forschung mit Laborneubauten an der Universität Hohenheim auszubauen, schweigt er sich indes aus. Vor über sechs Wochen hatten die Ärzte gegen Tierversuche und der Bund gegen Missbrauch der Tiere ihn mit der Bitte um Auskunft angeschrieben. Die Anfrage wurde jedoch lapidar mit dem Verweis der Weiterleitung an das der Tierversuchslobby zugeneigte grüne Wissenschaftsministerium abgehandelt. Eine Antwort erhielten die Vereine bis dato nicht. Dem Ärzteverein waren anonym Dokumente zugeleitet worden, die konkrete Pläne enthalten, in Hohenheim unter der Bezeichnung „Neuordnung Tierwissenschaften“ Tierversuchslabore zu errichten. Es sollen Haltungskapazitäten für über 1.000 Mäuse, 150 Geflügeltiere, bis zu 115 Schweine, 18 Schafe und 6 Rinder geschaffen werden, die unter anderem für Infektionsversuche herhalten sollen.

„Dass es mit der Ernsthaftigkeit der im Koalitionsvertrag der grün-roten Landesregierung geplanten Reduzierung der Tierversuche nicht weit her ist, zeigt auch die Ausweitung der besonders leidvollen Hirnversuche an Primaten“, kritisiert Karsten Plücker, Vorsitzender des bmt. An mehreren Tübinger Instituten werden Affen durch Durst gezwungen, jeden Tag stundenlang mit angeschraubtem Kopf Aufgaben am Bildschirm zu erfüllen. „Über ein Bohrloch im Schädel werden Messelektroden in das Gehirn eingeführt, um zu untersuchen, wie ein Affe zählt oder auf Gesichter reagiert. Einen medizinischen Nutzen gibt es nachweislich nicht, die Experimente dienen rein der Befriedung der Forscherneugier“, erläutert Dipl.-Biol. Silke Bitz, Sprecherin des Ärztevereins. Erst vor wenigen Tagen hatte eine auf Stern TV ausgestrahlte verdeckte Recherche am Tübinger Max-Planck-Institut gezeigt, mit welch kruden Methoden Primaten zu unvorstellbar qualvollen Hirnexperimenten gezwungen werden.

Baden-Württemberg steht gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen im Bundesländervergleich an der Spitze, wenn es um grausame und rückschrittliche Forschung geht. Von den bundesweit offiziell jährlich 3,1 Millionen für Tierversuche getöteten Tieren hat allein Baden-Württemberg rund eine halbe Million zu verantworten. Die Ärzte gegen Tierversuche und der Bund gegen Missbrauch der Tiere kritisieren die Landesregierung für ihre Schönfärberei und fordern von ihr, endlich aus der unethischen und altertümlichen Tierversuchsforschung auszusteigen und modernen Methoden wie Computersimulationen, komplexen Zellkulturmodellen und Patientenstudien den Vorrang zu geben, um zu klinisch relevanten Erkenntnissen zu gelangen.

Weitere Information:

Stellungnahme:

www.aerzte-gegen-tierversuche….

Bundesländervergleich – Negativ-Rangliste zu Tierversuchen:

www.aerzte-gegen-tierversuche….

Kampagne “Stoppt Affenqual in Tübingen!”:

www.aerzte-gegen-tierversuche….

Ärzte gegen Tierversuche e.V., Güldenstr. 44a, 38100 Braunschweig, Tel. 0531-60944791, Fax 0531-60944792, info@aerzte-gegen-tierversuche…, www.aerzte-gegen-tierversuche….

Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Viktor-Scheffel-Str. 15, 80803 München, Tel.: 089 38 39 52 – 0, Fax: 089 38 39 52 – 23, mail@bmt-tierschutz.de, www.bmt-tierschutz.de

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Ärzte gegen Tierversuche e.V. (15.09.2014; 11:47 Uhr)
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In Not geratene Eichhörnchen nicht ignorieren

Hamburg, 15. September 2014 – Im August und im Januar kommen Eichhörnchenbabys zur Welt, sie bleiben bis zu vier Monate bei den Eltern. Um Futter für den Nachwuchs zu finden, müssen Eichhörnchen-Eltern oft weite Wege auf sich nehmen. Oft führen diese über stark befahrene Straßen. Die sind eine große Gefahr für Eltern und Kinder: Wenn die Eltern überfahren oder verletzt werden, bleiben die Jungen allein zurück. Damit sie überleben, sind sie auf Hilfe angewiesen.

Im Gegensatz zu anderen Wildtieren, suchen Eichhörnchen in Notsituationen die Nähe zum Menschen. Sie laufen Spaziergängern hinterher, manchmal klammern sie sich sogar an ihnen fest. Dies ist weder ein aggressives Verhalten noch ein Anzeichen für Krankheiten, sondern lediglich ein Hilfeschrei des Kleinen. Findet man auf diese Weise ein Jungtier, sollte man es keinesfalls ignorieren. Am besten wickelt man den Findling in einen Pullover, um ihm Wärme sowie Geborgenheit zu geben, und nimmt ihn mit nach Hause.

Zuhause angekommen, sollte man eine Wärmflasche oder PET-Flasche mit warmem Wasser füllen und in eine Schachtel legen. Mit einer Decke kann man dem Eichhörnchen ein kleines Nest bauen, in dem es sich geborgen fühlt. Die Schachtel kann anschließend mit einem durchlöcherten Deckel an einen zugfreien Ort gestellt werden. Die optimale Temperatur für Eichhörnchen liegt zwischen 36 und 38 Grad. Wenn Sie das Kleine nicht umgehend in erfahrene Hände abgeben können, füttern Sie es mit ein wenig leicht mit Honig gesüßtem Fencheltee, um die Dehydrierung des Tierchens zu vermeiden. Die Flüssigkeit kann das Eichhörnchen von Ihren vorher gut desinfizierten Händen lecken. Anschließend ist es wichtig, dass Sie wieder zur Fundstelle zurückkehren und Ausschau nach weiteren Geschwistern halten. Falls die Eltern der Jungen umgekommen sind, können sich auch diese in Lebensgefahr befinden.

Wichtig: Ziehen Sie das Kleine keinesfalls selbst auf, sondern wenden Sie sich umgehend an die nächstgelegene Wildtierstation! Eichhörnchen-Junge wachsen stets mit zwei bis vier Artgenossen auf, nur so lernen sie artgemäßes Verhalten.

Weitere Ratgeber-Themen auf: www.vier-pfoten.de/service/rat…

Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN setzt sich für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Mit nachhaltigen Kampagnen fordert VIER PFOTEN artgemäße Lebensbedingungen für Nutz-, Heim- und Wildtiere sowie ein Ende von Tierversuchen. Bären und Großkatzen aus katastrophaler Haltung finden in den VIER PFOTEN Schutzzentren ein tiergerechtes Zuhause. Orang-Utan-Waisen werden in der VIER PFOTEN Waldschule auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Die Streunerhilfe kastriert jährlich tausende Straßenhunde und -katzen in ganz Europa; die Tiernothilfe rettet Tiere in Krisengebieten. VIER PFOTEN wurde 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründet. Das deutsche Büro unter der Leitung von Dr. Andrea Berg ist eine von weltweit 11 Niederlassungen und feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. VIER PFOTEN Deutschland ist Mitglied im Deutschen Spendenrat und im Bundesverband Deutscher Stiftungen. www.vier-pfoten.de

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Presse Vier Pfoten Deutschland (15.09.2014; 09:01 Uhr)
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Ein Einsatzteam der Stiftung VIER PFOTEN hilft den Tieren im zerstörten Zoo Al-Bisan im Norden des Gazastreifens mit Futter und dringend benötigten Medikamenten.

Gaza / Hamburg, 14. September 2014 – Der wochenlange Konflikt im Gazastreifen forderte tausende Todesopfer und Verletzte. Unzählige Gebäude und Einrichtungen wurden seit Ausbruch des Kriegs Anfang Juli bombardiert. Nicht nur Menschen, sondern auch Tiere sind betroffen. Der Zoo in Nord Gaza wurde bei Luftangriffen schwer beschädigt, mehr als 80 Tiere starben. Die rund zwanzig überlebenden Tiere erhalten nun endlich Hilfe: Einem Nothilfe-Team der Tierschutzstiftung VIER PFOTEN ist es gemeinsam mit lokalen Helfern gelungen, lebenswichtige Medikamente und Futter in den zerstörten Zoo zu bringen. Auch die Wasserleitungen werden nun repariert.

VIER PFOTEN unterhält gute Kontakte in die Region und wurde vom Leiter des Zoos, Shady Hamad, offiziell um Hilfe gebeten, da die verbleibenden Zootiere ohne Wasser und Futter zurückgelassen wurden. Teamleiter und Tierarzt Dr. Amir Khalil von VIER PFOTEN ist über den Zustand des Zoos sehr betroffen: „Fast alle Gehege liegen in Schutt und Asche. Auf dem Areal befinden sich auch die Kadaver mehrerer toter Tiere – die wenigen Überlebenden, darunter auch drei Löwen, sind traumatisiert, sehr krank und schwach.“

Das Nothilfe-Team ist unter anderem mit Antibiotika, Desinfektionsmitteln und Entwurmungsmitteln ausgestattet und leistet nun vor Ort medizinische Hilfe. Zudem hat VIER PFOTEN bereits erste Futterlieferungen und Kühlschränke in Gaza organisiert. Im weiteren Verlauf wird VIER PFOTEN an einer Lösung für die überlebenden Tiere arbeiten. Dr. Amir Khalil: „Nachdem auch das Löwengehege beschädigt wurde, werden wir hier erste Sicherheitsmaßnahmen treffen.“

Auf der Sinai-Halbinsel und im ägyptisch-israelischen Grenzgebiet kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen. Dr. Khalil: „Wir haben die Aktion von Kairo aus geplant und arbeiten eng mit ägyptischen Behörden und lokalen NGOs zusammen. Die Sicherheit des Teams hatte oberste Priorität. Mit einem Militärkonvoi konnten wir schließlich den Gaza-Streifen sicher erreichen.“

Ob der Zoo überhaupt weitergeführt werden kann, ist unklar. „Wir prüfen, ob die Löwen an einen sicheren Platz außerhalb von Gaza gebracht werden können. Dies wird sich in den nächsten Tagen klären“, sagt Dr. Khalil von VIER PFOTEN.

Gerne vermitteln wir Ihnen einen Interviewkontakt zu Dr. Khalil.

Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN setzt sich für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Mit nachhaltigen Kampagnen fordert VIER PFOTEN artgemäße Lebensbedingungen für Nutz-, Heim- und Wildtiere sowie ein Ende von Tierversuchen. Bären und Großkatzen aus katastrophaler Haltung finden in den VIER PFOTEN Schutzzentren ein tiergerechtes Zuhause. Orang-Utan-Waisen werden in der VIER PFOTEN Waldschule auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Die Streunerhilfe kastriert jährlich tausende Straßenhunde und -katzen in ganz Europa; die Tiernothilfe rettet Tiere in Krisengebieten. VIER PFOTEN wurde 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründet. Das deutsche Büro unter der Leitung von Dr. Andrea Berg ist eine von weltweit 11 Niederlassungen und feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. VIER PFOTEN Deutschland ist Mitglied im Deutschen Spendenrat und im Bundesverband Deutscher Stiftungen. www.vier-pfoten.de

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Melitta Töller (14.09.2014; 11:33 Uhr)
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Grönland baut seinen lokalen Markt für Walfleisch aus – mit dem Segen der EU

München, 12.09.2014: Am 15. September beginnt die Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Portoroz, Slowenien. Ein wichtiger Termin für Grönland, das seine Quoten für den indigenen Subsistenzwalfang erneuern möchte. Grönland jagt im Rahmen der sogenannten Subsistenz-Quote („Aboriginal Subsistence Whaling Quota“), die strikten Regeln unterliegt. So ist das Fleisch nur zur Versorgung der indigenen Bevölkerung gedacht und ein Verkauf der Produkte darf nur in einem engen, festgelegten Rahmen erfolgen.

Auf der letzten Tagung der IWC im Jahr 2012 war Grönland keine Quote gewährt worden. Die dänische Delegation hatte es als Repräsentant ihres Überseeterritoriums nicht geschafft, die Bedenken der anderen Teilnehmer und besonders der EU-Länder bezüglich der zunehmenden Kommerzialisierung von Grönlands Walfang zu zerstreuen.

Nachdem Dänemark in den Vorverhandlungen der Europäischen Kommission mit einem möglichen Austritt aus der IWC gedroht hatte, wurde nun erneut eine höhere Quote eingefordert, diesmal mit Unterstützung der EU.

Die erhöhten Bedarfsansprüche werden durch aktuelle Untersuchungen von WDC in Frage gestellt, die im August und September 2014 an der Ost- und Westküste Grönlands durchgeführt wurden. Diese ergaben, dass Walfleisch und andere Wal-Produkte in Supermärkten, Touristen-Restaurants und Imbissen verkauft werden und Touristen eindeutig einen Teil der Zielgruppe für Finn-, Zwerg und Buckelwalfleisch darstellen.

Eine Werbetafel über der Auslage auf dem Fischmarkt von Nuuk listet alle Walarten auf Dänisch, Kalaallisut und Englisch, darunter erstaunlicherweise Blauwal, Seiwal und Pottwal. Obwohl auf dem Markt keine dieser drei Arten zum Verkauf angeboten wurden, stellt sich die Frage, warum diese streng geschützten Arten überhaupt aufgelistet werden – vor allem, warum dies auch auf Englisch geschieht, obwohl das Walfleisch eigentlich nur zur Versorgung der indigenen Bevölkerung gedacht ist.

In Grönland leben ca. 57.000 Menschen, jährlich besuchen jedoch etwa 65.000 Touristen das Land (Zahlen von 2012). Den meisten Touristen wird während ihres Aufenthalts die Möglichkeit geboten, Walfleisch oder andere Wal-Produkte zu konsumieren. Das Fleisch wird den Touristen als traditionelle grönländische Spezialität angeboten und es gibt Überlegungen der Tourismusbehörde, spezielle Angebote zu organisieren, bei denen Inuit beim Walfang begleitet werden können.

Auf der “Taste of Greenland”-Website ist zudem das folgende Statement zu finden:

„Eine neue Generation kreativer Köche arbeitet seit einigen Jahren in der zeitgenössischen Gastronomie mit Produkten von Meeressäugern. Möchten Sie lieber einen Walburger mit Engelswurz-Dressing probieren oder ein eiskaltes Wal-Carpaccio vom Filet und mattak, garniert mit Thymian-Sorbet und Krähenbeeren?”

Astrid Fuchs, Kampagnenleiterin bei WDC sagt dazu: „Es wäre besser, Grönland würde sich auf die tatsächlichen Bedürfnisse seiner indigenen Bevölkerung konzentrieren, anstatt überhöhte Quoten zu fordern, um damit Touristen zu versorgen. Dies ist weder im Sinne der Vorgaben der Internationalen Walfangkommission, noch der Menschen, die tatsächlich auf die Walfangquote angewiesen sind.“

Hintergrundinformationen:

Bericht über Grönlands Walfleischverkauf an Touristen (Englisch):

uk.whales.org/sites/default/fi…

2012 besuchten 30.000 Kreuzfahrtteilnehmer Grönland, sowie weitere 35.000 Touristen, die mit dem Flugzeug anreisten. Die meisten Besucher stammen aus Dänemark, den USA und Deutschland.

Nachdem WDC 2012 den Verkauf von Walfleisch an Touristen in Kopenhagen aufgedeckt hatte, haben die dänischen Behörden den Import von Walfleisch aus Grönland eingestellt.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier:

de.whales.org/news/2012/12/han…

WDC berichtet über die neuesten Entscheidungen von der IWC Tagung:

de.whales.org/2014-iwc-tagung

Sowie ab 15.09.2015 live über Twitter:

twitter.com/walhelfer

Über Whale and Dolphin Conservation (WDC)
Die gemeinnützige Wal- und Delfinschutzorganisation WDC widmet sich ausschließlich dem Schutz von Walen und Delfinen, jedes Individuum zählt. Das Ziel ist eine Welt, in der alle Wale und Delfine in Freiheit und Sicherheit leben. WDC ist als Expertenorganisation anerkannter Partner der Bonner Konvention im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) sowie beratender Partner des Abkommens zum Schutz von Walen und Delfinen im Mittelmeer und Schwarzen Meer (ACCOBAMS). www.whales.org

Kontakt Interviews: Astrid Fuchs, astrid.fuchs@whales.org
Kontakt Bildmaterial: Michaela Harfst, michaela.harfst@whales.org, Tel.: 089 62003495

Sender Info:
Germany, Implerstraße 55, Munich, Bavaria, 81371
laura.doehring@whales.org

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Michaela Harfst (12.09.2014; 11:46 Uhr)
michaela.harfst@whales.org

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VIER PFOTEN fordert Tötungsstopp durch neues Gesetz

Bukarest / Hamburg, 12. September 2014 – Am Donnerstag haben 20 Demonstranten der Tierschutzstiftung VIER PFOTEN in Bragadiru (Nähe Bukarest) einen LKW voll toter Hunde gestoppt. Die Tiere wurden von der Bukarester Tierschutz-Aufsichtsbehörde ASPA illegal getötet. Neben Teilnehmern aus Rumänien waren auch Deutsche, Engländer und Österreicher bei der Straßenblockade im Einsatz. Während der friedlichen Protestkundgebung hielten sie fünf Meter lange Banner mit der Aufschrift “Ministerpräsident Ponta, stoppen Sie die Hundetötungen!” hoch und klebten Aufkleber mit der Aufschrift “illegal” und “Verbrechen” auf den LKW.

Seit fast drei Monaten tötet die ASPA, die der Bukarester Stadtverwaltung untergeordnet ist, illegal gesunde Hunde. Die rumänische Regierung ergreift keine Maßnahmen, um dies zu stoppen. Während der Protestkundgebung riefen die Demonstranten die Polizei. Sie forderten die Beamten auf, die LKW-Tür zu öffnen und unter anderem dem Verdacht nachzugehen, dass illegale Substanzen für die Tötung der Hunde verwendet worden waren. Die Beamten weigerten sich zunächst, den LKW zu öffnen. Erst nach drei Stunden intensiver Verhandlungen beschlagnahmten sie das Fahrzeug und eskortierten es zur Polizeistation in Domnesti. Dort öffneten sie den LKW. Nur ein Vertreter von VIER PFOTEN durfte dabei sein, die Anwesenheit von Journalisten und anderen Personen war nicht gestattet.

“Der Moment, als die Polizeibeamten die Tür öffneten, war grotesk. Der Gestank war so stark, dass die Polizisten zurückwichen”, berichtet Gabriel Paun, Kampagnendirektor bei VIER PFOTEN. “Ein strafrechtlicher Ermittler stieg dann im Schutzanzug in den LKW.” Der LKW gehört dem Bioabfall-Entsorgungsunternehmen Stericycle, das von der ASPA beauftragt wurde, die Kadaver von den in staatlichen Tierheimen illegal getöteten Streunerhunden zu transportieren und zu entsorgen. Die Polizei hat angekündigt, VIER PFOTEN innerhalb von 48 Stunden einen genauen Untersuchungsbericht zukommen zu lassen.

Rumänische Regierung muss handeln
VIER PFOTEN fordert die Polizei auf, das Gesetz und die Entscheidung des Appellationsgerichts vom 20. Juni 2014 zu vollstrecken, in der die Anwendungsnormen des Tötungsgesetz aufgehoben worden waren. “Harte rechtliche Schritte gegen die Täter wären die einzige Möglichkeit, eine laute Botschaft an all diejenigen zu senden, die mit den Hundetötungen in Rumänien zu tun haben”, sagt Gabriel Paun. “Im Moment ist die Situation der Streunerhunde völlig außer Kontrolle. Wir fordern Ministerpräsident Ponta auf, die Hundetötungen sofort zu stoppen!”

Über 8000 getötete Hunde seit Juni
Laut jüngster Aussage des ASPA-Chefs Razvan Bancescu wurden mehr als die Hälfte aller 16.000 in Bukarest getöteten Streunerhunde nach dem 20. Juni 2014 getötet, also nachdem das Bukarester Appellationsgericht die Anwendungsnormen des Tötungsgesetzes aufgehoben hatte. VIER PFOTEN hat Anzeige gegen mehrere Vertreter des ASPA-Managements erstattet. Doch die Hundetötungen sind nur das Ende einer langen Liste illegaler Praktiken in den staatlichen Tierheimen Rumäniens. Im Juli 2014 hatte VIER PFOTEN einen schockierenden Bericht und Videoaufnahmen illegaler Aktivitäten in der Mehrzahl der rumänischen staatlichen Tierheime veröffentlicht. Nicht eines der 43 untersuchten öffentlichen Tierheime entsprach dem Gesetz. Bis zu 29 Gesetzesverstöße wurden auf Video dokumentiert, wie zum Beispiel tote Hunde, die im Tierheim zwischen noch lebenden Hunden lagen, überfüllte Zwinger, Exkremente auf dem Boden der Hundezwinger sowie verletzte und kranke Tiere ohne medizinische Versorgung.

Druckfähige Fotos und sendefähiges Videomaterial stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Hundetötungen in Rumänien: www.vier-pfoten.de/projekte/st…

Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN setzt sich für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Mit nachhaltigen Kampagnen fordert VIER PFOTEN artgemäße Lebensbedingungen für Nutz-, Heim- und Wildtiere sowie ein Ende von Tierversuchen. Bären und Großkatzen aus katastrophaler Haltung finden in den VIER PFOTEN Schutzzentren ein tiergerechtes Zuhause. Orang-Utan-Waisen werden in der VIER PFOTEN Waldschule auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Die Streunerhilfe kastriert jährlich tausende Straßenhunde und -katzen in ganz Europa; die Tiernothilfe rettet Tiere in Krisengebieten. VIER PFOTEN wurde 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründet. Das deutsche Büro unter der Leitung von Dr. Andrea Berg ist eine von weltweit 11 Niederlassungen und feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. VIER PFOTEN Deutschland ist Mitglied im Deutschen Spendenrat und im Bundesverband Deutscher Stiftungen. www.vier-pfoten.de

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Melitta Töller (12.09.2014; 10:29 Uhr)
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Bundesamt für Naturschutz (BfN) und
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Pressedienst xxx/14
Bonn/Berlin, 12. September 2014

Besserer Schutz für Haie weltweit

Ab dem 14. September 2014 stehen fünf besonders bedrohte Haiarten und die Gattung der Mantarochen unter dem Schutz des internationalen Artenschutzabkommens CITES. Erzeugnisse aus diesen Arten dürfen dann nur noch gehandelt werden, wenn sie aus nachhaltig bewirtschafteten Populationen stammen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Das ist ein Meilenstein für den Artenschutz. Denn damit werden erstmals kommerziell sehr bedeutsame marine Ressourcen unter den Schutz von CITES gestellt.“ Das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz engagieren sich seit Jahren für einen besseren Schutz der Haie und Rochen.

Ein Viertel aller Hai- und Rochenarten ist in ihrem Bestand bedroht und nur noch ein Drittel nachweislich nicht gefährdet. Hauptursachen für diese alarmierende Entwicklung sind die Überfischung und der internationale Handel mit Flossen und Fleisch der Haie sowie mit den Kiemenreusen der Rochen.

Bei den nun geschützten Haiarten handelt es sich um den Weißspitzenhochseehai, den Heringshai und drei Arten von Hammerhaien. Die Listungen waren auf der 16. CITES-Vertragsstaatenkonferenz im März 2013 verabschiedet, ihr Inkrafttreten aber um 18 Monate verschoben worden, um den betroffenen Staaten hinreichend Zeit zur technischen und administrativen Vorbereitung einzuräumen. Den Heringshai-Antrag hatte Deutschland maßgeblich vorbereitet, da die Europäische Union Hauptimporteur dieser Art ist und damit eine große Verantwortung trägt. Damit die Listungen ab dem 14.09. auch effektiv weltweit umgesetzt werden, haben BMUB und BfN international erhebliche Hilfestellung geleistet.

Weitere Informationen zum Schutz von Haien und Rochen unter CITES finden Sie unter www.bmub.bund.de/N51099 sowie unter cites.org/prog/shark.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit
Stresemannstr. 128-130,
10117 Berlin

Pressesprecher: Michael Schroeren
StellvertreterIn: Nikolai Fichtner, Andreas Kübler,
Nicole Scharfschwerdt, Frauke Stamer
Telefon: 030 18 305 2010

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstraße 110
53179 Bonn

Pressesprecher: Franz August Emde
Telefon: 0228 8491 4444
Fax: 0228 8491 1039

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BfN Presse (12.09.2014; 10:00 Uhr)
presse@bfn.de

Siehe auch:

Ab Sonntag gilt ein neuer Schutz für fünf Haiarten

www.welt.de/wissenschaft/umwel…

Meilenstein im Haischutz: Uno reguliert den kommerziellen Handel

www.nzz.ch/wissenschaft/biolog…

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Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegnerwww.agstg.ch

Bonaduz, 11. September 2014

Erneut grausame Tierversuche aufgedeckt
Verdeckte Recherche im Max-Planck-Institut Tübingen

Am Max-Planck-Institut in Tübingen werden, wie gestern in der Sendung «Stern TV» aufgedeckt wurde, grausame Experimente mit Affen durchgeführt. Um der Öffentlichkeit aufzuzeigen was dort passiert, hatte ein Tierschützer 6 Monate als Tierpfleger mitgearbeitet und den Alltag der Affen mit der Kamera festgehalten. Auf den Schock-Aufnahmen sieht man ganz klar grausame Tierquälereien.
Die AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) kritisiert schon lange die grausamen Zustände in Tierversuchslabors, und fordert endlich eine ernsthafte politische Diskussion über die Tierversuchsforschung.

Was auf den Aufnahmen der Organisationen Soko-Tierschutz und BUAV zu sehen ist, ist erschütternd. Man sieht blutverschmierte Affen mit offenen Wunden, Tiere die sich übergeben, apathische Affen und solche die sich vollkommen verhaltensgestört nur noch stereotyp bewegen. Affen werden stundenlang auf sogenannte Primatenstühle gefesselt. In diesem Stuhl werden ihre Köpfe mit Schrauben fixiert, damit sie sich nicht bewegen können. Die Versuche dienen der Grundlagenforschung um dabei die Wahrnehmungen und das Gedächtnis der Primaten zu erforschen. Dabei müssen die Affen z.B. Aufgaben am Bildschirm lösen. Nach Angaben des Max-Planck-Instituts (MPI) seien die Tiere dabei unter mässiger Belastung und sie würden artgerecht gehalten. Doch Transparenz scheint kein Thema zu sein. Ein SWR-Reporter versuchte wochenlang vergeblich einen Termin bei den Hirnforschern des Max-Planck-Instituts in Tübingen zu erhalten.

In den Aufnahmen sieht man, dass ein Affe betäubt auf den Stuhl gefesselt wird. Vermutlich hatte er sich davor zuviel gewehrt. Als dieser dann aufwacht gerät er völlig in Panik. Ebenfalls hat der Tierpfleger dokumentiert, dass Affen, um deren Zusammenarbeit zu erzwingen, über mehrere Tage nichts zu trinken bekommen. Ein vor kurzem operierter Affe versuchte sich das Implantat aus dem Schädel zu reissen und ein weiterer Affe wurde durch eine Infektion infolge des Implantats halbseitig gelähmt.

«Wenn ich diese Aufnahmen sehe, bin ich fassungslos und es macht mich wütend, dass Forschung aus dem Mittelalter im 21. Jahrhundert immer noch Alltag ist. Muss man mit den heutigen Bildgebenden Verfahren usw. immer noch Köpfe aufbohren und zersägen um darin einen Einblick zu erhalten?», fragt Andreas Item, der Geschäftsführer der AG STG, und kritisiert scharf: «In der Öffentlichkeit behaupten Universitäten und Hochschulen immer wieder, dass ihre Versuche quasi «human» seien. Doch diese Aufnahmen zeigen einmal mehr die grausamen Schrecken in den Labors. Und das sogar noch für sinnlose Experimente der Grundlagenforschung!»

Solche Bilder müssen zu einem Umdenken führen. Rechtfertigt Neugier wirklich jegliche Tierversuche oder müsste eine echte Güterabwägung zwischen den Interessen von Mensch und Tier stattfinden? Insbesondere in der Grundlagenforschung, bei der nach keinem medizinischen Erfolg geforscht wird, und die Jahrzehnte ohne nachweisbaren Nutzen stattfinden kann, stellt sich diese Frage. Es müssen klare gesetzliche Regelungen gemacht werden, ob man wirklich unbeachtet des verursachten Leids weiterhin alle möglichen und unmöglichen Fragen versuchen darf zu beantworten – bzw. es müssen ethische und wissenschaftliche Grenzen gezogen werden.

Tierversuchsergebnisse sind zu über 92% nicht auf Menschen übertragbar. Deshalb warnt die AG STG schon lange vor den enormen Risiken und Gefahren des Tierversuchs und setzt sich für eine innovative und für Patienten nützliche Forschung ein, die mittels Bevölkerungsstudien, Zellforschung, Computersimulationen und Biochips zu relevanten medizinischen Erkenntnissen gelangt.

Fotogalerie aus dem Max-Planck-Institut: www.stern.de/tv/sterntv/aufnah…

Video: aerzte-gegen-tierversuche.de/d…

AG STG – Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner
Ansprechpartner:
Andreas Item
Medienstelle

AG STG
Hauptstrasse 14a
CH – 7402 Bonaduz
Telefon: +41 (0)76 344 90 55
E-Mail: andreas.item@agstg.ch
Internet: www.agstg.ch

Die Organisation AG STG (Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner) besteht seit 1981. Sie lehnt Tierversuche aus medizinischen, aus wissenschaftlichen sowie aus ethischen Gründen ab. Die Organisation engagiert sich für einen innovativen, zukunftsorientierten und führenden Forschungsstandort Schweiz und somit für eine Wissenschaft ohne Tierversuche. Die medizinische Wissenschaft muss sich endlich wieder am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.

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Medienstelle Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner (11.09.2014; 17:18 Uhr)
medienstelle@agstg.ch

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Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

www.verbaende.com/adressen/ind…

(dvf, sy)

(Aachen) – Die am Mittwochabend in Stern-TV ausgestrahlte Dokumentation über die Affenversuche am Max-Planck-Institut (MPI) in Tübingen zeigt, dass das deutsche Tierversuchsrecht bei der Feststellung der Unerlässlichkeit und der ethischen Vertretbarkeit von Tierversuchen versagt. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert von der Bundesregierung eine sofortige Änderung des Tierschutzgesetzes sowie entschlossene und wirkungsvolle Maßnahmen, um die tierversuchsfreie Forschung voranzubringen …

Verbände Forum (Pressemitteilung) – 11.09.2014; 16:37 Uhr

www.verbaende.com/news.php/Und…

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Karies und Wurzelschäden // Keine Zahnprobleme bei vegetarischem Bär

Posen / Hamburg, 10. September 2014 – Am vergangenen Freitag behandelte der Hamburger Zahnarzt Dr. Marc Loose zwei ungewöhnliche Patienten: Misza und Wanja, zwei Braunbären aus dem polnischen Zoo Posen. Dr. Loose ist einer der wenigen europäischen Spezialisten für Wildtier-Zahnmedizin. Für die Stiftung VIER PFOTEN engagiert er sich seit 2006 ehrenamtlich und saniert die von Karies befallenen Gebisse der zotteligen Gesellen. Misza und Wanja wurden im Oktober 2013 von VIER PFOTEN aus einer katastrophalen illegalen Privathaltung befreit, gemeinsam mit Bär Borys, dem Dritten im Bunde. In Kooperation mit dem Zoo Posen wurde für die drei Bären ein 1,2 Hektar großes Freigehege gebaut, mit Wald, Wiesen und einem Pool zum Baden. Im Gegenzug für die finanzielle Unterstützung beim Bau der Anlage verpflichtete sich der Zoo dazu, die hohen Qualitätsstandards von VIER PFOTEN zu berücksichtigen.

„Viele in Gefangenschaft lebende Bären beißen aus Langeweile an den Gitterstäben ihrer Käfige herum. Dadurch können Zähne absplittern oder sogar brechen. Falsche zuckerhaltige Ernährung, wie Rosinenbrötchen oder Weißbrot, verursachen Karies – genau wie beim Menschen“, erklärt Dr. Loose. „Wanja litt unter starken Zahnschmerzen. Besonders seine Backenzähne waren zerstört und massiv entzündet. Bei ihm musste ich gleich drei Molaren ziehen. Die Operation dauerte fast drei Stunden!“ Wenn Karies nicht behandelt wird, können sich die Keime im Körper der Bären ausbreiten und so das Herz und andere Organe schädigen. „Die Zähne eines Bären unterscheiden sich nur geringfügig von menschlichen Zähnen. Deswegen benutze ich zur Behandlung auch sehr ähnliche Instrumente. Die Bohrer und Spezial-Feilen müssen nur in Sondergröße XXL sein, da die Fangzähne der Wildtiere meist deutlich länger sind, als die Eckzähne von Menschen.“ Während der Zahn-OPs überwachten Tierärzte vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin die Narkose der Bären. Sie untersuchten den Gesundheitszustand, nahmen Blut ab und fertigten Ultraschall- und Röntgenbilder an.

Wurzelschäden und Karies
Der 23-jährige Misza verbrachte seine ersten Lebensjahre im Zirkus. Bei zwei seiner Fangzähne lagen die Wurzelkanäle frei. In einer eineinhalbstündigen Operation führte Dr. Loose eine Wurzelkanalbehandlung durch und verschloss sie mit einer Kunststofffüllung. Nur der auf eigene Entscheidung hin vegetarisch lebende Borys kam um den Zahnarzttermin herum: Seine Zähne sind trotz jahrelanger Gefangenschaft in einem Zirkuswagen in gutem Zustand.

Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN setzt sich für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Mit nachhaltigen Kampagnen fordert VIER PFOTEN artgemäße Lebensbedingungen für Nutz-, Heim- und Wildtiere sowie ein Ende von Tierversuchen. Bären und Großkatzen aus katastrophaler Haltung finden in den VIER PFOTEN Schutzzentren ein tiergerechtes Zuhause. Orang-Utan-Waisen werden in der VIER PFOTEN Waldschule auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Die Streunerhilfe kastriert jährlich tausende Straßenhunde und -katzen in ganz Europa; die Tiernothilfe rettet Tiere in Krisengebieten. VIER PFOTEN wurde 1988 von Helmut Dungler in Wien gegründet. Das deutsche Büro unter der Leitung von Dr. Andrea Berg ist eine von weltweit 11 Niederlassungen und feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. VIER PFOTEN Deutschland ist Mitglied im Deutschen Spendenrat und im Bundesverband Deutscher Stiftungen. www.vier-pfoten.de

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www.vier-pfoten.de

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Presse Vier Pfoten Deutschland (11.09.2014; 13:38 Uhr)
presse-d@vier-pfoten.org

Siehe auch:

Wenn Meister Petz Karies hat … Zahnarzt aus Hamburg zieht Bären-Zähne (Video)

www.bild.de/regional/hamburg/b…

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