AUF, ZUR OFFENSIVE 2012 

DAS PERPETUUM MOBILE

Ein Neues Jahr, ein neuer Einsatz.
Das Verflossene brachte uns weniger als erhofft. Aber mehr Bereitstellungen als vermutet.

Die Fleischkriminalität ist zum öffentlichen Thema geworden.
Die Massentierhaltung ist in der demokratisch maßgeblichen Mehrheit zu einem bedrohlichen Sumpf hinter strahlendem Mauerwerk verkommen.
Das Ansehen der “Fleischerzeuger” und “Fleischverwerter” hat arg gelitten.
Die Verankerung der Begrifflichkeit Tierleid im öffentlichen Leben ist fortgeschritten und beunruhigt die Verbraucher.

Vegetarismus (intellektuell über dem Durchschnitt) ist zur avant garde emporgestiegen, der sich viele (Unberechtigte) anzuhängen beabsichtigen.
Wenn auch noch in bescheidenem Maße, ist das BMBW prophylaktisch bemüht, die Alternativen zum Tierversuch ein wenig zu fördern, um dem Abgleiten in einer Volksbewegenden Charakter- und Furchtsache etwas vorzubeugen.

Der Siegeszug der Multiresistenzen hat Einzug in das Begriffsvermögen der Unterbemittelten gefunden und beunruhigt sogar die Etablierten, die nicht mehr hoffen können, böswilligen Entwicklungen und Viren in Florida entkommen zu können. Mit den lebenslangen Zahlungsanweisungen aus Deutschland.

Das BMELV bemüht sich erstmals, so etwas wie Schutz von Tieren zu formulieren. Und es gar zu meinen.
Die weit verbreitete Korruption und Amtsvernachlässigung der Landesveterinäranstalten konnte teilweise an das Tageslicht und in das breite Bewusstsein gezerrt werden.

Immer mehr Verhaltensforscher melden sich irritiert mit der Feststellung, daß Tiere Denken können. Sie können sogar Fühlen. Sie rechnen. Machen Zukunftspläne. Sie scheinen Schmerz zu verspüren. Sogar Angst, einer der letzten Wertebegriffe, die ausschließlich dem Menschen vorbehalten sind. Sie träumen. Und es ist vorstellbar, dass sie von einer Welt ohne Menschen träumen. Immer weniger wird der relativierende Begriff “instinktiv” bemüht. Ein Zeichen der Hilflosigkeit.

In der Türkei ist das Quälen und betäubungslose Schächten von Tieren seit dem 01.12. dieses Jahres gesetzlich verboten. Prof. Dodurka, Universität Istanbul, äußert Unverständnis, dass die BRD dennoch Klüngeln gesetzlich erlaubt, Tiere zu Tode zu foltern. Die Türkei erhebt sich in Sachen Tierschutz zum Vorbild. Der gesamten EU Sippe. Auch wenn einige charakterfeste Mitgliedstaaten aus freien Stücken das Foltern von Tieren zur göttlichen Belustigung untersagt haben.

Die Niederlande haben sich mit dem Verbot des Schächtens hervorgetan. Auch wenn das Verbot kassiert wurde, es wird sich in Neuformulierung durchsetzen lassen. Ebenso wie das Wildtierverbot in den Zirkussen. Und auch eine Schlachthoftransparenz mittels Videoaufzeichnungen hierzulande, an der sogar die Fleischnutznießer Interesse bekunden.

Die Bundesrepublik Deutschland mag nicht mehr als kulturell humanes Staatsgebiet beschrieben werden. Das TierSCHUTZgesetz wird als TierNUTZgesetz umzubenennen sein. Die BRD büßt obendrein den makellosen Markenbegriff Rechtstaat ein. Eine blumige Floskel der Einlullung der Umerziehungsbereiten. Unter der gesetzlichen Totschlagkeule. Das moralisch verfestigte Vorbild Abendland (größter und perfidester Mordbubenhaufen der Menschheit) auf dem Niveau prähistorischer Heilsprediger. Oder Anspruchsheischer. Tieropferer für das persönliche Fortkommen im Jenseits. Schächter. Ausnahmsinanspruchforderer kulturell definierter Kultriten, die selbst in der asiatischen Türkei nunmehr verboten sind.

Silvester – ein Pabst gleichen Namens verschied etwa um tausend just am 31.12. Er war der Schutzpatron aller Heimtiere. In der Frühzeit ließ sich das mit der Erfindung der Geschützten Marken Juden, Christen, Moslems, recht gut an. Der Erfinder des kommerziellen Erzeugnisses – Religion und seine Plagiate waren offenbar den Tieren zugetan, bis die Verwerter die realen Werte der Tiere erkannten und begannen, sie profitabel zu vermarkten.

Alles schöne Erfolge, die in der erfolgten Anzahl wie Kaskaden sich überlappten und sichtlich unser Führungspersonal zu beeindrucken begonnen haben. Es gibt jetzt mehr Tierschützer als Fleischbauern. Und auch mehr als berufliche Tierquäler in den Versuchsanstalten.
Nunmehr ist Tierschutz die Voraussetzung gar des Überlebens der animalischen Art Mensch.
Klima geht nicht mit Massentierhaltung und Fleisch für Jeden.
Lebensmittel für Alle geht nicht mit Getreide für “Nutztiere”. Ebenso Wasser aus der Wand. Und Böden ohne Nitratverseuchung. Aber Biosprit aus Scheiße.
Die Volksgesundheit, Lebensqualität, in schöner Umschreibung weißer Praxiswände, ist bereits verspielt. Das wird in den nächsten Jahren ganz besonders Jedermann bewusst werden.

Tierschutz hat deutlich an öffentlichem Gewicht gewonnen. Wir könnten uns zufrieden zurücklehnen und das perpetuum mobile in Ruhe beobachten. Tierschutz ist zum Selbstläufer avanciert und zur letzten Instanz, die bewusst gewordenen globalen Probleme zu lösen. Tierschutz ist Innen- und Außenpolitik geworden.

Dies ist nur ein unvollkommener, stark minimierter Ausschnitt unserer Gemeinsamen Erfolge, die einen Umtrunk wert sind. Auch wenn denen naturgemäß Niederlagen entgegenstehen.
Überflüssig zu anhaltenden Bemühungen aufzurufen. Wer Tierschützer ist, bleibt Tierschützer. Wer Kenntnis des sorgsam verborgenen Horrors und der legitimierten Verbrechen erlangt hat, macht weiter.

Guten Rutsch,
BWM

—– Original Message —–
From: Bernd Wolfgang Meyer Bernd-Wolfgang.Meyer@t-online….
To: 1TRN
Cc: ‘J-K’
Sent: Sunday, December 25, 2011 5:51 PM
Subject: [tierrechts-news] AUF, ZUR OFFENSIVE 2012

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Bernd Wolfgang Meyer (25.12.2011; 17:58 Uhr)
Bernd-Wolfgang.Meyer@t-online….

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 25.12.2011

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Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 25.Dezember, 2011 geschrieben und ist unter Ext. Newsletter, Panorama, Pressemitteilung eingestellt. Sie können Kommentare zu diesem Beitrag über den RSS 2.0 Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar, oder einen Trackback hinterlassen.

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