„Ich esse meine Freunde nicht“ – Neuerscheinung zur Tierethik

0
338
makamuki0 / Pixabay

Fast alle bisherigen Bücher zur Tierethik sind entweder tendenziell esoterisch oder aber ausgesprochen akademisch. Beides verhindert den wünschenswerten praktischen und politischen Brückenschlag zu brisanten Themen wie ethische Ernährung, artgerechte Tierhaltung, Tierversuche, Welthunger, Umweltzerstörung oder Klimawandel. In seinem neuen Buch erläutert der renommierte Tierethiker Helmut F. Kaplan ebenso fundiert wie allgemeinverständlich, was an unserem Umgang mit Tieren moralisch falsch ist.

„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will“, erkannte Albert Schweitzer in der Folge eines Offenbarungserlebnisses am Ogowefluß in Gabun. Wenn wir uns in keiner Konfliktsituation befinden (was die Regel ist), ist dies ein hinreichender Leitsatz für moralisches Handeln. Einfache Regeln reichen meistens aus, um uns zu sagen, was wir tun sollen. George Bernard Shaws berühmtes Diktum „Tiere sind meine Freunde … und meine Freunde esse ich nicht“ ist eine andere einfache und einleuchtende Aussage bzw. Regel. Darum geht es in diesem Buch: um praktikable Grundsätze für moralisches Handeln. „Ethik ist praktisch, oder sie ist nicht wirklich ethisch“, sagt der in Princeton lehrende Philosoph Peter Singer.

In den vergangenen Jahrzehnten entstand eine umfangreiche Literatur zur Tierethik. Unsere moralische Verantwortung gegenüber Tieren ist mittlerweile de facto philosophisch besser begründet als unsere moralische Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen. Aber komplexe Theorien beeinflussen die tägliche Praxis nun einmal kaum. Das vorliegende Buch beseitigt dieses Theorie-Praxis-Gefälle für einen Großteil der Tierethik und schafft damit die notwendige Voraussetzung für gesellschaftspolitische Diskussionen und praktische Veränderungen.

Helmut F. Kaplan zählt zu den Pionieren der Tierrechtsbewegung und schrieb viele Bücher und Hunderte von Aufsätzen und Artikeln zur Tierethik bzw. zu Tierrechten. Er ist Autor des mehrfach übersetzten Bestsellers „Leichenschmaus – Ethische Gründe für eine vegetarische Ernährung“ und Verfasser des Artikels „Vegetarianism“ der 2011 erscheinenden „Encyclopedia of Applied Ethics“ (Elsevier, Oxford).

Trafo Verlag:
www.trafoberlin.de/wissenschaf…

Amazon:
www.amazon.de/meine-Freunde-Um…

———-

Helmut Kaplan (08.10.2009; 12:32 Uhr)
helmut_kaplan@yahoo.de

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

wp-puzzle.com logo