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	<title>Fellbeisser Tierrechtsautoren</title>
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	<description>Autorenbeiträge zu Tierrechte und Tierschutz</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 17:46:23 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von Tierfreunden und Tierqu&#228;lern</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 17:45:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Dittmann]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><em>Ulrich Dittmann<br />
</em><br />
Es gibt viele Tierfreunde in Deutschland. Sehr viele. Wir geh&#246;ren zu den tierfreundlichsten L&#228;ndern &#8211; sagt man. Und schenkt man Politikeraussagen Glauben, haben wir auch das beste Tierschutzgesetz der Welt. Kenner der Materie sprechen hingegen von einem »Tiernutzgesetz«, &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ulrich Dittmann<br />
</em><br />
Es gibt viele Tierfreunde in Deutschland. Sehr viele. Wir geh&#246;ren zu den tierfreundlichsten L&#228;ndern &#8211; sagt man. Und schenkt man Politikeraussagen Glauben, haben wir auch das beste Tierschutzgesetz der Welt. Kenner der Materie sprechen hingegen von einem »Tiernutzgesetz«, das in der Praxis kein Tier vor Misshandlung sch&#252;tzt. Denn der Begriff ‚Tierschutzgesetz‘ t&#228;uscht dar&#252;ber hinweg, dass es leider eher Hauptanliegen des Gesetzes ist, gnadenlos die Ausbeutung von Tieren zu regulieren und letztlich auch zu legalisieren, als zu sch&#252;tzen. Und &#8211; sei es bei offiziellen Umfragen, oder in privaten Gespr&#228;chen, immer wieder wird von der Bev&#246;lkerung bekundet, wie sehr »tierlieb« man doch sei. &#8230;<br />
Es ist »in«, geh&#246;rt heutzutage einfach zum guten Ton, sich demonstrativ zum Umweltschutzgedanken zu bekennen und ein Herz f&#252;r Tiere zu zeigen. Doch wie tierfreundlich sind wir im Alltagsleben, wie sieht es wirklich aus? Ist vieles vielleicht nur ein leeres Lippenbekenntnis? </p>
<p>So bezeichnet sich ein Tierexperimentator &#8211; tags&#252;ber besch&#228;ftigt &#228;tzende Fl&#252;ssigkeiten in Kaninchenaugen zu tr&#228;ufeln &#8211; abends, bei einem Fernsehinterview, w&#228;hrenddessen er demonstrativ f&#252;r die Kamera seinen schwanzwedelnden Hund streichelt, als Tierfreund. </p>
<p>Auch der Betreiber einer H&#252;hnerlegebatterie, dessen qu&#228;lerisch gehaltene Tiere nach h&#246;chstrichterlicher Entscheidung »KZ-H&#252;hner« genannt werden d&#252;rfen, sieht sich als Tierfreund und sch&#228;mt sich nicht zu versuchen diese widerliche Tierschinderei mit perfiden Ausreden zu verteidigen, »&#8230; seine Hennen seien so vor nat&#252;rlichen Feinden (Fuchs, Habicht) f&#252;rsorglich gesch&#252;tzt und legten wohlbeh&#252;tet im Warmen ihre Eier«. </p>
<p>Reiter, die aus Ehrgeiz ihr ‚Sportger&#228;t‘ Pferd &#252;beranstrengen, ja sogar zu Tode schinden, Z&#252;chter jeglicher Couleur, die stolz oft zus&#228;tzlich Kr&#252;ppel-Qualzuchten »kreieren«, oder letztlich nur f&#252;r den Schlachthof die ‚Ware‘ Tier vermehren, wie auch professionelle Tierh&#228;ndler und Gesch&#228;ftemacher und, und, und&#8230; &#8211; sie alle, alle geistern als »Tierfreunde« durch die Statistiken. </p>
<p>Auch bei den Kleintierliebhabern ist der Schritt von der Tierliebe zur Tierqu&#228;lerei nicht allzu gro&#223;. Meist aus Unkenntnis der tierischen Bed&#252;rfnisse, Gleichg&#252;ltigkeit, oder str&#228;flicher Dummheit vegetieren V&#246;gel in zu kleinen Volieren, Fische in schlecht bel&#252;fteten, &#252;berf&#252;llten Aquarien, und sind Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Hausratten oder M&#228;use dem Halter nach der ersten interessanten Zeit langweilig geworden und werden nur noch notd&#252;rftig versorgt, bis ein gn&#228;diger Tod sie in ihren K&#228;figen von ihren Leiden erl&#246;st. Katzen werden wider besseres Wissen oftmals auch von »Tierfreunden« aus blankem Geiz nicht kastriert &#8211; trotz Katzenschwemme, trotz un&#252;bersehbarem Katzenelend und immerw&#228;hrender verzweifelter Appelle der Tierschutzorganisationen. Der Hund h&#228;ngt lebenslang an der Kette, oder kommt niemals aus dem Zwinger, oder dunklen Kellergew&#246;lben heraus &#8211; sein ‚Besitzer‘ sieht sich ebenfalls als Tierfreund, f&#252;ttert er ihn doch, so etwas &#252;briggeblieben ist, gewissenhaft mit Essensresten, gleich einer vierbeinigen M&#252;lltonne. </p>
<p>Der deutsche Tourist, der mit dem Kauf einer Eintrittskarte die Barbarei des Stierkampfes in staubigen Arenen Spaniens unterst&#252;tzt (Zitat: »&#8230; muss man doch gesehen haben, um mitreden zu k&#246;nnen«) und anschlie&#223;end im Schickeria-Restaurant gen&#252;sslich den bei lebendigem Leib in kochendem Wasser zu Tode gequ&#228;lten Hummer als »Delikatesse« verspeist, mag sich m&#246;glicherweise auch als Tierfreund bezeichnen &#8211; hat er doch im heimatlichen Garten ein h&#252;bsches Vogelh&#228;uschen aufgestellt.<br />
Priester der Amtskirchen, M&#246;chte-gern-Koryph&#228;en der N&#228;chstenliebe halten salbungsvolle Kanzelreden, tolerieren jedoch „politisch korrekt“ &#252;belste Tierqu&#228;lerei wie bet&#228;ubungsloses Abmetzeln (Sch&#228;chten) von Tieren, oder verherrlichen pharis&#228;erhaft als Hege bezeichnetes Tun der Jagdgenossen und beweihr&#228;uchern in verf&#228;lschenden »Hubertusmessen« mit heuchlerischem Brimborium das T&#246;ten von Tieren in Wald und Flur. </p>
<p>Es ist schon schlimm, welch &#252;ble Fehler der liebe Gott bei seiner Sch&#246;pfung gemacht hat und neben b&#246;sartigem, konkurrierenden &#8220;Raubzeug&#8221;, wie F&#252;chsen, streunenden Hunden, und Katzen, Gr&#252;nzeug &#228;sendem Rehwild, gar auch w&#252;hlende Wildschweine und andere st&#246;rende Tiere schuf. All dieses Versagen muss die edle &#8220;Dornen&#8221;-Krone der Sch&#246;pfung im gr&#252;nen Rock, nun m&#252;hsam mit Fallen, Schie&#223;eisen und &#252;ber 1500 Tonnen Blei und Eisen j&#228;hrlich ausb&#252;geln. Mit im Jagdfieber zitternder Hand, werden so Tiere „angeschwei&#223;t&#8221;, kr&#252;ppelig geschossen, sterben qualvoll mit zerfetzten L&#228;ufen und durchl&#246;chertem Torso oft erst nach Wochen oder Monaten &#8211; keinesfalls bleiben die Tiere alle wunschgem&#228;&#223; &#8220;im Feuer&#8221; liegen. “Wir J&#228;ger sind begnadete Menschen” formulierte so einst auch in &#252;berw&#228;ltigend bescheidener Selbsteinsch&#228;tzung Jagdautor Fritz von Forell.(`Die Sache mit dem Waidwerk`, Seite 37, Dr. Horst Hagen/Herbig Verlag) F&#252;r diese lodengr&#252;n gewandeten, begnadeten Auserw&#228;hlten, &#252;bertrifft wohl nur noch ihre Lust am T&#246;ten der Tiere, die Freude am vermeintlich so exorbitanten Wert ihres Menschdaseins&#8230; </p>
<p>So bastelt sich jeder nach eigenem Gutd&#252;nken (s)ein beliebiges Tierschutzverst&#228;ndnis zurecht.<br />
Das Wort »Tierfreund«, sprich ‚Freund des Tieres‘ wird zu leichtfertig gebraucht, ja vielfach missbraucht, stellt es doch im Sinne der Begrifflichkeit angewandt, eine hohen Anspruch. So ist es leicht und eigentlich selbstverst&#228;ndlich, dem im eigenen Haushalt lebenden Hund, oder der Katze, die artgerecht mit Familienanschluss gehalten werden, ein guter »Freund« zu sein. Man mag dann ein Hunde- oder Katzenfreund sein.</p>
<p>Aber ist man deshalb schon ein Tierfreund? Hier ist ein gro&#223;es Fragezeichen angebracht. Soll unsere Freundschaft, unser Mitgef&#252;hl zum Tier glaubhaft und ernsthaft sein, darf sie nicht selektieren und klassifizieren in Streichel-, Nutz-, Versuchs- und Pelztiere, wie es oft &#8211; zu oft &#8211; auch von manchen selbsternannten Tierfreunden geschieht. Denn Freunde nutzt man nicht aus, zieht ihnen nicht das Fell &#252;ber die Ohren &#8211; und Freunde isst man &#252;brigens auch nicht auf.-<br />
Denn “Fleisch ist kein notwendiger Bestandteil der menschlichen Ern&#228;hrung.(…) Der Verzicht auf dieses Nahrungsmittel stellt keine unzumutbare Beschr&#228;nkung der pers&#246;nlichen Entfaltungsm&#246;glichkeiten dar.”</p>
<p>Diese weisen Erkenntnisse stammen nicht etwa aus einem Vegetarierhandbuch.  Sondern, man h&#246;re und staune &#8211; es sind Zitate die im Zusammenhang mit dem (nach hier importierten) grauenvollen bet&#228;ubungslosen Sch&#228;chten von Tieren, schwarz auf wei&#223; in den Urteilsbegr&#252;ndungen des  Oberverwaltungsgerichts Hamburg  und dem Bundesverwaltungsgericht Berlin nachzulesen sind. Hochrichterlich wird hier best&#228;tigt was Mediziner, ern&#228;hrungsbewusste B&#252;rger und Tierfreunde schon lange wissen: Fleischessen ist absolut unn&#246;tig. Im Gegenteil, es ist  ma&#223;geblich verantwortlich f&#252;r viele Krankheiten : Fettsucht mit infolge Kreislaufproblemen, Bluthochdruck, Schlaganf&#228;llen, Herzinfarkten, Diabetes, hohe Harns&#228;urewerte, Arthritis, Gicht , usw., usw. </p>
<p>Der Verzehr von Tierleichenteilen kann grunds&#228;tzlich nicht gesund sein &#8211; unabh&#228;ngig von Skandalen mit Salmonellen, Trichinen, Knochen, Sehnen, W&#252;rmern, Blut, Ged&#228;rmen und sonstigen ekelerregenden halbverwesten Tierabf&#228;llen in Gammelfleischprodukten. Fleischessen  ist unn&#246;tig  wie ein Kropf und zweifellos nicht nur sch&#228;dlich f&#252;r das betroffene Tier.</p>
<p>Wer m&#246;chte schon als Tierqu&#228;ler oder Tiert&#246;ter dastehen? Doch genau letzteres ist  jedem  Fleischesser indirekt vorzuwerfen. Denn die  Nachfrage regelt das Angebot. Und Fleisch w&#228;chst bekanntlich nicht auf B&#228;umen &#8211; sondern wird als Massenware unter vielfach erb&#228;rmlichsten Bedingungen “erzeugt” und dann zu Billigstpreisen  verramscht. </p>
<p>Der Begriff ‚Tierfreund‘ beinhaltet Verantwortung gegen&#252;ber aller Kreatur, gegen&#252;ber allen Tierindividuen und Arten, auch wenn sie uns pers&#246;nlich nicht nahe stehen oder besonders sympathisch sind. Zur Verdeutlichung sei ein Beispiel angef&#252;hrt: Wer zwingt uns das »Ekeltier« Spinne in der Wohnung totzuschlagen, anstatt das n&#252;tzliche Krabbeltier zu fangen und unversehrt aus dem Fenster zu bef&#246;rdern? Ist es das Gef&#252;hl uns dabei l&#228;cherlich zu machen, oder nur Gedankenlosigkeit? Schon vor &#252;ber 150 Jahren schrieb dazu Heinrich Heine: »Jeder dumme Junge kann einen K&#228;fer zertreten, aber alle Professoren der Welt k&#246;nnen keinen herstellen.«</p>
<p>Gefordert ist mehr ehrliches Tierschutzverhalten im Alltagsgeschehen. Glaubw&#252;rdigkeit misst sich weniger an hehren Absichtserkl&#228;rungen oder markigen Lippenbekenntnissen &#8211; sondern am Verhalten. Edle Gesinnungsethik muss in Handlungsethik m&#252;nden. Was nutzt ein neu eingef&#252;hrtes Staatsziel Tierschutz (s. GG Art 20 a), wenn die Umsetzung dieser Verfassungsvorgabe durch eine Verweigerung der Politik das Verbandsklagerecht auch f&#252;r Tierschutzverb&#228;nde einzuf&#252;hren, brachial blockiert wird? Jedes »Nein« eines Volksvertreters zu dem rechtstaatlichen Instrument »Verbandsklage«, entlarvt auch das unmissverst&#228;ndliche Nein dieses Politikers zum Tierschutz &#8211; und muss auch das Wahlverhalten eines jedes ernsthaften (!) Tierfreundes beeinflussen!</p>
<p>&#220;berall im Alltagsgeschehen k&#246;nnte ein wenig mehr Ernsthaftigkeit und Nachdenklichkeit den Tierschutz voranbringen. Das beginnt bereits beim Einkauf. Dr. Andreas Grasm&#252;ller, M&#252;nchen in einem Fernseh-Interview schon vor 20 Jahren: »Wenn alle Hausfrauen, die f&#252;r sich in Anspruch nehmen Tiere zu lieben, keine Eier aus der Legebatterie kaufen w&#252;rden, w&#228;re das Problem der H&#252;hnerk&#228;fighaltung l&#228;ngst gel&#246;st«. Die Nachfrage regelt das Angebot. Eier aus artgerechter Freilandhaltung sind mittlerweile &#252;berall erh&#228;ltlich. Andernfalls fragen Sie konkret danach &#8211; auch bei anderen Produkten vom Tier &#8211; um den H&#228;ndler zur Listung von m&#246;glichst qualfrei erzeugten Tierprodukten mit einem Bio-Siegel zu motivieren. </p>
<p>Wenn wir auf das Tragen von Fell-Bekleidung nach Neandertaler-Manier (auch betr. Accessoires, oder versteckt als Futter verarbeitet) verzichten, w&#252;rden auch in diesem Bereich viele vollkommen unn&#246;tige Qu&#228;lereien vermieden. Wir k&#246;nnen uns heute im Zeitalter modernster Fertigungstechniken und Hightech-Materialien warm und elegant kleiden, ohne perverse Eitelkeiten auf Kosten von qualvoll in Fallen gefangenen Wildtieren, oder verkr&#252;ppelten Zucht»pelz«tieren befriedigen zu m&#252;ssen. »Ein Pelzmantel soll Vornehmheit repr&#228;sentieren. Aber bei soviel Qual, Not, Blut der geschundenen Kreatur, enth&#252;llt er eine ganz andere Mentalit&#228;t &#8211; Gef&#252;hlsk&#228;lte, Arroganz und nichts als eitle Dummheit. (Verhaltensforscher Vitus B. Dr&#246;scher)</p>
<p>Bei der Entwicklung immer neuer, f&#252;r unser Wohlbefinden absolut &#252;berfl&#252;ssiger Produkte aus den Chemiek&#252;chen, f&#252;r Kosmetika, Putz- und Waschmittel, werden t&#228;glich tausende Tiere »verbraucht«. Sie leiden und sterben in den Laboratorien f&#252;r Erzeugnisse die ohnehin in un&#252;berschaubarem &#220;berfluss auf dem Markt vorhanden sind. Dies m&#252;sste nicht sein, wenn der Verbraucher &#8211; sich seiner Verantwortung und K&#228;ufermacht bewusst &#8211; ausschlie&#223;lich auf Naturprodukte, oder altbew&#228;hrte Artikel zur&#252;ckgreifen w&#252;rde, die nicht (mehr) in Tierversuchen getestet werden.<br />
(Positivlisten der Anbieter von tierversuchsfreier Kosmetika, sind u.a. bei PETA Deutschland e.V., Dieselstr. 21, 70839 Gerlingen, erh&#228;ltlich, oder im Internet unter <a href="http://www.peta.de" class="autohyperlink" title="http://www.peta.de" target="_blank">www.peta.de</a> einsehbar). </p>
<p>Schlie&#223;lich im medizinischen Bereich: Wann werden wir angesichts vielfacher Arzneimittelskandale endlich begreifen, dass mit Veterin&#228;rmedizin-Wissen &#8211; gewonnen im Tierexperiment &#8211; Homo sapiens Gebrechen nicht kurierbar sind? Denn der Mensch ist keine Maus! Und gerade hier, wie auch bei den in der letzten Zeit in die Kritik gekommenen Gen-Manipulationen trifft besonders zu: Nicht alles was machbar erscheint, ist auch erlaubt. Moral und Ethik sind nicht nach Belieben teil- und anwendbar.<br />
Lassen wir uns also bei unserem Einsatz f&#252;r unsere tierischen Mitgesch&#246;pfe &#8211; die wirklich &#196;rmsten der Armen &#8211; nicht beirren. Jeremy Bentham (1748-1832): “Wesentlich ist nicht die Zahl der Beine, die Behaarung, oder Farbe der Haut (…) Ein erwachsenes Pferd oder ein erwachsener Hund sind weitaus verst&#228;ndiger als ein Kind, das eine Tag eine Woche, oder sogar einen Monat alt ist. Doch selbst wenn das nicht so w&#228;re, was w&#252;rde das &#228;ndern? Die Frage ist nicht, k&#246;nnen sie denken oder sprechen, sondern &#8211; k&#246;nnen sie leiden?&#8221; </p>
<p>Tiere sind die Sklaven der heutigen Zeit. Und solange wir ihre Fesseln nicht l&#246;sen k&#246;nnen, m&#252;ssen wir zumindest  ihre Ketten lockern, ohne nat&#252;rlich das Ziel &#8211; die Befreiung aller unter der Knute der Menschen &#228;chzenden Kreatur &#8211; aus den Augen zu verlieren.<br />
So ist Tierschutzarbeit heute mehr denn je traurige Notwendigkeit. Mitleid alleine gen&#252;gt nicht &#8211; helfen ist wichtig!</p>
<p>Und jeder kann helfen auf seine eigene, ihm individuell m&#246;gliche Art und Weise. Sei es durch aktive Mitarbeit in der Tierschutzbewegung, oder durch finanzielle Unterst&#252;tzung einer engagierten Tierschutzorganisation seines Vertrauens. Jeder Einzelne, jeder Tierfreund im rechten Sinne des Wortes &#8211; als Freund des Tieres &#8211; kann durch sein Verhalten seinen Teil dazu beitragen, Tierschutz mit mehr Leben zu erf&#252;llen. Indem er verantwortungsvoll allen (!) Tierarten und Tierindividuen gegen&#252;ber handelt und gerade in Alltagssituationen &#8211; &#252;ber den Tellerrand seines eigenen Bereiches hinaus &#8211; sich engagiert f&#252;r das Recht und den Schutz unserer &#228;lteren, aber so hilflosen, Tiergeschwister einsetzt.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ulrich Dittmann (31.01.2012; 12:09 Uhr)<br />
<a class="autohyperlink" href="mailto:ulrich.dittmann@web.de" title="mailto:ulrich.dittmann@web.de">ulrich.dittmann@web.de</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 31.01.2012</p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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		<title>Kaiser Natron – Indikationen in der Veterin&#228;rmedizin</title>
		<link>http://www.fellbeisser.net/authors/kaiser-natron-indikationen-in-der-veterinarmedizin</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 13:05:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Schrader]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fellbeisser.net/authors/?p=1649</guid>
		<description><![CDATA[<p><em>Von Dirk Schrader<br />
</em><br />
<strong>Hautentz&#252;ndungen</strong> allergisch, bakteriell, mykotisch, parasit&#228;r<br />
Ein halbes Glas warmes Wasser plus 1 Messerspitze Kaisernatron, Wundbereich mit getr&#228;nktem Tupfer mehrfach vorsichtig abreiben. Dann erst die verordnete Salbe zur Anwendung bringen.</p>
<p><strong>Mundh&#246;hle:</strong>  <strong>Stomatitis, Zahnfachinfektionen, Zahnsteinbildung</strong><br />
Anwendung wie oben. Regelm&#228;&#223;ige &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dirk Schrader<br />
</em><br />
<strong>Hautentz&#252;ndungen</strong> allergisch, bakteriell, mykotisch, parasit&#228;r<br />
Ein halbes Glas warmes Wasser plus 1 Messerspitze Kaisernatron, Wundbereich mit getr&#228;nktem Tupfer mehrfach vorsichtig abreiben. Dann erst die verordnete Salbe zur Anwendung bringen.</p>
<p><strong>Mundh&#246;hle:</strong>  <strong>Stomatitis, Zahnfachinfektionen, Zahnsteinbildung</strong><br />
Anwendung wie oben. Regelm&#228;&#223;ige Pflege der Z&#228;hne und des Zahnfleisches.</p>
<p><strong>Arthritis/Arthrose</strong><br />
Vermeiden Sie einen Fleischanteil von mehr als 20 Prozent in der Nahrung. Beschr&#228;nken Sie sich auf nat&#252;rliche Ressourcen  z.B.  gekochte Kartoffeln und Mischgem&#252;se, Rindfleisch oder Gefl&#252;gel. Geben Sie einmal am Tag mehrere Prisen Kaiser Natron &#252;ber das Futter und vermischen Sie es. Erg&#228;nzende regelm&#228;&#223;ige Anwendung von Arthridonum H empfohlen. Achtung: im Gelenk d&#252;rfen sich keine losgel&#246;sten Knorpel- oder Knochenteile befinden. Falls doch: Chirurgische Entfernung notwendig.</p>
<p><strong>Haut- und Fellgeruch</strong><br />
Waschen Sie Ihren Hund mit warmer Kaiser- Natron- L&#246;sung. 1-2 Teel&#246;ffel auf 1 Liter warmes Wasser. Wiederholte Anwendung  in hartn&#228;ckigen F&#228;llen. Beachten Sie: h&#228;ufig sind allergische Reaktionen des K&#246;rpers die Ursache f&#252;r Ger&#252;che (&#220;berfunktion der Talgdr&#252;sen mit nachfolgender bakterieller Zersetzung des Talgs). Vermeiden Sie jede Form von Industrienahrung</p>
<p><strong>Durchfallerkrankungen (Magen-Darm-St&#246;rungen)</strong><br />
Lassen Sie die Darmflora &#252;berpr&#252;fen! Kaiser Natron ist sehr hilfreich bei Entz&#252;ndungen der Darmschleimhaut. Bei regelm&#228;&#223;iger Gabe &#252;ber die Nahrung (s.o.) verbessert es den PH-Wert der Sekrete. Wenden Sie regelm&#228;&#223;ig <strong>selbstgemachten</strong> Yoghurt an. </p>
<p><strong>Diabetes mellitus</strong><br />
Jeder Anwendung von Insulinen sollte die regelm&#228;&#223;ige Eingabe von Kaiser Natron vorangehen. Im PH-beg&#252;nstigten Stoffwechselklima wirken Insuline besser, d.h., eine Reduzierung ihrer Gaben ist m&#246;glich.</p>
<p><strong>Pankreatititis</strong><br />
Die meisten Formen der Pankreatitis sind allergischen Ursprungs. Erst sp&#228;t kommt es zu einer bakteriellen Ansiedelung in dem Organ. Kaiser Natron beg&#252;nstigt auch hier jede Form der Therapie. </p>
<p><strong>Wachstum</strong><br />
Der wachsende Organismus ben&#246;tigt mehr Eiwei&#223;e als der   erwachsene. Die &#220;berversorgung mit Fleisch ist eine Quelle der PH-Verschiebung in ung&#252;nstige Bereiche (S&#228;uerung). Von der regelm&#228;&#223;igen Eingabe des Kaiser Natrons wird erwartet, dass Wachstumsst&#246;rungen minimiert werden.  </p>
<p><strong>Psychosomatische St&#246;rungen</strong><br />
Die regelm&#228;&#223;ige Eingabe von Kaiser Natron schafft tats&#228;chlich eine Verminderung hysterischer Reaktionen bei Hunden und Katzen. Eine Erkl&#228;rung gibt es z.Zt. nicht. </p>
<p><strong>Epilepsie</strong><br />
Die Zahl der Krampfanf&#228;lle, petit mal oder grand mal, nimmt ab. Eine Erkl&#228;rung gibt es z.Zt. nicht.</p>
<p>Die Indikationsliste f&#252;r Kaiser Natron wird fortgesetzt.</p>
<p>———-</p>
<p>Tier&#228;rztliches Institut<br />
f&#252;r angewandte Kleintiermedizin<br />
Innovation und Kompetenz seit 1973<br />
Praxis, Forschung und Lehre unter einem Dach</p>
<p>Rahlstedter Stra&#223;e 156<br />
22143 Hamburg<br />
Tel.: 040-677 21 44<br />
<a href="http://www.tieraerzte-hamburg.com" class="autohyperlink" title="http://www.tieraerzte-hamburg.com" target="_blank">www.tieraerzte-hamburg.com</a><br />
Skype: veterinarianshh</p>
<p><a href="http://www.kritische-tiermedizin.de" class="autohyperlink" title="http://www.kritische-tiermedizin.de" target="_blank">www.kritische-tiermedizin.de</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><a class="autohyperlink" href="mailto:VeterinariansHH@aol.com" title="mailto:VeterinariansHH@aol.com">VeterinariansHH@aol.com</a> (29.01.2012; 12:06 Uhr)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 30.01.2012</p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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		<item>
		<title>Kaisernatron –  das in der Medizin vergessene Wundermittel</title>
		<link>http://www.fellbeisser.net/authors/kaisernatron-das-in-der-medizin-vergessene-wundermittel</link>
		<comments>http://www.fellbeisser.net/authors/kaisernatron-das-in-der-medizin-vergessene-wundermittel#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 11:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Schrader]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><em>Von Dirk Schrader</em></p>
<p>Zugegeben: Meine Oma oder meine Oma ihre Tochter hat es mir nicht gezeigt – das Kaisernatron. Es ist dieses merkw&#252;rdige Pulver in T&#252;ten, welches man bei Budnikowski oder anderen Drogeriem&#228;rkten sehr preiswert erstehen kann. Irgendwann habe ich &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dirk Schrader</em></p>
<p>Zugegeben: Meine Oma oder meine Oma ihre Tochter hat es mir nicht gezeigt – das Kaisernatron. Es ist dieses merkw&#252;rdige Pulver in T&#252;ten, welches man bei Budnikowski oder anderen Drogeriem&#228;rkten sehr preiswert erstehen kann. Irgendwann habe ich mir angew&#246;hnt, eine Prise Kaisernatron in den Kaffee oder auch Tee zu geben. Mann – der schmeckt wirklich besser! Und abends putze ich mir mit einer Prise Kaisernatron im Zahnputzbecher die Z&#228;hne: Es stimmt, was die Hersteller sagen, und ich habe immer blitze-blanke Z&#228;hne und Karies sowieso nicht.</p>
<p>Seit einigen Jahren wenden wir dieses Wundermittel  mit unglaublichem Erfolg in der Veterin&#228;rmedizin an:  diese fiesen Ekzeme beim Hund, auch Hot Spots genannt, werden mit Kaisernatron-Waschung  schneller zur Abheilung gebracht.</p>
<p>&#220;berhaupt: jegliche Art von Hautentz&#252;ndungen bakteriellen, allergischen oder parasit&#228;ren Ursprungs lassen sich leichter beherrschen, und auf manche &#252;bliche Medikamente kann man in sehr vielen F&#228;llen verzichten.   </p>
<p>Besonders beeindruckend ist es, wenn man Hunden oder Katzen, die st&#228;ndig zu Durchf&#228;llen neigen, Kaisernatron eingibt.  Sie sind weniger auff&#228;llig, insbesondere dann nicht, wenn eines der Grund&#252;bel f&#252;r Derartiges, die Chemiegr&#252;tze in T&#252;ten oder Dosen, nicht mehr verf&#252;ttert wird. Wenn n&#228;mlich die Darmflora so  richtig „im Eimer ist“,  dann tr&#228;gt Kaisernatron dazu bei, dass sich eine <strong>gesunde</strong>  Darmflora wieder entwickeln kann – vorausgesetzt nat&#252;rlich, man wendet regelm&#228;&#223;ig <strong>selbstgemachten</strong> Yoghurt an. </p>
<p>Die inzwischen nicht zu widerlegende Wirksamkeit von Kaisernatron  bei Gelenksentz&#252;ndungen ist eine Besonderheit. Logisch eigentlich:  Wenn man  durch seine regelm&#228;&#223;ige Eingabe &#252;ber die Nahrung die sauren Entz&#252;ndungskaskaden behindert, greifen  Arthrosemittel wie Arthridonum H noch besser.  Eine Kundin, die mit rheumatischer Polyarthritis  herumlaborierte, berichtet, dass Arthridonum H, welches sie auch ihrem Hund gibt, bei ihr Wunder bewirkt, wenn sie zus&#228;tzlich Kaisernatron einnimmt. Sie ist seit geraumer Zeit so gut wie beschwerdefrei. </p>
<p>Wissen Sie, wie schmerzhaft Polyarthritis sein kann? </p>
<p>Es gibt es noch unz&#228;hlige weitere Anwendungsbereiche. Dar&#252;ber werden wir demn&#228;chst nat&#252;rlich auch hier berichten.  </p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e aus Hamburch-Rahlb&#252;ddl</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Tier&#228;rztliches Institut<br />
f&#252;r angewandte Kleintiermedizin<br />
Innovation und Kompetenz seit 1973<br />
Praxis, Forschung und Lehre unter einem Dach</p>
<p>Rahlstedter Stra&#223;e 156<br />
22143 Hamburg<br />
Tel.: 040-677 21 44<br />
<a href="http://www.tieraerzte-hamburg.com" class="autohyperlink" title="http://www.tieraerzte-hamburg.com" target="_blank">www.tieraerzte-hamburg.com</a><br />
Skype: veterinarianshh</p>
<p><a href="http://www.kritische-tiermedizin.de" class="autohyperlink" title="http://www.kritische-tiermedizin.de" target="_blank">www.kritische-tiermedizin.de</a></p>
<p>———-</p>
<p><a class="autohyperlink" href="mailto:VeterinariansHH@aol.com" title="mailto:VeterinariansHH@aol.com">VeterinariansHH@aol.com</a> (15.01.2012; 10:00 Uhr)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 15.01.2012</p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>2012 – Was gibt es Neues in der Veterin&#228;rmedizin?</title>
		<link>http://www.fellbeisser.net/authors/2012-was-gibt-es-neues-in-der-veterinarmedizin</link>
		<comments>http://www.fellbeisser.net/authors/2012-was-gibt-es-neues-in-der-veterinarmedizin#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 17:11:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Schrader]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><em>Von Dirk Schrader</em></p>
<p>Am 5. Januar 2012 wurde in unserem Institut der Spinalkatheter No. 3000 bei einem gel&#228;hmten Hund in den Periduralraum gelegt. Heute am 07.01.2012 kann er wieder stehen.</p>
<p>Die „Wahnsinnsmethode“, die dahinter steckt, ist die konsequente und intensive &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Dirk Schrader</em></p>
<p>Am 5. Januar 2012 wurde in unserem Institut der Spinalkatheter No. 3000 bei einem gel&#228;hmten Hund in den Periduralraum gelegt. Heute am 07.01.2012 kann er wieder stehen.</p>
<p>Die „Wahnsinnsmethode“, die dahinter steckt, ist die konsequente und intensive Sp&#252;lung des Periduralraumes mit Salzl&#246;sungen, die bei Bandscheibenvorf&#228;llen die Mikrozirkulation ankurbelt und die Nerven mittels Zufuhr von Natrium-Ionen wieder funktionieren l&#228;sst. Gleichzeitig reduzieren sich die Bandscheiben durch den Osmose-Effekt.  </p>
<p>Die Idee daf&#252;r stammt von dem Orthop&#228;den Dr. Volker Desnizza, der schon in den 80er Jahren feststellte, dass 80% aller Bandscheiben-Operationen an der Wirbels&#228;ule unn&#246;tig seien: durch die „Desnizza-Methode“ werden riskante Operationen bei Bandscheibenvorf&#228;llen vermieden. </p>
<p>Wir danken dem inzwischen verstorbenen Dr. Desnizza f&#252;r seinen Mut, diese Methode in die Medizin eingef&#252;hrt zu haben, denn die Anfeindungen seiner Kollegenschaft waren nicht „von Pappe“.</p>
<p>&#196;hnliches haben wir nun zu berichten: Auch gel&#228;hmte Hunde, die nur noch den „Tiefenreflex“ aufweisen, k&#246;nnen durch die Methode Desnizza ohne Operation wieder ein normales Leben f&#252;hren. Und die Anfeindungen aus der Kollegenschaft sind nicht „von Pappe“ …</p>
<p>Zum gleichen Zeitpunkt wurde ein Vertragswerk unterzeichnet: Die israelische Firma Regenecure, ans&#228;ssig in Jerusalem, hat unserem Institut den Auftrag erteilt, ihr in der Humanmedizin bereits validiertes Produkt zur > super schnellen Knochenheilung bei Frakturen bzw. Knochengewebsverlusten in die Veterin&#228;rmedizin einzuf&#252;hren.</p>
<p>Es handelt sich um eine Membrane, die kontrolliert und bio-kompatibel den Knochen veranlasst, Gewebsverluste sehr schnell durch neues Knochengewebe auszugleichen. Das Prinzip dabei ist, dass die Bio-Membrane als Stamm-Zell-Spender dem Knochenheilungsprozess einen Turbo-Effekt erm&#246;glicht: Die Stammzellen verwandeln sich im Kontakt mit dem gesch&#228;digten Knochen in Knochenzellen, in Osteoblasten, die sich unglaublich schnell vermehren und den Heilungsprozess bis um das 10-fache verk&#252;rzen.</p>
<p>Besonders geeignet ist die Membrane als Implantat auch bei Osteosarkomen, die nun gro&#223;z&#252;gig entfernt werden k&#246;nnen, wobei die entstandene L&#252;cke innerhalb weniger Wochen vollst&#228;ndig geschlossen wird. Gro&#223;e Knochengewebsverluste im Oberkiefer in Folge von Entz&#252;ndungen der Zahnf&#228;cher werden problemlos geschlossen. „Unheilbare“ Tr&#252;mmerfrakturen im Skelett werden heilbar.</p>
<p>Die Ergebnisse  der Anwendung dieser Membrane im Hadassah-Hospital in Jerusalem veranlassen  uns zuversichtlich zu sein, was die Anwendung in der Veterin&#228;rmedizin in Zukunft anbelangt.<br />
Patienten mit komplizierten Frakturen und/oder Osteosarkomen k&#246;nnen jederzeit angemeldet werden:</p>
<p>Tier&#228;rztliches Institut<br />
f&#252;r angewandte Kleintiermedizin<br />
Innovation und Kompetenz seit 1973<br />
Praxis, Forschung und Lehre unter einem Dach</p>
<p>Rahlstedter Stra&#223;e 156<br />
22143 Hamburg<br />
Tel.: 040-677 21 44<br />
<a href="http://www.tieraerzte-hamburg.com" class="autohyperlink" title="http://www.tieraerzte-hamburg.com" target="_blank">www.tieraerzte-hamburg.com</a><br />
Skype: veterinarianshh</p>
<p><a href="http://www.kritische-tiermedizin.de" class="autohyperlink" title="http://www.kritische-tiermedizin.de" target="_blank">www.kritische-tiermedizin.de</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><a class="autohyperlink" href="mailto:VeterinariansHH@aol.com" title="mailto:VeterinariansHH@aol.com">VeterinariansHH@aol.com</a> (07.01.2012; 11:43 Uhr)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 07.01.2012</p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Leichenschmaus</title>
		<link>http://www.fellbeisser.net/authors/leichenschmaus</link>
		<comments>http://www.fellbeisser.net/authors/leichenschmaus#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 18:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Helmut F. Kaplan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fellbeisser.net/authors/?p=1634</guid>
		<description><![CDATA[<p><strong>Vierte, aktualisierte Neuauflage 2011<br />
</strong><br />
„Leichenschmaus“ erschien erstmals 1993 und wurde inzwischen ins Franz&#246;sische und Japanische &#252;bersetzt. Es gilt als wichtigstes deutschsprachiges Tierrechtsbuch.</p>
<p>Fleischkonsum bzw. Vegetarismus sind mittlerweile mediale Themen. Ihre Diskussion erfolgt heute aber vor allem unter den Stichworten Ern&#228;hrung, &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vierte, aktualisierte Neuauflage 2011<br />
</strong><br />
„Leichenschmaus“ erschien erstmals 1993 und wurde inzwischen ins Franz&#246;sische und Japanische &#252;bersetzt. Es gilt als wichtigstes deutschsprachiges Tierrechtsbuch.</p>
<p>Fleischkonsum bzw. Vegetarismus sind mittlerweile mediale Themen. Ihre Diskussion erfolgt heute aber vor allem unter den Stichworten Ern&#228;hrung, Gesundheit, Bio, Umwelt und Klima. Der ethische bzw. tierethische Aspekt fehlt fast v&#246;llig. Diese Neuauflage soll dazu beitragen, wieder diejenigen ins Blickfeld zu r&#252;cken, um die es beim Thema Fleisch vorrangig gehen sollte: die zig Milliarden Tiere, die j&#228;hrlich f&#252;r unseren Gaumenkitzel leiden und sterben m&#252;ssen.</p>
<p>Aus dem Vorwort zur vierten Auflage:</p>
<p>„Als dieses Buch geschrieben und 1993 erstmals ver&#246;ffentlicht wurde, war die Welt f&#252;r Tierrechtler insofern noch in Ordnung, als zwar wie heute Tierleid, Tierfolter und Tiermord an der Tagesordnung waren, man sich aber sicher war, den richtigen Weg zur Befreiung der Tiere zu kennen: Die analoge Abfolge von Sklavenbefreiung, B&#252;rgerrechtsbewegung, Frauenemanzipation und Tierbefreiung erschien historisch und ethisch „logisch“, konsequent und unausweichlich.</p>
<p>Inzwischen ist diesem Bewusstsein teilweise Ern&#252;chterung und Verunsicherung gewichen: Die Tierrechtsbewegung ist zerstritten und gespalten und viele stellen sich bange die Frage: Wann werden wir unser Ziel endlich erreichen? Oder gar: Werden wir unser Ziel &#252;berhaupt je erreichen? Genau um diese Ern&#252;chterung und Verunsicherung soll es hier allerdings NICHT gehen – sondern um die historische Aufbruchstimmung und um die Wucht der Argumente, die f&#252;r die Befreiung der Tiere sprechen.“</p>
<p><a href="http://www.thalia.de/shop/tha_homestartseite/suchartikel/leichenschmaus/helmut_f_kaplan/ISBN3-8448-7264-7/ID30538064.html?jumpId=6484241" class="autohyperlink" title="http://www.thalia.de/shop/tha_homestartseite/suchartikel/leichenschmaus/helmut_f_kaplan/ISBN3-8448-7264-7/ID30538064.html?jumpId=6484241" target="_blank">www.thalia.de/shop/tha_homesta&#8230;</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Helmut Kaplan (22.11.2011; 11:58 Uhr)<br />
<a class="autohyperlink" href="mailto:helmut_kaplan@yahoo.de" title="mailto:helmut_kaplan@yahoo.de">helmut_kaplan@yahoo.de</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/pages/Helmut-F-Kaplan/196299387801?v=wall" class="autohyperlink" title="http://www.facebook.com/pages/Helmut-F-Kaplan/196299387801?v=wall" target="_blank">www.facebook.com/pages/Helmut-&#8230;</a></p>
<p>Neues Buch: &#8220;Ich esse meine Freunde nicht&#8221;<br />
<a class="autohyperlink" href="mailto:Tierrechte_jetzt-subscribe@yahoogroups.de" title="mailto:Tierrechte_jetzt-subscribe@yahoogroups.de">Tierrechte_jetzt-subscribe@yah&#8230;</a><br />
<a href="http://www.tierrechte-kaplan.org" class="autohyperlink" title="http://www.tierrechte-kaplan.org" target="_blank">www.tierrechte-kaplan.org</a></p>
<p>———-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 22.11.2011</p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fellbeisser.net/authors/leichenschmaus/feed</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Gleichheitsprinzip und Tierrechte</title>
		<link>http://www.fellbeisser.net/authors/gleichheitsprinzip-und-tierrechte</link>
		<comments>http://www.fellbeisser.net/authors/gleichheitsprinzip-und-tierrechte#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 16:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Helmut F. Kaplan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fellbeisser.net/authors/?p=1631</guid>
		<description><![CDATA[<p><strong>Das basalste Recht ist das Recht auf gleiche Interessenber&#252;cksichtigung<br />
</strong><br />
<a href="http://www.tierrechte-kaplan.org/" class="kblinker" target="_blank" title="More about Helmut F. Kaplan &#187;">Helmut F. Kaplan</a></p>
<p>Die Geltung des auf Aristoteles zur&#252;ckgehenden moralischen Gleichheitsprinzips &#8211; Gleiches bzw. &#196;hnliches muss auch gleich bzw. &#228;hnlich behandelt werden &#8211; ist f&#252;r die meisten von uns so selbstverst&#228;ndlich, &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das basalste Recht ist das Recht auf gleiche Interessenber&#252;cksichtigung<br />
</strong><br />
<a href="http://www.tierrechte-kaplan.org/" class="kblinker" target="_blank" title="More about Helmut F. Kaplan &raquo;">Helmut F. Kaplan</a></p>
<p>Die Geltung des auf Aristoteles zur&#252;ckgehenden moralischen Gleichheitsprinzips &#8211; Gleiches bzw. &#196;hnliches muss auch gleich bzw. &#228;hnlich behandelt werden &#8211; ist f&#252;r die meisten von uns so selbstverst&#228;ndlich, dass wir es gar nicht als eigenes Prinzip wahrnehmen. Aber ohne dieses Gleichheitsprinzip verl&#246;re alle Ethik ihre Grundlage, Glaubw&#252;rdigkeit und Anwendbarkeit.</p>
<p>Nun behauptet kein vern&#252;nftiger Mensch, dass Menschen und Tiere in einem faktischen Sinne gleich w&#228;ren. Jedem ist klar, dass Menschen und Tiere &#8211; wie auch die Menschen untereinander! &#8211; zum Beispiel unterschiedliche Interessen haben. Deshalb w&#228;re es auch v&#246;llig verfehlt, Menschen und Tiere gleich zu BEHANDELN, denn unterschiedliche Interessen erfordern und rechtfertigen eben eine UNTERSCHIEDLICHE Behandlung. So brauchen etwa Hunde und Katzen im Unterschied zu Menschen keine Religionsfreiheit und kein Wahlrecht &#8211; weil sie damit schlicht nichts anfangen k&#246;nnten. Und M&#228;nner brauchen im Unterschied zu Frauen keinen Schwangerschaftsurlaub &#8211; weil sie nicht schwanger werden k&#246;nnen.</p>
<p>Was das Gleichheitsprinzip fordert, ist schlicht dies: WO Menschen und Tiere &#228;hnliche Interessen haben, da sollen wir diese &#228;hnlichen Interessen auch GLEICH BER&#220;CKSICHTIGEN, moralisch gleich ernst nehmen:</p>
<p>- Weil alle Menschen ein Interesse an angemessener Nahrung und Unterkunft haben, sollen wir dieses Interesse auch bei allen Menschen gleich ber&#252;cksichtigen &#8211; und d&#252;rfen nicht willk&#252;rliche Diskriminierungen aufgrund von Rasse oder Geschlecht vornehmen. Also kein RASSISMUS und SEXISMUS.<br />
- Und weil sowohl Menschen als auch Tiere ein immenses Interesse haben, nicht zu leiden, sollen wir dieses Interesse bei Menschen und Tieren auch gleich ber&#252;cksichtigen &#8211; und d&#252;rfen nicht willk&#252;rliche Diskriminierungen aufgrund der Spezies vornehmen. Also kein SPEZIESISMUS.</p>
<p>Gleiche Interessen sollen gleich z&#228;hlen. Das basalste Recht ist das Recht auf gleiche Interessenber&#252;cksichtigung. Gleiche Interessen weniger zu ber&#252;cksichtigen, verst&#246;&#223;t gegen das Gleichheitsprinzip. Wer sagt „Dein Leiden ist weniger wichtig, weil du schwarz bist“, ist Rassist. Wer sagt „Dein Leiden ist weniger wichtig, weil du eine Frau bist“, ist Sexist. Und wer sagt „Dein Leiden ist weniger wichtig, weil du ein Tier bist“, ist Speziesist.</p>
<p>Mit ihrer Forderung, auch gleiche bzw. &#228;hnliche tierliche Interessen gleich  zu ber&#252;cksichtigen, ist die Tierrechtsbewegung also die konsequente und notwendige Fortsetzung anderer Befreiungsbewegungen wie der Befreiung der Sklaven, der (amerikanischen) B&#252;rgerrechtsbewegung und der Frauenemanzipation: Immer geht es darum, moralische Diskriminierungen aufgrund moralisch belangloser Merkmale wie Hautfarbe, Geschlecht und Spezies zu erkennen und zu &#252;berwinden.</p>
<p>Gleiches Leiden ist gleich wichtig. Zu sagen „Dein Leiden ist weniger wichtig, weil du ein Tier bist“, ist pure Willk&#252;r, reiner Speziesismus. Aber exakt entsprechend diesem „Dein Leiden ist weniger wichtig, weil du ein Tier bist“ behandeln wir Tiere! Allgemein und speziell jene Tiere, die wir essen wollen: Keinem Menschen w&#252;rden wir auch nur ansatzweise jenes Leiden zumuten, das wir Tieren bedenkenlos und ununterbrochen zumuten.</p>
<p>Geradezu kriminell wird es, wenn wir uns vergegenw&#228;rtigen, WOF&#220;R wir Tieren dieses Leiden zuf&#252;gen! Wir f&#252;gen Tieren lebenslanges, schwerstes Leiden zu f&#252;r einen kurzen Gaumenkitzel. Beim Fleischessen werden ALLE tierlichen Interessen einem EINZIGEN menschlichen Interesse geopfert.</p>
<p>© Helmut F. Kaplan</p>
<p>Hinweis: Das Gleichheitsprinzip, wie es hier dargestellt und angewandt wird, geht auf Peter Singer zur&#252;ck. Im Unterschied zu Singer halte ich die Verkn&#252;pfung des Gleichheitsprinzips mit dem Utilitarismus f&#252;r problematisch. <a href="http://www.tierrechte-kaplan.org/" class="kblinker" target="_blank" title="More about HFK &raquo;">HFK</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/pages/Helmut-F-Kaplan/196299387801?v=wall" class="autohyperlink" title="http://www.facebook.com/pages/Helmut-F-Kaplan/196299387801?v=wall" target="_blank">www.facebook.com/pages/Helmut-&#8230;</a></p>
<p>Demn&#228;chst erscheint die Neuauflage von „Leichenschmaus“!<br />
<a class="autohyperlink" href="mailto:Tierrechte_jetzt-subscribe@yahoogroups.de" title="mailto:Tierrechte_jetzt-subscribe@yahoogroups.de">Tierrechte_jetzt-subscribe@yah&#8230;</a><br />
<a href="http://www.tierrechte-kaplan.org" class="autohyperlink" title="http://www.tierrechte-kaplan.org" target="_blank">www.tierrechte-kaplan.org</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Helmut Kaplan (12.11.2011; 19:45 Uhr)<br />
<a class="autohyperlink" href="mailto:helmut_kaplan@yahoo.de" title="mailto:helmut_kaplan@yahoo.de">helmut_kaplan@yahoo.de</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 13.11.2011</p>
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]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tierschutz und Tierrechte – Wunschdenken und Wirklichkeit</title>
		<link>http://www.fellbeisser.net/authors/tierschutz-und-tierrechte-wunschdenken-und-wirklichkeit</link>
		<comments>http://www.fellbeisser.net/authors/tierschutz-und-tierrechte-wunschdenken-und-wirklichkeit#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 19:04:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Dittmann]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fellbeisser.net/authors/?p=1627</guid>
		<description><![CDATA[<p>Tierfreunde, die mit dem allt&#228;glichen Tierelend des Qu&#228;lens und Schlachtens konfrontiert werden, stecken in einem furchtbaren Dilemma der Hilflosigkeit: Leben retten wollen, es aber nicht k&#246;nnen. Beispielsweise bei der so genannten “Nutztierhaltung” von H&#252;hnern, Schweinen, Rindern u.a., die millionenfach lebenslang &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tierfreunde, die mit dem allt&#228;glichen Tierelend des Qu&#228;lens und Schlachtens konfrontiert werden, stecken in einem furchtbaren Dilemma der Hilflosigkeit: Leben retten wollen, es aber nicht k&#246;nnen. Beispielsweise bei der so genannten “Nutztierhaltung” von H&#252;hnern, Schweinen, Rindern u.a., die millionenfach lebenslang der grauenvollen Ausbeutung in Menschenhand ausgesetzt sind, bis sie mehr oder minder qualvoll umgebracht werden. “Hilflose Helfer”, charakterisiert am besten die traurige Situation der Tiersch&#252;tzer.</p>
<p>W&#252;tendes demonstratives Schwenken der Fahne von Tierrechtlern mit der genialen Aufschrift “…ich bin gegen jegliches T&#246;ten etc.” (sic!) hilft aber dabei nicht weiter, rettet kein einziges Tierindividuum. Die Fleischesgier der Menschen ist nun mal unendlich. Wer vor diesen Fakten – aus welchen Gr&#252;nden auch immer – die Augen zukneift, l&#252;gt sich selbst in die Tasche und geht traumt&#228;nzerisch von theoretischem sch&#246;nen Wunschdenken aus – und knallhart an der Realit&#228;t vorbei.</p>
<p>Wir k&#246;nnen und d&#252;rfen Tieren so keinesfalls Gnadenakte verweigern, die ihnen zumindest eine Qualverminderung verschaffen, wenn die so sehr von uns gew&#252;nschte Lebensrettung oder Qualvermeidung – aufgrund der gegebenen Zust&#228;nde auf dieser Welt – gegenw&#228;rtig nicht m&#246;glich ist.</p>
<p>Es kann nicht richtig sein, demonstrativ mit einer ultimativen Maximalforderung, “Alles oder Nichts” (“Bin gegen jegliches T&#246;ten”) letztlich das Alltagselend der Tiere zu negieren. Eine solche pharis&#228;erhafte Haltung ist nur gut f&#252;r das eigene Ego, sich so als ethisch perfekter Gutmensch der Mitwelt pr&#228;sentieren zu k&#246;nnen. Mit Wahrheiten und nicht durchsetzbaren Forderungen allein auf den Lippen ist im Alltagsgeschehen den Tieren leider nicht geholfen. Der ethische Anspruch ist eben nicht mit juristisch durchsetzbarem Recht identisch.</p>
<p>Manche Tierfreunde wollen am Ziel sein, ohne je die Startlinie gesehen zu haben. “…Der praktische Tiersch&#252;tzer muss immer wieder auf Kompromisse eingehen, weil der Alles-oder-Nichts-Grundsatz besonders im Tierschutz immer nur zum ‘Nichts’ und niemals zum ‘Alles’ f&#252;hrt.“ (Gotthard M. Teutsch: Mensch und Tier. Lexikon der Tierschutzethik)<br />
So n&#252;tzt es wenig, fest im Glauben, edel und gut, mit selbst aufgesetztem Heiligenschein (“Ich verrate die Rechte der Tiere nicht”) verbissen die reine Lehre zu verk&#252;nden – dabei oft &#228;ngstlich bedacht, sich nicht die F&#252;&#223;e in den Niederungen der Alltagsrealit&#228;t zu beschmutzen. Viele ahnen gar nicht, was alles auf uns zukommen mag. Genmanipulierte Anpassung der Tiere an ihre miserablen Haltungssysteme, zum Beispiel.</p>
<p>Manche kompromisslosen Frugivore-Anh&#228;nger* w&#252;rden so am liebsten noch den Veganern abgeschnittene Salatbl&#228;tter von der Gabel, und letztere wiederum, den Vegetariern die K&#228;sestulle aus der Hand rei&#223;en. Biobauern, die versuchen den Tieren zumindest w&#228;hrend ihrer Lebensspanne ein artgerechtes Leben zu bieten, werden verteufelt. Und Tierfreunde, die f&#252;r eine gn&#228;dige Bet&#228;ubung der Schafe und Rinder vor dem Sch&#228;cht-Schlachten, oder vor dem Kastrieren von Ferkeln k&#228;mpfen, um ihnen zumindest einiges an Angst und Schmerzen zu ersparen, werden angegriffen: Sie w&#252;rden als “Handlanger” der Tiernutzer fungieren, sich nicht “konsequent” genug verhalten und die Tiere so mit ihrem absoluten Recht auf Leben “verraten”.</p>
<p>Alle Tierschutz-Aktivit&#228;ten die Erleichterungen f&#252;r die Tiere erreichen – und seien sie noch so bescheiden – sind kleine wichtige Mosaiksteine die helfen das gro&#223;e Bild der Tierbefreiung irgendwann einmal fertig zustellen.<br />
Das Hauptproblem ist heute nicht (mehr) Tierrechte zu definieren, sondern es gilt – wenigstens ansatzweise – Tierschutz in der Praxis(!) durchzusetzen. Theoretisches Wissen um Ethik und Moral ist mittlerweile in H&#252;lle und F&#252;lle vorhanden. Wer davon heute noch nichts wei&#223;, dem ist vorzuwerfen es nicht wissen zu wollen.</p>
<p>Ethisches Denken, das auch die Mitgesch&#246;pflichkeit unserer Tiergeschwister mit beinhaltet, vollzieht sich nur langsam. Wichtig ist, all das vorhandene Wissen um die Notwendigkeit des Tierschutzes nun in ein gesamtethisches Handeln umzusetzen.<br />
Und an letzterem mangelt es bei der (entscheidenden!) Masse der Menschheit gewaltig. Diese Menschenmasse wird zumindest in den n&#228;chsten 100 Jahren auf Fleischkonsum und sonstiger Tier”nutzung” bestehen – so unsere misshandelte Mutter Erde solange durchh&#228;lt und nicht vorher an den parasit&#228;r w&#252;tenden Menschenmassen erstickt.</p>
<p>In die Gehirnwindungen all dieser Fleischesser- und Tiernutzermassen wird es (kurz- und mittelfristig) nicht gelingen, mit unseren Ethikkonzepten einzudringen. Das ist der Knackpunkt. Das ist die traurige Realit&#228;t, von der wir gegenw&#228;rtig ausgehen m&#252;ssen. Alles andere ist selbstt&#228;uschende Augenwischerei. Jetzt und heute muss – wenn auch z&#228;hneknirschend – eine qualmindernde Zwischenl&#246;sung gesucht werden, solange die so sehr gew&#252;nschte Qualvermeidung nicht m&#246;glich ist.</p>
<p>&#214;ffentliche, mit viel Herzblut gef&#252;hrte Debatten &#252;ber den “richtigen” Weg zur Tierbefreiung, gegenseitige hilflose Schuldzuweisungen unter den Tiersch&#252;tzern n&#252;tzen wenig, schaden eher der Sache. Denn nichts freut unsere Gegner, die Tiernutzer jeglicher Couleur mehr, wenn wir unsere begrenzten Kr&#228;fte mit solchen Scharm&#252;tzeln verschlei&#223;en.</p>
<p>Es gilt heute(!) die Ketten der Tier-Sklaven zu lockern, wenn wir sie schon nicht zerrei&#223;en k&#246;nnen. Keinesfalls reicht es, lediglich tr&#228;umerisch edle Gesinnungsethik vor sich herzutragen.<br />
Wir m&#252;ssen uns mit praktizierender, ergebnisorientierter Handlungsethik der Realit&#228;t des Tierschutz-Alltagsgeschehens stellen – ohne nat&#252;rlich das Ziel, die Tiere von allen Fesseln zu befreien, je aus den Augen zu verlieren.</p>
<p>* Verzehren nur, was die Natur freiwillig hergibt (N&#252;sse, K&#246;rner, &#196;pfel etc.)</p>
<p>© Ulrich Dittmann</p>
<p>———-</p>
<p>Ulrich Dittmann – Arbeitskreis Tierschutz e.V. (27.10.2011; 15:10 Uhr)<br />
ulrich.dittmann-arbeitskreis-t…<br />
Internet: <a href="http://www.arbeitskreis-tierschutz.de" class="autohyperlink" title="http://www.arbeitskreis-tierschutz.de" target="_blank">www.arbeitskreis-tierschutz.de</a></p>
<p>———-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 27.10.2011</p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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		<title>Die Sache mit dem Gaumensegel</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 15:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Schrader]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><strong>Die Sache mit dem Gaumensegel Teil I</strong></p>
<p>Von Dirk Schrader</p>
<p>Manche Hunde haben es von Geburt an nicht so leicht: Im Verlauf ihres jungen Lebens merken die Hundehalter, dass ihr Liebling ger&#228;uschvoller atmet, total laut schnarcht und  irgendwann wegen akuter &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Sache mit dem Gaumensegel Teil I</strong></p>
<p>Von Dirk Schrader</p>
<p>Manche Hunde haben es von Geburt an nicht so leicht: Im Verlauf ihres jungen Lebens merken die Hundehalter, dass ihr Liebling ger&#228;uschvoller atmet, total laut schnarcht und  irgendwann wegen akuter Luftnot stehen bleibt: Das Brachycephalensyndrom &#8211; haupts&#228;chlich zu finden bei der Franz&#246;sischen Bulldogge, dem Mops, der Englischen Bulldogge und manchen ihrer Kreuzungen. </p>
<p>Seit unendlichen Zeiten  wird das Gaumensegel von versierten Tier&#228;rzten gek&#252;rzt: Narkose, kleine Chirurgie – das war´s. Die meist vorhandenen Ventilnasen werden geweitet (auch keine gro&#223;e Sache). F&#252;r die Mehrzahl aller Tier&#228;rzte allerdings ein wirklich unbeliebter Eingriff, weil eigentlich sau-gef&#228;hrlich. Es kommt trotz aller Sorgfalt immer mal wieder zu Todesf&#228;llen nach der OP. Der Grund: Die Notwendigkeit eines erg&#228;nzenden Luftr&#246;hrenschnittes konnte nicht erkannt werden.  </p>
<p>Aktueller Anlass ist die traurige Geschichte eines Franz&#246;sischen Bulldoggen-R&#252;den aus Rostock.  Der kleine Hund qu&#228;lte sich bis zu seinem vierten Lebensjahr mit Atemnot, zeigte eine ungew&#246;hnliche Schlundenge und sein Kiefer konnte nicht richtig ge&#246;ffnet werden. Er verstarb vier Stunden nach der OP – ausgerechnet in der Mittagspause – obwohl alle Tier&#228;rzte und Helferinnen  ihn wach und ohne Atemnot gesehen hatten – kein Fall f&#252;r die Notfall-&#220;berwachung. </p>
<p>Herzstillstand wegen eingetretenen Sauerstoffmangels? Man h&#228;tte einen Luftr&#246;hrenschnitt setzen m&#252;ssen. </p>
<p>Ein anderer aktueller Anlass ist die &#252;beraus erfreuliche Begegnung mit „Spike“, einem 5-j&#228;hrigen Franz. Bulldoggen-R&#252;den aus Neustadt am R&#252;benberge in der N&#228;he von Hannover.<br />
Die Besitzerin, Frau Alexandra K., berichtete, dass sie Spike in der Tier&#228;rztlichen Hochschule in Hannover wegen seiner Atemnot k&#252;rzlich vorgestellt hatte.  Die behandelnde Tier&#228;rztin dort machte sich  viel M&#252;he: „Spike“ wurde unter Narkose untersucht. Sein Gaumensegel sei ohne Auff&#228;lligkeit hei&#223;t es in dem Bericht – jedoch w&#252;rde ein Tumor im Kehlkopfbereich seine Atemnot verursachen. Spike wurde als nicht-operabel eingestuft. Man riet zur Einschl&#228;ferung. </p>
<p>Alexandra K. entschied sich gegen eine Einschl&#228;ferung. Sie kam  am 10. August 2011 nach Hamburg.<br />
Spike wurde in Narkose gelegt, sein &#252;berlanges Gaumensegel mit Hoch-Frequenz-Chirurgie gek&#252;rzt und vern&#228;ht, seine Ventilnasen mittels Laser-Chirurgie geweitet. Den Tumorbefund im Kehlkopfbereich konnten wir nicht best&#228;tigen. Spike hatte auch nicht die gef&#252;rchteten Choanenstenosen (Verwerfungen im Nasenraum). </p>
<p>Heute am 23.8.2011 berichtet uns Frau K., dass Sie mit „Spike“ Agility macht: Er atmet ungest&#246;rt und bewegt sich vital und ungebremst.</p>
<p><strong>Die Sache mit dem Gaumensegel – Teil II</strong></p>
<p>Von Dirk Schrader</p>
<p>Wenn Franz&#246;sische Bulldoggen, Englische Bulldoggen  oder M&#246;pse im Welpenalter ihren verliebten Fans &#252;bergeben werden, sind sie wirklich sooo schnuckelig – mehr geht nicht. Loriot selbst hat mal gesagt:  „Ein Leben ohne Mops ist m&#246;glich – aber sinnlos“. Das betrifft &#252;brigens auch die oben genannte schnuckelige Verwandtschaft: Die Zahl der in den letzten Jahren geborenen kurschnauzigen Wunderhunde hat so gewaltig zugenommen, dass sie den Pudel nahezu vollst&#228;ndig aus dem Bild jeder Stadt verdr&#228;ngt hat. </p>
<p>Ebenso gewaltig zugenommen haben die Operationen an deren zu langen Gaumensegel- von Hamburg bis Leipzig bis M&#252;nchen – und zur&#252;ck.</p>
<p>Besonders in der warmen Jahreszeit leiden die kleinen Kerlchen unendlich und ihre Herrchen und Frauchen sind sich leider meist nicht dar&#252;ber im Klaren, was das „niedliche“ Geschnaufe wirklich bedeutet: Atemnot – zu wenig Sauerstoff. Stellen Sie sich mal vor, Sie m&#252;ssten durch einen Strohhalm atmen … Nix gut, nein? Die Folgen des zu langen Gaumensegels, welches sich &#252;ber die &#214;ffnung des Kehlkopfes legt, sind nicht nur chronische Entz&#252;ndungen des gesamten Rachenraumes, sondern auch der Luftr&#246;hre und der Bronchien – bis hin zu schwerer- auf Sauerstoffmangel basierender Herzerkrankung. Ein fataler Zyklus.</p>
<p>Wie gesagt- die Zahl der Operationen hat stark zu genommen. Das Problem dabei: Nicht selten wird die Gaumensegelk&#252;rzung so vorgenommen, dass Vernarbungen entstehen, die irgendwann das Atmen noch schwieriger gestalten. Dabei kommt es nicht selten  zu einer Schlundverengung, die nicht leicht zu beseitigen  ist. </p>
<p>In den vergangenen Jahren haben wir immer schon „Gaumensegel-OPs“ durchgef&#252;hrt. Irgendwann benutzten wir daf&#252;r aber einen Laser und waren begeistert &#252;ber die Leichtigkeit der OP-Ausf&#252;hrung. Gleichzeitig wurden die Ventilnasen der kleinen Hunde mit dieser Strahl-Technik beseitigt – sogar die &#228;u&#223;erst unangenehmen Faltenbildungen im Nasen-Rachenraum, die Choanenstenosen werden bis heute mit dem Laser verdampft. Alles in Allem nichts Gro&#223;es und auch nichts Besonderes &#8211; und kostenm&#228;&#223;ig so einzustufen wie die Kastration einer H&#252;ndin.</p>
<p>Inzwischen benutzen wir f&#252;r die Chirurgie in der Tiefe des Schlundes nicht mehr den Laser, sondern die HF-Technik (Hochfrequenztechnik), mit der v&#246;llig blutungsfrei jegliche dummerhaftigen Faltenbildungen und Tumorbildungen im Kehlrachenbereich und sogar in der Luftr&#246;hre risikoarm entfernt werden k&#246;nnen – allerdings immer unter dem Schutzschirm einer m&#246;glichen &#214;ffnung der Luftr&#246;hre von au&#223;en: es gibt leider immer wieder F&#228;lle, die einen vorsorglichen Luftr&#246;hrenschnitt, das Stoma, notwendig machen. Dieses Stoma kann man nach 3 bis 4 Tagen wieder verschlie&#223;en. </p>
<p>Wie man in den diversen „Mops- und Bulli-Foren“ nachlesen kann, ist ein hei&#223;er Kampf um die chirurgische K&#252;rzung des Gaumensegels  in Deutschland ausgebrochen. In der Tier&#228;rztlichen Bildungsst&#228;tte in Leipzig kostet eine OP zirka 3000 Euro – in Hamburg kostet sie seit Jahren komischerweise 300 Euro, was die Besitzer eines brachycephalen Patienten kirre macht – aber leider auch diejenigen l&#228;hmt, die das Geld nicht haben, um es nach Leipzig zu tragen. Und – es gibt die Trittbrettfahrer, die nat&#252;rlich deutlich billiger sind als die Kollegen in Leipzig: man h&#246;rt von OP-Kosten von „nur“ 1700 Euro, oder 1200 Euro – und so weiter. Tj&#246;.</p>
<p>Ein Blick in die ber&#252;chtigte GOT bringt das Blut zur Wallung: Wenn das Gauemsegelk&#252;rzen mindestens 110 Euro und im dreifachen Satz (der nicht &#252;berschritten werden darf) zirka 365 Euro kosten kann – wieso ist dann die Narkose und das „Drum-Rum“ teurer als 1000 Euro?<br />
Macht da eine gesetzliche Verordnung wie die GOT noch einen Sinn? Oder anders gefragt: Wo bleibt der Staatsanwalt?</p>
<p>Tier&#228;rztliches Institut<br />
f&#252;r angewandte Kleintiermedizin<br />
Innovation und Kompetenz seit 1973</p>
<p>Rahlstedter Stra&#223;e 156<br />
22143 Hamburg<br />
Tel.: 040-677 21 44<br />
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<p><a href="http://www.tierklinik-hh-rahlstedt.de" class="autohyperlink" title="http://www.tierklinik-hh-rahlstedt.de" target="_blank">www.tierklinik-hh-rahlstedt.de</a> </p>
<p><a href="http://www.das-tierhospital-hamburg.de/" class="autohyperlink" title="http://www.das-tierhospital-hamburg.de/" target="_blank">www.das-tierhospital-hamburg.d&#8230;</a></p>
<p><a href="http://www.tieraerzte-hamburg.com" class="autohyperlink" title="http://www.tieraerzte-hamburg.com" target="_blank">www.tieraerzte-hamburg.com</a><br />
<a href="http://www.kritische-tiermedizin.de" class="autohyperlink" title="http://www.kritische-tiermedizin.de" target="_blank">www.kritische-tiermedizin.de</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><a class="autohyperlink" href="mailto:VeterinariansHH@aol.com" title="mailto:VeterinariansHH@aol.com">VeterinariansHH@aol.com</a> (29.08.2011; 15:05 Uhr)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 30.08.2011</p>
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		<title>Heiligkeit des Lebens</title>
		<link>http://www.fellbeisser.net/authors/heiligkeit-des-lebens</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 19:54:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Helmut F. Kaplan]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Helmut F. Kaplan</p>
<p>Im „Zeit Magazin“ (20, 2011) las ich Hans-Dietrich Genschers: Aussage: „Jedes Menschenleben ist gleich wertvoll.“ F&#252;r jemanden, der im Philosophiestudium darauf gedrillt wurde, niemals unbegr&#252;ndete oder gar unbegr&#252;ndbare Behauptungen aufzustellen, ist das eine, je nach dem, &#228;u&#223;erst &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Helmut F. Kaplan</p>
<p>Im „Zeit Magazin“ (20, 2011) las ich Hans-Dietrich Genschers: Aussage: „Jedes Menschenleben ist gleich wertvoll.“ F&#252;r jemanden, der im Philosophiestudium darauf gedrillt wurde, niemals unbegr&#252;ndete oder gar unbegr&#252;ndbare Behauptungen aufzustellen, ist das eine, je nach dem, &#228;u&#223;erst schludrige oder &#228;u&#223;erst k&#252;hne Redeweise. Nichtsdestotrotz entspricht sie exakt der g&#252;ltigen Sprachregelung. Mehr noch: Wer diesen Satz nicht uneingeschr&#228;nkt unterschreibt, begibt sich ins absolute gesellschaftliche Abseits.</p>
<p>Die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die vor ihrer politischen T&#228;tigkeit als Sonderschullehrerin psychisch kranke Kinder unterrichtete und mit geistig Behinderten arbeitete, formuliert die gleiche Aussage so: „Mein ganzes Leben lang habe ich mich f&#252;r den Gedanken eingesetzt, dass jedes Leben gleich viel wert ist.“ („Der Spiegel“, 26, 2011, S. 46)</p>
<p>Und in der „Zeit“ (32, 2011) lese ich auf Seite 1 im Artikel „Kein Mitleid mehr!“, in dem es um Hungerkatastrophen geht: „Hungernde Menschen sind … B&#252;rger dieser Weltgemeinschaft und damit Tr&#228;ger aller Menschenrechte.“ Schlie&#223;lich im „Spiegel“ (32, 2011, S. 42) im Zusammenhang mit dem Kindesm&#246;rder Magnus G&#228;fgen: „Dass die Menschenw&#252;rde keiner Abw&#228;gung zug&#228;nglich und also auch bei einem Verbrecher zu achten sei, gilt l&#228;ngst als gefestigte Meinung.“</p>
<p>Was hei&#223;t all dies? Es hei&#223;t: Unabh&#228;ngig von allen faktischen und moralischen Unterschieden, egal ob jemand hochbegabt oder schwerbehindert, steinreich oder bettelarm ist, ob er Mitmenschen rettet oder t&#246;tet, jeder Mensch ist gleich wertvoll und Tr&#228;ger von Menschenrechten.</p>
<p>Was ist denn nun die Funktion, die Auswirkung dieser Gleichwertigkeit aller Menschen? Die Antwort ist einfach: Diese Gleichwertigkeit hat eine fundamentale Schutzfunktion, sie sichert den Gleichwertigen einen Mindeststandard an Anspr&#252;chen, insbesondere das Recht, nicht gefoltert oder get&#246;tet zu werden – wenn wir einmal von Staaten wie China und den USA absehen, in denen Menschenw&#252;rde und -rechte eine irritierende theoretische Schlagseite aufweisen.</p>
<p>Gibt es nun vern&#252;nftige Gr&#252;nde, Tieren diesen Schutz durch Gleichwertigkeit vorzuenthalten? Um es gleich vorwegzunehmen: Nein! Denn „Abwertungen mittels Fakten“ sind, wie wir gesehen haben, grunds&#228;tzlich unstatthaft – siehe etwa die intakte Gleichwertigkeit von Senilen, Dementen und geistig Behinderten. Au&#223;erdem befinden sich viele Tiere, etwa Hunde, Katzen, Rinder oder Schweine, auf einem H&#214;HEREN Niveau als viele Senile, Demente oder geistig Behinderte. Die „begabtesten“ Tiere sind schlauer als die „unbegabtesten“ Menschen. Daran ist nicht zu r&#252;tteln und dabei braucht man nicht einmal an Primaten zu denken, die sich mit der Zeichensprache mit Menschen unterhalten. Es gen&#252;gt, einerseits an Blindenhunde zu denken oder an Kapuziner&#228;ffchen, die Behinderte betreuen, andererseits an im Bett vor sich hind&#228;mmernde Demente.</p>
<p>Wenn am menschlichen Leben etwas „heilig“ ist, dann ist es keine „Heiligkeit“ des menschlichen Lebens, sondern eine „Heiligkeit“ des kreat&#252;rlichen Lebens – weil viele Tiere, wie gesagt, viel „heiliger“, sprich: schlauer, begabter, intelligenter, was auch immer, sind als viele Menschen.</p>
<p>Eine Minderbewertung von Tieren gegen&#252;ber Menschen mittels Fakten ist also rationalerweise ausgeschlossen. Ebenso eine Minderbewertung mittels religi&#246;ser Begr&#252;ndungen. Schlie&#223;lich leben wir nicht mehr in „Gottesstaaten“, sondern in s&#228;kularen Gesellschaften, in denen auch Menschenrechte s&#228;kular, also „weltlich“, sprich: glaubensneutral begr&#252;ndet werden m&#252;ssen. Tierlichem Leben grunds&#228;tzliche Gleichwertigkeit und Schutzw&#252;rdigkeit abzusprechen, beruht auf Unvernunft oder Grausamkeit.</p>
<p>© <a href="http://www.tierrechte-kaplan.org/" class="kblinker" target="_blank" title="More about Helmut F. Kaplan &raquo;">Helmut F. Kaplan</a></p>
<p>———-</p>
<p>Helmut Kaplan (27.08.2011; 19:28 Uhr)<br />
<a class="autohyperlink" href="mailto:helmut_kaplan@yahoo.de" title="mailto:helmut_kaplan@yahoo.de">helmut_kaplan@yahoo.de</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/pages/Helmut-…" class="autohyperlink" title="http://www.facebook.com/pages/Helmut-…" target="_blank">www.facebook.com/pages/Helmut-&#8230;</a></p>
<p>Neues Buch: “Ich esse meine Freunde nicht”<br />
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<p>———-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 27.08.2011</p>
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		<title>Djihad in der Welt der Veterin&#228;rmedizin</title>
		<link>http://www.fellbeisser.net/authors/djihad-in-der-welt-der-veterinarmedizin</link>
		<comments>http://www.fellbeisser.net/authors/djihad-in-der-welt-der-veterinarmedizin#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 17:24:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Schrader]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fellbeisser.net/authors/?p=1612</guid>
		<description><![CDATA[<p>Von Dirk Schrader</p>
<p>Erstver&#246;ffentlichung in <a href="http://www.houndsandpeople.com" class="autohyperlink" title="http://www.houndsandpeople.com" target="_blank">www.houndsandpeople.com</a></p>
<p>Djihad – ein Wort, das seit Jahrzehnten in den Medien unseres Landes pr&#228;sent ist. Nine-Eleven, Osama Bin Laden, Djihadis, die sich nicht nur in Israel, Irak und Afghanistan in die Luft sprengen, Djihadis, die &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Dirk Schrader</p>
<p>Erstver&#246;ffentlichung in <a href="http://www.houndsandpeople.com" class="autohyperlink" title="http://www.houndsandpeople.com" target="_blank">www.houndsandpeople.com</a></p>
<p>Djihad – ein Wort, das seit Jahrzehnten in den Medien unseres Landes pr&#228;sent ist. Nine-Eleven, Osama Bin Laden, Djihadis, die sich nicht nur in Israel, Irak und Afghanistan in die Luft sprengen, Djihadis, die ihr Leben opfern f&#252;r eine Sache – ihre gerechte Sache, f&#252;r ihren Glauben – in voller &#220;berzeugung. Eigentlich bewundernswert und auch furchtbar zugleich. Die wunderbare Seite des Djihad: die &#220;berzeugten k&#228;mpfen f&#252;r „Ihre Sache“ auch deshalb, weil sie wissen, dass nach ihrem Tode tausende nackte Jungfrauen auf sie warten, um sie zu erfreuen. Wer k&#246;nnte da abseits stehen?</p>
<p>In der Welt der Veterin&#228;rmedizin gibt es viele Dogmen, die in den Gehirnen der Absolventen tier&#228;rztlicher Bildungsst&#228;tten zu einer „wahren Religion“ werden: Nichts wird geduldet und beachtet, was nicht in den Elfenbeint&#252;rmen der Universit&#228;ten erdacht worden ist. Das, was au&#223;erhalb dieser Trutzburgen der „Wahren Religion“ erdacht wurde, wird von den Gl&#228;ubigen dieser heiligen Institutionen mit Vehemenz „bek&#228;mpft“: missachtet, mit Misstrauen be&#228;ugt und – wenn es ihrem Gewinnstreben nicht dienlich ist, mit allem was Ungeist und Gemeinheit hergeben, verleumdet und – voll k&#228;mpferisch …</p>
<p>Bitte weiterlesen unter:</p>
<p><a href="http://www.tier&#228;rztliches-institut.de/2011/Djihad_in_der_Welt_der_Veterinaermedizin.html" class="autohyperlink" title="http://www.tier&#228;rztliches-institut.de/2011/Djihad_in_der_Welt_der_Veterinaermedizin.html" target="_blank">www.tier&#228;rztliches-institut.d&#8230;</a></p>
<p><strong>Tier&#228;rztliches Institut f&#252;r angewandte Kleintiermedizin</strong><br />
<strong>Tier&#228;rztliche Gemeinschaft f&#252;r ambulante und klinische Therapien</strong><br />
Dirk Schrader I dr. Steven-F. Schrader I dr. Ifat Meshulam I Rudolf-Philipp Schrader<br />
-Tier&#228;rzte-<br />
<a href="http://www.tieraerzte-hamburg.com" class="autohyperlink" title="http://www.tieraerzte-hamburg.com" target="_blank">www.tieraerzte-hamburg.com</a></p>
<p>&#8212;&#8211;</p>
<p>Dirk Schrader</p>
<p>Tier&#228;rztliches Institut<br />
f&#252;r angewandte Kleintiermedizin<br />
Innovation und Kompetenz seit 1973</p>
<p>Rahlstedter Stra&#223;e 156<br />
22143 Hamburg<br />
Tel.: 040-677 21 44<br />
<a href="http://www.tierklinik-hh-rahlstedt.de" class="autohyperlink" title="http://www.tierklinik-hh-rahlstedt.de" target="_blank">www.tierklinik-hh-rahlstedt.de</a></p>
<p><a href="http://www.das-tierhospital-hamburg.de/" class="autohyperlink" title="http://www.das-tierhospital-hamburg.de/" target="_blank">www.das-tierhospital-hamburg.d&#8230;</a></p>
<p><a href="http://www.tieraerzte-hamburg.com" class="autohyperlink" title="http://www.tieraerzte-hamburg.com" target="_blank">www.tieraerzte-hamburg.com</a><br />
<a href="http://www.kritische-tiermedizin.de" class="autohyperlink" title="http://www.kritische-tiermedizin.de" target="_blank">www.kritische-tiermedizin.de</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>&#220;bersandt von:</p>
<p><a class="autohyperlink" href="mailto:VeterinariansHH@aol.com" title="mailto:VeterinariansHH@aol.com">VeterinariansHH@aol.com</a> (27.08.2011; 03:54 Uhr)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 27.08.2011</p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tierschutzbericht 2011: Ein Dokument des Versagens</title>
		<link>http://www.fellbeisser.net/authors/tierschutzbericht-2011-ein-dokument-des-versagens</link>
		<comments>http://www.fellbeisser.net/authors/tierschutzbericht-2011-ein-dokument-des-versagens#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 17:17:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ulrich Dittmann]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><strong>Der Tierschutzbericht der Bundesregierung von 2011<br />
</strong><br />
Der B&#252;rger muss schwerstens beeindruckt sein, wie von unseren Politikern nicht nur Deutschlands Probleme, sondern fast alles Weltenelend geschultert und gemeistert wird. Komprimiert, die gebetsm&#252;hlenartig wiederholten wichtigsten Auslassungen repetierend, m&#252;sste man so gl&#252;cklich konstatieren: &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Tierschutzbericht der Bundesregierung von 2011<br />
</strong><br />
Der B&#252;rger muss schwerstens beeindruckt sein, wie von unseren Politikern nicht nur Deutschlands Probleme, sondern fast alles Weltenelend geschultert und gemeistert wird. Komprimiert, die gebetsm&#252;hlenartig wiederholten wichtigsten Auslassungen repetierend, m&#252;sste man so gl&#252;cklich konstatieren: Die Renten, die Atomkraft und der Euro sind sicher. Die Schuldenprobleme haben wir im Griff. Deutschland wird erfolgreich am Hindukusch verteidigt. Auch beim Tierschutz ist alles in bester Ordnung. Und die Erde ist eine Scheibe.</p>
<p>Doch ist das alles wirklich so? Oder wird das Volk schlicht verdummt? Und dies in gigantischen, kaum vorstellbaren Ausma&#223;en und auf vielen Gebieten?</p>
<p>Der Tierschutzbericht der Bundesregierung ist ein blumig artikuliertes Dokument des Versagens unserer Marionetten-Politiker, die am Nasenring der Global-Lobbyisten gef&#252;hrt, im Elfenbeinturm auf wohldotierten Sesseln in Berlin residieren. Nicht mehr und nicht weniger ist dazu festzuhalten.</p>
<p>Fakt: Seit Jahrzehnten werden Tiersch&#252;tzer von den Politikern der etablierten Parteien mit hohlen Worth&#252;lsen und wohlformuliertem beschwichtigenden Geschw&#228;tz eingelullt &#8211; und seit Jahrzehnten vergr&#246;&#223;ern sich Umfang und Intensit&#228;t der Tierqual-Dimensionen, wie es sich Tierfreunde fr&#252;herer Generationen nicht in ihren furchtbarsten Horrortr&#228;umen vorstellen konnten.</p>
<p>Erg&#228;nzend zu den aufgez&#228;hlten traurigen Beispielen von Petra Kuppinger, Tierschutzpartei LV Rheinland-Pfalz, (siehe <a href="http://www.fellbeisser.net/news/leserbrief-zum-tierschutzbericht-der-bundesregierung-2011#SlideFrame_3)" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/leserbrief-zum-tierschutzbericht-der-bundesregierung-2011#SlideFrame_3)" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/leser&#8230;</a> ist exemplarisch auf das Versagen unserer Bundespolitiker in der Sache „bet&#228;ubungsloses Sch&#228;chten von Tieren“ hinzuweisen: Seit Jahrzehnten liegt das hier zust&#228;ndige “Bundesministerium f&#252;r Ern&#228;hrung, Landwirt und Verbraucherschutz“ in tiefem Schlaf, hat auf besch&#228;mende Art und Weise vers&#228;umt seine “Hausaufgaben” zu machen, sich zu bem&#252;hen gesetzliche Grundvoraussetzungen zu schaffen die unertr&#228;gliche Situation des obsoleten „Sch&#228;cht“Paragraphen §4a Abs.2 Nr. 2 TSchG einer Novellierung zuzuf&#252;hren. Im Gegenteil &#8211; seit 2007 (!) boykottiert und sabotiert unsere Regierung auf skandal&#246;se Weise jegliche auch nur kleinste Verbesserung. Siehe hartn&#228;ckige Verweigerung die vom Bundesrat entsprechenden eingebrachten Gesetzesvorlagen, (zuletzt BT-Drs.17/226) umzusetzen.  Die Unf&#228;higkeit, das Nicht-Wollen unserer Bundespolitiker ist in gleichem Ma&#223;e entsetzlich, wie die Qualen der vors&#228;tzlich bet&#228;ubungslos dahingemetzelten Tiere entsetzlich sind: Man behandelt das Thema Sch&#228;chten wie einen kleinen tyrannischen, unantastbaren Hausg&#246;tzen den man nicht ber&#252;hren darf.</p>
<p>Wann kapieren wir Tiersch&#252;tzer endlich: Nicht an w&#252;rdevoll vorgetragenen Absichtserkl&#228;rungen und selbstherrlichen Wahlversprechen, gesch&#246;nten Berichten, oder offiziellen Dokumenten &#8211; ausschlie&#223;lich am Praxisverhalten, dem Handeln und der Ist-Situation im Alltag ist die Wertigkeit unserer Politiker zu messen! Ausschlie&#223;lich letztere Kriterien sind ma&#223;geblich. Und hier hat sich in der Vergangenheit wahrlich keine der etablierten Parteien &#8211; die Mitwelt, den Natur- und Tierschutz betreffend &#8211; mit Ruhm bekleckert. Auch der gutgl&#228;ubigste Natur- und Tierfreund muss doch endlich erkennen: Das von unseren Politikergr&#246;&#223;en so hochgelobte “beste Tierschutzgesetz der Welt” ist im Alltagsgeschehen die Druckerschw&#228;rze nicht wert mit dem es gedruckt wurde. Es reguliert und legalisiert lediglich schlimmste Ausbeutung von Tieren. Von “Schutz” kann nicht die Rede sein, wie es die Namensgebung volksverdummend suggeriert. Auch dieser Tierschutzbericht der Bundesregierung bewegt sich auf dieser Ebene. Also nichts neues von unseren lieben “Volksvertretern”.</p>
<p>Ulrich Dittmann / 24.08.2011<br />
Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V.<br />
E-Post: <a class="autohyperlink" href="mailto:ulrich.dittmann-arbeitskreis-tierschutz@web.de" title="mailto:ulrich.dittmann-arbeitskreis-tierschutz@web.de">ulrich.dittmann-arbeitskreis-t&#8230;</a><br />
Internet:<br />
<a href="http://www.arbeitskreis-tierschutz.de" class="autohyperlink" title="http://www.arbeitskreis-tierschutz.de" target="_blank">www.arbeitskreis-tierschutz.de</a><br />
<a href="http://www.zwangsbejagung-ade.de" class="autohyperlink" title="http://www.zwangsbejagung-ade.de" target="_blank">www.zwangsbejagung-ade.de</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ulrich Dittmann Arbeitskreis Tierschutz (24.08.2011; 13:48 Uhr)<br />
<a class="autohyperlink" href="mailto:ulrich.dittmann-arbeitskreis-tierschutz@web.de" title="mailto:ulrich.dittmann-arbeitskreis-tierschutz@web.de">ulrich.dittmann-arbeitskreis-t&#8230;</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 24.08.2011</p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vegetarismusdebatte f&#246;rdert Fleischkonsum</title>
		<link>http://www.fellbeisser.net/authors/vegetarismusdebatte-fordert-fleischkonsum</link>
		<comments>http://www.fellbeisser.net/authors/vegetarismusdebatte-fordert-fleischkonsum#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 17:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Helmut F. Kaplan]]></category>

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		<description><![CDATA[<div style="float:left; margin-right:10px; margin-bottom:10px;"></div>
<p><strong><a href="http://www.tierrechte-kaplan.org/" class="kblinker" target="_blank" title="More about Helmut F. Kaplan &#187;">Helmut F. Kaplan</a></strong></p>
<p>Man w&#252;rde vermuten, die vorangegangene Vegetarismusdebatte, ausgel&#246;st  durch die B&#252;cher „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer und „Anst&#228;ndig essen“ von Karen Duve, habe der Fleischindustrie arg zugesetzt. Das Gegenteil trifft zu: Diese Debatte war f&#252;r die Fleischindustrie &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left; margin-right:10px; margin-bottom:10px;"><div class="browsershot mshot"><a href="www.tierrechte-kaplan.org" ><img src="http://s.wordpress.com/mshots/v1/http%3A%2F%2Fwww.tierrechte-kaplan.org?w=200" alt="www.tierrechte-kaplan.org" width="200" /></a></div></div>
<p><strong><a href="http://www.tierrechte-kaplan.org/" class="kblinker" target="_blank" title="More about Helmut F. Kaplan &raquo;">Helmut F. Kaplan</a></strong></p>
<p>Man w&#252;rde vermuten, die vorangegangene Vegetarismusdebatte, ausgel&#246;st  durch die B&#252;cher „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer und „Anst&#228;ndig essen“ von Karen Duve, habe der Fleischindustrie arg zugesetzt. Das Gegenteil trifft zu: Diese Debatte war f&#252;r die Fleischindustrie ein Gl&#252;cksfall!</p>
<p>Warum? Erst ein R&#252;ckblick: Rinderwahn, Vogelgrippe, Schweinepest, Klimadiskussion, Dioxinskandal &#8211; all diese Ereignisse, Debatten und Skandale konnten dem Fleischkonsum letztlich nichts anhaben: Zuerst wich man, soferne bestimmte Tiere betroffen waren, auf andere, „unbelastete“ Tiere aus, wenig sp&#228;ter war sowieso wieder alles vergessen. Faktische Diskussionen dieser Art, in denen es um Gesundheit und &#214;kologie geht, schaden der Fleischindustrie letztlich nicht.</p>
<p>Ebensowenig schaden ihr pseudoethische Diskussionen unter der &#220;berschrift„Weniger Fleisch!“ Auf diese „L&#246;sung“ laufen Vegetarismusdiskussionen unter Fleischessern naheliegenderweise maximal hinaus &#8211; womit wir bei der eingangs erw&#228;hnten Foer-Duve-Debatte sind. Die Forderung, weniger Fleisch zu essen, ist deshalb „harmlos“, weil sie keinen ethischen Gehalt und keine moralische Kraft besitzt. Das begreift man sofort, wenn man sie auf Menschen umlegt: Wer, anstatt zu sagen, Foltern und Vergewaltigen sind FALSCH, fordert, dass WENIGER gefoltert und vergewaltigt wird, dem fehlt jegliche moralische Legitimation und &#220;berzeugungskraft.</p>
<p>„Weniger Fleisch!“ ist f&#252;r die Fleischindustrie aber nicht nur „harmlos“, sondern ein gro&#223;er Gl&#252;cksfall. Denn dieser Slogan ist ein optimaler Aufh&#228;nger f&#252;r Stichworte und Werbeaussagen, die das Fleischimage VERBESSERN: Wir m&#252;ssen k&#252;nftig KRITISCHER sein, BEWU&#223;TER essen, weniger Fleisch, aber daf&#252;r BESSERES Fleisch essen, „BIOLOGISCHES“ Fleisch essen; so n&#252;tzen wir der GESUNDHEIT, so schonen wir die UMWELT und so erweisen wir den Tieren den n&#246;tigen RESPEKT. Dieses allseits begr&#252;&#223;te und propagierte neue „kritische Bewusstsein“ l&#228;uft darauf hinaus, da&#223; letztlich nicht weniger, sondern mehr Fleisch gegessen wird, vor allem aber, dass Fleisch (wieder) mit gutem Gewissen gegessen wird!</p>
<p>Eine Chance, den Fleischkonsum tats&#228;chlich und nachhaltig zu senken, besteht nur, wenn die Menschen f&#252;r die MORALISCHE Dimension des Fleischessens sensibilisiert werden. Also nicht: ZUVIEL Fleisch ist falsch (analog ZUVIEL Foltern ist falsch), sondern: Fleisch ist GRUNDS&#196;TZLICH falsch (analog Foltern ist GRUNDS&#196;TZLICH falsch). Deshalb sind plausible ethische Argumente, wie sie in meinem Buch „Ich esse meine Freunde nicht oder Warum unser Umgang mit Tieren falsch ist“ zu finden sind, so wichtig. Etwa:</p>
<p>Spezieszugeh&#246;rigkeit an sich ist moralisch ebenso belanglos wie Rassen- oder Geschlechtszugeh&#246;rigkeit. Oder: Gleiche Interessen sollen auch moralisch gleich z&#228;hlen, etwa das tierliche Interesse, nicht zu leiden, und das menschliche Interesse, nicht zu leiden. Oder: Fleischessen bedeutet, alle tierlichen Interessen einem einzigen menschlichen Interesse zu opfern &#8211; dem nach einem kurzen Gaumenkitzel.</p>
<p>© Helmut F. Kaplan</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Helmut Kaplan (29.07.2011; 15:43 Uhr)<br />
<a class="autohyperlink" href="mailto:helmut_kaplan@yahoo.de" title="mailto:helmut_kaplan@yahoo.de">helmut_kaplan@yahoo.de</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/pages/Helmut-F-Kaplan/196299387801?v=wall" class="autohyperlink" title="http://www.facebook.com/pages/Helmut-F-Kaplan/196299387801?v=wall" target="_blank">www.facebook.com/pages/Helmut-&#8230;</a></p>
<p>Neues Buch: &#8220;Ich esse meine Freunde nicht&#8221;<br />
<a class="autohyperlink" href="mailto:Tierrechte_jetzt-subscribe@yahoogroups.de" title="mailto:Tierrechte_jetzt-subscribe@yahoogroups.de">Tierrechte_jetzt-subscribe@yah&#8230;</a><br />
<a href="http://www.tierrechte-kaplan.org" class="autohyperlink" title="http://www.tierrechte-kaplan.org" target="_blank">www.tierrechte-kaplan.org</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fellbei&#223;er“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 29.07.2011</p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Orthop&#228;dische Erkrankungen des Hundes</title>
		<link>http://www.fellbeisser.net/authors/orthopadische-erkrankungen-des-hundes</link>
		<comments>http://www.fellbeisser.net/authors/orthopadische-erkrankungen-des-hundes#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 17:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Schrader]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.fellbeisser.net/authors/?p=1598</guid>
		<description><![CDATA[<p><strong>Ursachen und tier&#228;rztliche Ma&#223;nahmen</strong></p>
<p>Von Dirk Schrader</p>
<p>Die Nachfrage tier&#228;rztlicher Hilfe bei Bewegungsst&#246;rungen der Hunde zeigt eine steile Kurve nach oben: sichtbar wurde dies schon vor 25 Jahren und fand ihren Ausdruck in neuen K&#252;rzeln: z.B. HD, OCD, FPC, IPA. &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ursachen und tier&#228;rztliche Ma&#223;nahmen</strong></p>
<p>Von Dirk Schrader</p>
<p>Die Nachfrage tier&#228;rztlicher Hilfe bei Bewegungsst&#246;rungen der Hunde zeigt eine steile Kurve nach oben: sichtbar wurde dies schon vor 25 Jahren und fand ihren Ausdruck in neuen K&#252;rzeln: z.B. HD, OCD, FPC, IPA. Die Veterin&#228;rmedizin hat sich darauf eingestellt. Es entstand die &#228;u&#223;erst lukrative  orthop&#228;dische Chirurgie, die allerdings die meisten Tier&#228;rztinnen und Tier&#228;rzte in ihrer Praxis &#252;berfordern musste. Man sah zwar eine Chance, viel viel Geld zu verdienen, jedoch mit der Routine musste es hapern: Operationen wurden massenhaft durchf&#252;hrt – mit schrecklichen Ergebnissen. So war die erfolgreiche orthop&#228;dische Chirurgie jahrzehntelang eine Dom&#228;ne der tier&#228;rztlichen Bildungsst&#228;tten, allen voran die Tier&#228;rztliche Hochschule in Hannover.</p>
<p>(HD – H&#252;ftgelenkdysplaie, OCD – Ostteochondrosis dissecans, FPC – Frakturierter Processus coronoideus,  IPA – Isolierter Processus anconaeus)</p>
<p>Wie konnten deutsche Tier&#228;rzte, die keine Oberassistentenstelle an den Unis ergattert hatten – und das waren immerhin weit &#252;ber 99 Prozent – orthop&#228;dische Chirurgie erlernen und Kompetenz erarbeiten? In der Humanmedizin m&#252;ssen M&#246;chtegern-Chirurgen jahrelang einem Erfahrenen &#252;ber die Schulter schauen bevor sie das Skalpell in die Hand nehmen d&#252;rfen. Die Antwort lautet schlicht:  „learning by doing“ – in einer Einzelpraxis aber so gut wie  ausgeschlossen. </p>
<p>Heute gibt es viele Tier&#228;rzte in Deutschland, die verantwortungsvoll und gut operieren. Sie haben sich einem permanenten Intensivtraining unterzogen und verstehen ihr Handwerk. Dieses Intensivtraining bedeutet: h&#228;ufige Teilnahme an Operationen in kollegial gef&#252;hrten Praxen, Auslandsaufenthalte meist in den USA und Gro&#223;britannien verbunden mit der  Teilnahme an chirurgischen Kursen. Es gibt aber auch die „akademische Schiene“, die Erlangung des „Fachtierarztes f&#252;r Kleintiere oder Chirurgie“. Diese Leute haben einen Brief in der Tasche, der ihnen bescheinigt, f&#252;nf Jahre lang Assistent in einer als Weiterbildungseinrichtung gef&#252;hrten Praxis gewesen zu sein. Tj&#246;, ich habe Fachtier&#228;rzte kennengelernt, die einen Knieb&#228;nderri&#223; nicht operieren konnten, geschweige denn eine OCD oder einen FPC. Ich habe auch „Spezialisten“ im Ausland kennengelernt, Spezialisten f&#252;r die orthop&#228;dsche Chirurgie, die Bandscheibenvorf&#228;lle nicht operieren konnten. Auwaia.</p>
<p>Dies weist auf ein Dilemma in unserer Gesellschaft. Fakt ist, dass unsere Haustiere (als Tierarzt f&#252;r kleine Haustiere meine ich: Hunde und Katzen), nicht ges&#252;nder und l&#228;nger leben, sondern das Gegenteil ist der Fall. Und – besonders die orthop&#228;dischen Erkrankungen – Bewegungsst&#246;rungen und Lahmheiten nehmen gewaltig zu.</p>
<p>Wieso das denn?</p>
<p>Alle Welt spricht von „allerbester Ern&#228;hrung“ f&#252;r Hunde und Katzen. Die Medien sind voll davon. Ratgeber in den Futterl&#228;den lassen Kompetenz „heraush&#228;ngen“ und die „Z&#252;chter“ raten auch mal was – das was sie ihren Hunden immer geben, weil es billig ist. </p>
<p>Unser lieber verstorbener Hamburger Altkollege Dr. Rainer Fietzek sagte mal &#252;ber Z&#252;chter: „Die geh&#246;ren doch alle ins Gef&#228;ngnis.“ Aber mit der Futtermittelindustrie hatte er offenbar keine Probleme. Denn – als ich mal in einer Hamburger Radiosendung (1999) etwas gegen das Industriefutter sagte (sicherlich nichts Schmeichelhaftes), rief er mich w&#252;tend an und fauchte: „Wie kannst Du so etwas sagen – ich verkaufe das doch…“</p>
<p>So war das. Und es ist ein  Kernproblem unserer Zeit geblieben. Alles ist steigerungsf&#228;hig. Bis heute innerhalb von 10 Jahren ist die Kurve noch steiler geworden. Haben Sie mal etwas vom Pentagon-System geh&#246;rt? Nein? Wir haben in Deutschland viele „Pentagon-Systeme“ zum Beispiel den milit&#228;risch-industriellen Komplex aber auch den medizinisch-industriellen Komplex. Diese Machtstrukturen schaffen den so genannten Mainstream zum Wohle des Umsatzes also des Gewinns. Dabei spielen Erkenntnisse der Wissenschaft allerh&#246;chstens  dann eine Rolle, wenn sie dem Gewinn der Industrie n&#252;tzlich sind. Sind sie es nicht – tj&#246;.</p>
<p>Die tier&#228;rztlichen Bildungsst&#228;tten sind Teil des veterin&#228;rmedizinisch-industriellen Komplexes. Kein Institut, das nicht auf irgendeine Weise von umsatzinteressierten Industrien gesponsert wird. Nirgendwo. Man freut sich doch &#252;berall &#252;ber die Kohle f&#252;r Forschungsprojekte, nette Reisen mit Damen  und alle m&#246;glichen Festivit&#228;ten, bei denen sich immer wieder gewisse Firmen die Ehre geben, die Tickets, das Hotel und das Essen zu spendieren. Es sind nicht viele Namen, aber immer dieselben. Alle haben bei uns Hausverbot. </p>
<p>Hausverbot? Wirklich? </p>
<p>Vornehmlich sind es die Vertreter der Futtermittelindustrie. Was – bittesch&#246;n &#8211; soll man von Firmen halten, die ihre Au&#223;endienstmitarbeiter veranlassen, an die Tierarzthelferinnen Benzingutscheine der Marke Shell zu verschenken, wenn diese daf&#252;r sorgen, dass der Verkauf gewisser Futtermittel in ihrer Tier&#228;rztlichen Praxis zunimmt? Was soll man von Firmen halten, die den Praxisinhabern R&#252;ckverg&#252;tungen f&#252;r den vermehrten Absatz ihrer Produkte anbieten? Hierbei handelt es sich nicht etwa um Korruption im strafrechtlichen Sinne, sondern um  den Zeitgeist, der – allgemein toleriert – umsatzf&#246;rdernd &#8211; Furchtbares anrichtet: verk&#252;rztes und  leidvolles Leben. Von den Kosten, die der Tierhalter zu tragen hat, m&#246;chte ich gar nicht erst sprechen.  </p>
<p>Nahezu 85 Prozent aller Hunde- und Katzenhalter kaufen f&#252;r ihre Schutzbefohlenen „das Beste“ – n&#228;mlich Fertignahrung in T&#252;te oder Dose, beladen mit einer hochkomplexen Chemie f&#252;r das Aussehen, den Geruch, den Geschmack die Akzeptanz und die Haltbarkeit. Dabei ist immer wieder die Frage aktuell: „W&#252;rden Sie so etwas Ihren Kindern geben?“ Wirklich?</p>
<p>„Ueps!“ – ist meist die Antwort. Oder das ber&#252;hmte: „&#214;h-ja-nee-wieso?“</p>
<p>Wir konnten erfahren, dass der „Erkrankungspegel“ unserer Hunde und Katzen seit Jahrzehnten immer weiter ausgeschlagen ist. Bleiben wir aber bei den – wie angek&#252;ndigt – orthop&#228;dischen Erkrankungen. Sie resultieren alle aus einem einzigen Vorgang: die Gelenke und das Skelett wachsen bis zum Ende der Pubert&#228;t. Findet diese ihr Ende, ist auch meist das Skelett ausgewachsen. Wird die Zeit der Pubert&#228;t verk&#252;rzt, sind es meist die Gelenke, die nicht richtig „auswachsen“. Ihre genetisch vorgegebenen Oberfl&#228;chen passen nicht richtig zueinander. Die Folgen sind Knorpelsch&#228;den, Knochenentz&#252;ndungen und Abrisse von Knochensegmenten in Wachstumsfugen.  Diese Vorg&#228;nge finden sich auch in der Wirbels&#228;ule. Die Wirbel sind miteinander durch die Facetten verbunden. Das sind Gelenke, &#228;hnlich wie Knie- oder H&#252;ftgelenk. Man spricht von „Schiebegelenken“. Auch sie haben Kopf und Pfanne. Bei einem gest&#246;rten Wachstum sieht man deutlich offene Facetten. Dies bedeutet, dass Kopf und Pfanne auch hier nicht richtig zueinander passen. Sie erm&#246;glichen eine transversale unnat&#252;rliche Wackelbewegung der Wirbels&#228;ule mit dem Erfolg, dass die Bandscheiben belastet werden und entz&#252;ndlich aufquellen. Die Folgen: Schmerzhafte R&#252;ckenprobleme, L&#228;hmungen aller Kategorien.</p>
<p>Wie kommt es nun zu dieser oben beschriebenen Fehlentwicklung? In Anlehnung an Erkenntnisse der Humanmedizin gibt es seit langem eine klare Antwort: Die Ern&#228;hrung spielt die entscheidende Rolle. Ich will aber nicht verschweigen, dass bei Hunden gewisse orthop&#228;dische St&#246;rungen auch von einer ausserordentlich dummerhaftigen Haltung herr&#252;hren, die die wachsenden Organismen (aus welchem Grund auch immer) einem Hochleistungssport aussetzt: Die „Hundewiesen“ haben sich zu „Hunde-Tobe-Arenen“ entwickelt und man muss sich nicht wundern, wenn die Kr&#228;fte, die da aufeinanderkrachen, St&#246;rungen in gewissen Wachstumszonen hervorrufen und diese zu „Sollbruchstellen“ umprogrammieren. Ich komme sp&#228;ter darauf zur&#252;ck.</p>
<p>Also – die Ern&#228;hrung ist schuld?  </p>
<p>Wie viel ist Zwei mal Zwei? Wenn heute noch Vier dabei herauskommt, so gilt als gesichert, dass die unendlich vielen Zusatzstoffe, von denen ich eingangs sprach, die Ursache darstellen. Nicht etwa jeder einzelne Zusatzstoff f&#252;r sich, sondern viel mehr die komplexe Wechselwirkung vieler Zusatzstoffe, die niemals zum seri&#246;sen Forschungsprojekt geworden ist. Die molekulare Wechselwirkung f&#252;hrt in die Richtung der Phtalat-Wirkung, einer Stoffgruppe, der hormonelle, &#246;strogen&#228;hnliche Eigenschaften zugesprochen werden und sich seit langem  im Visier der kritischen &#214;kologie befinden: In bestimmten Gegenden, wo industrielle Abw&#228;sser in &#214;ko-Systeme gelangen, verursachen Sie eine St&#246;rung der Spermiogenese beim m&#228;nnlichen Tier bis hin zu zwitter&#228;hnlichen Mi&#223;bildungen mit dem Ergebnis: Vermehrung ausgeschlossen &#8230; </p>
<p>Beim Mann verursachen die Phtalate Fruchtbarkeitsst&#246;rungen in der Dimension, dass im Jahre 2010 mehr als 30 Prozent aller M&#228;nner in Mitteleuropa als unfruchtbar einzustufen sind. </p>
<p>Aber beschr&#228;nken wir uns doch auf den Hund als langlebigen Begleiter des Menschen. Vierzehn Jahre und mehr kann ein Hund alt werden. Aber heute ist das Altwerden eines Hundes in der Regel mit schmerzhaften Ver&#228;nderungen der Gelenke und der Wirbels&#228;ule verbunden. „Ein Neufundl&#228;nder und eine Deutsche Dogge sind mit 10 Jahren schon „alt“.“</p>
<p>Alter ist jedoch keine Krankheit. Aber gerade die gro&#223;en und schweren Hunderassen sind es, die auf Grund des „Belastungskoeffizienten“ der Gelenke schneller Verschlei&#223;erscheinungen zeigen als leichte und kleine Rassen. </p>
<p>Das Ungl&#252;ck hat irgendwann seinen Anfang: Knorpelsch&#228;den k&#246;nnen schon in fr&#252;hen Jahren entstehen. Da der Hund aber &#252;ber ein v&#246;llig anderes „Schmerzkost&#252;m“ als der Mensch verf&#252;gt (die Anzahl der Schmerzrezeptoren im Gehirn ist deutlich geringer), zeigt er eine zeitlich enorm verz&#246;gert Schmerzreaktion und Lahmheit. </p>
<p>Das gilt jedoch nicht f&#252;r die Bandscheibenentz&#252;ndungen mit R&#252;ckenschmerzen und L&#228;hmungen. Dass heute bereits Hunde im Alter von wenigen Monaten Bandscheibenpatienten sein k&#246;nnen ist nichts Ungew&#246;hnliches. Und der Pharmamarkt der Entz&#252;ndungshemmer bei Skeletterkrankungen boomt. Alle paar Monate werden Pharmavertreter mit „noch wirksameren“ Mitteln gegen Schmerzen der Gelenke  vorstellig – wohl wissend, dass sie damit auf l&#228;ngere Sicht Unheil anrichten: Leber und Nierensch&#228;den als Folge Nicht-Steroidaler Antiphlogistika. Na toll.</p>
<p>Aus tier&#228;rztlicher Sichtweise kann nur dazu geraten werden, Industrieprodukten f&#252;r die Ern&#228;hrung grunds&#228;tzlich aus dem Wege zu gehen. Das „Selbermachen„ der Nahrung ist so kompliziert wie das Wasserkochen. Im Grunde braucht man nur einen Topf, einen Herd und den Willen, das anvertraute Lebewesen gesund durchs Leben zu bringen. Auf der Webseite <a href="http://www.kritische-tiermedizin.de" class="autohyperlink" title="http://www.kritische-tiermedizin.de" target="_blank">www.kritische-tiermedizin.de</a>  gibt es eine Anleitung, also eine Rezeptur, die man nach Lust und Laune ver&#228;ndern kann: „Ja wie denn nun? Wie ern&#228;hre ich meinen Hund und meine Katze“. Jeder kann es lesen und mit Fisch und Huhn und anderen Eiwei&#223;quellen variieren.</p>
<p>Und: Nach der Lekt&#252;re von „Katzen w&#252;rden M&#228;use kaufen“ d&#252;rfte auch dem oder der D&#252;mmsten klar sein, dass in der &#252;blichen Industrienahrung ungeheure Gefahren lauern.</p>
<p>Na gut – ich gebe es zu: Ich kann auch nicht f&#252;r unsere Hunde immer kochen und deshalb – es ist keine Schleichwerbung – haben zwei Nahrungsmittelfirmen f&#252;r Hunde (und Katzen) bei uns kein Hausverbot: Aras und Marengo. Die Verantwortung, die auf diesen Firmen liegt, ist gro&#223;. M&#246;gen Sie weiterhin halten, was Sie versprechen – n&#228;mlich saubere Nahrung.</p>
<p>Nach dem Schlachtfeld „Wie bringe ich meinen Hund (und meine Katze) mit dem Futter nicht um“ – auch zu lesen in <a href="http://www.kritische-tiermedizin.de" class="autohyperlink" title="http://www.kritische-tiermedizin.de" target="_blank">www.kritische-tiermedizin.de</a> komme ich auf die tier&#228;rztlichen Ma&#223;nahmen zu sprechen, die unser Berufsstand dem entgegenh&#228;lt, was ich als „Selbst schuld“ bezeichne.</p>
<p>Das Kernproblem bei Lahmheiten des Hundes ist die tats&#228;chliche Fr&#252;herkennung der Osteochondrosis dissecans (OCD), der Knorpelerkrankungen auf den Gelenkfl&#228;chen, die teilweise mit schuppiger Abl&#246;sung von Knorpel auf dem Knochen einhergehen. R&#246;ntgenbilder in Deutschland sind trotz des Vormarsches  digitaler R&#246;ntgensystem sehr sehr h&#228;ufig „eine Katastrophe“ – der Qualit&#228;t. Da wird ein Bild mit 40 bis 80 Euro berechnet, und die technische Qualit&#228;t ist weniger als M&#252;ll. Leider allzu oft wei&#223; der Tierhalter nicht, dass er f&#252;r M&#252;ll sehr sehr viel Geld bezahlt. Er kann die Qualit&#228;t von R&#246;ntgenbildern ja nicht beurteilen… Selbst digitale R&#246;ntgenbilder sind teilweise derma&#223;en miserabel, dass man sich fragen muss: Wieso gibt es in der Tiermedizin keine Qualit&#228;tskontrolle? Das gilt auch f&#252;r Untersuchungen mit dem CT. In der Humanmedizin ist eine Ausbildung von 5 Jahren mit einer Qualit&#228;tskontrolle notwendig, um diese Ger&#228;te in den Einsatz bringen zu d&#252;rfen. In der Tiermedizin kaufen sich manche ein Ger&#228;t, welches aus einer humanmedizinischen Praxis „herausgeflogen“ ist, lassen sich mal kurz einweisen – und dann k&#246;nnen sie Diagnosen stellen. Das ist nicht nur zum Lachen, sondern auch kriminell. Ich kenne tier&#228;rztliche Einrichtungen, in den jeder Pimpelkram in den Computertomographen muss – na klar, bringt ja Kohle und zwar richtig,  und der Tierhalter weiss ja auch nicht, dass er neben einer oft zweifelhaften Diagnose auch noch einen v&#246;llig vertrahlten Hund mit nach Hause nimmt – aber durchaus positiv gestimmt, „denn sein Fifi war ja in der R&#246;hre…“, und das kann er denn ja auch im Tennisklub erz&#228;hlen.</p>
<p>Kommen wir auf die h&#228;ufigsten Folgen einer OCD zu sprechen. Meist handelt es sich um arthrotische Ver&#228;nderungen im Schultergelenk (durchaus leicht und sehr erfolgreich zu operieren)  und im Ellenbogengelenk und im H&#252;ftgelenk – hier wird es komplizierter. </p>
<p>Eine schmerzhafte Ellenbogengelenksarthrose entsteht oft deshalb, weil  gewisse Zonen der Knochen (Processus anconaeus und Processus coronoideus) einfach weggebrochen sind. Sie stellen einen  Fremdk&#246;rper im Gelenk dar und die Tr&#252;mmer zermahlen zus&#228;tzlich den Gelenkknorpel. Auch diese Konflikte sind chirurgisch meist gut zu beseitigen. Man muss nur wissen, dass abgebrochene Gelenkteile oft all zu lange im Gelenk herumschwirren und mechanisch den Gelenkknorpel derma&#223;en belasten, dass sich eine Arthrose verselbst&#228;ndigt… Das oberste Gebot ist deshalb: Tr&#252;mmer m&#252;ssen sorgf&#228;ltrig und vollst&#228;ndig aus dem Gelenk entfernt werden. Und es geh&#246;rt sich einfach, dass dem Patienten ein Medikament mitgegeben wird, welches dem Organismus eine Selbstheilung erm&#246;glicht. Hier sind die Substanzen  Chondroitinsulfat, Glucosamin und MSM unverzichtbar.</p>
<p>Leider haben wir die Erfahrung gemacht, dass nahezu alle auf dem Markt befindlichen Produkte dieses Genres sich als h&#246;chst mittelm&#228;&#223;ig und v&#246;llig &#252;berteuert darstellen. Fast zehn Jahre lang haben wir deshalb aus Israel ein Produkt importiert, welches unseren Vorstellungen durchaus entsprach – jedoch wurde die Einfuhr von der Gesundheitsbeh&#246;rde verboten, weil es als Medikament nicht zugelassen war. Die Konsequenz: Wir haben die Rezeptur in Israel geklaut und stellen es notgedrungen selbst her. </p>
<p>In der Chirurgie der arthrotischen Gelenke mit konsequenter Entfernung von allen Gewebetr&#252;mmern und nachfolgender Zufuhr oben genannter Suibstanzen sehen wir die Kausaltherapie – wobei gelegentlich auf steroidale und nicht steroidale Antiphlogistika nicht verzichtet werden kann.</p>
<p>Bleibt ein Schmerzbild &#252;brig, kann man durchaus die Goldimplantation in Erw&#228;gung ziehen. Dabei handelt es sich keineswegs um Humbug, allerdings immer dann nicht, wen die kleinen Goldst&#252;ckchen an die Gelenkkapsel angelegt werden, was leider und tats&#228;chlich wohl in der Mehrzahl aller F&#228;lle nicht so ist – und deshalb auch keine Schmerzlinderung bringen kann. Es gibt sicherlich etliche Tier&#228;rzte, die Goldimplantation „k&#246;nnen“. Wir machen das gelegentlich auch und ich frage mich dabei oft, wie die es schaffen, ohne R&#246;ntgenscanner und  &#8211; so aus dem Gef&#252;hl heraus &#8211; die Goldteile richtig zu plazieren. Das Problem  kann man auch in <a href="http://www.kritische-tiermedizin.de" class="autohyperlink" title="http://www.kritische-tiermedizin.de" target="_blank">www.kritische-tiermedizin.de</a> nachlesen: „Die Sache mit der Goldimplantation“.</p>
<p>Dazu sei Folgendes erg&#228;nzt: Die Dysplasie des Ellenbogengelenks (auch ED genannt)  stellt die Veterin&#228;rchirurgen vor eine enorme Herausforderung. Wenn sie erkannt ist, w&#228;re die einzig logische Konsequenz ein Schnitt durch die die Ulna &#8211; die Elle. Dieser „Ulna–Cut“ weckt bei den Tierhaltern meist Zweifel und Ablehnung – ist aber der einzige Weg, dem betroffenen Hund die M&#246;glichkeit des nachtr&#228;glichen „Zurechtwachsens“ zu geben. </p>
<p>Kommen wir zu den h&#228;ufigsten orthop&#228;dischen Problemen der Hinterl&#228;ufe. Zun&#228;chst das Knie: Wer hat noch nicht von einem Kreuzbandri&#223; geh&#246;rt? Es handelt sich meist um einen Ri&#223; des vorderen Kreuzbandes. Und dummerweise passiert in kurzem Abstand meist das, was in dem anderen Knie schon passiert ist. Auch hier ist zu sagen, dass die „Neigung“ zum Kreuzbandri&#223; nicht „gottgewollt“ ist. Wenn so ein verletztes Knie ge&#246;ffnet wird, sieht man h&#228;ufig Ver&#228;nderungen der Knorpelpberfl&#228;chen: kleine Risse und Areale, die stumpf aussehen statt glatt und gl&#228;nzend: die klassischen Symptome einer Arthrose. Und woher bittesch&#246;n kommt die? Auch im Kniegelenk sind die zueinander passenden Oberfl&#228;chen  ver&#228;ndert. Die darauf zur&#252;ckzuf&#252;hrende Fehlbelastung des Knorpelgerwebes m&#252;ndet in entz&#252;ndlichen Ver&#228;nderungen, die irgendwann auf die Menisken und das vordere Kreuzband &#252;bergreifen. Und dann „knallt“ es.</p>
<p>In Deutschland sind etwa 40 verschiedene chirurgische Techniken bekannt. Fast jeder Tierarzt hat zum Kreuzbandri&#223; „seine eigene Meinung“. In diesem Wirrwarr muss man sich nat&#252;rlich fragen, welche Eingriffe sind die erfolgreichsten. Zu ihnen geh&#246;ren die „Over the top-Methode (OTT)“ gern und h&#228;ufig an der tier&#228;rztlichen Hochschule in Hannover durchgef&#252;hrt. Hier ist man der Auffassung, dass die Verwendung von k&#246;rpereigenem Gewebe als Kreuzbandersatz vern&#252;nftig ist.</p>
<p>Daneben ist sehr erfolgreich die Methode TPLO, eine knochenchirurgische Ma&#223;nahme, gern und laut propagiert an der Uni in M&#252;nchen. Wir halten uns an die englische Tiermedizin und setzen vornehmlich die Laterale Fixation ein. Der Grund hierf&#252;r liegt in der Schlichtheit des Verfahrens, was sich auch in den Kosten ausdr&#252;ckt.  Die Erfolge liegen bei 95%. Wobei diese nur von der TPLO &#252;bertroffen werden: 96% lt. Statistik.  Auch hier ist das Problem „OCD“ und Arthrose nicht unbedingt automatisch gel&#246;st: Jeder Organismus hat in seiner Wachstumsphase Potenzen, die einen ausreichende Knorpelentwicklung erm&#246;glichen. Ist das Wachstum vorbei, sind die „Speicher“ f&#252;r die Knorpelbausteine leer und sie k&#246;nnen auch nicht mit der Nahrung wieder aufgef&#252;llt werden. Im Umkehrschluss hei&#223;t das: Wer eine Arthrose hat, wird sie behalten und sie wird schlimmer – es sei denn, man verwendet die Bausteine, wie schon genannt (Glucosamin, Chondtroitin m&#246;glichst in Verbindung mit MSM) und gibt dem Organismus die Chance zur Selbstreparatur. Auf diese Weise k&#246;nnen die Ergebnisse chirurgischer Arbeit erheblich verbessert werden.</p>
<p>Zweiter Teil:</p>
<p>Die Dysplasie der H&#252;ftegelenke ist in der tier&#228;rztlichen Praxis ein „Dauerbrenner“ geworden. Und sie wird es auch trotz aller Anstrengungen in der „Zuchtwahl“ bleiben.</p>
<p>Wir sind der Auffassung, dass ein Beschwerdebild  mit Lahmheit grunds&#228;tzlich mit der <strong>Denervation nach K&#252;pper</strong>, in seltenen F&#228;llen in Erg&#228;nzung mit der <strong>PIN-Operation</strong> vollst&#228;ndig beseitigt werden kann. Hierbei ist zu beachten, dass in sehr vielen F&#228;llen ein Erfolg nicht  gesichert ist, weil  das Abschaben der Corticalis bis hin zur Knochensubstanz nicht ordentlich durchgef&#252;hrt wurde.  </p>
<p>Seit uns K&#252;pper diese Methodik nahegelegt hat, gibt es immer wieder Berichte von Tier&#228;rzten, die der Auffassung sind, dass sie „M&#252;ll“ sei.  Ich darf zu Recht vermuten, dass sie nicht richtig zur Anwendung kommt.  Seit Einf&#252;hrung der Denervation nach K&#252;pper verwenden wir eine Rosenkopffr&#228;se.  Diese wurde in Sonderanferigung von der Firma HEBU  hergestellt, und es zeigt sich immer wieder, dass ihre Anwendung wohl die allerbesten Ergebnisse zeitigt.</p>
<p>Wenn allerdings der H&#252;ftkopf aus der Pfanne herauszuspringen droht, muss man sich eben f&#252;r eine Endoprothese entscheiden oder – was bei Katzen und kleinen Hunden v&#246;llig unproblematisch ist: f&#252;r eine Resektion des H&#252;ftkopfes. Es entsteht dann ein Pseudogelenk, welches schmerzfreies Laufen erm&#246;glicht.  Bei gr&#246;&#223;eren und schweren Hunden kann es zu erheblichen Problemen kommen, obwohl auch hier der Anatomie Rechnung zu tragen ist: Der  Schnitt muss immer so gesetzt werden, dass ein Kontakt zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Becken auszuschlie&#223;en ist. </p>
<p>Ich muss zugeben, dass wir in den vergangenen Jahren eine zunehmende Zahl an Denervationen durchgef&#252;hrt haben, und wir konnten sehen, dass in den meisten F&#228;llen von H&#252;ftgelenkdysplasie auch Bandscheibenvorf&#228;lle  vorlagen,  wenn wir „mal eben“ eine Myelographie zur Anwendung brachten. </p>
<p>Zum Thema Myelographie : es gibt zwei Kontrastdarstellungen des Wirbelkanals und der Bandscheiben: Bei der (echten) Myelographie wird &#252;ber einen Zugang zwischen dem 5. Und 6.  Lendenwirbel, oft auch zwischen dem 4. Und 5. Lendenwirbel per Spinalnadel das Kontrastmittel ind en R&#252;ckenmarkschlauch hineingebracht.  Man kann es auch anders machen: &#252;ber den Zugang L7-S1 (Foramen lumbosacrale) wird per Salim-Trokar das Kontratsmittel in den Raum zwischen R&#252;ckenmark und Wirbelknochen geleitet, wobei die einzigartige Chance besteht, eben diesen Trokar zu nutzen und einen Spinalkatheter in den Wirbelkanal zu schieben zwecks Einflutung von Bandscheiben-verkleinernden Substanzen.</p>
<p>Viele Tier&#228;rzte glauben, dass die Myelographie veraltet sei. Das ist nat&#252;rlich Unsinn, weil gerade die Kontrastmitteleinflutung genaueste Ergebnisse liefert, tats&#228;chlich viel genauer als zum Beispiel  die Ergebnisse einer Computertomographie (CT) – vorausgesetzt, man macht nicht die alten Fehler und beschr&#228;nkt sich auf die Herstellung von Bildern.  Diese sind ja immer nur eine Darstellung zu einer ganz bestimmten Zeit, wobei betont werden muss, dass die Herstellung eines Films, die <strong>Flussmyelographie</strong>,  das Mittel der Wahl ist. Man kann das Kontrastmittel flie&#223;en sehen und sieht auch, wie es Bandscheibenquellungen <strong>umflie&#223;t</strong>. Dies ist  die absolut perfekte und genaueste Art der Darstellung des Spinalkanals. Merkw&#252;rdigerweise kaufen sich Tier&#228;rzte lieber einen alten Computertomographen  als einen vern&#252;nftigen R&#246;ntgenscanner. </p>
<p>Neben der bei uns sehr h&#228;ufigen  Anwendung des Spinalkatheters gibt es immer wieder F&#228;lle, bei denen konservativ „bohrtechnisch“ vorgegangen werden muss. Wir geben zu, dass wir die Dekompressions-OP gerne vermeiden. Sie stellt ein ungleich aufwendigeres Verfahren dar und das &#220;ble: man kann – auch bei garantiert sorgf&#228;ltigster OP – nicht garantieren, dass der Patient wieder laufen wird. Aber grunds&#228;tzlich mal: die Dekompressions-OP ist kein „Gro&#223;unternehmen“, wie von vielen Tier&#228;rzten dargestellt wird. Der Grund: Wir benutzen Sch&#228;delbohrer, die ruckzuck, meist in 5 Minuten, ein ordentliches Loch im Wirbelk&#246;rper herstellen und mit der Laminektomiezange dauert es keine 30 Minuten, bis ein Oval &#252;ber dem Bandscheibenvorfall aus dem Knochen herausgeschnitten ist.</p>
<p>&#196;hnlich ist des mit der so genannten Cauda-equina-OP – der Dekompressions-OP zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem Stei&#223;bein. So ein Eingriff dauert keine 30 Minuten. </p>
<p>Ungleich l&#228;nger und sau-gef&#228;hrlich ist die Decompressions-OP mit der Fr&#228;se – so wie es &#252;berall sonst – selbst in den tier&#228;rztlichen Bildungsst&#228;tten vorkommt: Wenn die Jungs zu schnell fr&#228;sen,  entsteht Hitze und die &#252;bertr&#228;gt sich auf die Nervenbahnen. So kann man sich unschwer vorstellen, dass bei solchen OPs das R&#252;ckenmark regelrecht „gekocht“ wird – mit dem tr&#252;bseligen Ergebnis: ohne Erfolg. </p>
<p>In diesem Zusammenhang stellt sich zwangsl&#228;ufig die Frage: „Was kostet das?“</p>
<p>In unserem Hause werden die genannten Operationen  so durchgef&#252;hrt, dass „im Normalfall“ die Uhr entscheidet, genauso wie bei Handwerkern: (Netto-Preise)</p>
<p>Chirurgie der OCD im Schultergelenk: 320 bis 350 €<br />
Chirurgie des Processus anconaeus 220 bis 280 €<br />
Chirurgie des frakturierten Processus coronoideus 350 bis 380 €<br />
Chirurgie des Kreuzbandrisses 280 bis 320 €<br />
Denervation des H&#252;ftgelenks nach K&#252;pper je Seite 150 €<br />
Implantation einer Helica-Endoprothese 1400 €<br />
Flussmyelographie oder Flussepidurographie 160 €<br />
Anwendung des Spinalkatheters 48 €<br />
Dorsale Laminektomie (Decompressions-OP)  350 €</p>
<p>Nat&#252;rlich k&#246;nnen diese Eingriffe nur unter Narkose durchgef&#252;hrt werden: Eine gesteuerte Narkose beim Hund kostet inklusive permanenter Sauerstoffzufuhr und Monitoring ca. 80 €.</p>
<p>&#8212;&#8211;</p>
<p>Dirk Schrader </p>
<p>Tier&#228;rztliches Institut<br />
f&#252;r angewandte Kleintiermedizin<br />
Innovation und Kompetenz seit 1973</p>
<p>Rahlstedter Stra&#223;e 156<br />
22143 Hamburg<br />
Tel.: 040-677 21 44</p>
<p><a href="http://www.tierklinik-hh-rahlstedt.de" class="autohyperlink" title="http://www.tierklinik-hh-rahlstedt.de" target="_blank">www.tierklinik-hh-rahlstedt.de</a> </p>
<p><a href="http://www.das-tierhospital-hamburg.de/" class="autohyperlink" title="http://www.das-tierhospital-hamburg.de/" target="_blank">www.das-tierhospital-hamburg.d&#8230;</a></p>
<p><a href="http://www.tieraerzte-hamburg.com" class="autohyperlink" title="http://www.tieraerzte-hamburg.com" target="_blank">www.tieraerzte-hamburg.com</a><br />
<a href="http://www.kritische-tiermedizin.de" class="autohyperlink" title="http://www.kritische-tiermedizin.de" target="_blank">www.kritische-tiermedizin.de</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><a class="autohyperlink" href="mailto:VeterinariansHH@aol.com" title="mailto:VeterinariansHH@aol.com">VeterinariansHH@aol.com</a> (23.07.2011; 08:44 Uhr)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 23.07.2011</p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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		<title>Gottes unwerte Gesch&#246;pfe? – Religionen und Tierschutz</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jul 2011 16:48:39 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Hanna Rheinz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Von Hanna Rheinz</p>
<p>Mit den Religionen ist es beinahe so wie in folgendem Missgeschick beschrieben: Geistesabwesend wirft der Zausel seinen Haust&#252;rschl&#252;ssel in die Buchsbaumhecke neben der Eingangst&#252;r, rennt daraufhin aufgeregt zur n&#228;chsten Stra&#223;enlaterne, um unter deren Lichtkegel  fieberhaft die Asphaltstra&#223;e &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Hanna Rheinz</p>
<p>Mit den Religionen ist es beinahe so wie in folgendem Missgeschick beschrieben: Geistesabwesend wirft der Zausel seinen Haust&#252;rschl&#252;ssel in die Buchsbaumhecke neben der Eingangst&#252;r, rennt daraufhin aufgeregt zur n&#228;chsten Stra&#223;enlaterne, um unter deren Lichtkegel  fieberhaft die Asphaltstra&#223;e nach dem verlorenen Schl&#252;ssel abzusuchen. „Der liegt doch im Geb&#252;sch“ ruft ihm der Nachbar zu. „Aber da ist es zu dunkel“ antwortet der Zausel, „hier k&#246;nnte ich ihn wenigstens sehen.“<br />
Warum es mit den Religionen nicht viel anders ist? Wir verlieren das Unersetzbare an irgendwelchen okkulten &#214;rtlichkeiten und sind heilfroh, es wenigstens noch im Schein einer Laterne suchen zu d&#252;rfen. Der organisierte Gottesglaube stattet uns mit der Hoffnung aus, selbst an den finstersten Orten irgendwann einmal das wiederzufinden, was uns verloren gegangen ist. Religionen sorgen f&#252;r Strohhalme, an denen man sich festhalten kann, um ihre kantianischen Aufkleber zu studieren: Hier harrt die Bedingung der M&#246;glichkeit, den Schl&#252;ssel wiederzufinden. Und noch das finsterste Loch ist in strahlendes Licht getaucht.<br />
Einer der dunkelsten Orte, die sich die Zivilisationsgeschichte ausgedacht hat, ist der Ort, an dem Tiere verloren gegangen sind. Es ist das schwarze Loch in unserem Sein. Der Ort, der nichts, mit anderen Worten, das Nichts erzeugt. Der Ort, an dem nicht nur das Tier, sondern unsere Menschlichkeit selbst und zwar ihr wichtigster Teil, zum Verschwinden gebracht worden ist. </p>
<p><strong>Von der ersten gro&#223;en Kr&#228;nkung der Menschheit</strong></p>
<p>Wie kommt es, dass Tiere als Mitgesch&#246;pfe so gnadenlos eliminiert worden sind aus unserer Wirklichkeit (unverbindlich kurzlebige Freizeitwelten mit ihren dekorativen Schmuseeinheiten ausgenommen)? Immerhin berichten doch fast alle Religionen der Welt von Sch&#246;pfungsmythen, bei denen der Mensch erst nach dem Tier, erst durch das Tier, aus dessen Scho&#223; er hervorkriecht, auf die Welt kommt. In der Bibel hei&#223;t es beispielsweise, dass Tiere, anders als Menschen, vollendet erschaffen worden sind, um Seite an Seite mit dem tonangebenden Ebenbild Gottes, dem Menschen, die Erde zu bev&#246;lkern. Diese Gleichwertigkeit, die die hebr&#228;ische Bibel und deren Talmud-Kommentare in nicht erm&#252;den wollender Beharrlichkeit vortr&#228;gt, war vermutlich  &#8211; von Sigmund Freud erahnt – die erste gro&#223;e Kr&#228;nkung der Menschheit. Zugleich war dies die Geburtsstunde des Reflexes, sich als Mensch fortw&#228;hrend selbst zum &#220;bermenschen, zum Herrscher &#252;ber Leben jund Tod einsetzen zu m&#252;ssen. Der Mensch verbannte die Tiere, denen er eben noch – im Auftrag seines Sch&#246;pfers – Namen gegeben hatte; er stufte sie zur&#252;ck, lie&#223; sie zu Schattenexistenzen werden, zu Arbeitssklaven, zu beliebig manipulierbaren genetischen Clustern, die s zu entziffern und neu zusammenzusetzen gilt. Aus Tieren mit Namen wurde schlie&#223;lich Biomaterial, f&#252;r dem Schicksal ausgeliefert, als Neugeborenes an seinem Ende in die Fleischfabrik hineingeschoben zu werden, um ein Leben sp&#228;ter auf der anderen Seite als Rindsbratwurst wieder herauszukommen.</p>
<p><strong>Kann und sollte man Tierschutz und Religion gemeinsam behandeln?</strong></p>
<p>Wenn Tierschutz und Religion in einem Atemzug genannt werden, erinnern sich die meisten Tier&#228;rzte wahrscheinlich an die unl&#228;ngst gescheiterte Bundesratsinitiative des Landes Hessen zur &#196;nderung von § 4 a Abs. 2Nr 2 TierSchG, wobei es um strengere Ma&#223;st&#228;be bei Ausnahmegenehmigungen f&#252;r religi&#246;s motivierte bet&#228;ubungslose Schlachtung ging, und den Einwand der verfassungsm&#228;&#223;ig garantierten Religionsfreiheit, der dann letztlich &#252;ber die Tierschutzanliegen obsiegte. Es ist anzunehmen, dass gerade Akademiker und Naturwissenschaftler das Ansinnen, Tierschutz gemeinsam und im Zusammenhang mit Religion zu diskutieren, nicht selten von sich weisen – dies mit dem Hinweis, man selbst stehe als Anh&#228;nger des naturwissenschaftlichen Glaubens an die „G&#246;tter Rationalit&#228;t und Aufkl&#228;rung“ &#252;ber diesen Dingen und habe keine Veranlassung, sich mit Fragen wie der Stellung der Tiere in den Religionen zu besch&#228;ftigen.<br />
Ist es also richtig, das Thema „Tierschutz und Religion“ als abseitig abzutun? Man bedenke: Immerhin sind Milliarden Menschen Anh&#228;nger religi&#246;ser Gemeinschaften, und auch in Europa w&#228;chst deren Zahl, besonders der Muslime. Dass die christlichen Gemeinschaften so hohe Einbu&#223;en, vulgo Kirchenaustritte zu verzeichnen haben, liegt wohl nicht am Fehlen von Gottessuchern, sondern eher an der Tatsache, dass die Kirchen zu lange auf den Ruhepolstern des Staates gerastet haben und dass sie, oft in vorauseilendem Gehorsam, als Ausf&#252;hrungsorgane staatlicher Machtinteressen auftraten, Anpassung und Ruhe forderten, wo Ruhest&#246;rung angebracht gewesen w&#228;re, und somit ihren eigentlichen Auftrag, F&#252;rsprecher der Armen und Schwachen zu sein – warum also nicht auch der Tiere? – aus den Augen verloren haben.<br />
Kleinmut hat auch dasjenige Judentum im Griff, welches, anstatt sich seiner Tierschutztraditionen zu besinnen, sich in den Dienst der Politik gestellt hat und schon lange nicht mehr religi&#246;se Inhalte sondern Machtpositionen verteidigt.<br />
An dieser Stelle – dem Schnittpunkt von politischer Macht, Religion und dem Bed&#252;rfnis deds Menschen nach spirituellem Wachstum – wird die Frage der Stellung der Tiere in den Religionen f&#252;r den Tierarzt von immenser Bedeutung.</p>
<p><strong>Warum die Frage nach der Stellung der Tiere in den Religionen wichtig ist</strong></p>
<p>Hier geht es keineswegs nur um die Frage des bet&#228;ubungslosen Schlachtens, die ohnehin nicht konsequent genug gestellt worden ist. Auch in der &#246;ffentlichen  Diskussion wurde, haarscharf an den Missst&#228;nden bei konventionellen Schlachtungen vorbeischlitternd, vor der grunds&#228;tzlichen Frage der ethischen Vertretbarkeit von massenhaften Tiert&#246;tungen die Bremse gezogen. Hier geht es vielmehr um Folgendes: Die Religionen mit ihrem universalen Anspruch, ethische und moralische Standards zu definieren, m&#252;ssen sich Fragen nach den Tieren gefallen lassen. Dazu geh&#246;rt etwa die Frage der Vereinbarkeit religi&#246;ser Werte mit</p>
<p>- der Praxis der Nutztierhaltung,<br />
- der Fleischproduktion,<br />
- der Ausmerzung von Tierindividuen und Tierarten,<br />
- der Nutzung von Tieren bei Sport- und Wettgesch&#228;ften,<br />
- der Selektion von Tieren bei der Jagd.</p>
<p>Es geht um die Mitverantwortung der betroffenen Berufsgruppen und um die &#214;konomisierung tier&#228;rztlichen Handelns (wer heute einen Tierarzt f&#252;r sein krankes Huhn sucht, begreift, welche Folgen die Einf&#252;hrung  &#8211; und stillschweigende Duldung – der Keulung als neuer „Behandlungsmethode“ f&#252;r das tier&#228;rztliche Know-how hatte). Es geht darum, einmal kritisch nachzufragen, wie es denn bei jenen steht, die von der Heiligkeit des Lebens reden. Sind sie bereit, das Lebensrecht des individuellen Tieres zu verteidigen, egal ob es sich um einen „wertvollen“ Papageien oder um ein „wertloses“ St&#252;ck Gefl&#252;gel handelt?<br />
Das kulturelle Erbe der Religionen an den ethischen Herausforderungen der heutigen Zeit messen zu wollen, ist somit keineswegs ein Akt der Fr&#246;mmelei. Gerade Tier&#228;rzte als „berufene Sch&#252;tzer der Tiere“ und Berufsgruppe von einigem gesellschaftlichen Ansehen, sollten dieses Erbe als ethisches Basiswissen mit hoher gesellschaftspolitischer Relevanz betrachten und vertreten. Nicht der moralisch erhobene Zeigefinger, sondern die von ethischer Kompetenz getragene Faust ist das Ziel. </p>
<p><strong>Was die Religionen uns zu sagen haben</strong></p>
<p>Wenn es um Tiere geht, zeigen in unserer Gesellschaft oft genug gerade die H&#252;ter der Moral und Sittlichkeit einen eklatanten Mangel an Glaubw&#252;rdigkeit.<br />
Dies betrifft ebenso die Anh&#228;nger der „Tiersch&#252;tzerszene“. Gerade in diesem Umfeld geht der Vorwurf der Empathiest&#246;rung, also die Unf&#228;higkeit oder mangelnde Bereitschaft, sich in das Leiden und Empfinden anderer Lebewesen hineinzuversetzen, leicht &#252;ber die Lippen. Doch oft haben jene, die diesen Begriff im Munde f&#252;hren, nur eine sehr begrenzte und von wenig Sachverstand gepr&#228;gte Sicht auf das Leid der Tiere.<br />
Was bedeutet das im wirklichen Leben? Gilt es nicht, endlich dieser kollektiven Schwindsucht, diesem Mangel an Ehrlichkeit ins Gesicht zu sehen? Wir alle dulden stillschweigend, dass hinter der tierfreundlichen Fassade unserer Gesellschaft die Parallelwelten der Fleischfabriken, der industriell organisierten Schlacht- und Produktionskombinate liegen. Hier sind wir. Dort ist die H&#246;lle. Um unseres Seelenfriedens willen wenden wir den Blick ab, verschlie&#223;en die Augen.<br />
Dabei haben die Religionen und allen noch viel zu sagen, sobald sie sich der Radikalit&#228;t ihrer Erkenntnisse, dem Mut und der Voraussicht ihrer Propheten und Gelehrten  stellen. Zu den aus tier&#228;rztlicher Sicht besonders relevanten Positionen der drei abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) geh&#246;ren: </p>
<p><strong>Die Schutzw&#252;rdigkeit von Tieren</strong></p>
<p>Hier hat das Judentum eindeutig Stellung bezogen. Bereits in den F&#252;nf B&#252;chern Mose ist ein Verbot der Tierqu&#228;lerei (Tza`ar baalei chayim) ausgesprochen. Unz&#228;hlige Tiernarrative demonstrieren den gerechten und mitf&#252;hlenden Umgang mit dem Tier. Die Auslegung des Verbots der Tierqu&#228;lerei geht &#252;berraschend weit und zeigt, dass der j&#252;dische Tierrechtsgedanke auf der Grundlage von Visionen eines gerechten Zusammenlebens beruht, die f&#252;r den moderaten Menschen in ihrer tierrechtsbezogenen Radikalit&#228;t kaum mehr nachvollziehbar ist.<br />
<em>„So du siehest den Esel deines Hassers erliegend unter seiner Last, und du wolltest unterlassen, es ihm leichter zu machen…mach es ihm leichter“</em> (Exodus23:5)<br />
Diese Stelle ist bemerkenswert, weil sie die Interessen des Menschen – anders als dies bei der anthropozentrischen Interpretation des Christentums der Fall ist – au&#223;er Kraft setzt und das Tier als eigenst&#228;ndiges Rechtssubjekt anerkennt, dessen Wohlbefinden in diesem Gebot h&#246;her bewertet wird als das Interesse des Menschen, seinem Feind zu helfen.<br />
Dies &#252;bersteigt bei weitem das Gebot, die Heiligkeit des Lebens aller geborenen Gesch&#246;pfe zu achten. Das Beispiel fordert Altruismus und verlangt vom Menschen, die eigenen Interessen zugunsten des Tieres hintanzustellen. &#220;berdies beruht das Gebot auf der Annahme der Schicksalsverbundenheit und Gleichwertigkeit von Mensch und Tier. Gr&#246;&#223;er k&#246;nnte der Unterschied  zur hierarchischen Beziehung zwischen Mensch und Tier, die das Christentum vertritt, nicht sein. Die christlichen Kirchen haben sich immer wieder mit Nachdruck auf die eigene Vormachtstellung den Tieren gegen&#252;ber berufen. Sie verweigern damit &#252;berraschenderweise genau jene Haltung von dem&#252;tiger Zuwendung (devekut), die mit dem Begriff der Barmherzigkeit in Verbindung gebracht wird. Im Judentum wird diese sogar f&#252;r Tiere gefordert, und dies bedeutet im Umkehrschluss, wenn Barmherzigkeit (rachamin) nicht auch f&#252;r ein Tier gezeigt werden muss, wie kann sie dann einem Menschen gegen&#252;ber je glaubw&#252;rdig sein?<br />
Ein weiterer Aspekt des j&#252;dischen Tierschutzes ist die Anerkennung der seelischen Dimension der Beziehung, die R&#252;cksichtnahme verlangt, ohne Mitleid einzufordern. Wenn ein Tier in Not ger&#228;t, ist seine Existenz bedroht und es empfindet Leid und Schmerz. Der Mensch ist aufgefordert im Sinne der Seelenrettung (pikuach nefesch) ein bedr&#228;ngtes Tier zu retten, sogar wenn das Risiko besteht, dass der Helfer zu Schaden kommt. Eine G&#252;terabw&#228;gung ist hier nicht vorgesehen, d.h. der Mensch darf sich gar nicht anders entscheiden, als dem Tier zu Hilfe zu kommen. Unabh&#228;ngig von den Besitzverh&#228;ltnissen und selbst, wenn das in Not geratene Tier dem Feind geh&#246;rt, ist der Mensch zur Hilfe verpflichtet.</p>
<p><strong>Schabbat f&#252;r Tiere</strong></p>
<p>Das Gebot, dem Tier einen Ruhetag zu gew&#228;hren, selbst wenn dies den Ruhetag des Menschen st&#246;rt, zeigt eine Konsequenz, die – w&#252;rde man sie auf heutige Verh&#228;ltnisse projizieren – R&#252;cksichtnahme und Selbstlosigkeit einforderten, die von den Kirchen als unvereinbar mit der Menschenw&#252;rde bezeichnet und somit verhindert werden w&#252;rden. Anders als der oft zaghafte, stets um Selbstrechtfertigung bem&#252;hte christliche Tierschutz, zeigt die Radikalit&#228;t der J&#252;dischen Tierrechtslehre, wie hoch die Stellung des Tieres im Alten Judentum war.</p>
<p><strong>Umgang mit Nutztieren</strong></p>
<p>Ein weiteres Beispiel f&#252;r die hohe Stellung des Tieres im Alten Judentum ist der Umgang mit den Nutztieren, der auf dem Verbot der Tierqu&#228;lerei beruht. Gerade weil die j&#252;dische Tierschutztradition einen so hohen Standard der tiergerechten Nutztierhaltung vertritt, f&#228;llt die Kluft zwischen dem eigenen Anspruch und der Wirklichkeit besonders ins Gewicht. Einige der Gebote sollen hier aufgelistet werden:</p>
<p><em>- „Keine Person darf ein Tier kaufen, Tier oder Vogel, wenn diese Person nicht f&#252;r das Futter sorgen kann.“ (Jerusalem Talmud Yemavot 15:3)<br />
- „J&#252;dische Menschen m&#252;ssen es vermeiden, Federn von lebenden G&#228;nsen zu zupfen, denn es ist grausam dies zu tun.“ (Code of Jewish Law, Even HaEzer 5:14)<br />
- „Wenn Tiere ihre Jungen verlieren, leiden sie gro&#223;en Schmerz. ES gibt keinen Unterschied zwischen dem Schmerz des Menschen und dem Schmerz anderer Lebewesen.“ (Maimonides, F&#252;hrer der Unschl&#252;ssigen, 3:48)<br />
- „In der kommenden Welt wird Gott jene Reiter strafen, die ihre Pferde mit Sporen verletzen.“ (Sefer Chassidim, para. 44)</em></p>
<p><strong>Die Frage des Schlachtens</strong></p>
<p>Das j&#252;dische Schlachten ohne Bet&#228;ubung, die Schechita, ist eine auf biblische uellen zur&#252;ckgehende Methode des T&#246;tens von Tieren, die nach der Halacha, dem j&#252;dischen Religionsgestz, als zum Verzehr erlaubt bezeichnet werden. In der schriftlichen Tora, den F&#252;nf B&#252;chern Mose und der m&#252;ndlichen Tora sind Gebote des schonenden Umgangs mit und des schonenden T&#246;tens von Tieren enthalten, welche die Grundlage des j&#252;dischen Tierschutz- und Tierrechtes sind, wie es im Verbot zum Ausdruck kommt, Tieren Leiden zuzuf&#252;gen (Tza `ar baalei chajim).  Hinsichtlich der Ausf&#252;hrung dieses Gebotes sowie der Festlegung eines handwerklichen Regelwerks des Sch&#228;chtens gilt die Aussage: <em>„Du sollst von deinem Gro&#223;vieh und Kleinvieh schlachten, so wie ich dir befohlen habe“ (Deuteronomium 12:21)</em>.  Ziel des j&#252;dischen Tierschutz- und Tierrechtsgebotes ist es gerade nicht, dem Menschen das T&#246;ten von Tieren zu erleichtern, sondern im Gegenteil, durch eine Vielzahl von Reglementierungen das T&#246;ten, Schlachten, Jagen und Verzehren von Tieren einzud&#228;mmen, und dem Tier zugleich das Sterben zu erleichtern, wenn es denn vom Menschen als fleischliche Nahrung bestimmt wird.<br />
Dreh- und Angelpunkt der j&#252;dischen Schechita (ebenso wie der muslimischen Halal-Schlachtung) ist die Frage, wie ein Tier get&#246;tet werden kann, damit sein Fleisch nicht „Aas“ und somit unverzehrbar wird. Als deutlichstes Zeichen der Unversehrtheit und Lebendigkeit eines Tieres galt von alters her die Bewusstseinsklarheit. Eine Bet&#228;ubung war in fr&#252;heren Zeiten nur zu erlangen durch die Zerst&#246;rung von Gewebestrukturen und war somit aus j&#252;discher Sicht abzulehnen. Durch die Entwicklung neuer Verfahren wie der Elektrokurzzeitbet&#228;ubung, die vor oder nach dem Sch&#228;chtschnitt vorgenommen werden kann, ist eine reversible Bewusstseinstr&#252;bung m&#246;glich, die das Tier kurzfristig ohnm&#228;chtig werden l&#228;sst, seine Lebendigkeit jedoch nicht beeintr&#228;chtigt.<br />
Die Frage, ob eine Ver&#228;nderung der Methoden des bet&#228;ubungslosen Schlachtens mit dem Religionsgesetz vereinbar ist, geh&#246;rt zu den gro&#223;en Kontroversen, die nur durch einen Paradigmenwandel l&#246;sbar sind. Erst wenn wieder das individuelle Tier im Mittelpunkt steht, das auf die schonendste Weise geschlachtet werden soll, so wie es in den Schriften gefordert wird, wird es m&#246;glich sein, die verh&#228;rtete Verteidigungsposition zu verlassen und tierschutzgerechte Verbesserungen  wie die reversible  Elektrokurzbet&#228;ubung vor dem Sch&#228;chtschnitt oder innerhalb eines Zeitfensters von f&#252;nf Sekunden danach zuzulassen.<br />
Auf dem Wege dahin ist es wichtig an die urspr&#252;nglich vegetarische Kultur des Judentums zu erinnern. Daran n&#228;mlich, dass im ersten Sch&#246;pfungsbericht eine vegetarische Welt beschrieben worden ist und erst nach der Sintflut der Verzehr von Fleisch erlaubt wurde.<br />
Die j&#252;dische Forderung, die Heiligkeit allen Lebens und aller Lebewesen anzuerkennen, kann als ein jedweder handwerklichen Durchf&#252;hrung &#252;bergeordnetes Gebot gelten; zudem fordert sie eine R&#252;ckbesinnung auf die Erkenntnisse der j&#252;dischen Tierschutz- und Tierrechtsgebote auch im Fall des Sch&#228;chtens. Angesichts des industriell organisierten massenhaften Schlachtens von Tieren ist es zwingend notwendig, die Bestimmungen des j&#252;dischen Religionsgesetzes, der Halacha, bzgl. der Rechte der Tiere auf Leben in k&#246;rperlicher und seelischer Unversehrtheit sowie auf optimale Schonung im Falle des Schlachtens zu erf&#252;llen. Diese sind unverzichtbar Teil der Unantastbarkeit und Heiligkeit des Lebens aller Lebewesen und somit die wichtigste spirituelle Botschaft des Judentums gerade in heutiger Zeit.</p>
<p><strong>Haben Tiere eine Seele?</strong></p>
<p>W&#228;hrend der Jude Jesus vegetarisch und tierfreundlich war, erkl&#228;rten sp&#228;ter die christlichen Kirchen die Tiere zu Antichristen, zu teuflischen Gesch&#246;pfen, zu Kumpanen Satans und der Hexen. In Umkehr der Tierfreundlichkeit der F&#252;nf B&#252;cher Mose behaupten sie, die Tiere seien von Gott ausschlie&#223;lich zur Ausbeutung und zum Nutzen des Menschen geschaffen worden.<br />
Kommen die Tiere in das Himmelreich? Fragen die Christen. Ihre Kirchen verneinen dies immer noch. F&#252;r Juden lautet die Antwort sehr &#252;berzeugend: Aber sie sind doch schon drin. Tiere als beseelte Lebewesen gelten in der j&#252;dischen Reinkarnationslehre als eine Art postmortales Auffangbecken f&#252;r die Seelen von Menschen. Auch deswegen ist die Frage des korrekten Schlachtens von so gro&#223;er spiritueller Bedeutung.  Fragen der Freisetzung der Seelen hinein in einen anderen K&#246;rper er&#246;ffnen nicht  nur f&#252;r das tiergerechte  Schlachten &#252;berraschende Perspektiven.<br />
Genau diese Beseeltheit der Tiere wird im Christentum und auch im Islam geleugnet. Zwar werden Muslime in Hadith-Sammlungen zur Freundlichkeit Tieren gegen&#252;ber ermahnt, da die Sch&#246;nheit der Tiere  Beweis f&#252;r das Sch&#246;pfergenie von Allah sei. Doch hinsichtlich der Bewertung von Tieren st&#252;tzen sich Muslime wie Christen auf die Hierarchie der Gesch&#246;pfe: Demnach folgt auf die unterste Stufe (Welt der Mineralien), das K&#246;nigreich der Pflanzen, dann das der Tiere, und schlie&#223;lich der Mensch. Der Mensch besitzt einen K&#246;rper, der der materiellen Welt angeh&#246;rt. Seine Seele ist Teil des spirituellen und immateriellen Bereiches und es ist das Ziel der Seele des Menschen, zu Gott zu gelangen und erl&#246;st zu werden, oder wenigstens Engelstatus zu erhalten. Die Tiere gelten hingegen als seelenlos und k&#246;nnen im Christentum nicht erl&#246;st werden oder des Ewigen Lebens teilhaftig sein. Da Tiere gem&#228;&#223; dieser Vorstellung keine Seele haben, sind sie au&#223;erhalb des Zust&#228;ndigkeitsbereichs der Kirchen. Auch diese Position, mithin der Ausschluss der „seelenlosen“ Tiere von der Heilswelt, wird vom Islam geteilt.<br />
Auch in anderen Bereichen finden sich Parallelen zwischen Christentum und Islam. Im Judentum etwa ist die Jagd verboten, da sie hier den Tatbestand der Tierqu&#228;lerei erf&#252;llt. Das Fleisch gejagter Tiere ist nicht koscher, denn es gilt als „gerissen“ und mit als Aas. Islam und Christentum hingegen bef&#252;rworten die Jagd auch als Methode Tiere zu t&#246;ten und deren Fleisch zu gewinnen.<br />
Gerade die Leugnung der Beseeltheit der Tiere hat sie im christlichen Abendland und in vielen muslimischen L&#228;ndern jahrhundertelang im wahrsten Sinne des Wortes zu Freiwild gemacht, und erst nachdem René Descates´ Theorien der seelenlosen Automaten die Vivisektion zu einem Massenph&#228;nomen werden lie&#223;en, regte sich angesichts der erdr&#252;ckenden Evidenz des Leidens der Tiere Widerstand.<br />
Es waren ausgerechnet zwei pietistische Pfarre aus Schwaben, die Zweifel an der Unbeseeltheit der Tiere anmeldeten und zu Gr&#252;ndern der deutschen Tierschutzbewegung wurden: Albert Knapp, Pietist, Pfarrer und Liederdichter und Christian Adam Dann, evangelischer Pfarrer. Letzterer richtete im Jahr 1821 nach dem Anblick eines von Gewehrkugeln durchsiebten Storches einen Appell an die Welt: „Bitte der armen Thiere, der unvern&#252;nftigen Gesch&#246;pfe, an ihre vern&#252;nftigen Mitgesch&#246;pfe und Herrn, die Menschen.“<br />
Sp&#228;ter dann trat als Ausnahmeerscheinung Albert Schweitzer mit seiner Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben“ auf. &#220;berraschenderweise wird der Christ Albert Schweitzer seither gerade von der Fraktion der atheistischen und religionsverachtenden Tiersch&#252;tzer vereinnahmt, die sich &#252;ber dessen christliche Wurzeln offenbar nicht im Klaren sind oder aber die falschen Schl&#252;sse daraus ziehen.<br />
Die Frage: „Kommen Tiere in das Himmelreich“ werden die beiden o.g. schw&#228;bischen Tiersch&#252;tzern vermutlich verneint haben, ebenso wie wahrscheinlich die Ausnahmegestalt des Katholizismus, Franz von Assisi. Zwar wurde dieser auch wegen seiner begnadeten spirituellen F&#228;higkeiten „mit den Tieren zu reden“ heilig gesprochen, doch sein Einsatz f&#252;r den weltlichen Schutz der Tiere steht weiterhin im Schatten und wird allenfalls in anekdotischer Form und als Nebensache dokumentiert. „Alle Gebilde der Sch&#246;pfung“, erl&#228;utert Franz von Assisi, „sind Kinder eines Vaters und daher des Menschen Br&#252;der. Gott w&#252;nscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bed&#252;rfen. Ein jedes Wesen in der Bedr&#228;ngnis hat gleiches Recht auf Schutz“. Diese als „Magna Charta der Tiere“ bezeichnete Weisung des Franz von Assisi wartet noch immer auf ihre Umsetzung.<br />
Die Zaghaftigkeit des christlichen Tierschutzes beruht auch auf der k&#252;nstlich erzeugten Konkurrenzsituation zwischen Mensch und Tier. Das Gegeneinander-Ausspielen von Tierschutz und Menschenliebe ist ein Kennzeichen der kirchlichen Haltung bis auf den heutigen Tag. Dem Tier Zuwendung und Sorge schenken, ist nach Meinung vieler Kirchenoberen gleichbedeutend damit, dem Menschen, wom&#246;glich den Kindern, Zuwendung und Sorge zu entziehen.</p>
<p><strong>Das negative Tierbild der Kirchen wirkt noch immer</strong></p>
<p>Zum religi&#246;sen Brauchtum geh&#246;rt es immer noch, Tiere durch Ortschaften zu treiben, zu schlagen, zu qu&#228;len und schlie&#223;lich zu t&#246;ten.<br />
Die Katholische Kirche hat bis auf den heutigen Tag ihr negatives Tierbild nicht &#252;berwunden. Es wird mit gewissen Stellen im Neuen Testament in Verbindung gebracht, die das Tier als teuflisch, als Inkarnation des B&#246;sen, als d&#228;monischen Versucher und Verf&#252;hrer erscheinen l&#228;sst. Die Grausamkeiten, zu denen diese Haltung ermutigte und Tiere millionenfach zum Opfer von Aberglauben, Wut, okkulten Todesritualen werden lie&#223;, sind noch immer Bestandteil des so genannten kulturellen Erbes des Abendlandes, wozu Tierk&#228;mpfe ebenso wie die Jagd z&#228;hlen.<br />
Die Kirchen haben sich hier jahrhundertelang und trotz ihrer Lehre der Gottesebenbildlichkeit des Menschen zu Komplizen von T&#228;terpers&#246;nlichkeiten gemacht, deren Perversionen noch immer – und wie es scheint in wachsendem Ma&#223; – zum allt&#228;glichen Umgang mit Tieren geh&#246;ren. Tiere werden hier zu Opfern und ihr Opferstatus wird mit kirchlichen Ritualen (wie beispielsweise den Hubertusmessen) legitimiert. Dass auch der Umgang mit den Nutztieren in den von den christlichen Religionen beeinflussten L&#228;ndern zu exzessiver Ausbeutung gef&#252;hrt hat, steht in dieser Tradition der Tierverachtung. Dabei wurde das grundlegende Tierbild auch dadurch nicht ver&#228;ndert, dass die katholische Volksfr&#246;mmigkeit auch Elemente der Sorge enth&#228;lt, die sich besonders im b&#228;uerlichen Umfeld, z.B. mit den Segnungen des Viehs, den Leonhardi-Ritten oder den f&#252;r Tiere zust&#228;ndigen Heiligengestalten zeigt.<br />
Auch der Katechismus der Katholischen Kirche aus dem Jahr 1997 setzt die traditionelle Tierverachtung und Tierfeindschaft fort. Obwohl die Diktion nun auch (gemeinsam mit dem Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands) den Grundsatz der „F&#252;rsorge und Verantwortung“ f&#252;r die Natur enth&#228;lt und damit die traditionelle Herrschaft des Menschen &#252;ber die Natur erg&#228;nzt, ist das Gewaltverh&#228;ltnis zwischen Mensch und Tier festgeschrieben worden. Bis auf wenige Ausnahmen, etwa die fortschrittliche Tierschutzerkl&#228;rung der Nordelbischen Kirche, gilt f&#252;r die Haltung der christlichen Kirchen weiterhin das vom Kirchenkritiker Carl Anders Skriver im Jahr 1967 gepr&#228;gte Wort des „Verrats der Kirchen an den Tieren“.  Verrat bezieht sich hier auf das Ph&#228;nomen, dass die Gr&#252;ndergestalt des Christentums, der Jude Jesus, als Vegetarier und Kritiker des Schlachtens der Tiere gilt, diese Tradition jedoch jahrhundertelang systematisch verleugnet und entstellt worden ist.<br />
Innerhalb der Kirchen haben sich allerdings in den letzten Jahren Tierschutzbewegungen entwickelt, z.B. Aktion Kirche und Tierschutz (AKUT), die sich f&#252;r eine Ver&#228;nderung des traditionellen Tierbildes der Kirchen einsetzen und den Tierschutz zu einem zentralen Anliegen des Christentums erkl&#228;ren.<br />
Die Gottesebenbildlichkeit ist eine geniale Metapher zur Erkl&#228;rung der menschlichen Natur. Dass der Blick des Menschen in den Spiegel zunehmend das zerst&#246;rte Antlitz der Erde zeigt, und nicht mehr das verlorene Paradies, dass Gottes vollkommene Gesch&#246;pfe (s.o.) heute milliardenfach als Biomaterial missbraucht werden und keinen Namen tragen d&#252;rfen, all dies zeigt den Endpunkt einer Entwicklung, an denen gerade die Religionen durch F&#246;rderung, Komplizenschaft, stillschweigende Duldung und Wegsehen einen ma&#223;geblichen  Anteil haben.<br />
Werden die Enkel Abrahams die Kraft haben, in das zerst&#246;rte Antlitz der Erde zu blicken, das nicht l&#228;nger &#252;bersehen werden kann? Es war ja gerade diese Leichtigkeit der Ausbeutung von Tieren, die die Menschheit an den Punkt gef&#252;hrt hat, an dem sie erkennen muss, dass ihre Lebensgrundlage, der Planet Erde, sich als Folge der immensen Eingriffe in einer Weise ver&#228;ndert, die Zweifel daran aufkommen lassen, dass es noch eine Zukunft gibt. Es ist an der Zeit, an den biblischen Vegetarismus zu erinnern und an die keineswegs utopischen Visionen des Propheten Jesaja &#252;ber den Frieden zwischen allen Arten.</p>
<p><strong>Einen ethischen Umgang mit den Tieren wiederfinden</strong></p>
<p>Kann unser Mitgef&#252;hl f&#252;r ein kleines V&#246;gelchen dazu f&#252;hren, dass der Messias kommt? Wird der Baum des Lebens, in dessen Schatten die beiden L&#246;wen des Stammes Jehuda lagern, f&#252;r alle Kinder Abrahams je zum Inbegriff der Heiligkeit des Lebens, auch des Lebens der Tiere, werden? Dass die Religionen und Kulturen voneinander lernen k&#246;nnen, zeigt der Umgang mit der Nahrung. Alle drei abrahamitischen Religionen verbinden die Nahrungsaufnahme mit spirituellen Aussagen. Dass gerade der Nahrungsaufnahme eine spirituelle Bedeutung zukommt, ist Teil des verdr&#228;ngten kulturellen Erbes der V&#246;lker. So hei&#223;t es im Talmud „Die Speisetafel des Menschen ist wie ein Altar“ (Chagigah 27a). Die Heiligkeit des Lebens stellt sich dar als Heiligkeit des von Gott gegebenen K&#246;rpers, der von Gott gegebenen Seele; sie wird durch die Reinheit der aufgenommenen Nahrung gesichert, die wiederum Abbild der der Ordnung der Tierarten ist. Die j&#252;dischen Speisegesetze, die in Gestalt von Kaschrut (die Trennung der Nahrung in milchig und fleischig) und Schechita verschiedene Stadien der Reinigungsprozesse durchlaufen, sind somit ein unverzichtbarer Bestandteil des religi&#246;sen Ritus. Die Spiritualit&#228;t findet hier im t&#228;glichen Leben statt.<br />
Es gibt zwischen den Religionen eine Reihe von Parallelen als auch Unterschiede betreffs der Bewertung Tiere, die einen Dialog sowohl verhindern, ihn aber gleicherma&#223;en auch auf den Weg bringen k&#246;nnen. Erschwerend ist, dass die Religionen in ihren Bewertungen und Symbolen oft gegens&#228;tzlich sind. Dies gilt auch f&#252;r die Frage des Tieropfers. Anders als das Judentum, das die Tieropfer mit der Zerst&#246;rung des Zweiten Tempels abschaffte, setzt der Islam die Tradition des Tieropfers fort mit dem Ziel, auf diese Weise die Unterwerfung des Menschen unter den g&#246;ttlichen Willen zu demonstrieren. Dem Gebot der Wohlt&#228;tigkeit folgend, nach der das Fleisch der zum Opferfest geschlachteten Opfertiere an Arme ausgeteilt werden muss, soll das Tieropfer die F&#252;rsorge der Muslime f&#252;reinander zum Ausdruck bringen.<br />
In Anbetracht der unerkannt bleibenden Qualen, die den Tieren millionenfach in den Parallelwelten der modernen Fleischfabriken widerfahren, erleben viele Muslime der westlichen &#214;ffentlichkeit den Aufschrei der angesichts des &#246;ffentlichen bet&#228;ubungslosen Schlachtens durch Laien beim Muslimischen Opferfest als heuchlerisch. Andererseits w&#228;chst auch unter den Muslimen die Kritik an den Tieropfern, die als nicht mehr zeitgem&#228;&#223;es	Mittel der Gottesverehrung bezeichnet werden.<br />
So konstatiert z.B. Abd al-Rahman al-Kalud, ein Mitglied der Akademie f&#252;r Islamische Forschung: „Der Heilige Koran sagt mit klaren Worten, dass der Sch&#246;pfer das Opfer nicht als Selbstzweck w&#252;nscht, sondern als Symbol der Verehrung des Menschen f&#252;r Gott wie es im Koran hei&#223;t:  „Weder ihr Fleisch noch ihr Blut erreicht Allah, jedoch erreicht Ihn eure Fr&#246;mmigkeit“ (Koran 22:37). Diese Sure lehrt eindeutig, dass das Opfer nicht als Opfer ein wesentlicher Teil der Religion ist, sondern durch den Akt der Wohlt&#228;tigkeit und um die Armen zu bereichern.</p>
<p><strong>Trialog zwischen Christentum, Islam und Judentum</strong></p>
<p>Trotz aller bestehenden Differenzen gab es in den letzten Jahren hinsichtlich des bet&#228;ubungslosen Schlachtens erfreulicherweise Ann&#228;herungen zwischen einigen muslimischen Verb&#228;nden und den Tiersch&#252;tzern. Auf j&#252;discher Seite fehlt jedoch leider auf der Ebene der Repr&#228;sentanz noch immer der Ansprechpartner. Trotz der Vorreiterrolle des j&#252;dischen Tierschutzes f&#228;llt mithin die j&#252;dische Gemeinschaft als B&#252;ndnispartner in Sachen Tierschutz nahezu komplett aus. Obwohl viele j&#252;dische Menschen Unbehagen an der Sch&#228;chtpraxis &#228;u&#223;ern und schockiert sind &#252;ber die Zust&#228;nde in den Sch&#228;chtbetrieben der europ&#228;ischen Nachbarl&#228;nder und obwohl von den Sch&#228;chtern selbst eine hohe Burnout-Rate berichtet wird, tun sich die Repr&#228;sentanten schwer damit, die Praxis des bet&#228;ubungslosen Sch&#228;chtens etwa durch &#220;bernahme der reversiblen Elektrokurzzeitbet&#228;ubung zu ver&#228;ndern.<br />
Neben den auf europ&#228;ischer Ebene wichtigen machtpolitischen Erw&#228;gungen, verhindern psychologische Faktoren eine Umsetzung tierschutzgerechter zeitgem&#228;&#223;er Schlachtmethoden. Gerade in Deutschland will man nicht  den Eindruck erwecken, , am Ende doch noch klein beigegeben zu haben. „Hitler soll hier keinen sp&#228;ten Triumph  feiern“, ist die Haltung der Repr&#228;sentanz, die einen auch international wirkenden Image-Schaden f&#252;rchtet. Unvergessen ist, dass die NS-Gesetzgebung  j&#252;dische Menschen nicht nur dazu zwang, die eigenen Speisegebote aufzugeben, sondern  auch ihre Heimtiere im Stich zu lassen, um nur wenige Jahre sp&#228;ter selbst „wie Tiere“ verfolgt zu werden und get&#246;tet zu werden. Erst wenn diese erstarrten Abwehr-Positionen &#252;berwunden sind, die indirekt und ungewollt eine Fixierung auf die Verfolgungsgeschichte bewirkt haben, k&#246;nnen sich J&#252;dinnen und Juden ihrer so zukunftsweisenden, vision&#228;ren Tierschutztraditionen bewusst werden und sie hier und heute wieder mit neuem Leben erf&#252;llen.<br />
Immerhin war und ist das Judentum die einzige religi&#246;se Kultur, die ein  Verbot der Tierqu&#228;lerei sowie zahlreiche Tierschutz- und Tierrechtsgesetze erlassen hat, aus religi&#246;sen Gr&#252;nden, nicht als Ergebnis des s&#228;kularen Tierschutzes. Israel geh&#246;rt heute zu den tierfreundlichsten L&#228;ndern der Welt; der Anteil der Vegetarier an der Bev&#246;lkerung ist hoch , die Jagd ist verboten und das mehrfach &#252;berarbeitete Tierschutzgesetz verbietet u.a. die Produktion von G&#228;nsestopfleber und zahlreiche Tierschutzorganisationen setzen sich daf&#252;r ein, das Elend der Stra&#223;entiere zu lindern, um nur ein Beispiel zu nennen.<br />
Im Trialog zwischen Christen, Islam und Judentum k&#246;nnten die spirituellen Erwartungen thematisiert werde, die Menschen mit ihrer Religion, ihrer Nahrung und ebenso mit der Stellung der Tiere verbinden. Hierzu geh&#246;rt die ethische Zielsetzung, dass es f&#252;r Judentum, Christentum und Islam wichtig werden sollte, unter welchen Bedingungen das Tier lebt, dessen Fleisch gegessen werden soll, und unter welchen Bedingungen es am Ende get&#246;tet wird.</p>
<p>Dr. Hanna Rheinz  erreichen Sie &#252;ber <a class="autohyperlink" href="mailto:HannaRheinz@aol.com" title="mailto:HannaRheinz@aol.com">HannaRheinz@aol.com</a>.</p>
<p>&#8212;&#8211;</p>
<p>Die Ver&#246;ffentlichung im fell<em>bei&#223;er</em> erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Autorin. </p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>&#220;bersandt von:<br />
<a class="autohyperlink" href="mailto:TierklinikHH@aol.com" title="mailto:TierklinikHH@aol.com">TierklinikHH@aol.com</a> (17.08.2009; 20:56 Uhr)<br />
<a href="http://www.kritische-tiermedizin.de" class="autohyperlink" title="http://www.kritische-tiermedizin.de" target="_blank">www.kritische-tiermedizin.de</a></p>
<p><a href="http://www.das-tierhospital-hamburg.de/" class="autohyperlink" title="http://www.das-tierhospital-hamburg.de/" target="_blank">www.das-tierhospital-hamburg.d&#8230;</a></p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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		<title>Beim Kampf um elementare Tierrechte endlich den ideologischen Schaum vom Mund abwischen</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 18:32:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Dittmann]]></category>

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		<description><![CDATA[<div style="float:left; margin-right:10px; margin-bottom:10px;"></div>
<p>Ernsthafte Tierfreunde werden best&#228;ndig von vielerlei Tierschutzzeitungen, Magazinen, Mitgliederbrosch&#252;ren, oder mit Internetinformationen fl&#228;chendeckend schlicht &#252;berrollt.<br />
Die &#8211; ihrem Herzensbed&#252;rfnis folgend &#8211; ohnehin umfassend informierten Tierfreunde lesen so vielfach immer die gleichen bekannten Beitr&#228;ge von immer den gleichen bekannten Autoren &#252;ber &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left; margin-right:10px; margin-bottom:10px;"><div class="browsershot mshot"><a href="http://www.arbeitskreis-tierschutz.de" ><img src="http://s.wordpress.com/mshots/v1/http%3A%2F%2Fwww.arbeitskreis-tierschutz.de?w=200" alt="http://www.arbeitskreis-tierschutz.de" width="200" /></a></div></div>
<p>Ernsthafte Tierfreunde werden best&#228;ndig von vielerlei Tierschutzzeitungen, Magazinen, Mitgliederbrosch&#252;ren, oder mit Internetinformationen fl&#228;chendeckend schlicht &#252;berrollt.<br />
Die &#8211; ihrem Herzensbed&#252;rfnis folgend &#8211; ohnehin umfassend informierten Tierfreunde lesen so vielfach immer die gleichen bekannten Beitr&#228;ge von immer den gleichen bekannten Autoren &#252;ber die immer gleichen schrecklichen Tierschindereien. Andere Bev&#246;lkerungsteile hingegen erhalten kaum gezielt nachhaltige Informationen &#252;ber all das Tierelend.</p>
<p>Doch ALLE Menschen, ob gut oder b&#246;se, dumm oder gescheit, atheistisch oder religi&#246;s, dem christlichen, buddhistischen, islamischen oder mosaischen Glauben zugeh&#246;rig, politisch links oder rechts stehend, haben Anspruch, &#252;ber alle Tierqu&#228;lereien aufgekl&#228;rt zu werden &#8211; M&#220;SSEN im Sinne der Sache aufgekl&#228;rt werden. Beispielsweise &#252;ber perverse sinnlose Tierexperimente, das Verkr&#252;ppeln der Wildtiere in Fallen und bei der Jagd, &#252;ber die Qualen der Tiere in den KZ-Massentierhaltungen (Lt. OLG D&#252;sseldorf  RdL 1977, 42 f. &#8211; rechtm&#228;&#223;ige Titulierung f&#252;r Tierhaltung in Engstk&#228;figen) bei Transport und Schlachtung, oder &#252;ber die Schinderei des  bet&#228;ubungslosen Sch&#228;chtens, usf.<br />
Oder nicht? Darf nur eine ganz bestimmte auserw&#228;hlte Bev&#246;lkerungsschicht, eine gewisse ethische oder geistige Elite &#8211; resp. die, die sich daf&#252;r h&#228;lt &#8211; in Tierschutzdingen informieren oder Informationsbegehren beanspruchen? Darf nur eine “politisch-korrekte” Medien-Phalanx Information betreiben oder Kritik &#252;ben? Und dies auch nur in ganz bestimmten auserw&#228;hlten Druckorganen oder Internetplattformen?<br />
Niemand hat die Weisheit gepachtet, doch dieses Monopol wird leider besonders gerne vom links positionierten intellektuellen M&#246;chte-gern-Gutmenschentum beansprucht.</p>
<p>Aber es besteht kein Anlass, nur einigen Auserw&#228;hlten, in auserw&#228;hlten Medien eine ausgew&#228;hlte Informationsgebung, oder Wehklage-Erlaubnis zuzubilligen. Das hei&#223;t, es ist richtig und wichtig, gerade dort in der &#214;ffentlichkeit Tierschutzthemen zu platzieren, wo bisher solche Tierschutz-Themen weitgehend negiert wurden. Konkret: Es darf keine Ber&#252;hrungs&#228;ngste geben, beispielsweise (auch) in Fleischerzeitungen, Jagdmagazinen, Pharmazeitschriften etc. oder linken und rechten Presseorganen und Partei-Infobl&#228;ttern, in verschiedensten Internetforen unser Anliegen “den Tierschutz &#8211; die Tierrechte” immer wieder ins Licht der &#214;ffentlichkeit zu r&#252;cken. </p>
<p>Ernsthaft betriebener Tierschutz orientiert sich grunds&#228;tzlich weder an &#8220;links&#8221; noch an &#8220;rechts&#8221; &#8211; sondern am Geradeaus.<br />
Und nur wo man sich politisch  und gesellschaftlich offen und frei artikulieren und positionieren kann, kann man  auch von Demokratie sprechen. Wo jedoch eine omnipr&#228;sente Meinungsdiktatur inflation&#228;r die Political-Correctness-Zuchtrute schwingt, ist man von diesem Ideal weit entfernt.<br />
Wenn es eine “Mitte” gibt, gibt es zwangsl&#228;ufig auch ein “links” und “rechts” &#8211; und keine politische Einstellung muss per se gut oder schlecht sein. Wer weit rechts steht, f&#252;r den ist bereits die CDU ein “linker Haufen”. Umgekehrt sieht mancher Linksextreme bereits die SPD im Sumpf des Rechtsradikalismus versinken. Der Standpunkt macht eben die Sichtweise aus &#8211; und zersplittert tragischerweise die ohnehin schwache Tierschutzbewegung noch mehr.<br />
Selbstredend ist Distanzierung von jeglichen extremistischen, gewaltt&#228;tigen Gruppierungen unabdingbar &#8211; denn  f&#252;r die Opfer ist es gewiss nebenrangig, ob ihnen von linken, rechten oder religi&#246;sen Radikalen und Fanatikern und dem in ihrem Dunstkreis marodierenden P&#246;bel die Z&#228;hne eingeschlagen werden. Siehe z.B. die allj&#228;hrlich stattfindenden, mittlerweile “rituellen” 1.Mai-Kravalle der sogenannten “autonomen” Linken &#8211; mit vielen Verletzten &#8211; in Berlin. </p>
<p>Grotesk und schlicht Schnappatmung erzeugend das Verhalten auch linker Gr&#252;ppchen von gewaltt&#228;tigen Meinungsterroristen, die unter dem Deckm&#228;ntelchen, angeblich „Tierrechte“ zu verteidigen, selbst einen  Tierrechtsethiker wie Dr. Helmut Kaplan zum Feindbild erkl&#228;ren und versuchen, ihn randalierend zu hindern, eine Rede zu halten. Siehe traurige Vorkommnisse am 14. Mai 2011 beim Aktionstag „Deine Stimme den Stimmlosen“ in K&#246;ln. Wirrer und schizophrener geht es wirklich nicht mehr: Vorgebliche „Tierrechtler“ greifen ernsthafte Tiersch&#252;tzer mit Hasstiraden an! Die Tiernutzerindustrie ist gewisslich sehr erfreut &#252;ber eine solche Sch&#252;tzenhilfe. Oder man terrorisiert f&#246;rmlich mit irrsinnigen, oft gewaltt&#228;tigen Aktionen die Urchristengemeinde des Universellen Lebens, die basierend auf christlicher Grundlage allumfassende N&#228;chstenliebe und Mitgesch&#246;pflichkeit im Sinne Albert Schweitzers „Ehrfurcht vor ALLEM Leben“ nicht nur propagiert, sondern praktisch vorlebt &#8211; analog den Glaubensgemeinschaften der Jaina und Bishnoi in Indien. Letztere werden auch von Tierrechtlern in Deutschland hochverehrt, w&#228;hrend man erstgenannte seltsamerweise ketzerisch diffamiert. Gnadenlose Dummheit ist in manchen Kreisen offenbar in solchem &#220;berma&#223; vorhanden, dass man sehr freigiebig damit umgeht &#8211; und damit der gesamten Tierrechtsbewegung unendlichen Schaden zuf&#252;gt.  </p>
<p>Seinen Glauben frei ausleben zu k&#246;nnen, nennt man Religionsfreiheit. Doch dieses Grundrecht findet seine Grenzen immer an der Nasenspitze des Gegen&#252;bers und dessen religi&#246;s-kultureller Vorstellung &#8211; die in Westeuropa auf einem Ethik-Verst&#228;ndnis basiert, das dem Mitgesch&#246;pf Tier nicht vors&#228;tzlich und bewusst eine vermeidbare Qual auferlegt werden darf.</p>
<p>Der Begriff “Tierfreund” beinhaltet unmissverst&#228;ndlich ein “Freund des Tieres“ zu sein. Und Freunde verteidigt man nach besten Kr&#228;ften.<br />
Wichtig so, bei einem tabuisierten Bereich des Tierschutzes, dem bet&#228;ubungslosen Sch&#228;chten, auch Klartext zu reden: Hier weicht Toleranz und Gleichg&#252;tigkeit der &#214;ffentlichkeit “… es sind ja nur Tiere”, h&#228;ufig erst dann einem emp&#246;rten Gejaule, wenn orientalische Polit-Terroristen nicht mehr Schafen und Rindern, sondern westlichen Geiseln die Kehle durchschneiden. Wenngleich diese Erkenntnis in den Gehirnwindungen unserer politischen Entscheidungstr&#228;ger noch keinen Einzug gehalten hat &#8211; sind Tiere doch gleicherma&#223;en leidensf&#228;hig wie Menschen.<br />
So (Sch&#228;cht-)Juden und (Sch&#228;cht-)Muslime, die entgegen dem regul&#228;ren Tierschutzgesetz und entgegen hier geltenden Normen, vors&#228;tzlich Tiere qualvoll bet&#228;ubungslos abmetzeln, nicht gerade mit Sympathie &#252;bersch&#252;ttet werden &#8211; m&#252;ssen diese Bev&#246;lkerungsgruppen das auch aushalten. Zu durchsichtig, wenn dann von diesen (mangels stichhaltiger Argumente) entr&#252;stet &#8211; auf schlicht inflation&#228;re Art und Weise &#8211; wieder mal die Ausl&#228;nderfeindlichkeits- oder Antisemitismuskeule hervorgekramt wird.<br />
Von Tierschutzseite muss der Zuzug von Bev&#246;lkerungsgruppen zwangsl&#228;ufig sehr skeptisch gesehen werden, die eine hier bislang unbekannte Tierqu&#228;lerei im Gep&#228;ck tragen &#8211; wie bet&#228;ubungsloses Sch&#228;chten. Und man braucht wegen dieser Einstellung auch kein schlechtes Gewissen zu haben. Mit &#252;belsten Tierqualpraktiken (Massentierhaltung, Tierversuche etc.) sind wir in Deutschland, &#214;sterreich und Schweiz wahrlich zur Gen&#252;ge geschlagen. Es w&#228;re aus Tierschutzsicht schlicht schizophren, Menschen, die weitere zus&#228;tzliche Varianten von Tier-Qualzuf&#252;gungen nach hier einschleppen und praktizieren, freudig zu begr&#252;&#223;en.</p>
<p>Wenn aus Fleischesgier die “Dornenkrone der Sch&#246;pfung” Tiere schon abmurkst, so muss dies zumindest m&#246;glichst rasch und qualmindernd vonstatten gehen &#8211; analog ein Mensch gewisslich den Tod durch eine “gn&#228;dige” Kugel dem Tod durch langsame Folter vorzieht. (Auf die kleine, aber eindringliche Geschichte aus dem letzten Weltkrieg &#8211; siehe unten &#8211; wird in diesem Zusammenhang hingewiesen.)</p>
<p>Solange wir die Fesseln der Tiersklaven nicht l&#246;sen k&#246;nnen, m&#252;ssen wir zumindest pragmatisch versuchen, die Ketten zu lockern. Keinesfalls reicht es, lediglich edle maximale Gesinnungsethik wie eine Fahne mit der Aufschrift „Ich bin vegan und gegen jegliches T&#246;ten“ vor sich her zu tragen, sondern es gilt mit praktischer Handlungsethik in die Niederungen des Alltagsgeschehens hinabzusteigen und zun&#228;chst alle  Qualverminderungsm&#246;glichkeiten auszunutzen &#8211; ohne nat&#252;rlich je das Ziel, die Tiere von allen Fesseln zu befreien, aus den Augen zu verlieren.  “…Der praktische Tiersch&#252;tzer muss immer wieder auf Kompromisse eingehen, weil der Alles-oder-Nichts-Grundsatz besonders im Tierschutz immer nur zum &#8216;Nichts&#8217; und niemals zum &#8216;Alles&#8217; f&#252;hrt.“ (Gotthard M. Teutsch: Mensch und Tier. Lexikon der Tierschutzethik) </p>
<p>Gelebte Demokratie hei&#223;t auch im Tierschutz, sich emanzipiert zu positionieren, mit offen artikulierter Meinungs&#228;u&#223;erung &#8211; und das in allen Medien. Selbsternannte Moralw&#228;chter aller Couleur sollten sich in diesem Zusammenhang endlich den ideologischen Schaum vom Mund abwischen.<br />
Wer das als erkl&#228;rter “Tiersch&#252;tzer” oder “Tierrechtler” oder als Tierschutzorganisation nicht so sieht, wer hier herumn&#246;rgelt, exzessiv Gesinnungsselbstbefriedigung zelebriert, hat nicht verstanden (oder WILL nicht verstehen), dass es hier nicht um Vorlieben und Vorstellungen pers&#246;nlicher, religi&#246;ser, weltanschaulicher oder politischer Vorstellungen und Phantasien geht &#8211; sondern um Publikmachung, Geltungmachung und praxisorientierte Durchsetzung von elementaren Tierrechten. Nur gemeinsam und bei Hintenanstellung eigens&#252;chtiger pers&#246;nlicher Interessen werden wir hier vorankommen.</p>
<p>V.i.S.d.P.: Ulrich Dittmann / 10.06.2011</p>
<p><em>Siehe auch Glosse “Mit Tierbefreiern unterwegs &#8211; oder die Geschichte von “Michi” dem K&#228;fighuhn” (Internet: </p>
<p><a href="http://www.fellbeisser.net/authors/mit-tierbefreiern-unterwegs-oder-die-geschichte-von-michi-dem-kaefighuhn)" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/authors/mit-tierbefreiern-unterwegs-oder-die-geschichte-von-michi-dem-kaefighuhn)" target="_blank">www.fellbeisser.net/authors/mi&#8230;</a>.</em></p>
<p>~~~~~~~~~~~~</p>
<p><strong>Von der Gnade und Barmherzigkeit eines raschen Todes</strong></p>
<p>Zweiter Weltkrieg: In der Weite der russischen W&#228;lder hatte eine gr&#246;&#223;ere Partisanengruppe eine kleine Anzahl deutscher Soldaten gefangengenommen. Diese mussten sich ausziehen, man band ihnen Steine an die Geschlechtsteile und schoss auf ihre Beine, um so die verhassten Deutschen noch zum “tanzen” zu zwingen, bevor man sie liquidierte.<br />
Ein zuf&#228;llig vorbeikommender Aufkl&#228;rungstrupp der regul&#228;ren sowjetischen Armee wurde auf die Geschehnisse aufmerksam. Der befehligende Offizier griff ein,  r&#252;gte mit scharfen Worten das menschenverachtende Verhalten der Partisanen und stellte sich mit seinem K&#246;rper sch&#252;tzend vor die geschundenen Deutschen, um sie in die Gefangenschaft zu &#252;berf&#252;hren.<br />
Doch die durch Alkohol enthemmten Partisanen wollten sich ihren “Spa&#223;” nicht nehmen lassen und drohten auch ihm Gewalt an, so er sie bei ihrem Tun hindern wolle. Mit seinen nur wenigen M&#228;nnern an der Seite, sah der russische Offizier  keine M&#246;glichkeit, sich gegen den zahlenm&#228;&#223;ig &#252;berm&#228;chtigen Partisanentrupp durchzusetzen und die Deutschen vor weiteren Folterungen zu bewahren oder gar ihr Leben zu retten.<br />
Als Konsequenz aus diesem furchtbaren  Dilemma sah der Offizier nur eine L&#246;sung: Mit gezielten Kopfsch&#252;ssen t&#246;tete er die deutschen Soldaten, bewahrte sie so vor einem schrecklichen, qualvollen Martyrium &#8211; gew&#228;hrte ihnen die Gnade eines schnellen barmherzigen Todes in einer auswegslosen Situation. </p>
<p>Quelle: Ged&#228;chtnisprotokoll einer Radiodokumentation, Ausstrahlung Anfang der 1970er Jahre</p>
<p>U. Dittmann / 10.06.2011  </p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ulrich Dittmann – Arbeitskreis f&#252;r humanen Tierschutz und gegen Tierversuche e.V. (10.06.2011; 18:09 Uhr)<br />
<a href="http://www.arbeitskreis-tierschutz.de" class="autohyperlink" title="http://www.arbeitskreis-tierschutz.de" target="_blank">www.arbeitskreis-tierschutz.de</a> – <a class="autohyperlink" href="mailto:ulrich.dittmann-arbeitskreis-tierschutz@web.de" title="mailto:ulrich.dittmann-arbeitskreis-tierschutz@web.de">ulrich.dittmann-arbeitskreis-t&#8230;</a></p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Ver&#246;ffentlicht von „der fell<em>bei&#223;er</em>“© (<a href="http://www.fellbeisser.net/news/" class="autohyperlink" title="http://www.fellbeisser.net/news/" target="_blank">www.fellbeisser.net/news/</a>) am 11.06.2011</p>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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