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	<title>Fellbeisser Tierrechtsautoren &#187; Karin Hilpisch</title>
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	<description>Autorenbeiträge zu Tierrechte und Tierschutz</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 17:46:23 +0000</lastBuildDate>
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		<title>&#8220;Happy&#8221; Meat: Ein Schritt in die richtige Richtung oder „ein leichterer Einstieg zur&#252;ck“ zum Essen von Tieren?</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Feb 2007 13:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hilpisch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>“Happy“ Meat: Ein Schritt in die richtige Richtung oder „ein leichterer Einstieg zur&#252;ck“ zum Essen von Tieren?</p>
<p>Von Gary L. Francione</p>
<p><a href="http://garyfrancione.blogspot.com/" class="autohyperlink" title="http://garyfrancione.blogspot.com/" target="_blank">garyfrancione.blogspot.com/</a></p>
<p><a href="http://www.animal-law.org" class="autohyperlink" title="http://www.animal-law.org" target="_blank">www.animal-law.org</a></p>
<p>Ein Artikel des  erregte neulich meine Aufmerksamkeit. Er zitiert die Lehrerin Rachael Deacon mit der Aussage: „Ich &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>“Happy“ Meat: Ein Schritt in die richtige Richtung oder „ein leichterer Einstieg zur&#252;ck“ zum Essen von Tieren?</p>
<p>Von Gary L. Francione</p>
<p><a href="http://garyfrancione.blogspot.com/" class="autohyperlink" title="http://garyfrancione.blogspot.com/" target="_blank">garyfrancione.blogspot.com/</a></p>
<p><a href="http://www.animal-law.org" class="autohyperlink" title="http://www.animal-law.org" target="_blank">www.animal-law.org</a></p>
<p>Ein Artikel des <a href="=http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/magazine/default.stm">BBC News Magazine</a> erregte neulich meine Aufmerksamkeit. Er zitiert die Lehrerin Rachael Deacon mit der Aussage: „Ich bezahle mehr, um ges&#252;ndere Lebensmittel zu kaufen. Ich m&#246;chte nicht, dass Tiere f&#252;r mich auf schreckliche Weise geschlachtet werden oder ein schreckliches Leben haben.“<span id="more-122"></span></p>
<p>Lassen wir einmal beiseite, dass Frau Deacon denkt, dass es so etwas wie nicht schreckliches Schlachten gibt; ist ihre allgemeine Besorgnis eine Erfolgsgeschichte f&#252;r diejenigen Anw&#228;lte der Tiere, die „Happy“ Meat („gl&#252;ckliches“ Fleisch) f&#246;rdern als einen Schritt auf dem Weg zu einer Welt mit weniger Leiden und Tod? Nein. Frau Deacon war seit 10 Jahren Vegetarierin, ist aber nun zum Fleischessen zur&#252;ckgekehrt. Sie ist ein „gewissenhafter Omnivore“, der das Problem mit dem „Happy“-Meat-Ansatz illustriert, der die Bewegung f&#252;r Tiere einholt.</p>
<p>Gro&#223;e Tierschutzgesellschaften haben Etiketts wie das <a href="=http://www.certifiedhumane.com/whatis.html">Certified Humane label</a>  (Zertifiziert-Human-Label ) und das <a href="=http://www.rspca.org.uk/servlet/Satellite?pagename=RSPCA/RSPCARedirect&#038;pg=FreedomFoodHomepage&#038;marker=1&#038;articleId=1125387930357">Freedom Food label</a> (Freiheitsnahrung-Label) kreiert, um Konsumenten ein besseres Gef&#252;hl bez&#252;glich des Essens von Tieren zu geben, die auf Arten und Weisen aufgezogen und get&#246;tet wurden, welche, auf Menschen angewendet, ohne Zweifel als Folter angesehen w&#252;rden.</p>
<p>Anw&#228;lte der Tiere verleihen Auszeichnungen <a href="=http://www.peta.org/feat/proggy/2004/winners.html#visionary">awards</a> an Schlachthaus-Designer und loben &#246;ffentlich <a href="=http://www.satyamag.com/sept06/edit.html">publicly praise</a> Supermarktketten, die vermeintlich „human“ aufgezogene und geschlachtete Leichen und andere „gl&#252;ckliche“ tierliche Produkte verkaufen.</p>
<p>Dieser Ansatz lenkt die Menschen nicht schrittweise in die richtige Richtung. Vielmehr gibt er ihnen einen Rechtfertigungsgrund daf&#252;r, r&#252;ckw&#228;rts zu gehen. Er richtet sich eher auf die Behandlung von Tieren als auf ihren Gebrauch und verleitet die Menschen dazu, zu denken, dass Tierschutzregulierungen wirklich einen merklichen Schutz f&#252;r Tiere zur Folge haben.</p>
<p>Der BBC-Artikel, “<a href="=http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/magazine/6295747.stm">Some sausages are more equal than others</a>,” („Einge W&#252;rste sind gleicher als andere“) veranschaulicht dieses Problem weitergehend. Die Reporterin, Megan Lane, berichtet uns, dass sie 14 Jahre lang Vegetarierin gewesen sei, dass sie aber „wieder angefangen habe, Fleisch zu essen, aber nur Fleisch von Tieren, die ein gl&#252;ckliches Leben hatten, bevor sie geschlachtet wurden.“ Sie sagt, dass, als sie Vegetarierin wurde, „Bio“- und Fleisch aus „Freilandhaltung“ (Anm. d. &#220;bers.: aus sog. artgerechter Haltung) nicht leicht erh&#228;ltlich gewesen sei, so wie heute.</p>
<p>Lane beschreibt „Bio-“/„Freiland“-Fleisch als eine „Marktnische, typischerweise genutzt von jenen, die sich entschieden haben, das Problem mit Geld zu l&#246;sen. Sie notiert, dass der Verkauf von „Happy“ Meat in Gro&#223;britannien 14% &#252;ber dem des letzten Jahres liegt, aber noch immer nur 1,4% des Verkaufs von rotem Fleisch ausmacht. Lane zitiert Chris Lamb (w&#246;rtlich: Lamm, kein Wortspiel hier) von der <a href="=http://www.mlc.org.uk">=http://www.mlc.org.uk</a>Meat and Livestock Commission[/url] (Fleisch- und Vieh-Kommission), der sagt, „wenn jemand aus ethischen Gr&#252;nden Vegetarier ist, &#246;ffnet ihm die Tatsache, dass es nun biologisch, artgerecht erzeugte landwirtschaftliche Produkte gibt, die die ganze Sache akzeptabler aussehen lassen, einen leichteren Einstieg zur&#252;ck.</p>
<p>Lane zitiert ebenfalls einen Sprecher der <a href="=http://www.vegsoc.org">=http://www.vegsoc.org</a>Vegetarian Society[/url], der einr&#228;umt, dass biologische, Freiland-Tiere noch immer get&#246;tet werden, aber feststellt, dass „viele der drei Millionen Vegetarier in Gro&#223;britannien wegen der Grausamkeit und mangelhaften Praktiken, die mit der Massentierhaltung verbunden sind, kein Fleisch essen.“ Die Vegetarian Society erkl&#228;rt: „Wir kritisieren nicht die verantwortlicheren Methoden, die von Bio-Landwirten dabei eingesetzt werden, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.“ Eine Reihe von Leserkommentaren folgt dem Artikel, viele davon die Vorz&#252;ge „ethisch aufgezogenen“ Fleisches r&#252;hmend.</p>
<p>Ist es nicht eben ein wenig ironisch, dass der Vertreter der Fleisch-und-Vieh-Kommission v&#246;llig versteht, was hier vor sich geht? „Happy“ Meat l&#228;sst „die ganze Sache akzeptabler aussehen.“ „Happy“ Meat bedeutet mehr Fleischesser und mehr geschlachtete Tiere. Warum sehen Anw&#228;lte der Tiere dies nicht? Es ist ziemlich einfach.</p>
<p>Lanes Artikel spiegelt die Realit&#228;t: „Bio“-Fleisch zu f&#246;rdern bewegt die Menschen nicht in eine positive Richtung. Tats&#228;chlich ist alles, was es bewirkt, die wenigen Privilegierten zu schaffen, die es sich leisten k&#246;nnen, „Bio“-Fleisch in  exklusiven L&#228;den zu kaufen und sich moralisch &#252;berlegen f&#252;hlen, und viele Vorw&#228;nde daf&#252;r zu bieten, zum Fleischessen und Konsum anderer tierlicher Produkte zur&#252;ckzukehren.</p>
<p>Und es ist nicht nur Lanes Artikel, der die  R&#252;ckw&#228;rtsbewegung belegt, die durch die „Happy“–Meat-Bewegung verursacht wird. Ein Artikel in Meatingplace, einem Magazin der Fleischindustrie, zitiert die prominente Ern&#228;hrungswissenschaftlerin Marion Nestle: „Selbst langj&#228;hrige, &#252;berzeugte Vegetarier essen Fleisch, weil die Industrie auf die Bedingungen reagiert hat, gegen die sie am meisten einzuwenden hatten. Dies stellt eine bedeutende Wachstumsm&#246;glichkeit dar, weil die Konsumenten mehr f&#252;r diese Produkte bezahlen.“</p>
<p>In einem anderen j&#252;ngeren Artikel <a href="=http://www.ohio.com/mld/beaconjournal/news/state/16618539.htm">recent article</a> wird uns von Maria Humel berichtet, „die eine Schw&#228;che f&#252;r Tiere hat &#8211; und f&#252;r Kinder, die Chicken parmesan und Chicken Fingers verlangen.“ (Anm. d. &#220;bers.: aus H&#252;hnerleichen hergestelltes Fast Food) Humel kauft in L&#228;den, die Fleischprodukte mit dem Stempel <a href="=http://www.certifiedhumane.com/default.html">Certified Humane</a> verkaufen, verliehen von der Humane Farm Animal Care  und ihren Partnern, der Humane Society of the United States (HSUS), der American Society for the Prevention of Cruelty to Animals (ASPCA), Animal People  und anderen. Der Zertifiziert-Human-Stempel „hilft, ..Mitleid mit ..Konsum auszubalancieren.“ Humel erkl&#228;rt: „Das ist sehr wichtig f&#252;r mich, weil ich wirklich Vegetarierin sein sollte.“ Mit anderen Worten, sie w&#228;re Vegetarierin, wenn die „Tierrechtsgruppe, die das Label kreiert hat“, nicht da w&#228;re, um einen Stempel der Billigung auf ihren Konsum tierlicher Produkte zu dr&#252;cken.</p>
<p>Im selben Artikel <a href="=http://www.ohio.com/mld/beaconjournal/news/state/16618539.htm">same article</a> sagt der CEO (Anm. d. &#220;bers.: Chief Executive Officer) von  D’Agostino’s, einer in New York ans&#228;ssigen Supermarktkette, dass die „Verk&#228;ufe einiger seiner Produkte in die H&#246;he gegangen sind, seit die Gesellschaft vor zwei Jahren begonnen hat, das ‘Zertifiziert-Human-Logo‘ zu unterst&#252;tzen. “ Der Laden verkauft mehr als 35 zertifiziert humane Lebensmittel, einschlie&#223;lich Joghurt, Milch, Butter, Eier, Huhn, Schwein und Kalb – ein Fleisch, dessen Absatz um mehr als 25% in die H&#246;he gegengen ist, seitdem der Laden angefangen hat, es mit dem Label zu verkaufen.“</p>
<p>Es ist offensichtlich, dass die „Happy“-Meat-Bewegung nicht schrittweise zum Veganismus f&#252;hrt; sie ermutigt den Tier-Konsum durch Menschen, die den Unfug glauben, dass wir Tiere „mit gutem Gewissen konsumieren“ k&#246;nnen. Denken diese „gewissenhaften Omnivoren“ tats&#228;chlich, dass Tierschutzregulierungen einen wirklichen, greifbaren Unterschied f&#252;r das Leben der Tiere, die sie konsumieren, machen? Falls ja, dann machen sie sich selbst etwas vor. Es gibt keinen bedeutsamen Unterschied zwischen konventionell erzeugten tierlichen Produkten und „Freiland“-, „Bio“- oder „human gez&#252;chteten“ tierlichen Produkten – au&#223;er dass die letzteren mehr Profit in die Taschen der Handelsgesellschaften bringen.</p>
<p>Zu einigen ausgezeichneten Informationen zu diesem Thema siehe <a href="=http://www.peacefulprairie.org/freerange1.html">The Free-Range Myth</a> (Der Freiland-Mythos) auf der Website von <a href="=http://www.peacefulprairie.org">=http://www.peacefulprairie.org</a>The Peaceful Prairie[/url], einem abolitionistischen (Anm. d. &#220;bers.: die Abschaffung aller Tierausbeutung anstrebenden) Gnadenhof, der zu „Happy“ Meat und ebensolchen tierlichen Produkten Stellung <a href="=http://www.satyamag.com/oct06/sanctuary.html">stand</a> bezieht. „Der Freiland-Mythos“ besteht aus zwei Darstellungen: einer, die erl&#228;utert, inwiefern Freiland-Eier nicht besser sind als Batterie-Eier <a href="=http://www.peacefulprairie.org/freerange1.html#freerange">free-range eggs are no better than battery eggs</a>, und einer, die erkl&#228;rt, dass „humane“ landwirtschaftliche Tierhaltung ein Oxymoron ist <a href="=http://www.peacefulprairie.org/freerange2.html">&#8220;humane&#8221; farming is an oxymoron</a>. (Anm. d. &#220;bers.: Oxymoron: Verkn&#252;pfung zweier sich widersprechender Begriffe) Sie k&#246;nnen beide als Flugbl&#228;tter bei Peaceful Prairie bestellen, oder Sie k&#246;nnen sie (<a href="=http://www.peacefulprairie.org/outreach/CageFree.pdf">egg</a>, <a href="=http://www.peacefulprairie.org/outreach/humaneFarming.pdf">farming</a>) als PDF-Datei direkt von der PP-Website herunterladen.</p>
<p>Ich empfehle sehr, dass Anw&#228;lte der Tiere, die gute vegane/abolitionistische Literatur wollen, diese beiden Flugbl&#228;tter benutzen; sie sind hervorragend und machen deutlich, dass es nichts dergleichen wie moralisch akzeptablen Konsum von Tierk&#246;rpern oder –produkten gibt. „Der Freilandmythos“ und die andere <a href="=http://www.peacefulprairie.org/prairiePress.html">other</a> Literatur, die Peaceful Prairie zum Herunterladen verf&#252;gbar macht, liefern erstklassige Beispiele f&#252;r das, was ich meine, wenn ich von kreativer veganer/abolitionistischer Aufkl&#228;rung <a href="=http://garyfrancione.blogspot.com/2007/01/abolition-and-incremental-reform.html">creative vegan/abolitionist education</a> spreche.</p>
<p>Die Schuld f&#252;r die Begeisterung f&#252;r „Happy“ Meat und andere tierliche Produkte ist geradewegs jenen Anw&#228;lten der Tiere zur Last zu legen, die diese Regulierungen unterst&#252;tzen und Kampagnen f&#252;r sie als f&#252;r etwas machen, das einen wirklichen Unterschied bedeutet, und die ignorieren, dass es die Nutzung von Tieren und nicht ihre Behandlung ist, die das fundamentale moralische Problem darstellt.</p>
<p>Wenn Peter Singer, der sogenannte „Vater der Tierrechtsbewegung“, sagt, es sei moralisch akzeptabel, ein „gewissenhafter Omnivore“ zu sein, <a href="=http://www.guardian.co.uk/food/Story/0,,1867425,00.html">it’s morally acceptable to be a “conscientious omnivore”</a>, oder jene, die konsequente Veganer sind, als „fanatisch“ <a href="=http://www.satyamag.com/oct06/singer.html">“fanatical”</a> l&#228;cherlich macht –, dann werden Menschen &#8211; selbst jene, denen etwas an Tieren liegt – es akzeptabel finden, „Happy“ Meat und andere tierliche Produkte zu essen. Wenn Tom Regan, der Singers „Vaterschaftsanspruch“ anficht, aber zusammen mit Singer Whole Foods „Happy“ Meat Magnaten John Mackey feiert <a href="=http://www.animalsandsociety.org/documents/PowerofOnebrochure.pdf">celebrates</a>, dann ist es kein Wunder, dass so viele „Tiersch&#252;tzer“ denken, „gl&#252;ckliche“ (Anm. d. &#220;bers.: „argerechte“) tierliche Produkte zu essen sei akzeptabel und als eine gute Strategie zu verfolgen.</p>
<p>Am 25. Januar 2007 machte <a href="=http://www.smithfieldfoods.com/splash.asp">Smithfield Foods</a>, ein gro&#223;er Produzent von Tierfleisch, bekannt, dass er &#252;ber die n&#228;chsten zehn Jahre Abferkelboxen f&#252;r schwangere S&#228;ue zugunsten von Gruppen-Verschl&#228;gen, die mehr Platz bieten, stufenweise einstellen werde. Diese Bekanntmachung folgte einer Kampagne von<br />
<a href="=http://www.hsus.org/farm/news/ournews/year_of_the_pig.html">HSUS</a>, <a href="=http://www.farmsanctuary.org/actionalerts/alert_Smithfield_GestationCrateBan.htm">Farm Sanctuary</a> und anderen Tiersch&#252;tzer-Gruppen gegen die Abferkelboxen. Diese Kampagne kostete weit &#252;ber $1,6 Mio. Wie ich in einem fr&#252;heren Essay: <a href="=http://garyfrancione.blogspot.com/2006/12/triumph-of-animal-welfare_06.html">A “Triumph” of Animal Welfare?</a> („Ein ‘Triumph‘ des Tierschutzes?“) er&#246;rtert habe, argumentieren Anw&#228;lte der Tiere, dass Studien zeigten, dass Produzenten von Schweinefleisch h&#246;here Profite durch den Wechsel zu einem alternativen Haltungssystem erzielen w&#252;rden.</p>
<p>Als Antwort auf die Ank&#252;ndigung von Smithfield verk&#252;ndeten <a href="=http://www.hsus.org/farm/news/ournews/year_of_the_pig.html">proclaimed</a> der Pr&#228;sident von HSUS und CEO Wayne Pacelle, dass „(eine) Revolution in der Schweine-Industrie im Gange sei.“ Pacelle stellte fest <a href="=http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/01/25/AR2007012501785.html">stated</a>: „Ich kann mir nichts Bedeutenderes denken hinsichtlich der humanen Behandlung von Tieren, das sich im landwirtschaftlichen Sektor ereignet h&#228;tte.“ Andere Unterst&#252;tzer von Tierschutzregulierungen folgten mit gleicherma&#223;en hyperbolischen (Anm. d. &#220;bers.: ins Komische &#252;bertreibenden) W&#252;rdigungen. Zum Beispiel bezeichnete Eric Marcus recht  bemerkenswerterweise die Bewegung bei Smithfield als „spektakul&#228;re Neuigkeit“ <a href="=http://www.vegan.com">=http://www.vegan.com</a>“spectacular news”[/url] .</p>
<p>Welche Botschaft vermittelt dies? Es vermittelt die Botschaft, dass es eine bedeutsame Verbesserung in der Behandlung von Schweinen im landwirtschaftlichen Betrieb von Smithfield gibt – oder in 10 Jahren geben wird. Pacelle gebraucht das Wort „Revolution“. Es sendet die Botschaft, dass Tiere bei Smithfield ein „gl&#252;ckliches Leben“ haben werden. Es verst&#228;rkt die Vorstellung, dass mitleidige Verbraucher ihre moralischen Verpflichtungen nichtmenschlichen Tieren gegen&#252;ber erf&#252;llen k&#246;nnen, indem sie die Leichen von Smithfield-Tieren kaufen.</p>
<p>Kurzgefasst ist die Smithfield-Bekanntmachung wirklich eine „spektakul&#228;re Neuigkeit“ f&#252;r Smithfield Foods, das sich gr&#246;&#223;erer Produktivit&#228;t und daraus resultierender Profite erfreuen und einen Bonus berechnen k&#246;nnen wird, so dass elit&#228;re Verbrchauer fortfahren k&#246;nnen, Tiere zu essen und sich gut dabei zu f&#252;hlen.</p>
<p>Es ist ebenfalls eine „spektakul&#228;re Neuigkeit“ f&#252;r HSUS, Farm Sanctuary und andere Tiersch&#252;tzer, die sicher sein werden, diesen gro&#223;en „Sieg“, diese „Revolution“ in einem endlosen Strom von Spenden aufbringenden Werbeveranstaltungen zu verk&#252;nden, wie sie &#252;bereinander krabbeln in dem Bem&#252;hen, sich das Verdienst f&#252;r diese „spektakul&#228;re Neuigkeit“, diese „Revolution“ anzurechnen.</p>
<p>Aber es ist eine traurige Niederlage f&#252;r nichtmenschliche Tiere. Die Tatsache, dass Anw&#228;lte der Tiere einen enormen Geldbetrag auf eine Kampagne verwendeten, die einzig die Megan Lanes, Rachael Deacons und Maria Humels dieser Welt denken l&#228;sst, es sei OK, Tierleichen und tierliche Produkte zu essen, weil die Tiere ein „gl&#252;ckliches Leben“ haben, ist, nach meinem Urteil, erschreckend.</p>
<p>Es kann keinen ernsthaften Zweifel geben, dass eine Investition in vegane Aufkl&#228;rung ein besserer Gebrauch von Ressourcen gewesen w&#228;re. Eine Handvoll neuer Veganer w&#228;re aus einer Reihe von Gr&#252;nden sowohl lang- als auch kurzfristig wichtiger als ein 10 Jahre w&#228;hrendes stufenweises Aufl&#246;sen von Abferkelboxen zugunsten eines alternativen Systems, dessen Details noch nicht einmal bekannt sind.</p>
<p>Erinnern wir uns daran, dass das „Verbot“ von Abferkelboxen in Florida <a href="=http://garyfrancione.blogspot.com/2006/12/triumph-of-animal-welfare_06.html">Florida gestation crate “ban”</a> auf Einsperrungen Anwendung findet, in denen ein Schwein f&#252;r den „gr&#246;&#223;ten Teil jedes Tages“ gehalten wird.“ Es gestattet noch immer den Gebrauch von Abferkelboxen unter manchen Umst&#228;nden, wie f&#252;r weniger als den „gr&#246;&#223;ten Teil jedes Tages“, die Zeit unmittelbar vor der Geburt und f&#252;r eine Zeit „nicht l&#228;nger als vern&#252;nftigerweise notwendig“ f&#252;r „tier&#228;rztliche Zwecke“.</p>
<p>Das „Verbot“ in Florida erfordert lediglich, dass ein Schwein in der Lage sein muss, sich umzudrehen, ohne irgendeine Wand seines Verschlages zu ber&#252;hren. Meine Vermutung ist, dass die gleiche Situation bei Smithfield Foods eintreten wird. Das hei&#223;t, ein wahres Verbot von Abferkelboxen w&#252;rde keinen bedeutsamen Unterschied machen in dem immer noch schrecklichen Leben und Sterben von Schweinen. Aber das „Verbot“ ist nicht einmal wirklich ein Verbot. Gleich den meisten Tierschutzregulierungen ist es in erster Linie ein Werkzeug von Public Relations und wird nur in dem Ma&#223; ber&#252;cksichtigt werden, in dem es wirtschaftlich vorteilhaft ist, dies zu tun.</p>
<p>Abolitionisten sollten niemals den Kosum von Tieren, wie „human“ auch immer, f&#246;rdern, insbesondere in Anbetracht dessen, dass das F&#246;rdern von „Bio“-Fleisch und ebensolchen tierlichen Produkten jene ermutigt, denen es ethisch darum zu tun ist, an dem Irrglauben teilzuhaben, wir k&#246;nnten wirklich den Tieren, die wir essen, ein „gl&#252;ckliches Leben“ geben. Sehen wir einmal davon ab, dass die Versklavung von Tieren nicht gerechtfertigt werden kann, ohne R&#252;cksicht darauf, wie „human“ sie ist; die Realit&#228;t ist, dass Freilandproduktion und „humane“ Landwirtschaft ein enormes Ausma&#223; von Leiden einschlie&#223;en. Diese romantischen Fantasien &#252;ber das wundervolle Leben von Tieren auf dem „Bauernhof“ sind eben dies – Fantasien. Der beste „Bauernhof“ ist ein scheu&#223;licher Ort f&#252;r Tiere.</p>
<p>Stellen Sie sich zwei Sklavenhalter vor. Der erste schl&#228;gt seine Sklaven 20 Mal in der Woche. Der zweite schl&#228;gt seine Sklaven 19 Mal in der Woche. Gibt es einen bedeutsamen Unterschied zwischen den beiden, der es rechtfertigen w&#252;rde zu denken, dass der zweite Sklavenhalter sich eines moralisch lobenswerten Verhaltens beflei&#223;igt? Sollten wir das Schlagen von Sklaven 19 Mal die  Woche als ein Anzeichen daf&#252;r betrachten, dass „(eine) Revolution im Gange ist“? Sollten wir ein Mal weniger Schlagen als „spektakul&#228;re Neuigkeit“ betrachten?</p>
<p>Wenn Ihre Antwort auf die obigen Fragen „nein“ ist, dann k&#246;nnen Sie nicht folgerichtig die Position von Singer, HSUS, Farm Sanctuary, Vegan Outreach, PETA und dem Rest der tiersch&#252;tzerischen „Happy“-Meat-Bewegung unterst&#252;tzen.</p>
<p>Es ist nat&#252;rlich „besser“, die Sklaven 19 Mal die Woche zu schlagen als 20. Aber das macht das Schlagen von Sklaven 19 Mal die Woche nicht moralisch akzeptabel, darauf hinweisend, dass „(eine) Revolution im Gange ist“, oder zu einer „spektakul&#228;re(n) Neuigkeit“. Es macht Sklaverei – wie immer „human“ sie sein mag – nicht moralisch vertretbar.</p>
<p>Wir haben begrenzte Zeit und begrenzte Ressourcen. Jeder Cent und jede Sekunde, daf&#252;r verwendet, die Tierausbeutung „humaner“ zu machen, ist ein Cent und eine Sekunde weniger verwendet f&#252;r die Aufkl&#228;rung &#252;ber das Einzige, was f&#252;r Abolitionismus wichtig ist: die vegane Lebensweise. Und jeder Cent und jede Sekunde, verwendet f&#252;r „humane“ Ausbeutung, bewirkt nicht nur herzlich wenig, wenn irgendetwas, f&#252;r das Leiden der Tiere jetzt; durch das F&#246;rdern der glatten L&#252;ge, dass ein in einem Bio- oder Freiland-Betrieb aufgezogenes Tier ein „gl&#252;ckliches Leben“ habe, ermutigt der tiersch&#252;tzerische Ansatz die &#214;ffentlichkeit fortzufahren, Tiere zu konsumieren, und verewigt das speziesistische Paradigma, das die Tiere – menschliche und nichtmenschliche – erst dahin gebracht hat.</p>
<p>Wessen wir sicher sein k&#246;nnen, ist, haben wir  einmal die Absurdit&#228;t akzeptiert, dass die Bekanntmachung von Smithfield Foods anzeigt, dass „(eine) Revolution im Gange ist“, oder eine „spektakul&#228;re Neuigkeit“ ist, die wirkliche Revolution – die gewaltlose Verwerfung der Tierausbeutung zugunsten ihrer Abschaffung und die Anerkennung der veganen Lebensweise als pers&#246;nliches Umarmen der  Abolition – niemals kommen wird.</p>
<em>&#220;bers.: Karin Hilpisch</em>
<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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		<title>Fleisch: doch ein Thema!</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Oct 2006 18:24:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/73943910@N00/99137081"><img src="http://farm1.static.flickr.com/19/99137081_539e0dec2f_m.jpg" border="0" alt="liquid pig" hspace="8" align="left" /></a>„Aktionen gegen den Pelzhandel oder Tierversuche gibt es in Deutschland reichlich, Aktionen gegen den Fleischkonsum hingegen fristen noch ein Schattendasein.“ (&#8230;) („Meatout – Aktionstage gegen Fleisch“ in: Tierbefreiung (Tb) Nr. 51/ Jan. 06: 30)</p>
<p>„Nach den theoretischen Vortr&#228;gen stellte unser &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/73943910@N00/99137081"><img src="http://farm1.static.flickr.com/19/99137081_539e0dec2f_m.jpg" border="0" alt="liquid pig" hspace="8" align="left" /></a>„Aktionen gegen den Pelzhandel oder Tierversuche gibt es in Deutschland reichlich, Aktionen gegen den Fleischkonsum hingegen fristen noch ein Schattendasein.“ (&#8230;) („Meatout – Aktionstage gegen Fleisch“ in: Tierbefreiung (Tb) Nr. 51/ Jan. 06: 30)</p>
<p>„Nach den theoretischen Vortr&#228;gen stellte unser Redakteur Wolfgang Siebert eine Kampagnenarbeit zum Thema Tierrechte vor, die – in Abstimmung mit dem Veranstalter – &#252;ber Fleischkonsum handeln sollte. Siebert stellte gleich zu Beginn des Vortrages dar, dass es Tierrechtskampagnen im eigentlichen Sinn gegen Fleisch in Deutschland nicht gibt.(&#8230;)“ (Mensch nicht Ma&#223; aller Dinge. <span id="more-121"></span></p>
<p>Bericht &#252;ber die ‘Gro&#223;e Tierrechtstagung‘ des Vegetarierbundes in G&#246;ttingen“ in: Tb 49/ Dez. 05: 52 –54, hier S. 53)</p>
<p>Vor wenigen Jahren konnte man auf einer Anti-Tierversuchsdemo noch h&#246;ren, Fleisch sei doch nicht das Thema, und beim Thema – hier also Tierversuche – m&#252;sse man schon bleiben, da d&#252;rfe man nichts vermischen. Das hat sich zum Gl&#252;ck ge&#228;ndert. Zitate aus verschiedenen Demo-Berichten zeigen den programmatischen Ver&#228;nderungsbedarf tierrechtsaktivistischen Handelns auf und signalisieren zugleich, dass ihm zunehmend entsprochen wird.(1)</p>
<p>„(&#8230;) Auch vor Metzgereien wurde zur &#220;berraschung der dort Besch&#228;ftigten und der Polizei demonstriert. (&#8230;) („Pelzfarmer schlagen zu“ in: Tb 45 / Nov. 04: 30) Wenn auf einer Anti-Pelz-Demo auch gegen Metzgerl&#228;den demonstriert wird, dann zeugt die „&#220;berraschung“ der dort Besch&#228;ftigten &#8211; und sicherlich auch der Kunden – von einer dringend st&#246;rungsbed&#252;rftigen moralischen Sicherheit, in der sich jene wiegen, die, weil sie weder Pelz tragen noch jagen noch Tierversuche machen, ihren Namen auf dagegen protestierende Unterschriftslisten setzen und ansonsten f&#252;rs Tierheim spenden oder sich gar dort engagieren, meinen, damit dem Tierschutz Gen&#252;ge zu tun. In diesem Irrglauben befangen zu sein, wurde ihnen lange Zeit ziemlich leicht gemacht.</p>
<p>In einem kritischen R&#252;ckblick auf die „Tierrechtsbewegung: ‘work in progress‘“ (nat&#252;rlich vegetarisch. Ausg. Juli/Aug. 2003: 14-20) schreibt Sina Walden: „Bald erfasste die permanente Diskussion &#8230; alle.. Bereiche, bei deren legalen (!) Praktiken Tiere die Opfer waren: Pelz, Zirkus, Zoo, Jagd kamen ins Visier, Eierproduktion und Legebatterien, Massentierhaltung und Tiertransporte. Auffallend sp&#228;t erst der Schlachthof und das Fleischessen.</p>
<p>Zwar waren die meisten MitstreiterInnen aus dem ersten Jahrzehnt im Lauf der Zeit VegetarierInnen geworden, weil sie immer dringlicher den Widerspruch zwischen dem Einsatz f&#252;r Tiere an allen Fronten und der Wurst auf ihrem Teller wahrnahmen, mit dem der klassische Tierschutz noch gut leben konnte. Aber es bleibt – leider – festzustellen, dass der Impuls zum Aufbruch prim&#228;r nicht aus der vegetarischen Idee kam, diese sich vielmehr aus der Ernsthaftigkeit der Ans&#228;tze und dem Umgang mit Gleichgesinnten ergab. (&#8230;) Jahrelang herrschte au&#223;erdem die Meinung vor, in der &#214;ffentlichkeitsarbeit den Vegetarismus nicht allzu sehr zu akzentuieren, um nicht diejenigen im gro&#223;en Publikum zu verlieren, die bereit waren, Unterschriften gegen Tierversuche oder Pelz zu leisten, aber bei dem Gedanken, damit auch den Verzicht auf ihr gewohntes Mittagessen zu unterschreiben, zur&#252;ckgeschreckt w&#228;ren.“ (S.17)</p>
<p>Solchen ‘Tierfreunden‘ gilt es unmissverst&#228;ndlich klarzumachen, dass das altbew&#228;hrte Motto: ‘Macht / Machen wir doch erst mal was dagegen‘ &#8211; gegen alles andere als das, was sie tun, Fleisch essen n&#228;mlich &#8211; ausgedient hat; als Handlungsmaxime getaugt hat dieses Motto tats&#228;chlich nie. Aus der tierrechtsphilosophischen Erkenntnis, dass Tiere in bei weitem gr&#246;&#223;ter Zahl f&#252;rs Fleischessen ermordet werden, und dass dieses die psychologische Basis, Wurzel, gleichsam die ‘Mutter‘ aller anderen speziesistischen Praktiken ist, werden langsam, aber sicher Konsequenzen gezogen.</p>
<p>Wenn „(i)n den letzten 25 Jahren.. sich die weltweite Fleischproduktion fast verdoppelt (hat) – und auch f&#252;r die n&#228;chsten 10 Jahre.. Experten von j&#228;hrlichen Steigerungsraten des Fleischkonsums von rund 3 Prozent aus(gehen)(&#8230;)“ („Erbsen statt Schweine“ in: Tierbefreiung 52/ Sept. 06: 50), so spricht eben dies daf&#252;r, KEINE Aktion gegen Pelz, Tierversuche oder Jagd zu unternehmen, OHNE sich mit dieser gleichzeitig AUSDR&#220;CKLICH gegen das Fleischessen zu richten. Je entschiedener und konsequenter wir dagegen auftreten, um so erfolgreicher bek&#228;mpfen wir auch alle anderen Formen der Tierausbeutung. Denn (inwiefern ) w&#228;ren die in einer vegetarisch-veganen Gesellschaft vorstellbar?</p>
<p>(1)</p>
<p>(1.a) Zur Demo gegen das Versuchslabor Covance in M&#252;nster vom 22.07.06: „Ein Aktivist der Autonomen Tierbefreiungsaktion Hannover (ATAH)‘ behandelte in seiner anschlie&#223;enden Rede das gesellschaftlich manifestierte Mensch-Tier-Verh&#228;ltnis am Beispiel der fleischessenden Gesellschaft. Das T&#246;ten und Verspeisen von als essbar definierten Tieren sei f&#252;r ihn eine sehr pr&#228;gnante Form des Herrschaftsverh&#228;ltnisses: ‘Dieses T&#246;ten wird unkenntlich gemacht, indem es am Rand der Gesellschaft hinter verschlossenen Mauern geschieht, und indem das Lebewesen Tier nur noch als entfremdetes Prokukt zu erkennen ist.‘ (&#8230; )</p>
<p>So war die Demonstration definitiv nicht nur eine Anklage an die Tierversuchsindustrie, sondern generell ein Aufruf zur Beendigung der Herrschaft &#252;ber die Tiere. An der Demotour gelegene Fleischereien, Fisch- und Jagdgesch&#228;fte wurden dementsprechend mit Sprechch&#246;ren wie: ‘Jagd ist Mord!‘ oder &#228;hnlichem bedacht. &#220;ber spontanen und freundlichen Applaus hingegen freute sich der Inhaber einer vegetarischen Falafel-Imbissstube, dessen Laden ebenfalls auf der Demoroute lag.“ („Covance qu&#228;lt weiter&#8230; “ in: Tb 52/ Sept. 06:31 f. )</p>
<p>(1.b )Zur K&#246;ln pelzfrei-Demo 02.Okt. 2004: „Uns war es sehr wichtig, dass wir dieses Jahr nicht ausschlie&#223;lich gegen Pelz, sondern auch gegen andere Tierausbeutungsformen demonstriert haben, sagte ein Organisator der TiK (Tierrechtsinitiative K&#246;ln). Dieselben Absichten hatten auch die anderen TeilnehmerInnen, und so wurde auch vor Leder-, Jagd- und Fleischgesch&#228;ften kr&#228;ftig Stimmung gemacht.“ („400 Menschen fordern eine pelzfreie Stadt“ in: Tb 45/ Nov.04: 32 f., hier S. 32)</p>
<p>(1. c) „Um Mc Donald’s nicht das Gef&#252;hl zu geben, wir lie&#223;en sie zugunsten von Pelzdemos in Frieden menschliche und nichtmenschliche Tiere ausbeuten, demonstrierten wir am 18.M&#228;rz vor dem Mc Donald’s ‘Flaggschiff‘ am Tauentzien.“ („Wieder mal Mc Donald’s“ in: Tb 51/ Juni 06: 32)</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Hilpisch Karin (06.10.2006; 11:57 Uhr)</p>
<p><a class="autohyperlink" href="mailto:vegitus@web.de" title="mailto:vegitus@web.de">vegitus@web.de</a></p>
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		<title>B&#228;renfreunde</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jun 2006 19:33:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hilpisch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Karin Hilpisch]]></category>
		<category><![CDATA[Tiermord]]></category>
		<category><![CDATA[Vegan]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mehr als 80 Prozent der Bev&#246;lkerung haben sich f&#252;r Brunos Leben ausgesprochen und verurteilen seine Ermordung. &#220;ber 80 Prozent derselben Bev&#246;lkerung essen Fleisch – und setzen dies um so unverdrossener fort, je unangefochtener sie sich in einem gro&#223;en „Aufstand der &#8230;</p><p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 80 Prozent der Bev&#246;lkerung haben sich f&#252;r Brunos Leben ausgesprochen und verurteilen seine Ermordung. &#220;ber 80 Prozent derselben Bev&#246;lkerung essen Fleisch – und setzen dies um so unverdrossener fort, je unangefochtener sie sich in einem gro&#223;en „Aufstand der Anst&#228;ndigen“ gegen den B&#228;renmord vereinigt finden.</p>
<p>Das &#246;ffentliche Lamento dar&#252;ber leistet der Verdr&#228;ngung von mehr als einer MILLION JEDEN TAG allein in diesem Land sang- und klanglos ins Schlachthaus gepr&#252;gelten, ihrer Todesangst preisgegebenen, oft bei Bewusstsein aufgeschlitzten Schweinen, K&#252;hen, H&#252;hnern Vorschub.</p>
<p>Denn eine speziesistische Denkhemmung unterscheidet zwischen den Tieren, die geliebt und f&#252;r lebenswert erachtet werden und jenen, die t&#246;dlichen Zwecken zu dienen bestimmt sind, haupts&#228;chlich dem Konsum. Zu ersterer Kategorie geh&#246;ren – hierzulande – vor allem Hunde und Katzen, die – in unserem Kulturkreis – emotional am h&#246;chsten besetzten Spezies. Die selektive Tierliebe bietet entweder ein Alibi f&#252;r das ausgeblendete Verbrechen oder einen Ansatzpunkt, zu vermitteln und zu begreifen, dass es keinen moralisch relevanten Unterschied zwischen B&#228;r und Schwein, Huhn und Hund gibt.</p>
<p>Die ‘Betriebsunf&#228;lle‘ des gesellschaftlichen Tiermordsystems k&#246;nnen eine Art ‘Trojanisches Pferd‘ der Bewusstseinsbildung sein, wenn die Anprangerung eines ‘aus dem Rahmen‘ fallenden Tiermordes mit der des allt&#228;glichen, allgegenw&#228;rtigen, des Fleischfressens, immer und &#252;berall, vor allem &#214;FFENTLICH, AUSDR&#220;CKLICH einhergeht. Wer aus ethischen Gr&#252;nden selbst vegetarisch/vegan lebt und sich &#252;ber die Erschie&#223;ung eines B&#228;ren emp&#246;rt, tut dies seiner moralischen Haltung entsprechend. Aber er sollte nicht in den Chor der Heuchler einfallen, was ihnen, wie immer ungewollt, Komplizendienste leistet, wenn er sie nicht im selben Atemzug an das erinnert, was B&#228;ren erst zu Freiwild macht:</p>
<p>„Die Haltung, die es uns gestattet, Tiere f&#252;r Nahrungszwecke aufzuziehen, beeinflu&#223;t unsere Behandlung aller anderen Kreaturen von zahmen Haustieren bis zu Labortieren und Tieren in freier Wildbahn. Wenn wir erst einmal akzeptiert haben, da&#223; wir Tiere aus einem solch banalen Grund wie der Freude am Geschmack ihres Fleisches missbrauchen, ist es leicht f&#252;r uns, sie f&#252;r jeden anderen, gleicherma&#223;en frivolen Zweck zu benutzen: sie als Haustiere zu domestizieren, in zoologischen G&#228;rten zu unserem Vergn&#252;gen einzusperren oder in medizinischen Experimenten zu benutzen, von denen wir glauben, dass sie der Menschheit dienlich sind.“ (1)</p>
<p>Oder die einfach abzuknallen, von denen wir meinen, dass sie f&#252;r Menschen gef&#228;hrlich seien.</p>
<p>(1) Harriet Schleifer. „Bilder von Tod und Leben.(…) in: Peter Singer (Hg.). Verteidigt die Tiere. Wien, 1986: 109</p>
<p>Karin Hilpisch</p>
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