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	<title>Fellbeisser Tierrechtsautoren &#187; Anonym</title>
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	<description>Autorenbeiträge zu Tierrechte und Tierschutz</description>
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		<title>Sie f&#252;hlen sich „sauwohl“ – ein Einblick in das Versuchslabor der Universit&#228;t Heidelberg</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 16:29:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anonym</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.fellbeisser.net/authors/sie-fuehlen-sich-sauwohl-ein-einblick-in-das-versuchslabor-der-universitaet-heidelberg"><img align="left" hspace="5" width="90" height="90" src="http://www.fellbeisser.net/authors/wp-content/uploads/2008/11/a0aa50947261f5b6-150x150.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Aufkleber Tierversuchslabor" /></a>F&#252;r den, der schon einmal selbst in einem Versuchslabor war, wird das, was ich hier schreibe, nichts Neues sein. Es wird h&#246;chstens alte Wunden aufrei&#223;en, die vielleicht mit der Zeit verwachsen, aber niemals wirklich heilen k&#246;nnen. Ich dachte immer, ich habe alles an schrecklichen Bildern gesehen, was man in diesem Rahmen sehen kann: an Elektroden [...]<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fellbeisser.net/authors/wp-content/uploads/2008/11/a0aa50947261f5b6.jpg"><img src="http://www.fellbeisser.net/authors/wp-content/uploads/2008/11/a0aa50947261f5b6-300x236.jpg" alt="" title="Aufkleber Tierversuchslabor" width="300" height="236" class="alignleft size-medium wp-image-326" /></a>F&#252;r den, der schon einmal selbst in einem Versuchslabor war, wird das, was ich hier schreibe, nichts Neues sein. Es wird h&#246;chstens alte Wunden aufrei&#223;en, die vielleicht mit der Zeit verwachsen, aber niemals wirklich heilen k&#246;nnen. Ich dachte immer, ich habe alles an schrecklichen Bildern gesehen, was man in diesem Rahmen sehen kann: an Elektroden angeschlossene Affen. Humpelnde Hunde, deren Hinterl&#228;ufe versagen. Halbtote Katzen. Aufgeschnittene Ratten. Als Tiersch&#252;tzer sieht man viele schlimme Bilder &#8211; sei es in Filmen, im Fernsehen, in Zeitschriften, B&#252;chern. Entsetzen, unendliche Trauer und Wut flammen jedes Mal aufs Neue auf, aber irgendwann glaubt man, alle Grausamkeiten zu denen der Mensch f&#228;hig ist, schon einmal in irgendeiner Form erblickt zu haben. Aber das ist ein Trugschluss.<span id="more-125"></span></p>
<p>Ein schrecklicher Trugschluss, der sp&#228;testens an dem Tag aufgedeckt wird, an dem man selbst einmal in einem Versuchslabor gestanden ist. Sp&#228;testens an dem Tag, an dem Bilder der Realit&#228;t zu gelebter Realit&#228;t werden. Ich m&#246;chte hier nicht mit einer weiteren der schon so allt&#228;glich gewordenen Beschreibungen des Inneren eines Versuchslabor kommen. Es w&#252;rde nichts n&#252;tzen. Entweder stand man schon einmal in einem Labor und hat mit jeder Faser seines K&#246;rpers (und nicht nur mit den Augen, die sich so wunderbar verschlie&#223;en lassen) die institutionalisierte Hoffnungslosigkeit eines solchen Ortes wahrgenommen oder es ist einem bisher erspart geblieben.</p>
<p>Entweder man hat schon einmal unter dem alles durchdringendem Neonlicht die stickige Hitze gesp&#252;rt, den Geruch von Angst, verbranntem Fleisch und Desinfizierungsmitteln gerochen oder nicht. Entweder oder. Ein dazwischen gibt es nicht. Beschreibungen k&#246;nnen die Atmosph&#228;re und die Momente der l&#228;hmenden Angst und Ohnmacht, die Momente in denen es keine Hass und keine Wut gibt, nicht wiedergeben. Die Institution „Versuchlabor“ wird zu allem. Sie ist alles, sie ist die Realit&#228;t, umgibt einen vollst&#228;ndig. Das Denken blockiert sich, nur Wahrnehmen und F&#252;hlen sind m&#246;glich. Entweder man hat das erlebt und ein Versuchslabor als anderer Mensch verlassen, als man es betreten hat, oder nicht.</p>
<p>Ich war in dem Tierversuchslabor der Universit&#228;t Heidelberg. Und, wie gesagt, m&#246;chte ich mit keiner Aufz&#228;hlung oder Beschreibung der Dinge, die ich dort gesehen – gef&#252;hlt – habe, aufwarten. Um was es mir hier geht, ist es, die Respektlosigkeit zu benennen. Hier meine ich nicht die Respektlosigkeit, die jeder Wissenschaftler, der Tierversuche durchf&#252;hrt, mitbringen muss, um im Stande zu sein, sein Forscherinteresse &#252;ber das Leben eines Wesen zu stellen. Ich meine eine Respektlosigkeit, die aus Mitleidlosigkeit, Gleichg&#252;ltigkeit und dem verdr&#228;ngten Wissen, dass das, was man tut, Unrecht ist, entsteht.</p>
<p>Schon am Eingang des Versuchslabors findet sich eine Spalte am Schwarzen Brett, die nur Witze und Comics enth&#228;lt. Beispielsweise die Zeichnung eines Mannes, der zu seinem Stiefsohn sagt: „Du musst mich nicht als deinen Vater ansehen, betrachte mich einfach als den Mann, der mit deiner Mutter schl&#228;ft.“ Und so zieht es sich durch das ganze Geb&#228;ude. An den T&#252;ren, in den B&#252;ros, vor dem Gruppenraum. &#220;berall Bilder, Spr&#252;che, Comics. Im B&#252;ro eines jungen Mitarbeiters, die Auflistung all der Eigenschaften, die M&#228;nner an Frauen hassen: „Weinen“ ist hierbei nur ein Beispiel. &#220;ber der T&#252;r, die zu den K&#228;figen der Kaninchen f&#252;hrt, eine sch&#246;ne Zeichnung eines Kaninchens mit gr&#252;nem Gras als Hintergrund. Auf dem Schild vor dem Gruppen-, bzw. Pausen- oder Fr&#252;hst&#252;cksraum dann prangt ein Sticker. Ein rosa, wohlgen&#228;hrtes, gl&#252;cklich lachendes Schweinchen, das sich in Wonne auf den R&#252;cken rollt, und dar&#252;ber der Spruch „Wir f&#252;hlen uns sauwohl!“.</p>
<p>Keine zwei T&#252;ren weiter sitzen die Schweine, gemeinsam mit den Schafen und Hunden, in ihren K&#228;figen und warten. Kein Gras wie auf dem Kaninchenbild, kein gl&#252;ckliches Sich-Wohlf&#252;hlen, keine Witze, kein Lachen. Nur der alles einlullende Geruch, nur Kacheln und Metall, nur Schmerz, Leid und Einsamkeit. Nur kalte Menschen, die mit grausamer Sorgfalt ihrer Arbeit nachgehen. Was die Bilder zeigen? Was es bedeutet, dass Menschen Mitwesen qu&#228;len, sie ihres Lebens und ihres Sinns berauben und dann noch Witze rei&#223;en? Gerne w&#252;rde ich es Sadismus nennen. Aber das reicht als Erkl&#228;rung nicht aus. Der Grund f&#252;r diese bunten Bilder, diese flapsigen Spr&#252;che, die einen durch die unbeschreiblichen G&#228;nge dieses Labors begleiten, ist vielmehr das vergrabene und sehr, sehr gut zur&#252;ckgedr&#228;ngte Wissen, dass es falsch ist. Dass es Unrecht ist. Dass das eigene Verhalten falsch ist.</p>
<p>Wozu sonst br&#228;uchte man all diese gezwungene Lustigkeit, die jedem anderen Menschen, die Kehle zusch&#252;rt, als dazu sich selbst und sein Gewissen von der Tristesse und Grausamkeit dieser Umgebung abzulenken. Um sich wei&#223; zu machen, dass alles irgendwie in Ordnung ist, um ein Schmunzeln beim Lesen aufkommen zu lassen. Um die Tiere nicht als die einsamen und gequ&#228;lten Seelen zu sehen, die sie durch ihre Forscherh&#228;nde sind. Um sich selbst nicht als die verkauften Seelen zu sehen, die sie durch ihre T&#228;tigkeit sind. Um Lachen zu k&#246;nnen. Und ich kann dieses Lachen f&#246;rmlich vor meinen Augen sehen, kann es h&#246;ren, wie es leise durch die leeren G&#228;nge halt, wie es krampfhaft versucht der Hoffnungslosigkeit dieses Ortes ein anderes Gesicht zu geben. Es wird nie gelingen. Kein noch so lautes Lachen, kein noch so komischer Spruch, kein noch so romantisches Bild k&#246;nnen jemals das Leid dieses Ortes vergehen lassen. Dieses Leid wird niemals vergehen. Wenn auch die Tiere sterben, t&#228;glich und im eisigen Akkord, wenn selbst der Tag kommen sollte, an dem das Labor keine Tiere mehr hinrichtet, wenn selbst die Forscher sich eines Tages zur Ruhe setzen oder den Beruf wechseln – das Leid, das in diesen R&#228;umen, in dieser Zeit ausgestanden wurde, es wird nie vergehen.</p>
<p>Zwar werden die Hunde, M&#228;use, Schafe, Schweine, Kaninchen und Ratten es nicht mehr mit sich tragen, da sie &#8211; wenn schon nicht im Leben durch mutige Menschen, dann doch durch den Tod &#8211; vom Leid befreit sind. Aber es wird den Menschen anhaften. All denjenigen, die Tag f&#252;r Tag dieses Geb&#228;ude betreten, ihre wei&#223;en Kittel &#252;berstreifen und t&#246;ten. All denjenigen, die heute noch &#252;ber die lustigen Spr&#252;che an den W&#228;nden und T&#252;ren des Heidelberger Versuchslabors lachen. Sie m&#246;gen sich jetzt noch glauben machen, dass sie sich „sauwohl“ f&#252;hlen, doch auch sie werden eines Tages ihr verdr&#228;ngtes Wissen um das Unrecht ihrer Taten nicht mehr leugnen k&#246;nnen. Das Leid der Tiere und ihr unterdr&#252;cktes Gewissen werden eines Tages aufkommen und sie einholen.</p>
<p>Verfasser: Unbekannt</p>
<p><a href="http://www.fellbeisser.net/news/wp-content/uploads/2008/06/tierbestellung_gt_2008.pdf">&#8220;Bestellformular&#8221; f&#252;r Versuchs-Delinquenten</a> (Original)</p>
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		<title>W&#252;rzburg: Willkommen in der H&#246;lle!</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 16:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>anonym</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.fellbeisser.net/authors/wuerzburg-willkommen-in-der-hoelle-2"><img align="left" hspace="5" width="90" src="http://farm4.static.flickr.com/3218/2957087509_9d321d5fe9_m.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="in mediaeval times" title="" /></a>Eine Reportage eines Tierschutz-Aktivisten &#252;ber W&#252;rzburg. Eine Stadt, die f&#252;r ihre zahlreichen Kirchen ber&#252;hmt ist, deren andere Bedeutung jedoch den meisten Einwohnern und Besuchern unbekannt bleibt. Ein Aktivist der Schweizer Tierrechts-Organisation ATRA hat aufgedeckt, was viele Tiersch&#252;tzer bei der Er&#246;ffnung des ZEMM schon bef&#252;rchtet haben: Tag f&#252;r Tag werden dort Tiere f&#252;r Versuche missbraucht und [...]<p>Eigene Homepage? Bitte setzen Sie einen Backlink auf: <a href="http://www.fellbeisser.net/news">Fellbeisser Tierschutznachrichten</a></p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.flickr.com/photos/28432918@N04/2957087509'><img src='http://farm4.static.flickr.com/3218/2957087509_9d321d5fe9_m.jpg' alt='in mediaeval times'  align='left' hspace='8' border='0' onclick='' /></a>Eine Reportage eines Tierschutz-Aktivisten &#252;ber W&#252;rzburg. Eine Stadt, die f&#252;r ihre zahlreichen Kirchen ber&#252;hmt ist, deren andere Bedeutung jedoch den meisten Einwohnern und Besuchern unbekannt bleibt. Ein Aktivist der Schweizer Tierrechts-Organisation ATRA hat aufgedeckt, was viele Tiersch&#252;tzer bei der Er&#246;ffnung des ZEMM schon bef&#252;rchtet haben: Tag f&#252;r Tag werden dort Tiere f&#252;r Versuche missbraucht und get&#246;tet.</p>
<p>Jeder hat seine eigenen Glaubensansichten, wie und wo die H&#246;lle f&#252;r die Menschen liegt. Bei den Tieren mag es &#228;hnlich sein – die Meinungen dar&#252;ber, ob sie eine Seele haben, und dem entsprechend ein Leben nach dem Tod auf sie wartet oder nicht, k&#246;nnten nicht st&#228;rker auseinander gehen. In einem entscheidenden Punkt unterscheidet sich die Lage der Tiere von der Lage der meisten Menschen jedoch: F&#252;r die Tiere existiert die H&#246;lle auf Erden, es gibt sogar viele davon.</p>
<p>In der Schweiz existieren im Verh&#228;ltnis zur Einwohnerzahl doppelt oder dreifach so viele Tierversuchslabore wie in Grossbritannien, Frankreich, Deutschland oder Italien. Eine traurige Realit&#228;t, wenn man bedenkt, dass auch in den zu letzt genannten L&#228;ndern die Anzahl der Labore keineswegs gering ist.</p>
<p>Allerdings gibt es einen Ort in Nordbayern, der alleine eine ungeheure Anzahl von Tierversuchen durchf&#252;hrt: vergleichsweise 20% aller Tiere, die in den &#246;ffentlichen und privaten Anstalten der Schweiz f&#252;r Versuche get&#246;tet werden.</p>
<p>Es handelt sich hierbei um die bayrische Hauptstadt und Tr&#228;gerin der europ&#228;ischen Ehrenfahne: Die Stadt W&#252;rzburg.</p>
<p>Ich m&#246;chte mit Ihnen, liebe Leser, diesen Ort, an dem Sie vielleicht selbst studieren, arbeiten, leben oder den Sie als Tourist bereits besucht haben, gemeinsam von einer anderen Perspektive aus erschliessen.</p>
<p>Wenn Sie nicht bereits dort sind, ist die Anfahrt ist denkbar: Mit dem Flugzeug nach Frankfurt, danach 80 Minuten mit dem Zug. Ab Z&#252;rich ben&#246;tigt man nur 3 Stunden mit der Bahn, und schon ist man da.</p>
<p>W&#252;rzburg ist eine sch&#246;ne Stadt mit 130.000 Einwohnern, und wurde ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen. Durchzogen durch den Main und &#252;berragt von der Festung des Marienbergs erinnert sie aufgrund ihrer Architektur ein wenig an das vielleicht bekanntere Heidelberg..</p>
<p>Probleme eine Unterkunft zu finden gibt es hier keine, existieren hier doch &#252;ber 4500 Schlafm&#246;glichkeiten. F&#252;r diejenigen, die gerne Wein trinken oder in das H&#246;llenlager einzutreten gedenken, mag es gut zu wissen sein, dass W&#252;rzburg das Zentrum des fr&#228;nkischen Weins ist.</p>
<p>Vom Bahnhof geradeaus geht es in die Altstadt. Wir jedoch werden heute einen anderen Weg einschlagen. Wir gehen dorthin, wo sich normalerweise keine Touristen hin verirren, wo es keine Feste oder Uniparties gibt, sondern Leid, wo keine Wissenschaft betrieben wird, sondern Tierversuche.</p>
<p>Vor Ihnen liegt ein grosses Geb&#228;ude aus Glas und Zement. Anonym, ohne Hinweisschilder. Ein modernes Geb&#228;ude das der Gr&#246;&#223;e eines Apartmenthauses mit 80 Wohnungen entspricht und viel mehr verbirgt, als auf den ersten Blick zu vermuten w&#228;re. Drei weitl&#228;ufige Untergeschosse unterliegen den drei sichtbaren, gl&#228;sernen Etagen. Die Konstruktionskosten beliefen sich auf 31 Millionen Euro und haben ein Geb&#228;ude entstehen lassen, das in der Lage ist hunderttausende von Tieren auf einmal unterzubringen, auf das sie den Wissenschaftlern jederzeit bereit stehen.</p>
<p>Sie, liebe Leser, stehen nun vor dem Zentrum f&#252;r Experimentelle Molekulare Medizin, dem ZEMM, das von einigen Stadtv&#228;tern und Politikern hochgepriesen, von Tierexperimentatoren willkommen gehei&#223;en, von Tiersch&#252;tzern heftig kritisiert und von seinen Insassen, den Tieren, gef&#252;rchtet wird.</p>
<p>Willkommen im kalten und geheimen Herzen W&#252;rzburgs.</p>
<p>Willkommen in der H&#246;lle.</p>
<p>Liebe Leser, nun folgen Sie mir bitte.</p>
<p>Haben Sie den Mut mit mir in das Geb&#228;ude einzutreten. Nehmen Sie weder Fotokamera noch ihr mit. Sie sind hier drinnen nicht zugelassen.</p>
<p>Die folgenden Dinge werden sie nicht erblicken, wenn sie ein k&#252;hles Bier am Ufer des Mains, in der Vorlesung sitzen oder durch die Gassen der Altstadt flanieren. (Die technische Beschreibung der Experimente kann man durch die Datenbank von PudMed einholen, oder man kann sich an Atra wenden)</p>
<p>- Hunde, bei denen eine mittlere bis schwere Isch&#228;mie verursacht wurde.<br />
- Hunde, bei denen die Speiser&#246;hre manipuliert und zerst&#246;rt wurde.<br />
- Hunde mit Elektroden im Gehirn.<br />
- Hunde mit zertr&#252;mmertem Unterkiefer.<br />
- M&#228;use mit besch&#228;digter Netzhaut.<br />
- M&#228;use mit schweren Sch&#228;digungen am Herzen.<br />
- M&#228;use mit manipuliertem Hormonsystem.<br />
- M&#228;use mit zerst&#246;rten Nervenbahnen.<br />
- M&#228;use, die mit Viren und Bakterien infiziert wurden.<br />
- M&#228;use mit gest&#246;rtem Stoffwechsel.<br />
- M&#228;use und Ratten mit ver&#228;ndertem Geruchssinn.<br />
- M&#228;use mit gesch&#228;digtem Gehirn.<br />
- M&#228;use mit zerst&#246;rten Nieren.<br />
- M&#228;use, die f&#252;r verschiedene Verhaltensstudien verwendet werden.</p>
<p>Und, man glaubt es oder nicht: tats&#228;chlich immer noch M&#228;use, die f&#252;r Aspirin-Studien verwendet werden!</p>
<p>Liebe Leser, es ist nicht leicht all diese Dinge zu lesen, doch wir k&#246;nnen nicht immer unsere Augen verschliessen und der Wahrheit den R&#252;cken kehren.</p>
<p>Es ist nicht m&#246;glich, das Zeitschriften immer vermeiden, grausame Bilder zu zeigen und die Wahrheit zu berichten, aus Angst, der Leser h&#246;rt auf weiterzulesen.</p>
<p>Dies sind die Tatsachen, die sich Tag f&#252;r Tag in unserer unmittelbaren N&#228;he abspielen. Und wenn Sie denken, dass sich die Beschreibungen furchtbar anh&#246;ren, so stellen Sie sich die Wirklichkeit vor: mit dem Uringeruch und den Ger&#228;uschen der nutzlosen Fluchtversuche; mit den verzweifelten Hilfeschreien, denen man nicht nachkommen kann. Stellen Sie sich den Schmerz und die Trauer beim Anblick dieser Dinge vor.</p>
<p>Aus Erfahrung sage ich Ihnen: es ist sinnlos wegzulaufen, es ist sinnlos die Zeitschrift zu schliessen. Die Tatsachen bleiben vorhanden. Die Realit&#228;t wird sich dadurch nicht &#228;ndern.</p>
<p>Nach diesem Bericht, wollen Sie W&#252;rzburg immer noch besuchen, dort leben und vielleicht studieren?</p>
<p>Sie k&#246;nnen auf der alten Mainbr&#252;cke spazieren gehen, doch wenn Sie auf die andere Seite gelangen, wird das Leiden nicht verschwunden sein. Sie k&#246;nnen in den Seminaren und Vorlesungen sitzen, doch Freude an der Wissenschaft wird Sie nur bedingt &#252;berkommen. Sie k&#246;nnen sich im Schatten der Kirchen ausruhen, doch Sie werden weder Trost noch Erleichterung versp&#252;ren.</p>
<p>Und darum mein Appell an Sie, die Sie die M&#246;glichkeit haben, Dinge mit anderen Augen wahrzunehmen, die Chance haben, Dinge vor Ort zu ver&#228;ndern:</p>
<p>Verschliessen Sie nicht die Augen.</p>
<p>Laufen Sie nicht weg.</p>
<p>Lassen Sie sie nicht alleine.</p>
<p>Danke.</p>
<p>Links: <a href="http://www.atra.info" title="http://www.atra.info" class="autohyperlink" target="_blank">www.atra.info</a>, <a href="http://www.ag-tierethik.de" title="http://www.ag-tierethik.de" class="autohyperlink" target="_blank">www.ag-tierethik.de</a></p>
<p>Foto: <a href="http://www.tierversuchsstadt-wuerzburg.de" title="http://www.tierversuchsstadt-wuerzburg.de" class="autohyperlink" target="_blank">www.tierversuchsstadt-wuerzbur&#8230;</a></p>
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