14. August, 2010 | Kategorien:Dirk Schrader

Hildegard Dobbertin starb am 2. August 2010. Ihr unermüdlicher Einsatz des tags und in der Nacht gegen jene Unsäglichkeit in Person des Wolfgang Poggendorf, die sich des Hamburger Tierschutzvereins in der Süderstraße bemächtigte hatte, ist mir unvergesslich.

Obwohl sie im späten Alter nicht mehr gut sehen konnte, schrieb sie fast jeden Tag an alle politischen Personen der Stadt Hamburg und an alle Zeitungen „Brandbiefe“, um sie von dem tierschutzwidrigen Treiben dieser Unperson und seinen politischen Gönnern auf dem Grundstück Süderstraße 399 in Hamburg Horn zu überzeugen und um Abhilfe zu bitten.

Sie schrieb an den Bürgermeister Ole von Beust, an alle Senatoren für Gesundheit usw., an das Hamburger Abendblatt, an die Hamburger Morgenpost – an die Tierschutzverbände, an die Kirchenfürsten – sozusagen an Gott und die Welt – sie bekam niemals eine Antwort – von niemandem. Sie schrieb ihre Empörung über diesen Hamburger Tierschutzverein immer wieder und wieder – auf Papier.

Hildegard Dobbertin gab niemals auf – bis sie zu ihrer Freude wahrnehmen konnte, dass die von ihr so gehasste Person endlich zu Fall kam.

Heute – zum Anlass ihres Todes – ist eine Todesanzeige im Hamburger Abendblatt zu lesen. Dort heißt es: „Auf Wunsch der Verstorbenen erbitten wir statt Blumenspenden für den Hamburger Tierschutzverein.“

Heute, am 12. August 2010 erscheint eine arme Frau mit ihrer an Gebärmutterentzündung schwer erkrankten Hündin. Sie gibt an, im Hamburger Tierschutzverein um Hilfe gebeten zu haben, weil kein Geld für einen Tierarzt da sei. Sie wurde von den dort tätigen Tierärzten weggeschickt, weil „das nicht Sache des Hamburger Tierschutzvereins sei“.

Frau Hildegard Dobbertin hätte einen Brief an Gott und die Welt geschrieben und ihrer Empörung über das tierschutzwidrige Verhalten der dort tätigen Personen Luft gemacht.

Wir teilen ihre Empörung und werden beim Finanzamt Hamburg-Nord die Gemeinnützigkeit dieses Vereins überprüfen lassen.

Dirk Schrader, Hamburg

Tierärztliches Institut
für angewandte Kleintiermedizin
Innovation und Kompetenz seit 1973
Das Tierhospital Hamburg

Rahlstedter Straße 156
22143 Hamburg
Tel.: 040-677 21 44

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www.tieraerzte-hamburg.com
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(12.08.2010; 16:02 Uhr)

31. Juli, 2010 | Kategorien:Dirk Schrader

Yahoo NewsWie bringe ich meinen Hund und meine Katze mit dem Futter nicht um?
oder
Keine Angst vorm Selbermachen

Die Absolventen tierärztlicher Bildungsstätten wissen es genau. Die Profs und die vielen bunten pseudowissenschaftlichen Werbeschriften der Futtermittelindustrie machen jedem klar: „Die Hundehalter in Deutschland sind einfach zu doof, um ihre Hunde richtig zu ernähren – und deshalb sollen Sie in einen Futtermittelladen gehen und da ´was kaufen.“

Wie bitte? Ist das wirklich so? Oder haben deutsche Hundehalter einfach aufgehört selbständig zu denken?

Nein, sie wurden von der Werbemaschine Tierfutter „zugequatscht“ und sind bedauernswerterweise hilflos, wenn es um die Beurteilung halbwissenschaftlicher verkaufsfördernder Behauptungen der Futtermittelindustrie geht.

Wenn aber mehr als 90 Prozent aller Hundehalter (und 96 Prozent aller Katzenhalter) für ihre Lieblinge Fertigfutter in Dosen oder Tüten kaufen und die Kurve der Erkrankungszahlen nach wie vor steil nach oben zeigt, dann stimmt doch da ´was nicht, oder? …

Dirk Schrader, Hamburg

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(31.07.2010)

15. Juli, 2010 | Kategorien:Ingolf Bossenz

Yahoo NewsDebatte beim ND-Pressefest: Wie lebendige Kreaturen zur Ware erklärt und der gewalttätigen Willkür des Menschen ausgeliefert werden

»Elend ohne Ende? – Der Kampf um Tierschutz und Tierrechte« war das Thema einer Diskussion am 19. Juni auf dem Fest der Linken/ND-Pressefest. Es debattierten: Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater der Tierrechtsorganisation PETA; Dr. Hanna Rheinz, Publizistin, Initiative Jüdischer Tierschutz; Alexander Süßmair, Bundestagsabgeordneter, DIE LINKE; Susann Witt-Stahl, Journalistin, Tierrechtsaktion Nord; und Ingolf Bossenz, ND-Redakteur. ND dokumentiert eine redaktionelle Zusammenfassung dieser Gesprächsrunde …

Neues Deutschland – 15.07.2010‎

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7. Juli, 2010 | Kategorien:Stefan Bernhard Eck

Es spricht nicht gerade für das Verantwortungsbewusstsein und das politische Gespür des Redaktionsteams der “Tierbefreier e.V.”, wenn sie auf der Titelseite ihres Magazins ein Foto des Vorsitzenden der Partei Mensch Umwelt Tierschutz bei einer Mahnwache vor dem Konzentrationslager in Dachau als bildlichen Einstieg in einen Artikel verwenden, in dem es unter anderem um die Instrumentalisierung des Themas Tierschutz durch die Rechtsparteien geht und um ihre unredlichen Versuche, sich die Tierrechtsbewegung zunutze zu machen.

In dem Artikel wird zwischen den Zeilen immer wieder auf die politische Verantwortung der Tierrechtsbewegung und ihrer Repräsentanten hingewiesen. Wie unpolitisch aber gerade die Redakteure dieses Magazins selbst sind, das Foto des amtierenden Vorsitzenden der einzigen Partei mit klar definierter antifaschistischer, antirassistischer und antispeziesistischer Grundeinstellung zu diesem Beitrag auszuwählen, kann sich jeder ausmalen.

Vielleicht geschah es absichtlich, vielleicht geschah es aus purer Unkenntnis unserer politischen Grundsätze, oder es geschah aus der Vernachlässigung journalistischer Redlichkeit. (Wahrscheinlich trifft Letzteres zu, da die Damen und Herren Redakteure es nicht einmal für nötig hielten, vor der Drucklegung die Erlaubnis der Verwendung des Fotos einzuholen.)

Trotz dieses Fehlgriffs fühlt sich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz nach wie vor den “Tierbefreiern” landauf landab verbunden, denn ein Emil Franzinelli (Verfasser des Artikels) und die wenigen Verantwortlichen im Redaktionsteam “Tierbefreiung” repräsentieren nicht alle “Tierbefreier”, die sich vorbildlich und konsequent für die Rechte der Tiere einsetzen.

Der Parteivorsitzende Stefan Bernhard Eck ist sich seiner Verantwortung als Repräsentant der weltweit ersten und bei Gründung 1993 einzigen Partei, die gleichermaßen konsequent für Menschen, Tiere und Umwelt eintritt, bewusst und bekennt sich gleichzeitig zu seiner Mahnwache vor dem Konzentrationslager in Dachau. Die Veröffentlichung dieses Fotos ist ein willkommener Anlass, einige Befürworter der “Holocaust-Analogie” zu Wort kommen zu lassen und einige Argumente zu diesem Thema für unsere Parteimitglieder anzufügen.

Prominente Befürworter der “Holocaust-Analogie”

Isaac Bashevis Singer, amerikanischer Autor, selbst Jude und Opfer des NS-Regimes (Familienangehörige wurden im KZ ermordet), Nobelpreisträger für Literatur (1978). Auf der Grundlage seiner eigenen Erfahrungen war er einer der Ersten, die den Massenmord an Menschen demjenigen an Tieren, wie er tagtäglich in Schlachthöfen stattfindet, gleichsetzte. “In Bezug auf die Tiere sind alle Menschen Nazis; für sie ist es ein ewiges Treblinka.”
“Solange Menschen darin fortfahren, das Blut der Tiere zu vergießen, wird es niemals Frieden geben. Es ist nur ein kleiner Schritt vom Töten der Tiere zum Erschaffen von Gaskammern Ă  la Hitler und Konzentrationslagern Ă  la Stalin. Es wird keine Gerechtigkeit geben, solange der Mensch sich hinstellt mit einem Messer oder Gewehr in der Hand und diejenigen umbringt, die schwächer sind als er selbst.”

Theodor Adorno, Jude, deutscher Philosoph und Schriftsteller, Soziologe und Musiktheoretiker, einer der führenden Vertreter der “Frankfurter Schule” und Mitbegründer der “kritischen Theorie”:
“Die Tiere spielen fürs idealistische System virtuell die gleiche Rolle wie die Juden fürs faschistische. Auschwitz fängt da an, wo jemand einen Schlachthof anschaut und denkt: Es sind ja nur Tiere.”

Martin Niemöller, ehemaliger Präsident des Weltkirchenrates und selbst KZ-Insasse von 1938 bis 1945 war einer der Ersten, der die Bezeichnung des “Hühner-KZ´s” gebrauchte.

Hans Wollschläger, deutscher Schriftsteller, beginnt sein Buch “Tiere sehen dich an oder Das Potential Mengele” mit dem Satz:
“Sie werden in Gefängniszellen gehalten, so eng wie die Stehsärge von Oranienburg …”

Charles Patterson, Jude, amerikanischer Sozialhistoriker, bekundete im Jahre 2000 im Namen der jüdischen Mitarbeiter von PETA, von denen die Idee zur Kampagne “Holocaust auf Ihrem Teller” stammt:
“Die Absicht dieser Ausstellung besteht darin, die Menge der Grausamkeit auf dieser Welt zu verringern und nicht das menschliche Leid zu bagatellisieren, das während des Holocaust stattfand.”

Stephen R. Dujack, Enkelsohn von Isaac Bashevis Singer, selbst Jude, Autor und Herausgeber einer Umweltzeitschrift in Washington, D.C. schreibt:
“Ich applaudiere PETA – und das hätte auch mein Großvater getan, der sich weigerte, die Kanarienvögel, die er sich als Gefährten in seinem berühmten Appartement in der 86th Straße in New York hielt, in Käfige zu sperren – weil sie den Mut aufbringen, diesen angemessenen Vergleich zu ziehen, denn das ist notwendig. Ein Vergleich mit dem Holocaust ist nicht nur angebracht, sondern unausweichlich, denn Kühe, Hühner, Schweine, Truthähne und all die anderen Tiere mögen vielleicht nicht unseren Grad an Intelligenz besitzen, sehr wohl aber besitzen sie unsere Fähigkeit zu leiden. All diejenigen, die den modernen Holocaust von heute an den Tieren verteidigen, indem sie sagen, dass Tiere zur Nahrungsgewinnung getötet werden, um uns zu erhalten, möchte ich daran erinnern, dass die Nazis Sklavenarbeit einsetzten und “Gebrauchsgegenstände” wie z.B. Lampenschirme und Seife etc. aus ihren Opfern herstellten. Das war scheußlich! Und mit Tieren soll das anders sein? Schmerz bleibt Schmerz, und egal, welchen “Nutzen” wir vielleicht aus den Opfern der Gewalt ziehen, so müssen wir doch immer versuchen, Leben aus dem Blickwinkel der Unterdrückten zu betrachten. Es sind doch nur Tiere”, sagen die Amerikaner jetzt. “Es sind doch nur Juden”, sagten viele Europäer damals.”

Ingrid Newkirk, Autorin, Tierrechtlerin, Vorsitzende von People for the Ethical Treatment of Animals:
“Es ist daher sehr betrüblich mit anzusehen, wie Menschen sich aufs Äußerste bemühen, den Holocaust nur als etwas Spezifisches für diejenigen aufrechtzuerhalten, mit denen sie sich am meisten verbunden fühlen oder sympathisieren, anstatt aus der Geschichte zu lernen und ihn dahingehend zu nutzen, unseren Geist und unsere Augen zu öffnen und unser Handeln gegenüber denjenigen zu ändern, die wir nicht vollständig verstehen oder an denen uns heute wenig liegt. Es ist an der Zeit, das Blutvergießen und die fortwährende Ausbeutung anderer, die als “des Lebens unwürdiges Leben” bezeichnet werden und wurden, zu beenden. Juden und Nicht-Juden bei PETA wagen es, die Wahrheit offen auszusprechen. Diejenigen jedoch, die sie zum Schweigen bringen und den Horror fortdauern lassen wollen, benutzen dieselben Argumente, die schon die Nazis benutzten, um ihre Kritiker mundtot zu machen und ungestört in ihrem schrecklichen Treiben fortzufahren.”

Dr. Helmut Kaplan, Autor und Tierrechtsphilosoph:
“Unsere Enkel werden uns einst fragen: Wo wart ihr während des Holocaust gegen die Tiere? Was habt ihr gegen diese entsetzlichen Verbrechen gemacht? Ein zweites Mal können wir uns nicht darauf hinausreden, nichts gewusst zu haben.”

Einige Gedankengänge zum Thema “Holocaust-Analogie” von Stefan Bernhard Eck:

In unserer Sprachkultur sind Analogien – insbesondere von Menschen und Tieren – fest eingebettet. Bisher wurden dadurch weder unsere sittlichen Normen noch unser sittliches Gefühl verletzt. Nun wird plötzlich Kritik erhoben, wenn der Massenmord des NS-Regimes an Menschen mit dem heutigen Massenmord an “Nutztieren” als Analogie verwendet wird, obwohl dadurch keine Gleichsetzung im Sinne einer Wertigkeit zwischen Opfer Mensch und Opfer Tier vorgenommen wird.

Kritiklos wird bei den Opfern des Holocaust häufig davon gesprochen, dass sie “wie Vieh” in Waggons gepfercht, dass sie “wie Arbeitstiere” behandelt oder in den Labors von Auschwitz als “menschliche Versuchskaninchen” benutzt wurden. Diese Analogien wurden und werden verwendet, weil sie in der Beschreibung der Vorkommnisse durchaus korrekt sind. Logischerweise sollte nun auch umgekehrt der Vergleich des Holocaust mit der Massentierhaltung und der Behandlung der zum Schlachten bestimmten Tiere möglich sein, zumal das Charakteristikum eines Vergleiches darin besteht, dass die Objekte des Vergleiches beliebig austauschbar sind.

Die Opfer sind zwar nicht dieselben – einmal handelt es sich um Menschen, einmal um Tiere – aber die Methoden, die Instrumente und die Umstände sind sehr ähnlich: die Mitleidlosigkeit der Täter, die Art des Umgangs mit den Opfern und das Verhalten der Gesellschaft.

Die Denkweise, die es zuließ, dass Millionen Menschen von NS-Verbrechern gequält und umgebracht wurden, war gekennzeichnet durch eine geradezu kriminelle Gleichgültigkeit der Gesellschaft. Kühl und berechnend werden heute Tiere ermordet, und die Gesellschaft sieht gleichgültig zu. Das ungeheure Leid und die Ungerechtigkeit wurden von der Gesellschaft im Nazi-Deutschland verdrängt oder sogar toleriert, genauso wie das ungeheure Leid und die Ungerechtigkeit, die den sogenannten Nutztieren heute widerfährt, von der Gesellschaft verdrängt oder toleriert wird. Zum Holocaust konnte es nur kommen, weil die Gesellschaft es vorzog, die außergewöhnliche Diskriminierung und den Mord an Unschuldigen zu ignorieren. Der Massenmord an den sogenannten Nutztieren kann heute nur deshalb stattfinden, weil die Gesellschaft es ebenfalls vorzieht, die außergewöhnliche Unterdrückung, die grausame Ausbeutung und den Massenmord an wehrlosen Tieren einfach zu ignorieren.
“Es sind Untermenschen” war damals die Rechtfertigung für Massenmord. “Es sind Tiere” ist heute die Rechtfertigung dafür, Tiere schlecht zu behandeln oder zu töten.”

Zur “Endlösung der Judenfrage” bedurfte es einer ausgeklügelten Maschinerie, die durch Leidenschaftslosigkeit und Routine gekennzeichnet war. Zu den Verladerampen, den Transporten in überfüllten Eisenbahnwagons, ohne genügend Wasser und Nahrung, der Selektion nach dem “Nutzungsgrad”, der Tätowierung und Registrierung, der Behandlung mit Stockschlägen zum Antreiben der Kolonnen entkräfteter Menschen, der Verbrennung der Leichen in den Öfen und zu vielem mehr existieren Parallelen zu der Massentierschlachtung bzw. der Behandlung der zum Schlachten bestimmten “Nutztiere”. Denn ebenso leidenschaftslos werden heutzutage die “Nutztiere” behandelt. Sie werden in Aufzuchtslager unter extrem beengten Verhältnissen gesperrt, die in vielen Aspekten den damaligen KZs ähnlich sind. Man nimmt keine Rücksicht auf ihre arteigenen Bedürfnisse. Sie werden vergewaltigt, gebären Kinder, die sie nicht selber aufziehen dürfen. Es gibt Verladerampen, Transporte in überfüllten Eisenbahnwagons oder LKWs ohne genügend Wasser und Nahrung, es wird selektiert nach dem “Nutzungsgrad”, tätowiert und registriert, mit Stockschlägen oder Elektro-Schockstäben angetrieben. Die nicht verwertbaren Leichenteile werden verbrannt oder zu anderem Tierfutter verarbeitet. Mit Erlassen, Verfügungen, Anweisungen, Gesetzen, Verordnungen und Durchführungsbestimmungen wird heute genauso mitleidslos und berechnend die Maschinerie gelenkt, in der das Tier das Nutzungsobjekt ist wie die damalige Maschinerie, in der Menschen die Vernichtungsobjekte waren.

Matthew A. Prescott (Peta) schreibt: “Die Opfer heute sind andere als damals, aber das System von Einpferchen, Missbrauch, Vorurteil und Abschlachten ist dasselbe. Alljährlich werden alleine in Europa zehn Milliarden Tiere in Konzentrationslagern, die wir “Massentierhaltung” nennen, gepfercht. Nach vielen Jahren kontinuierlichen Leidens werden sie zusammengetrieben und mit LKWs bei jedem Wetter Hunderte von Kilometern gekarrt, bevor man sie durch die Tore zur Schlachtebene treibt und tötet. All dies geschieht, während der Durchschnittsbürger sein normales Leben lebt und seine Augen vor dem Leiden verschließt. Vergleiche mit dem Holocaust sind unausweichlich, nicht nur weil wir Menschen mit den Tieren die Fähigkeit des Leidens gemein haben, sondern auch weil die von der Regierung sanktionierte Unterdrückung von Abermillionen Lebewesen einfach hingenommen wird, obwohl jeder etwas tun könnte, um sie zu beenden.”

Man sollte nicht auf die Holocaust-Analogie verzichten, so wenig wie auf andere Analogien, z.B. den Vergleich mit der Sklaverei oder die Unterdrückung und Diskriminierung der Frau. Der Verzicht auf Analogieverwendungen stellt die Preisgabe wichtiger Argumentationsschienen dar. Wer hier Unterschiede macht, muss die Frage beantworten, warum die Opfer der Sklaverei oder die Nachkommen dieser Opfer durch eine Analogieverwendung eventuell in ihren Gefühlen verletzt werden dürfen, nicht aber die Opfer des NS-Regimes. Dies wäre ein Unterschied in der Wertigkeit von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Rasse, der strikt abzulehnen ist.

Quod demonstrandum est: Mit der Ablehnung der “Holocaust-Analogie” wird deutlich, dass leider für manche Tierrechtler/innen doch noch gravierende Unterschiede in der moralischen Beurteilung von bestimmten Sachverhalten existieren, die einerseits Menschen und andererseits Tiere betreffen.

Stefan B. Eck
Bundesvorsitzender / Partei Mensch Umwelt Tierschutz
www.tierschutzpartei.de

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stefan-b-eck (07.07.2010; 17:24 Uhr)

7. Juli, 2010 | Kategorien:Stefan Bernhard Eck

Kein Thema für die “Tierquäler-Parteien!”

Die Bundesregierung, vertreten durch die Mitglieder von CDU/CSU und FDP des Agrarausschusses, die von Anfang an durch ihre ignorante und von Lobbyisten gesteuerte Politik der Tierquälerei Vorschub leistet, zeigte wieder einmal ihr wahres Gesicht. Die Damen und Herren der Koalitionsclique haben heute erneut – wie bereits am 13.05.2009 – gegen eine bundesweit verbindliche Mastkaninchen-Haltungsverordnung gestimmt. Hierzu lagen drei unterschiedliche Anträge von Bündnis90/Die Grünen, von SPD und der Partei DIE LINKE vor, die zu einer signifikanten Verbesserung der Haltungsbedingungen von Mastkaninchen geführt hätten.

Die Koalitionsparteien, die blind und taub gegenüber dem Leiden der Tiere sind, haben es zu verantworten, dass die Haltungsart in der kommerziellen Kaninchenmast, die weder artgemäß noch tiergerecht ist, beibehalten wird. Das Vegetieren und Sterben der hochsensiblen „Langohren“ geht damit unvermindert weiter!

Es ist nichts weniger als ein Akt der Schamlosigkeit und Tierverachtung, dass CDU/CSU und FDP ihre Stimmenmehrheit im Agrarausschuss missbrauchten, um die Anträge der drei Oppositionsparteien mit fadenscheinigen Begründungen auszuhebeln.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hatte zu einer Mahnwache im Vorfeld der Abstimmung vor dem Deutschen Bundestag aufgerufen, der knapp über 30 Personen aus unterschiedlichen Organisationen gefolgt waren. Neben Mitgliedern unserer Partei nahmen Vertreter/innen von ödp, Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Berlin Vegan, Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg, Deutsches Tierschutzbüro und Tierschutzbündnis „Mastkaninchen, nein danke!“ teil, verteilten Flugblätter und machten die Passanten durch Transparente und Gespräche auf das Anliegen der Mahnwache aufmerksam.

Es ist wieder einmal ein trauriger Tag für den Tierschutz und für unsere Partei, die sich seit ihrer Gründung 1993 für die Abschaffung der tierquälerischen Haltungsbedingungen von Mastkaninchen einsetzt.

Wir rufen hiermit alle Tierfreundinnen und Tierfreunde auf, Merkel und Westerwelle für ihre schändliche und tierfeindliche Politik beim nächsten Urnengang (Landtagswahlen im Jahr 2011 in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg) die Quittung zu präsentieren.
Wer kein Herz für Tiere hat, hat auch kein Herz für Menschen!

Stefan B. Eck
Bundesvorsitzender / Partei Mensch Umwelt Tierschutz
www.tierschutzpartei.de

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stefan-b-eck (07.07.2010; 17:24 Uhr)


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