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Von Tierfreunden und Tierquälern

Jan 31st, 2012 | Eingestellt unter Autoren, Ulrich Dittmann

Ulrich Dittmann

Es gibt viele Tierfreunde in Deutschland. Sehr viele. Wir gehören zu den tierfreundlichsten Ländern – sagt man. Und schenkt man Politikeraussagen Glauben, haben wir auch das beste Tierschutzgesetz der Welt. Kenner der Materie sprechen hingegen von einem »Tiernutzgesetz«, das in der Praxis kein Tier vor Misshandlung schützt. Denn der Begriff ‚Tierschutzgesetz‘ täuscht darüber hinweg, dass es leider eher Hauptanliegen des Gesetzes ist, gnadenlos die Ausbeutung von Tieren zu regulieren und letztlich auch zu legalisieren, als zu schützen. Und – sei es bei offiziellen Umfragen, oder in privaten Gesprächen, immer wieder wird von der Bevölkerung bekundet, wie sehr »tierlieb« man doch sei. …
Es ist »in«, gehört heutzutage einfach zum guten Ton, sich demonstrativ zum Umweltschutzgedanken zu bekennen und ein Herz für Tiere zu zeigen. Doch wie tierfreundlich sind wir im Alltagsleben, wie sieht es wirklich aus? Ist vieles vielleicht nur ein leeres Lippenbekenntnis?

So bezeichnet sich ein Tierexperimentator – tagsüber beschäftigt ätzende Flüssigkeiten in Kaninchenaugen zu träufeln – abends, bei einem Fernsehinterview, währenddessen er demonstrativ für die Kamera seinen schwanzwedelnden Hund streichelt, als Tierfreund.

Auch der Betreiber einer Hühnerlegebatterie, dessen quälerisch gehaltene Tiere nach höchstrichterlicher Entscheidung »KZ-Hühner« genannt werden dürfen, sieht sich als Tierfreund und schämt sich nicht zu versuchen diese widerliche Tierschinderei mit perfiden Ausreden zu verteidigen, »… seine Hennen seien so vor natürlichen Feinden (Fuchs, Habicht) fürsorglich geschützt und legten wohlbehütet im Warmen ihre Eier«.

Reiter, die aus Ehrgeiz ihr ‚Sportgerät‘ Pferd überanstrengen, ja sogar zu Tode schinden, Züchter jeglicher Couleur, die stolz oft zusätzlich Krüppel-Qualzuchten »kreieren«, oder letztlich nur für den Schlachthof die ‚Ware‘ Tier vermehren, wie auch professionelle Tierhändler und Geschäftemacher und, und, und… – sie alle, alle geistern als »Tierfreunde« durch die Statistiken.

Auch bei den Kleintierliebhabern ist der Schritt von der Tierliebe zur Tierquälerei nicht allzu groß. Meist aus Unkenntnis der tierischen Bedürfnisse, Gleichgültigkeit, oder sträflicher Dummheit vegetieren Vögel in zu kleinen Volieren, Fische in schlecht belüfteten, überfüllten Aquarien, und sind Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Hausratten oder Mäuse dem Halter nach der ersten interessanten Zeit langweilig geworden und werden nur noch notdürftig versorgt, bis ein gnädiger Tod sie in ihren Käfigen von ihren Leiden erlöst. Katzen werden wider besseres Wissen oftmals auch von »Tierfreunden« aus blankem Geiz nicht kastriert – trotz Katzenschwemme, trotz unübersehbarem Katzenelend und immerwährender verzweifelter Appelle der Tierschutzorganisationen. Der Hund hängt lebenslang an der Kette, oder kommt niemals aus dem Zwinger, oder dunklen Kellergewölben heraus – sein ‚Besitzer‘ sieht sich ebenfalls als Tierfreund, füttert er ihn doch, so etwas übriggeblieben ist, gewissenhaft mit Essensresten, gleich einer vierbeinigen Mülltonne.

Der deutsche Tourist, der mit dem Kauf einer Eintrittskarte die Barbarei des Stierkampfes in staubigen Arenen Spaniens unterstützt (Zitat: »… muss man doch gesehen haben, um mitreden zu können«) und anschließend im Schickeria-Restaurant genüsslich den bei lebendigem Leib in kochendem Wasser zu Tode gequälten Hummer als »Delikatesse« verspeist, mag sich möglicherweise auch als Tierfreund bezeichnen – hat er doch im heimatlichen Garten ein hübsches Vogelhäuschen aufgestellt.
Priester der Amtskirchen, Möchte-gern-Koryphäen der Nächstenliebe halten salbungsvolle Kanzelreden, tolerieren jedoch „politisch korrekt“ übelste Tierquälerei wie betäubungsloses Abmetzeln (Schächten) von Tieren, oder verherrlichen pharisäerhaft als Hege bezeichnetes Tun der Jagdgenossen und beweihräuchern in verfälschenden »Hubertusmessen« mit heuchlerischem Brimborium das Töten von Tieren in Wald und Flur.

Es ist schon schlimm, welch üble Fehler der liebe Gott bei seiner Schöpfung gemacht hat und neben bösartigem, konkurrierenden “Raubzeug”, wie Füchsen, streunenden Hunden, und Katzen, Grünzeug äsendem Rehwild, gar auch wühlende Wildschweine und andere störende Tiere schuf. All dieses Versagen muss die edle “Dornen”-Krone der Schöpfung im grünen Rock, nun mühsam mit Fallen, Schießeisen und über 1500 Tonnen Blei und Eisen jährlich ausbügeln. Mit im Jagdfieber zitternder Hand, werden so Tiere „angeschweißt”, krüppelig geschossen, sterben qualvoll mit zerfetzten Läufen und durchlöchertem Torso oft erst nach Wochen oder Monaten – keinesfalls bleiben die Tiere alle wunschgemäß “im Feuer” liegen. “Wir Jäger sind begnadete Menschen” formulierte so einst auch in überwältigend bescheidener Selbsteinschätzung Jagdautor Fritz von Forell.(`Die Sache mit dem Waidwerk`, Seite 37, Dr. Horst Hagen/Herbig Verlag) Für diese lodengrün gewandeten, begnadeten Auserwählten, übertrifft wohl nur noch ihre Lust am Töten der Tiere, die Freude am vermeintlich so exorbitanten Wert ihres Menschdaseins…

So bastelt sich jeder nach eigenem Gutdünken (s)ein beliebiges Tierschutzverständnis zurecht.
Das Wort »Tierfreund«, sprich ‚Freund des Tieres‘ wird zu leichtfertig gebraucht, ja vielfach missbraucht, stellt es doch im Sinne der Begrifflichkeit angewandt, eine hohen Anspruch. So ist es leicht und eigentlich selbstverständlich, dem im eigenen Haushalt lebenden Hund, oder der Katze, die artgerecht mit Familienanschluss gehalten werden, ein guter »Freund« zu sein. Man mag dann ein Hunde- oder Katzenfreund sein.

Aber ist man deshalb schon ein Tierfreund? Hier ist ein großes Fragezeichen angebracht. Soll unsere Freundschaft, unser Mitgefühl zum Tier glaubhaft und ernsthaft sein, darf sie nicht selektieren und klassifizieren in Streichel-, Nutz-, Versuchs- und Pelztiere, wie es oft – zu oft – auch von manchen selbsternannten Tierfreunden geschieht. Denn Freunde nutzt man nicht aus, zieht ihnen nicht das Fell über die Ohren – und Freunde isst man übrigens auch nicht auf.-
Denn “Fleisch ist kein notwendiger Bestandteil der menschlichen Ernährung.(
) Der Verzicht auf dieses Nahrungsmittel stellt keine unzumutbare Beschränkung der persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten dar.”

Diese weisen Erkenntnisse stammen nicht etwa aus einem Vegetarierhandbuch. Sondern, man höre und staune – es sind Zitate die im Zusammenhang mit dem (nach hier importierten) grauenvollen betäubungslosen Schächten von Tieren, schwarz auf weiß in den Urteilsbegründungen des Oberverwaltungsgerichts Hamburg und dem Bundesverwaltungsgericht Berlin nachzulesen sind. Hochrichterlich wird hier bestätigt was Mediziner, ernährungsbewusste Bürger und Tierfreunde schon lange wissen: Fleischessen ist absolut unnötig. Im Gegenteil, es ist maßgeblich verantwortlich für viele Krankheiten : Fettsucht mit infolge Kreislaufproblemen, Bluthochdruck, Schlaganfällen, Herzinfarkten, Diabetes, hohe Harnsäurewerte, Arthritis, Gicht , usw., usw.

Der Verzehr von Tierleichenteilen kann grundsätzlich nicht gesund sein – unabhängig von Skandalen mit Salmonellen, Trichinen, Knochen, Sehnen, Würmern, Blut, Gedärmen und sonstigen ekelerregenden halbverwesten Tierabfällen in Gammelfleischprodukten. Fleischessen ist unnötig wie ein Kropf und zweifellos nicht nur schädlich für das betroffene Tier.

Wer möchte schon als Tierquäler oder Tiertöter dastehen? Doch genau letzteres ist jedem Fleischesser indirekt vorzuwerfen. Denn die Nachfrage regelt das Angebot. Und Fleisch wächst bekanntlich nicht auf Bäumen – sondern wird als Massenware unter vielfach erbärmlichsten Bedingungen “erzeugt” und dann zu Billigstpreisen verramscht.

Der Begriff ‚Tierfreund‘ beinhaltet Verantwortung gegenüber aller Kreatur, gegenüber allen Tierindividuen und Arten, auch wenn sie uns persönlich nicht nahe stehen oder besonders sympathisch sind. Zur Verdeutlichung sei ein Beispiel angeführt: Wer zwingt uns das »Ekeltier« Spinne in der Wohnung totzuschlagen, anstatt das nützliche Krabbeltier zu fangen und unversehrt aus dem Fenster zu befördern? Ist es das Gefühl uns dabei lächerlich zu machen, oder nur Gedankenlosigkeit? Schon vor über 150 Jahren schrieb dazu Heinrich Heine: »Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.«

Gefordert ist mehr ehrliches Tierschutzverhalten im Alltagsgeschehen. Glaubwürdigkeit misst sich weniger an hehren Absichtserklärungen oder markigen Lippenbekenntnissen – sondern am Verhalten. Edle Gesinnungsethik muss in Handlungsethik münden. Was nutzt ein neu eingeführtes Staatsziel Tierschutz (s. GG Art 20 a), wenn die Umsetzung dieser Verfassungsvorgabe durch eine Verweigerung der Politik das Verbandsklagerecht auch für Tierschutzverbände einzuführen, brachial blockiert wird? Jedes »Nein« eines Volksvertreters zu dem rechtstaatlichen Instrument »Verbandsklage«, entlarvt auch das unmissverständliche Nein dieses Politikers zum Tierschutz – und muss auch das Wahlverhalten eines jedes ernsthaften (!) Tierfreundes beeinflussen!

Überall im Alltagsgeschehen könnte ein wenig mehr Ernsthaftigkeit und Nachdenklichkeit den Tierschutz voranbringen. Das beginnt bereits beim Einkauf. Dr. Andreas Grasmüller, München in einem Fernseh-Interview schon vor 20 Jahren: »Wenn alle Hausfrauen, die für sich in Anspruch nehmen Tiere zu lieben, keine Eier aus der Legebatterie kaufen würden, wäre das Problem der Hühnerkäfighaltung längst gelöst«. Die Nachfrage regelt das Angebot. Eier aus artgerechter Freilandhaltung sind mittlerweile überall erhältlich. Andernfalls fragen Sie konkret danach – auch bei anderen Produkten vom Tier – um den Händler zur Listung von möglichst qualfrei erzeugten Tierprodukten mit einem Bio-Siegel zu motivieren.

Wenn wir auf das Tragen von Fell-Bekleidung nach Neandertaler-Manier (auch betr. Accessoires, oder versteckt als Futter verarbeitet) verzichten, würden auch in diesem Bereich viele vollkommen unnötige Quälereien vermieden. Wir können uns heute im Zeitalter modernster Fertigungstechniken und Hightech-Materialien warm und elegant kleiden, ohne perverse Eitelkeiten auf Kosten von qualvoll in Fallen gefangenen Wildtieren, oder verkrüppelten Zucht»pelz«tieren befriedigen zu müssen. »Ein Pelzmantel soll Vornehmheit repräsentieren. Aber bei soviel Qual, Not, Blut der geschundenen Kreatur, enthüllt er eine ganz andere Mentalität – Gefühlskälte, Arroganz und nichts als eitle Dummheit. (Verhaltensforscher Vitus B. Dröscher)

Bei der Entwicklung immer neuer, für unser Wohlbefinden absolut überflüssiger Produkte aus den Chemieküchen, für Kosmetika, Putz- und Waschmittel, werden täglich tausende Tiere »verbraucht«. Sie leiden und sterben in den Laboratorien für Erzeugnisse die ohnehin in unüberschaubarem Überfluss auf dem Markt vorhanden sind. Dies müsste nicht sein, wenn der Verbraucher – sich seiner Verantwortung und Käufermacht bewusst – ausschließlich auf Naturprodukte, oder altbewährte Artikel zurückgreifen würde, die nicht (mehr) in Tierversuchen getestet werden.
(Positivlisten der Anbieter von tierversuchsfreier Kosmetika, sind u.a. bei PETA Deutschland e.V., Dieselstr. 21, 70839 Gerlingen, erhältlich, oder im Internet unter www.peta.de einsehbar).

Schließlich im medizinischen Bereich: Wann werden wir angesichts vielfacher Arzneimittelskandale endlich begreifen, dass mit Veterinärmedizin-Wissen – gewonnen im Tierexperiment – Homo sapiens Gebrechen nicht kurierbar sind? Denn der Mensch ist keine Maus! Und gerade hier, wie auch bei den in der letzten Zeit in die Kritik gekommenen Gen-Manipulationen trifft besonders zu: Nicht alles was machbar erscheint, ist auch erlaubt. Moral und Ethik sind nicht nach Belieben teil- und anwendbar.
Lassen wir uns also bei unserem Einsatz für unsere tierischen Mitgeschöpfe – die wirklich Ärmsten der Armen – nicht beirren. Jeremy Bentham (1748-1832): “Wesentlich ist nicht die Zahl der Beine, die Behaarung, oder Farbe der Haut (
) Ein erwachsenes Pferd oder ein erwachsener Hund sind weitaus verständiger als ein Kind, das eine Tag eine Woche, oder sogar einen Monat alt ist. Doch selbst wenn das nicht so wäre, was würde das ändern? Die Frage ist nicht, können sie denken oder sprechen, sondern – können sie leiden?”

Tiere sind die Sklaven der heutigen Zeit. Und solange wir ihre Fesseln nicht lösen können, müssen wir zumindest ihre Ketten lockern, ohne natürlich das Ziel – die Befreiung aller unter der Knute der Menschen ächzenden Kreatur – aus den Augen zu verlieren.
So ist Tierschutzarbeit heute mehr denn je traurige Notwendigkeit. Mitleid alleine genügt nicht – helfen ist wichtig!

Und jeder kann helfen auf seine eigene, ihm individuell mögliche Art und Weise. Sei es durch aktive Mitarbeit in der Tierschutzbewegung, oder durch finanzielle Unterstützung einer engagierten Tierschutzorganisation seines Vertrauens. Jeder Einzelne, jeder Tierfreund im rechten Sinne des Wortes – als Freund des Tieres – kann durch sein Verhalten seinen Teil dazu beitragen, Tierschutz mit mehr Leben zu erfüllen. Indem er verantwortungsvoll allen (!) Tierarten und Tierindividuen gegenüber handelt und gerade in Alltagssituationen – über den Tellerrand seines eigenen Bereiches hinaus – sich engagiert für das Recht und den Schutz unserer älteren, aber so hilflosen, Tiergeschwister einsetzt.

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Ulrich Dittmann (31.01.2012; 12:09 Uhr)

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 31.01.2012

Kaiser Natron – Indikationen in der Veterinärmedizin

Jan 30th, 2012 | Eingestellt unter Autoren, Dirk Schrader

Von Dirk Schrader

Hautentzündungen allergisch, bakteriell, mykotisch, parasitär
Ein halbes Glas warmes Wasser plus 1 Messerspitze Kaisernatron, Wundbereich mit getränktem Tupfer mehrfach vorsichtig abreiben. Dann erst die verordnete Salbe zur Anwendung bringen.

Mundhöhle: Stomatitis, Zahnfachinfektionen, Zahnsteinbildung
Anwendung wie oben. Regelmäßige Pflege der Zähne und des Zahnfleisches.

Arthritis/Arthrose
Vermeiden Sie einen Fleischanteil von mehr als 20 Prozent in der Nahrung. Beschränken Sie sich auf natürliche Ressourcen z.B. gekochte Kartoffeln und Mischgemüse, Rindfleisch oder Geflügel. Geben Sie einmal am Tag mehrere Prisen Kaiser Natron über das Futter und vermischen Sie es. Ergänzende regelmäßige Anwendung von Arthridonum H empfohlen. Achtung: im Gelenk dürfen sich keine losgelösten Knorpel- oder Knochenteile befinden. Falls doch: Chirurgische Entfernung notwendig.

Haut- und Fellgeruch
Waschen Sie Ihren Hund mit warmer Kaiser- Natron- Lösung. 1-2 Teelöffel auf 1 Liter warmes Wasser. Wiederholte Anwendung in hartnäckigen Fällen. Beachten Sie: häufig sind allergische Reaktionen des Körpers die Ursache für Gerüche (Überfunktion der Talgdrüsen mit nachfolgender bakterieller Zersetzung des Talgs). Vermeiden Sie jede Form von Industrienahrung

Durchfallerkrankungen (Magen-Darm-Störungen)
Lassen Sie die Darmflora überprüfen! Kaiser Natron ist sehr hilfreich bei Entzündungen der Darmschleimhaut. Bei regelmäßiger Gabe über die Nahrung (s.o.) verbessert es den PH-Wert der Sekrete. Wenden Sie regelmäßig selbstgemachten Yoghurt an.

Diabetes mellitus
Jeder Anwendung von Insulinen sollte die regelmäßige Eingabe von Kaiser Natron vorangehen. Im PH-begünstigten Stoffwechselklima wirken Insuline besser, d.h., eine Reduzierung ihrer Gaben ist möglich.

Pankreatititis
Die meisten Formen der Pankreatitis sind allergischen Ursprungs. Erst spät kommt es zu einer bakteriellen Ansiedelung in dem Organ. Kaiser Natron begünstigt auch hier jede Form der Therapie.

Wachstum
Der wachsende Organismus benötigt mehr Eiweiße als der erwachsene. Die Überversorgung mit Fleisch ist eine Quelle der PH-Verschiebung in ungünstige Bereiche (Säuerung). Von der regelmäßigen Eingabe des Kaiser Natrons wird erwartet, dass Wachstumsstörungen minimiert werden.

Psychosomatische Störungen
Die regelmäßige Eingabe von Kaiser Natron schafft tatsächlich eine Verminderung hysterischer Reaktionen bei Hunden und Katzen. Eine Erklärung gibt es z.Zt. nicht.

Epilepsie
Die Zahl der Krampfanfälle, petit mal oder grand mal, nimmt ab. Eine Erklärung gibt es z.Zt. nicht.

Die Indikationsliste für Kaiser Natron wird fortgesetzt.

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(29.01.2012; 12:06 Uhr)

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 30.01.2012

Kaisernatron – das in der Medizin vergessene Wundermittel

Jan 15th, 2012 | Eingestellt unter Autoren, Dirk Schrader

Von Dirk Schrader

Zugegeben: Meine Oma oder meine Oma ihre Tochter hat es mir nicht gezeigt – das Kaisernatron. Es ist dieses merkwürdige Pulver in Tüten, welches man bei Budnikowski oder anderen Drogeriemärkten sehr preiswert erstehen kann. Irgendwann habe ich mir angewöhnt, eine Prise Kaisernatron in den Kaffee oder auch Tee zu geben. Mann – der schmeckt wirklich besser! Und abends putze ich mir mit einer Prise Kaisernatron im Zahnputzbecher die Zähne: Es stimmt, was die Hersteller sagen, und ich habe immer blitze-blanke Zähne und Karies sowieso nicht.

Seit einigen Jahren wenden wir dieses Wundermittel mit unglaublichem Erfolg in der Veterinärmedizin an: diese fiesen Ekzeme beim Hund, auch Hot Spots genannt, werden mit Kaisernatron-Waschung schneller zur Abheilung gebracht.

Überhaupt: jegliche Art von Hautentzündungen bakteriellen, allergischen oder parasitären Ursprungs lassen sich leichter beherrschen, und auf manche übliche Medikamente kann man in sehr vielen Fällen verzichten.

Besonders beeindruckend ist es, wenn man Hunden oder Katzen, die ständig zu Durchfällen neigen, Kaisernatron eingibt. Sie sind weniger auffällig, insbesondere dann nicht, wenn eines der Grundübel für Derartiges, die Chemiegrütze in Tüten oder Dosen, nicht mehr verfüttert wird. Wenn nämlich die Darmflora so richtig „im Eimer ist“, dann trägt Kaisernatron dazu bei, dass sich eine gesunde Darmflora wieder entwickeln kann – vorausgesetzt natürlich, man wendet regelmäßig selbstgemachten Yoghurt an.

Die inzwischen nicht zu widerlegende Wirksamkeit von Kaisernatron bei Gelenksentzündungen ist eine Besonderheit. Logisch eigentlich: Wenn man durch seine regelmäßige Eingabe über die Nahrung die sauren Entzündungskaskaden behindert, greifen Arthrosemittel wie Arthridonum H noch besser. Eine Kundin, die mit rheumatischer Polyarthritis herumlaborierte, berichtet, dass Arthridonum H, welches sie auch ihrem Hund gibt, bei ihr Wunder bewirkt, wenn sie zusätzlich Kaisernatron einnimmt. Sie ist seit geraumer Zeit so gut wie beschwerdefrei.

Wissen Sie, wie schmerzhaft Polyarthritis sein kann?

Es gibt es noch unzählige weitere Anwendungsbereiche. Darüber werden wir demnächst natürlich auch hier berichten.

Viele Grüße aus Hamburch-Rahlbüddl

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(15.01.2012; 10:00 Uhr)

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 15.01.2012

2012 – Was gibt es Neues in der Veterinärmedizin?

Jan 7th, 2012 | Eingestellt unter Autoren, Dirk Schrader

Von Dirk Schrader

Am 5. Januar 2012 wurde in unserem Institut der Spinalkatheter No. 3000 bei einem gelähmten Hund in den Periduralraum gelegt. Heute am 07.01.2012 kann er wieder stehen.

Die „Wahnsinnsmethode“, die dahinter steckt, ist die konsequente und intensive Spülung des Periduralraumes mit Salzlösungen, die bei Bandscheibenvorfällen die Mikrozirkulation ankurbelt und die Nerven mittels Zufuhr von Natrium-Ionen wieder funktionieren lässt. Gleichzeitig reduzieren sich die Bandscheiben durch den Osmose-Effekt.

Die Idee dafür stammt von dem Orthopäden Dr. Volker Desnizza, der schon in den 80er Jahren feststellte, dass 80% aller Bandscheiben-Operationen an der Wirbelsäule unnötig seien: durch die „Desnizza-Methode“ werden riskante Operationen bei Bandscheibenvorfällen vermieden.

Wir danken dem inzwischen verstorbenen Dr. Desnizza für seinen Mut, diese Methode in die Medizin eingeführt zu haben, denn die Anfeindungen seiner Kollegenschaft waren nicht „von Pappe“.

Ähnliches haben wir nun zu berichten: Auch gelähmte Hunde, die nur noch den „Tiefenreflex“ aufweisen, können durch die Methode Desnizza ohne Operation wieder ein normales Leben führen. Und die Anfeindungen aus der Kollegenschaft sind nicht „von Pappe“ 


Zum gleichen Zeitpunkt wurde ein Vertragswerk unterzeichnet: Die israelische Firma Regenecure, ansässig in Jerusalem, hat unserem Institut den Auftrag erteilt, ihr in der Humanmedizin bereits validiertes Produkt zur > super schnellen Knochenheilung bei Frakturen bzw. Knochengewebsverlusten in die Veterinärmedizin einzuführen.

Es handelt sich um eine Membrane, die kontrolliert und bio-kompatibel den Knochen veranlasst, Gewebsverluste sehr schnell durch neues Knochengewebe auszugleichen. Das Prinzip dabei ist, dass die Bio-Membrane als Stamm-Zell-Spender dem Knochenheilungsprozess einen Turbo-Effekt ermöglicht: Die Stammzellen verwandeln sich im Kontakt mit dem geschädigten Knochen in Knochenzellen, in Osteoblasten, die sich unglaublich schnell vermehren und den Heilungsprozess bis um das 10-fache verkürzen.

Besonders geeignet ist die Membrane als Implantat auch bei Osteosarkomen, die nun großzügig entfernt werden können, wobei die entstandene Lücke innerhalb weniger Wochen vollständig geschlossen wird. Große Knochengewebsverluste im Oberkiefer in Folge von Entzündungen der Zahnfächer werden problemlos geschlossen. „Unheilbare“ Trümmerfrakturen im Skelett werden heilbar.

Die Ergebnisse der Anwendung dieser Membrane im Hadassah-Hospital in Jerusalem veranlassen uns zuversichtlich zu sein, was die Anwendung in der Veterinärmedizin in Zukunft anbelangt.
Patienten mit komplizierten Frakturen und/oder Osteosarkomen können jederzeit angemeldet werden:

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(07.01.2012; 11:43 Uhr)

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 07.01.2012

Leichenschmaus

Nov 22nd, 2011 | Eingestellt unter Autoren, Dr. Helmut F. Kaplan

Vierte, aktualisierte Neuauflage 2011

„Leichenschmaus“ erschien erstmals 1993 und wurde inzwischen ins Französische und Japanische übersetzt. Es gilt als wichtigstes deutschsprachiges Tierrechtsbuch.

Fleischkonsum bzw. Vegetarismus sind mittlerweile mediale Themen. Ihre Diskussion erfolgt heute aber vor allem unter den Stichworten Ernährung, Gesundheit, Bio, Umwelt und Klima. Der ethische bzw. tierethische Aspekt fehlt fast völlig. Diese Neuauflage soll dazu beitragen, wieder diejenigen ins Blickfeld zu rücken, um die es beim Thema Fleisch vorrangig gehen sollte: die zig Milliarden Tiere, die jährlich für unseren Gaumenkitzel leiden und sterben müssen.

Aus dem Vorwort zur vierten Auflage:

„Als dieses Buch geschrieben und 1993 erstmals veröffentlicht wurde, war die Welt für Tierrechtler insofern noch in Ordnung, als zwar wie heute Tierleid, Tierfolter und Tiermord an der Tagesordnung waren, man sich aber sicher war, den richtigen Weg zur Befreiung der Tiere zu kennen: Die analoge Abfolge von Sklavenbefreiung, Bürgerrechtsbewegung, Frauenemanzipation und Tierbefreiung erschien historisch und ethisch „logisch“, konsequent und unausweichlich.

Inzwischen ist diesem Bewusstsein teilweise Ernüchterung und Verunsicherung gewichen: Die Tierrechtsbewegung ist zerstritten und gespalten und viele stellen sich bange die Frage: Wann werden wir unser Ziel endlich erreichen? Oder gar: Werden wir unser Ziel überhaupt je erreichen? Genau um diese Ernüchterung und Verunsicherung soll es hier allerdings NICHT gehen – sondern um die historische Aufbruchstimmung und um die Wucht der Argumente, die für die Befreiung der Tiere sprechen.“

www.thalia.de/shop/tha_homesta…

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Helmut Kaplan (22.11.2011; 11:58 Uhr)

www.facebook.com/pages/Helmut-…

Neues Buch: “Ich esse meine Freunde nicht”

www.tierrechte-kaplan.org

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 22.11.2011

Gleichheitsprinzip und Tierrechte

Nov 13th, 2011 | Eingestellt unter Autoren, Dr. Helmut F. Kaplan

Das basalste Recht ist das Recht auf gleiche Interessenberücksichtigung

Helmut F. Kaplan

Die Geltung des auf Aristoteles zurückgehenden moralischen Gleichheitsprinzips – Gleiches bzw. Ähnliches muss auch gleich bzw. ähnlich behandelt werden – ist für die meisten von uns so selbstverständlich, dass wir es gar nicht als eigenes Prinzip wahrnehmen. Aber ohne dieses Gleichheitsprinzip verlöre alle Ethik ihre Grundlage, Glaubwürdigkeit und Anwendbarkeit.

Nun behauptet kein vernünftiger Mensch, dass Menschen und Tiere in einem faktischen Sinne gleich wären. Jedem ist klar, dass Menschen und Tiere – wie auch die Menschen untereinander! – zum Beispiel unterschiedliche Interessen haben. Deshalb wäre es auch völlig verfehlt, Menschen und Tiere gleich zu BEHANDELN, denn unterschiedliche Interessen erfordern und rechtfertigen eben eine UNTERSCHIEDLICHE Behandlung. So brauchen etwa Hunde und Katzen im Unterschied zu Menschen keine Religionsfreiheit und kein Wahlrecht – weil sie damit schlicht nichts anfangen könnten. Und Männer brauchen im Unterschied zu Frauen keinen Schwangerschaftsurlaub – weil sie nicht schwanger werden können.

Was das Gleichheitsprinzip fordert, ist schlicht dies: WO Menschen und Tiere ähnliche Interessen haben, da sollen wir diese ähnlichen Interessen auch GLEICH BERÜCKSICHTIGEN, moralisch gleich ernst nehmen:

- Weil alle Menschen ein Interesse an angemessener Nahrung und Unterkunft haben, sollen wir dieses Interesse auch bei allen Menschen gleich berücksichtigen – und dürfen nicht willkürliche Diskriminierungen aufgrund von Rasse oder Geschlecht vornehmen. Also kein RASSISMUS und SEXISMUS.
- Und weil sowohl Menschen als auch Tiere ein immenses Interesse haben, nicht zu leiden, sollen wir dieses Interesse bei Menschen und Tieren auch gleich berücksichtigen – und dürfen nicht willkürliche Diskriminierungen aufgrund der Spezies vornehmen. Also kein SPEZIESISMUS.

Gleiche Interessen sollen gleich zählen. Das basalste Recht ist das Recht auf gleiche Interessenberücksichtigung. Gleiche Interessen weniger zu berücksichtigen, verstößt gegen das Gleichheitsprinzip. Wer sagt „Dein Leiden ist weniger wichtig, weil du schwarz bist“, ist Rassist. Wer sagt „Dein Leiden ist weniger wichtig, weil du eine Frau bist“, ist Sexist. Und wer sagt „Dein Leiden ist weniger wichtig, weil du ein Tier bist“, ist Speziesist.

Mit ihrer Forderung, auch gleiche bzw. ähnliche tierliche Interessen gleich zu berücksichtigen, ist die Tierrechtsbewegung also die konsequente und notwendige Fortsetzung anderer Befreiungsbewegungen wie der Befreiung der Sklaven, der (amerikanischen) Bürgerrechtsbewegung und der Frauenemanzipation: Immer geht es darum, moralische Diskriminierungen aufgrund moralisch belangloser Merkmale wie Hautfarbe, Geschlecht und Spezies zu erkennen und zu überwinden.

Gleiches Leiden ist gleich wichtig. Zu sagen „Dein Leiden ist weniger wichtig, weil du ein Tier bist“, ist pure Willkür, reiner Speziesismus. Aber exakt entsprechend diesem „Dein Leiden ist weniger wichtig, weil du ein Tier bist“ behandeln wir Tiere! Allgemein und speziell jene Tiere, die wir essen wollen: Keinem Menschen würden wir auch nur ansatzweise jenes Leiden zumuten, das wir Tieren bedenkenlos und ununterbrochen zumuten.

Geradezu kriminell wird es, wenn wir uns vergegenwärtigen, WOFÜR wir Tieren dieses Leiden zufügen! Wir fügen Tieren lebenslanges, schwerstes Leiden zu für einen kurzen Gaumenkitzel. Beim Fleischessen werden ALLE tierlichen Interessen einem EINZIGEN menschlichen Interesse geopfert.

© Helmut F. Kaplan

Hinweis: Das Gleichheitsprinzip, wie es hier dargestellt und angewandt wird, geht auf Peter Singer zurück. Im Unterschied zu Singer halte ich die Verknüpfung des Gleichheitsprinzips mit dem Utilitarismus für problematisch. HFK

www.facebook.com/pages/Helmut-…

Demnächst erscheint die Neuauflage von „Leichenschmaus“!

www.tierrechte-kaplan.org

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Helmut Kaplan (12.11.2011; 19:45 Uhr)

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 13.11.2011

Tierschutz und Tierrechte – Wunschdenken und Wirklichkeit

Okt 27th, 2011 | Eingestellt unter Autoren, Ulrich Dittmann

Tierfreunde, die mit dem alltäglichen Tierelend des Quälens und Schlachtens konfrontiert werden, stecken in einem furchtbaren Dilemma der Hilflosigkeit: Leben retten wollen, es aber nicht können. Beispielsweise bei der so genannten “Nutztierhaltung” von Hühnern, Schweinen, Rindern u.a., die millionenfach lebenslang der grauenvollen Ausbeutung in Menschenhand ausgesetzt sind, bis sie mehr oder minder qualvoll umgebracht werden. “Hilflose Helfer”, charakterisiert am besten die traurige Situation der Tierschützer.

Wütendes demonstratives Schwenken der Fahne von Tierrechtlern mit der genialen Aufschrift “
ich bin gegen jegliches Töten etc.” (sic!) hilft aber dabei nicht weiter, rettet kein einziges Tierindividuum. Die Fleischesgier der Menschen ist nun mal unendlich. Wer vor diesen Fakten – aus welchen Gründen auch immer – die Augen zukneift, lügt sich selbst in die Tasche und geht traumtänzerisch von theoretischem schönen Wunschdenken aus – und knallhart an der Realität vorbei.

Wir können und dürfen Tieren so keinesfalls Gnadenakte verweigern, die ihnen zumindest eine Qualverminderung verschaffen, wenn die so sehr von uns gewünschte Lebensrettung oder Qualvermeidung – aufgrund der gegebenen Zustände auf dieser Welt – gegenwärtig nicht möglich ist.

Es kann nicht richtig sein, demonstrativ mit einer ultimativen Maximalforderung, “Alles oder Nichts” (“Bin gegen jegliches Töten”) letztlich das Alltagselend der Tiere zu negieren. Eine solche pharisäerhafte Haltung ist nur gut für das eigene Ego, sich so als ethisch perfekter Gutmensch der Mitwelt präsentieren zu können. Mit Wahrheiten und nicht durchsetzbaren Forderungen allein auf den Lippen ist im Alltagsgeschehen den Tieren leider nicht geholfen. Der ethische Anspruch ist eben nicht mit juristisch durchsetzbarem Recht identisch.

Manche Tierfreunde wollen am Ziel sein, ohne je die Startlinie gesehen zu haben. “
Der praktische Tierschützer muss immer wieder auf Kompromisse eingehen, weil der Alles-oder-Nichts-Grundsatz besonders im Tierschutz immer nur zum ‘Nichts’ und niemals zum ‘Alles’ führt.“ (Gotthard M. Teutsch: Mensch und Tier. Lexikon der Tierschutzethik)
So nützt es wenig, fest im Glauben, edel und gut, mit selbst aufgesetztem Heiligenschein (“Ich verrate die Rechte der Tiere nicht”) verbissen die reine Lehre zu verkünden – dabei oft ängstlich bedacht, sich nicht die Füße in den Niederungen der Alltagsrealität zu beschmutzen. Viele ahnen gar nicht, was alles auf uns zukommen mag. Genmanipulierte Anpassung der Tiere an ihre miserablen Haltungssysteme, zum Beispiel.

Manche kompromisslosen Frugivore-Anhänger* würden so am liebsten noch den Veganern abgeschnittene Salatblätter von der Gabel, und letztere wiederum, den Vegetariern die Käsestulle aus der Hand reißen. Biobauern, die versuchen den Tieren zumindest während ihrer Lebensspanne ein artgerechtes Leben zu bieten, werden verteufelt. Und Tierfreunde, die für eine gnädige Betäubung der Schafe und Rinder vor dem Schächt-Schlachten, oder vor dem Kastrieren von Ferkeln kämpfen, um ihnen zumindest einiges an Angst und Schmerzen zu ersparen, werden angegriffen: Sie würden als “Handlanger” der Tiernutzer fungieren, sich nicht “konsequent” genug verhalten und die Tiere so mit ihrem absoluten Recht auf Leben “verraten”.

Alle Tierschutz-Aktivitäten die Erleichterungen für die Tiere erreichen – und seien sie noch so bescheiden – sind kleine wichtige Mosaiksteine die helfen das große Bild der Tierbefreiung irgendwann einmal fertig zustellen.
Das Hauptproblem ist heute nicht (mehr) Tierrechte zu definieren, sondern es gilt – wenigstens ansatzweise – Tierschutz in der Praxis(!) durchzusetzen. Theoretisches Wissen um Ethik und Moral ist mittlerweile in Hülle und Fülle vorhanden. Wer davon heute noch nichts weiß, dem ist vorzuwerfen es nicht wissen zu wollen.

Ethisches Denken, das auch die Mitgeschöpflichkeit unserer Tiergeschwister mit beinhaltet, vollzieht sich nur langsam. Wichtig ist, all das vorhandene Wissen um die Notwendigkeit des Tierschutzes nun in ein gesamtethisches Handeln umzusetzen.
Und an letzterem mangelt es bei der (entscheidenden!) Masse der Menschheit gewaltig. Diese Menschenmasse wird zumindest in den nächsten 100 Jahren auf Fleischkonsum und sonstiger Tier”nutzung” bestehen – so unsere misshandelte Mutter Erde solange durchhält und nicht vorher an den parasitär wütenden Menschenmassen erstickt.

In die Gehirnwindungen all dieser Fleischesser- und Tiernutzermassen wird es (kurz- und mittelfristig) nicht gelingen, mit unseren Ethikkonzepten einzudringen. Das ist der Knackpunkt. Das ist die traurige Realität, von der wir gegenwärtig ausgehen müssen. Alles andere ist selbsttäuschende Augenwischerei. Jetzt und heute muss – wenn auch zähneknirschend – eine qualmindernde Zwischenlösung gesucht werden, solange die so sehr gewünschte Qualvermeidung nicht möglich ist.

Öffentliche, mit viel Herzblut geführte Debatten über den “richtigen” Weg zur Tierbefreiung, gegenseitige hilflose Schuldzuweisungen unter den Tierschützern nützen wenig, schaden eher der Sache. Denn nichts freut unsere Gegner, die Tiernutzer jeglicher Couleur mehr, wenn wir unsere begrenzten Kräfte mit solchen Scharmützeln verschleißen.

Es gilt heute(!) die Ketten der Tier-Sklaven zu lockern, wenn wir sie schon nicht zerreißen können. Keinesfalls reicht es, lediglich träumerisch edle Gesinnungsethik vor sich herzutragen.
Wir müssen uns mit praktizierender, ergebnisorientierter Handlungsethik der Realität des Tierschutz-Alltagsgeschehens stellen – ohne natürlich das Ziel, die Tiere von allen Fesseln zu befreien, je aus den Augen zu verlieren.

* Verzehren nur, was die Natur freiwillig hergibt (Nüsse, Körner, Äpfel etc.)

© Ulrich Dittmann

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Ulrich Dittmann – Arbeitskreis Tierschutz e.V. (27.10.2011; 15:10 Uhr)
ulrich.dittmann-arbeitskreis-t

Internet: www.arbeitskreis-tierschutz.de

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 27.10.2011

Die Sache mit dem Gaumensegel

Aug 30th, 2011 | Eingestellt unter Autoren, Dirk Schrader

Die Sache mit dem Gaumensegel Teil I

Von Dirk Schrader

Manche Hunde haben es von Geburt an nicht so leicht: Im Verlauf ihres jungen Lebens merken die Hundehalter, dass ihr Liebling geräuschvoller atmet, total laut schnarcht und irgendwann wegen akuter Luftnot stehen bleibt: Das Brachycephalensyndrom – hauptsächlich zu finden bei der Französischen Bulldogge, dem Mops, der Englischen Bulldogge und manchen ihrer Kreuzungen.

Seit unendlichen Zeiten wird das Gaumensegel von versierten Tierärzten gekürzt: Narkose, kleine Chirurgie – das warÂŽs. Die meist vorhandenen Ventilnasen werden geweitet (auch keine große Sache). Für die Mehrzahl aller Tierärzte allerdings ein wirklich unbeliebter Eingriff, weil eigentlich sau-gefährlich. Es kommt trotz aller Sorgfalt immer mal wieder zu Todesfällen nach der OP. Der Grund: Die Notwendigkeit eines ergänzenden Luftröhrenschnittes konnte nicht erkannt werden.

Aktueller Anlass ist die traurige Geschichte eines Französischen Bulldoggen-Rüden aus Rostock. Der kleine Hund quälte sich bis zu seinem vierten Lebensjahr mit Atemnot, zeigte eine ungewöhnliche Schlundenge und sein Kiefer konnte nicht richtig geöffnet werden. Er verstarb vier Stunden nach der OP – ausgerechnet in der Mittagspause – obwohl alle Tierärzte und Helferinnen ihn wach und ohne Atemnot gesehen hatten – kein Fall für die Notfall-Überwachung.

Herzstillstand wegen eingetretenen Sauerstoffmangels? Man hätte einen Luftröhrenschnitt setzen müssen.

Ein anderer aktueller Anlass ist die überaus erfreuliche Begegnung mit „Spike“, einem 5-jährigen Franz. Bulldoggen-Rüden aus Neustadt am Rübenberge in der Nähe von Hannover.
Die Besitzerin, Frau Alexandra K., berichtete, dass sie Spike in der Tierärztlichen Hochschule in Hannover wegen seiner Atemnot kürzlich vorgestellt hatte. Die behandelnde Tierärztin dort machte sich viel Mühe: „Spike“ wurde unter Narkose untersucht. Sein Gaumensegel sei ohne Auffälligkeit heißt es in dem Bericht – jedoch würde ein Tumor im Kehlkopfbereich seine Atemnot verursachen. Spike wurde als nicht-operabel eingestuft. Man riet zur Einschläferung.

Alexandra K. entschied sich gegen eine Einschläferung. Sie kam am 10. August 2011 nach Hamburg.
Spike wurde in Narkose gelegt, sein überlanges Gaumensegel mit Hoch-Frequenz-Chirurgie gekürzt und vernäht, seine Ventilnasen mittels Laser-Chirurgie geweitet. Den Tumorbefund im Kehlkopfbereich konnten wir nicht bestätigen. Spike hatte auch nicht die gefürchteten Choanenstenosen (Verwerfungen im Nasenraum).

Heute am 23.8.2011 berichtet uns Frau K., dass Sie mit „Spike“ Agility macht: Er atmet ungestört und bewegt sich vital und ungebremst.

Die Sache mit dem Gaumensegel – Teil II

Von Dirk Schrader

Wenn Französische Bulldoggen, Englische Bulldoggen oder Möpse im Welpenalter ihren verliebten Fans übergeben werden, sind sie wirklich sooo schnuckelig – mehr geht nicht. Loriot selbst hat mal gesagt: „Ein Leben ohne Mops ist möglich – aber sinnlos“. Das betrifft übrigens auch die oben genannte schnuckelige Verwandtschaft: Die Zahl der in den letzten Jahren geborenen kurschnauzigen Wunderhunde hat so gewaltig zugenommen, dass sie den Pudel nahezu vollständig aus dem Bild jeder Stadt verdrängt hat.

Ebenso gewaltig zugenommen haben die Operationen an deren zu langen Gaumensegel- von Hamburg bis Leipzig bis München – und zurück.

Besonders in der warmen Jahreszeit leiden die kleinen Kerlchen unendlich und ihre Herrchen und Frauchen sind sich leider meist nicht darüber im Klaren, was das „niedliche“ Geschnaufe wirklich bedeutet: Atemnot – zu wenig Sauerstoff. Stellen Sie sich mal vor, Sie müssten durch einen Strohhalm atmen 
 Nix gut, nein? Die Folgen des zu langen Gaumensegels, welches sich über die Öffnung des Kehlkopfes legt, sind nicht nur chronische Entzündungen des gesamten Rachenraumes, sondern auch der Luftröhre und der Bronchien – bis hin zu schwerer- auf Sauerstoffmangel basierender Herzerkrankung. Ein fataler Zyklus.

Wie gesagt- die Zahl der Operationen hat stark zu genommen. Das Problem dabei: Nicht selten wird die Gaumensegelkürzung so vorgenommen, dass Vernarbungen entstehen, die irgendwann das Atmen noch schwieriger gestalten. Dabei kommt es nicht selten zu einer Schlundverengung, die nicht leicht zu beseitigen ist.

In den vergangenen Jahren haben wir immer schon „Gaumensegel-OPs“ durchgeführt. Irgendwann benutzten wir dafür aber einen Laser und waren begeistert über die Leichtigkeit der OP-Ausführung. Gleichzeitig wurden die Ventilnasen der kleinen Hunde mit dieser Strahl-Technik beseitigt – sogar die äußerst unangenehmen Faltenbildungen im Nasen-Rachenraum, die Choanenstenosen werden bis heute mit dem Laser verdampft. Alles in Allem nichts Großes und auch nichts Besonderes – und kostenmäßig so einzustufen wie die Kastration einer Hündin.

Inzwischen benutzen wir für die Chirurgie in der Tiefe des Schlundes nicht mehr den Laser, sondern die HF-Technik (Hochfrequenztechnik), mit der völlig blutungsfrei jegliche dummerhaftigen Faltenbildungen und Tumorbildungen im Kehlrachenbereich und sogar in der Luftröhre risikoarm entfernt werden können – allerdings immer unter dem Schutzschirm einer möglichen Öffnung der Luftröhre von außen: es gibt leider immer wieder Fälle, die einen vorsorglichen Luftröhrenschnitt, das Stoma, notwendig machen. Dieses Stoma kann man nach 3 bis 4 Tagen wieder verschließen.

Wie man in den diversen „Mops- und Bulli-Foren“ nachlesen kann, ist ein heißer Kampf um die chirurgische Kürzung des Gaumensegels in Deutschland ausgebrochen. In der Tierärztlichen Bildungsstätte in Leipzig kostet eine OP zirka 3000 Euro – in Hamburg kostet sie seit Jahren komischerweise 300 Euro, was die Besitzer eines brachycephalen Patienten kirre macht – aber leider auch diejenigen lähmt, die das Geld nicht haben, um es nach Leipzig zu tragen. Und – es gibt die Trittbrettfahrer, die natürlich deutlich billiger sind als die Kollegen in Leipzig: man hört von OP-Kosten von „nur“ 1700 Euro, oder 1200 Euro – und so weiter. Tjö.

Ein Blick in die berüchtigte GOT bringt das Blut zur Wallung: Wenn das Gauemsegelkürzen mindestens 110 Euro und im dreifachen Satz (der nicht überschritten werden darf) zirka 365 Euro kosten kann – wieso ist dann die Narkose und das „Drum-Rum“ teurer als 1000 Euro?
Macht da eine gesetzliche Verordnung wie die GOT noch einen Sinn? Oder anders gefragt: Wo bleibt der Staatsanwalt?

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(29.08.2011; 15:05 Uhr)

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 30.08.2011

Heiligkeit des Lebens

Aug 27th, 2011 | Eingestellt unter Autoren, Dr. Helmut F. Kaplan

Helmut F. Kaplan

Im „Zeit Magazin“ (20, 2011) las ich Hans-Dietrich Genschers: Aussage: „Jedes Menschenleben ist gleich wertvoll.“ Für jemanden, der im Philosophiestudium darauf gedrillt wurde, niemals unbegründete oder gar unbegründbare Behauptungen aufzustellen, ist das eine, je nach dem, äußerst schludrige oder äußerst kühne Redeweise. Nichtsdestotrotz entspricht sie exakt der gültigen Sprachregelung. Mehr noch: Wer diesen Satz nicht uneingeschränkt unterschreibt, begibt sich ins absolute gesellschaftliche Abseits.

Die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die vor ihrer politischen Tätigkeit als Sonderschullehrerin psychisch kranke Kinder unterrichtete und mit geistig Behinderten arbeitete, formuliert die gleiche Aussage so: „Mein ganzes Leben lang habe ich mich für den Gedanken eingesetzt, dass jedes Leben gleich viel wert ist.“ („Der Spiegel“, 26, 2011, S. 46)

Und in der „Zeit“ (32, 2011) lese ich auf Seite 1 im Artikel „Kein Mitleid mehr!“, in dem es um Hungerkatastrophen geht: „Hungernde Menschen sind 
 Bürger dieser Weltgemeinschaft und damit Träger aller Menschenrechte.“ Schließlich im „Spiegel“ (32, 2011, S. 42) im Zusammenhang mit dem Kindesmörder Magnus Gäfgen: „Dass die Menschenwürde keiner Abwägung zugänglich und also auch bei einem Verbrecher zu achten sei, gilt längst als gefestigte Meinung.“

Was heißt all dies? Es heißt: Unabhängig von allen faktischen und moralischen Unterschieden, egal ob jemand hochbegabt oder schwerbehindert, steinreich oder bettelarm ist, ob er Mitmenschen rettet oder tötet, jeder Mensch ist gleich wertvoll und Träger von Menschenrechten.

Was ist denn nun die Funktion, die Auswirkung dieser Gleichwertigkeit aller Menschen? Die Antwort ist einfach: Diese Gleichwertigkeit hat eine fundamentale Schutzfunktion, sie sichert den Gleichwertigen einen Mindeststandard an Ansprüchen, insbesondere das Recht, nicht gefoltert oder getötet zu werden – wenn wir einmal von Staaten wie China und den USA absehen, in denen Menschenwürde und -rechte eine irritierende theoretische Schlagseite aufweisen.

Gibt es nun vernünftige Gründe, Tieren diesen Schutz durch Gleichwertigkeit vorzuenthalten? Um es gleich vorwegzunehmen: Nein! Denn „Abwertungen mittels Fakten“ sind, wie wir gesehen haben, grundsätzlich unstatthaft – siehe etwa die intakte Gleichwertigkeit von Senilen, Dementen und geistig Behinderten. Außerdem befinden sich viele Tiere, etwa Hunde, Katzen, Rinder oder Schweine, auf einem HÖHEREN Niveau als viele Senile, Demente oder geistig Behinderte. Die „begabtesten“ Tiere sind schlauer als die „unbegabtesten“ Menschen. Daran ist nicht zu rütteln und dabei braucht man nicht einmal an Primaten zu denken, die sich mit der Zeichensprache mit Menschen unterhalten. Es genügt, einerseits an Blindenhunde zu denken oder an Kapuzineräffchen, die Behinderte betreuen, andererseits an im Bett vor sich hindämmernde Demente.

Wenn am menschlichen Leben etwas „heilig“ ist, dann ist es keine „Heiligkeit“ des menschlichen Lebens, sondern eine „Heiligkeit“ des kreatürlichen Lebens – weil viele Tiere, wie gesagt, viel „heiliger“, sprich: schlauer, begabter, intelligenter, was auch immer, sind als viele Menschen.

Eine Minderbewertung von Tieren gegenüber Menschen mittels Fakten ist also rationalerweise ausgeschlossen. Ebenso eine Minderbewertung mittels religiöser Begründungen. Schließlich leben wir nicht mehr in „Gottesstaaten“, sondern in säkularen Gesellschaften, in denen auch Menschenrechte säkular, also „weltlich“, sprich: glaubensneutral begründet werden müssen. Tierlichem Leben grundsätzliche Gleichwertigkeit und Schutzwürdigkeit abzusprechen, beruht auf Unvernunft oder Grausamkeit.

© Helmut F. Kaplan

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Helmut Kaplan (27.08.2011; 19:28 Uhr)

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Neues Buch: “Ich esse meine Freunde nicht”
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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 27.08.2011

Djihad in der Welt der Veterinärmedizin

Aug 27th, 2011 | Eingestellt unter Autoren, Dirk Schrader

Von Dirk Schrader

Erstveröffentlichung in www.houndsandpeople.com

Djihad – ein Wort, das seit Jahrzehnten in den Medien unseres Landes präsent ist. Nine-Eleven, Osama Bin Laden, Djihadis, die sich nicht nur in Israel, Irak und Afghanistan in die Luft sprengen, Djihadis, die ihr Leben opfern für eine Sache – ihre gerechte Sache, für ihren Glauben – in voller Überzeugung. Eigentlich bewundernswert und auch furchtbar zugleich. Die wunderbare Seite des Djihad: die Überzeugten kämpfen für „Ihre Sache“ auch deshalb, weil sie wissen, dass nach ihrem Tode tausende nackte Jungfrauen auf sie warten, um sie zu erfreuen. Wer könnte da abseits stehen?

In der Welt der Veterinärmedizin gibt es viele Dogmen, die in den Gehirnen der Absolventen tierärztlicher Bildungsstätten zu einer „wahren Religion“ werden: Nichts wird geduldet und beachtet, was nicht in den Elfenbeintürmen der Universitäten erdacht worden ist. Das, was außerhalb dieser Trutzburgen der „Wahren Religion“ erdacht wurde, wird von den Gläubigen dieser heiligen Institutionen mit Vehemenz „bekämpft“: missachtet, mit Misstrauen beäugt und – wenn es ihrem Gewinnstreben nicht dienlich ist, mit allem was Ungeist und Gemeinheit hergeben, verleumdet und – voll kämpferisch 


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Übersandt von:

(27.08.2011; 03:54 Uhr)

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Veröffentlicht von „der fellbeißer“© (www.fellbeisser.net/news/) am 27.08.2011